2026 KW25 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

Bei Anregungen und Feedback erreichen Sie uns gerne per email. Ihre Ansprechpartner sind:

Was ist diese Woche (KW25/2026) an den Börsen geschehen?

Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran, um eine friedliche Lösung für den Krieg zu finden, wurde an den Märkten positiv aufgenommen. Die Sorgen vor höherer Inflation und steigenden Zinsen wurden kleiner. Bei Technologie-Aktien gab es allerdings Gewinnmitnahmen, die sich verstärkten, als die US-Notenbank nach der ersten Sitzung unter dem neuen FED-Chef Kevin Warsh die Märkte auf eine mögliche Leitzinsanhebung im weiteren Jahresverlauf vorbereitete. Auch die Bank of England (BoE) beließ ihre Leitzinsen trotz Inflation erwartungsgemäß noch unverändert. Von der Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus profitierten asiatische Märkte besonders. Der japanische Nikkei-225-Index verbuchte ein Wochenplus von +7,9 Prozent. Allerdings verstießen Trump, sein Kriegsminister Hegseth, Israel und die Hisbollah schon gegen das Rahmenabkommen. Wenig Euphorie herrschte an den westlichen Börsen: Dow Jones +0,7 Prozent, DAX +1,4 Prozent.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag mit 43,55 Euro berechnet. Gegenüber dem Wert der Vorwoche ist das ein Anstieg um +1,26 Euro bzw. +3,0 Prozent. Im laufenden Jahr (Jahreswechsel 42,01 Euro) wächst unser Plus damit wieder auf +3,7 Prozent. Das Netto-Plus beim ACC Alpha select Anteilswert über ein Jahr steigt auf jetzt +15,6 Prozent (MSCI World in Euro +24,5 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +19,7 Prozent, Mischfonds +14,0 Prozent) und über drei Jahre auf +40,0 Prozent (MSCI World in Euro +60,2 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +40,4 Prozent, Mischfonds +28,0 Prozent). Über fünf Jahre beträgt das Plus des Anteilswertes jetzt +36,4 Prozent (MSCI World in Euro +78,3 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +41,4 Prozent, Mischfonds +23,2 Prozent).

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung um einen Tag ab.

Beim Kölner Motoren- und Generatorenbauer Deutz gab es nach der Kursschwäche in der Vorwoche (-4,7 Prozent) in dieser Woche eine umso stärkere Kurserholung – ebenfalls ohne neue Unternehmensnachrichten: +8,6 Prozent (auf 9,89 Euro, Einstand 4,35 Euro).

Die Aktie des Baukonzerns PORR gehört die zweiten Woche in Folge zu den größten Kursgewinnern in unserem Portfolio: Nach +7,5 Prozent in der Vorwoche in dieser Woche +8,3 Prozent (auf 44,80 Euro, Einstand 13,48 Euro) und damit neue Rekordhöhen. Die Kursverdreifachung in den vergangenen zwei Jahren ist fundamental gut begründet. Weil PORR damit seinen Anteil am Fondsvermögen auf mehr als 5 Prozent ausweitet, werden wir noch festere Kurse für einen zweite Teilgewinnmitnahme nutzen.

Die Aktien der europäische Großbanken Deutsche Bank und Société Générale, die unter dem amerikanisch-iranischen Krieg stärker gelitten hatten, erholten sich aktuell stärker als der Gesamtmarkt: Deutsche Bank +8,3 Prozent (auf 31,12 Euro, Einstand 8,54 Euro) und Société Générale +5,8 Prozent (auf 77,67 Euro, Einstand 24,73 Euro). Der Aktienkurs der französischen Bank erreichte damit den höchsten Wert seit der Bankenkrise 2008. Aufgrund der guten Kursentwicklung ist Société Générale mit jetzt 4,5 Prozent unsere drittgrößte Einzelaktienposition. Auch hier werden wir weitere Kursgewinne für eine Teilgewinnmitnahme nutzen.

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Deutsche Rohstoff, die im Kern über Tochterunternehmen ja ein Öl-Fracking-Unternehmen im amerikanischen Mittelwesten ist, litt unter der Entspannung an den Ölmärkten. Der Preis für ein Barrel der US-amerikanischen Referenz-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) fiel die zweite Woche in Folge. Die DRAG-Aktie verlor -20,6 Prozent (auf 85,80 Euro, Einstand 54,20 Euro). Im Hinblick auf das brüchige Rahmenabkommen erscheint ein Wiederanstieg der Ölpreises gut möglich. Wir haben eine Wiederaufstockung der kleinen Position Deutsche Rohstoff diskutiert, aber verworfen.

Die Aktie der dänischen Fähr-Reederei DFDS A/S fiel jetzt ohne neue Unternehmensnachrichten zurück: -13,6 Prozent (auf 121,50 DKK, Einstand 148 DKK). Einen ähnlichen Kursrückgang hatte es ja im Mai in Reaktion auf die Quartalszahlen gegeben. Dann hatte sich der Aktienkurs aber noch in der gleichen Woche wieder auf 140 bis 150 DKK erholt.

Bei Aperam (-9,0 Prozent auf 46,98 Euro, Einstand 33,45 Euro) und Orange (-4,2 Prozent auf 17,085 Euro, Einstand 10,16 Euro) sind die Kursrückgänge vor allem dem Dividendenabschlag geschuldet.

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Mit dem Kauf von 2.000 Henkel-Stammaktien vollziehen wir den Einstieg in die Branche „Consumer Staples“ (vgl. dazu unten „Aktuelle strategische und taktische Überlegungen“). Wir haben 2.000 Inhaber-Stammaktien der Henkel AG & Co. KGaA zu 66,3375 Euro gekauft.

Wie hoch ist die Barreserve?

Der französische Telekom-Konzern Orange hat 0,45 Euro Dividende pro Aktie ausgeschüttet, die uns ohne Abzug von Quellensteuern gutgeschrieben wurden, für unsere 10.000 Aktien also 4.500 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 10,16 Euro ist das eine Dividendenrendite von 4,4 Prozent.

Die Dividende des japanischen Mischkonzerns Nippon Sanso, Schwerpunkt Industriegase, wurde ausgezahlt. Die Gewinnausschüttung beträgt 33 Yen pro Aktie, für unsere 8.000 Nippon Sanso also 264.000 Yen. Davon wurden 40.432 Yen Quellensteuern abgezogen. Der Nettobetrag in Höhe von 223.568 Yen wurde zum aktuellen Wechselkurs von 184,67 Yen in 1.210 Euro umgerechnet und unserem Euro-Konto gutgeschrieben. (Wir führen kein Yen-Konto.) Nippon Sanso schüttet zweimal jährlich Gewinne an die Aktionäre aus. Bezogen auf einen Sechs-Monats-Zeitraum und unseren Einstandskurs von 2.681 Yen entspricht die jetzt gezahlte Dividende eine Dividendenrendite von 2,5 Prozent. Die Dividende pro Aktie dürfte im Gesamtjahr 2027 65 Yen und 2028 dann 70 Yen übersteigen. Für 2029 werden über 80 Yen pro Aktie erwartet.

Die Liste der bei Auslandsaktien abgeschlagenen Dividendenzahlungen, die noch nicht unseren Konten gutgeschrieben wurden, hat sich damit um Nippon Sanso verkürzt. Es verbleiben noch als Forderungen die jüngsten Dividenden von OceanaGold, Itochu, Aperam und Newmont Mining. Hinzu gekommen ist noch Franco-Nevada.

Das Euro-Kontoguthaben ist durch die erhaltenen Dividenden weiter gestiegen, auf jetzt 911.972 Euro (Anteil am Fondsvermögen 12,9 Prozent). Dies wird sich allerdings durch den darin noch nicht enthaltenen Kauf der Henkel-Aktien um knapp 133.000 Euro verringern.

Die Fremdwährungsguthaben sind gegenüber der Vorwoche unverändert und nur durch Wechselkursgewinne ganz leicht auf zusammen 135.867 Euro gestiegen, was jetzt 1,9 Prozent vom Fondsvermögen ausmacht. Zusammen mit dem Euro-Konto belaufen sich die Bankguthaben (vor dem Henkel-Kauf) auf 1.047.839 Euro (Anteil am Fondsvermögen 14,8 Prozent). Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche minimal um 7 Anteile auf 162.422 Anteile gestiegen. Das Fondsvermögen beträgt aktuell 7.091.100 Euro.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

„Consumer Staples“, also die Aktien von Basiskonsumgüterherstellern, gehörten in den vergangenen Jahren zu den großen Verlierern an den Aktienbörsen. Weil Güter des täglichen Bedarfs, vor allem Lebensmittel, Haushalts- und Hygieneprodukte, immer benötigt werden, galten diese Aktien als defensiv und krisenresistent. Dafür zahlten Anlegern eine Bewertungsprämie, insbesondere bei Markenartikelherstellern wie Nestlé (Konzernsitz Schweiz), Procter & Gamble (Konzernsitz USA) oder Beiersdorf (Konzernsitz Deutschland). Ihre Marktanteile und Margen, so die Rechtfertigung für die hohe Bewertung, sei durch starke Marken abgesichert. Die hohe Inflation 2021 / 2022 strafte diese „Story“ dann Lügen: Konsumenten wechselten mehr von teuren Markenartikeln zu preiswerteren Eigen- und Billig-Marken. Vor knapp zwei Jahren schrieb ich an dieser Stelle (Wochenbericht KW 30/2024): „Für uns kommen die Kursverluste bei Nestle, LVMH, Kering und Co nicht so überraschend. Immer, wenn wir in den vergangenen Jahren unser Bewertungsmodell mit den Zahlen dieser Aktien gefüttert haben, zeigte sich, dass, wohlwollend ausgedrückt, der Markt eine hohe Prämie für die Qualität dieser Aktien eingepreist hat. Anders ausgedrückt: Sie waren überbewertet.“ Zu diesem Zeitpunkt beschäftigten wir uns aber schon mit der Frage, ob die Kursverluste nicht auch Einstiegsgelegenheiten böten. Ergebnis war eine Anfangsposition bei Kraft Heinz, die allerdings zweimal ausgestoppt wurde. (Wir waren in Kraft Heinz zunächst zu 37,76 USD eingestiegen und hatten sie im Rahmen unseres Risikomanagements in zwei Tranchen zu durchschnittlich 33,485 USD wieder verkauft. Bei noch tieferen Kursen, zu 32,85 USD, haben wir die Aktien zurückgekauft. Aber im Dezember 2024 stellten wir diese kleine Position zu 30,17 USD wieder glatt, weil sich ein beschleunigter Abwärtstrend abzeichnete. Tatsächlich fiel die Aktie das ganze Jahr 2025 und bis März dieses Jahres auf nur noch 21 Dollar! Ein Kursverlust von 30 Prozent wurde durch das Risikomanagement verhindert!)

Im Wahlkampf hatte Trump versprochen, die Lebensmittelpreis zu senken. Diesbezüglich machte er bereits in einem Interview nach der Wahl einen typischen Trump-Rückzieher („TACO“): Es sei schwierig, die Preise wieder zu senken. Tatsächlich geschah genau das Gegenteil der Wahrversprechen: Trumps Politik holte die Inflation zurück. Und die Talfahrt der meisten Consumer-Staples setzte sich fort. Erst seit ein paar Wochen zeigen die Aktienkurse dieses Sektors Versuche einer Bodenbildung oder sogar Trendumkehr (übrigens auch bei Kraft Heinz).

Wir haben eine Reihe deutscher und US-amerikanische Consumer Staples analysiert, sowohl fundamental als auch markt-/charttechnisch. Den besten Gesamteindruck macht Henkel, wo wir angesichts des jungen Aufwärtstrends jetzt eine Position in Größe von knapp zwei Prozent des Fondsvermögens erworben haben. Henkel zeichnet sich seit Jahren durch stetiges Gewinnwachstum aus – nur das Tempo der Gewinnsteigerungen schwankt. Wir berechnen ein geglättetes jährliches Gewinnwachstum (CAGR) von knapp 10 Prozent. Das dürfte sich zwar, so unsere Projektion abschwächen, aber auch Substanz- und Größenbetrachtungen (rund 21 Milliarden jährliche Umsatzerlöse bei einer Nettomarge von über 10 Prozent nach Zinsen und Steuern) sprechen gegen einen weiteren Kursrückgang. Wir konnten die Stammaktien jetzt nahe des von uns berechneten, konservativen Fair Values kaufen. In der Projektion ergibt sich eine hinreichende Unterbewertung. Sollte sich das erwartete Gewinnwachstum bestätigen, sollte die Henkel-Aktie ihren früheren Bewertungsaufschlag zumindest teilweise zurückerhalten, woraus sich weitere Kurspotenzial ergibt.

Wenn weitere Consumer-Staples eine erfolgreiche Bodenbildung erkennen lassen, bauen wir unser Investment aus. Konkret haben wir dafür einen unterbewerteten US-Nahrungsmittel-Konzern identifiziert: Conagra Brands. Aufgrund des intakten Abwärtstrends investieren wir aber noch nicht.

2026 KW24 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

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Was ist diese Woche (KW24/2026) an den Börsen geschehen?

Nach fast 40 Ankündigung von Trump, ein „Deal“ mit dem Iran stehe unmittelbar bevor, eskalierte der Krieg zunächst wieder. Beide Seiten behaupten, die Straße von Hormus vollständig zu kontrollieren. In den USA schürte nach den Arbeitsmarktdaten nun auch die auf 4,2 Prozent gestiegene Inflationsrate die Sorgen vor steigenden Zinsen. Trump irritierte mit der Aussage, die Zahlen seien großartig, er liebe die Inflation. Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöhte bereits in Reaktion auf die auch in Europa gestiegene Inflation ihre Leitzinssätze um je 25 Basispunkte. Zum Wochenende hin profitierten die Märkte wieder von der Ankündigung einer Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran. Zudem wurde der Börsengang von SpaceX positiv aufgenommen. So verzeichnete der Nasdaq-100 eine Erholung um +2,3 Prozent. Der Dow Jones schaffte mit der Kurserholung vom Freitag ein Wochenplus von +0,7 Prozent. Dem japanischen Nikkei-225 und beim DAX reichte die Stabilisierung vor dem Wochenende nicht für eine positive Wochenbilanz: Nikkei -0,9 Prozent und DAX -0,5 Prozent.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag mit 42,29 Euro berechnet (ohne die Kursgewinne vom Freitag von über 100.000 Euro). Gegenüber dem Wert der Vorwoche ist das ein Rückgang um -1,12 Euro bzw. -2,6 Prozent. Im laufenden Jahr (Jahreswechsel 42,01 Euro) schrumpft unser Plus damit auf +0,7 Prozent. Das Netto-Plus beim ACC Alpha select Anteilswert über ein Jahr liegt jetzt bei +12,0 Prozent (MSCI World in Euro +19,4 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +14,3 Prozent, Mischfonds +10,6 Prozent) und über drei Jahre bei +37,2 Prozent (MSCI World in Euro +58,3 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +37,9 Prozent, Mischfonds +25,9 Prozent). Über fünf Jahre beträgt das Plus des Anteilswertes jetzt +32,7 Prozent (MSCI World in Euro +77,3 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +37,5 Prozent, Mischfonds +20,4 Prozent).

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung um einen Tag ab.

Die Aktie des Baukonzerns PORR kletterte in dieser Woche um +7,5 Prozent (auf 41,35 Euro, Einstand 13,48 Euro) und damit in die Nähe ihrer bisherigen Höchstkurse. Die Marktkapitalisierung erreicht 1,62 Milliarden Euro – nicht zu viel bei jährlichen Umsatzerlösen von 6,3 Milliarden Euro.

Schon Ende Mai hatte der Finanzdienstleister Wüstenrot & Württembergische solide Quartalszahlen veröffentlich, auf die der Markt aber zunächst negativ reagiert hatte. In dieser Woche erholte sich der Aktienkurs um +6,7 Prozent (auf 15,04 Euro, Einstand 14,93 Euro). Das Versicherungsgeschäft zeigt sich umsatzseitig weiterhin in guter Verfassung. Während der Bestand in allen Segmenten wächst, bestätigt das Management die konservative Jahresprognose von 120 bis 150 Mio. Euro für das Konzernergebnis (nach IFRS). Besonders deutlich fiel das Wachstum in der Schaden-/Unfallsparte mit einem Umsatzzuwachs von 6,5 Prozent auf 755 Mio. Euro aus. Einzig das Neugeschäftsvolumen im Segment Wohnen blieb erwartungsgemäß unter dem Vorjahresniveau. Auf der Hauptversammlung im Mai scheiterte zwar der Fondsanbieter GS&P mit dem Antrag auf eine höhere Dividende als den beschlossenen 0,65 Euro pro Aktie. Eine Erhöhung (auf vielleicht 0,75 Euro pro Aktie) dürfte aber wahrscheinlicher geworden sein.

Sixt Stammaktien gewannen ohne Unternehmensnachrichten in dieser Woche +4,9 Prozent (auf 74,55 Euro, Einstand 69,83 Euro) und holte damit etwas von dem Rückstand auf, der gegenüber der Vorzugsaktie (diese Woche nur +1,5 Prozent) seit Dezember entstanden war. Wir halten 1.000 Stamm- und 1.600 Vorzugsaktien.

Obwohl Gold, Silber und Platin auf dem gedrückten Preisniveau allenfalls eine Stabilisierung, aber noch keine Erholung zeigten, erholten sich die Aktien der meisten Minenbetreiber von den Verlusten zuvor, besonders deutlich Coeur Mining +5,1 Prozent (auf 17,20 USD, Einstand 22,73 USD) und Valterra Platinum +4,5 Prozent (auf 55,40 GBP, Einstand 37,69 GBP).

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Rohstoffwerte und Aktien aus der Metallbranche litten im Wochenverlauf zwischenzeitlich unter Umschichtungen von Investoren, nachdem diese Aktien zuvor stark gestiegen waren. Ein zwischenzeitlich etwas gesunkener Kupferpreis lieferte auch einen Anlass für Gewinnmitnahmen bei Aurubis: -7,3 Prozent (auf 196,70 Euro, Einstand 82,38 Euro).

Bei Deutz-Aktien mangelte es an Anschlusskäufen, so dass der Kurs unter seinen 200-Tage-Durchschnitt fiel: -4,7 Prozent (auf 9,10 Euro, Einstand 4,36 Euro). Eine Marktkapitalisierung von jetzt wieder unter 1,4 Milliarden Euro erscheint bei über zwei Milliarden Euro jährlicher Umsatzerlöse immer noch günstig. 2025 vollzog sich die Neubewertung des Konzerns, der bis 2024 als „alter Verbrennungsmotoren-Hersteller“ wahrgenommen wurde, inzwischen aber als globaler Anbieter auch für dezentrale (Not-) Stromversorgung sehr gut positioniert ist. Die Kursverdreifachung zwischen Anfang 2025 und Februar 2026 dürfte jetzt eine Konsolidierung erleben.

Dürr verloren auf Wochensicht ebenfalls ohne Unternehmensnachrichten -4,6 Prozent (auf 19,36 Euro, Einstand 22,88 Euro). Auch hier erscheint die Bewertung der Börse mit jetzt 1,34 Milliarden Euro für über 4 Milliarden jährlicher Umsatzerlöse günstig.

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Auch in dieser Woche haben wir keine Veränderungen an unserem Portfolio veranlasst. Am Börsengang von SpaceX haben wir nicht teilgenommen. Einige, vielleicht weniger bekannte Aspekte dieses Börsengangs unten: „Aktuelle strategische und taktische Überlegungen“.

Wie hoch ist die Barreserve?

Das Euro-Kontoguthaben ist durch Mittelabflüsse auf 896.067 Euro und der Anteil am Fondsvermögen gegenüber der Vorwoche von 13,2 auf 13,0 Prozent gesunken.

Die Beteiligungsgesellschaft INDUS Holding hat 1,30 Euro pro Aktie Dividende ausgeschüttet, zusammen für unsere 3.000 Aktien also 3.900 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 24,66 Euro ist das eine Dividendenrendite von 5,3 Prozent.

Die Dividende von Coeur Mining zahlte eine unterjährige Dividende in Höhe von 0,02 USD pro Aktie, für unsere 6.000 Aktien zusammen 120 USD, nach Abzug der Quellensteuern (in Höhe von 36 USD) noch 84 Dollar. Das ist zwar (noch) nicht viel, damit hat Coeur aber die Gewinnauschüttungen überhaupt erst wieder aufgenommen.

Die Liste der bei Auslandsaktien abgeschlagenen Dividendenzahlungen, die noch nicht unseren Konten gutgeschrieben wurden, hat sich damit um Coeur Mining verkürzt. Es verbleiben noch als Forderungen die jüngsten Dividenden von OceanaGold, Itochu, Nippon Sanso, Aperam und Newmont Mining.

Das Guthaben auf dem US-Dollar-Konto ist durch die Coeur-Dividende leicht auf 98.260 USD gestiegen, was beim aktuellen Wechselkurs von 1,15 USD/EUR einen Gegenwert von 85.317 Euro bzw. 1,24 Prozent vom Fondsvermögen darstellt. Die Fremdwährungsguthaben insgesamt sind umgerechnet zusammen auf 135.809 Euro gestiegen, was jetzt 2,0 Prozent vom Fondsvermögen ausmacht. Zusammen mit dem Euro-Konto belaufen sich die Bankguthaben jetzt auf 1.031.876 Euro, womit im Wochenvergleich der Anteil am Fondsvermögen leicht von 15,1 auf 15,0 Prozent gesunken ist. Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche um 850 Anteile auf 162.415 Anteile gesunken. Das Fondsvermögen beträgt aktuell 6.883.571 Euro.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

Der Börsengang von SpaceX ist vollzogen. 555,555 Millionen Aktien wurden zu 135 US-Dollar ausgegeben und ein Teil davon schon am ersten Handelstag an der Nasdaq unter großen Schwankungen gehandelt. Es gibt allerdings 7,38 Milliarden SpaceX-Aktien, also wurden nur rund 7,5 Prozent der Anteile am Konzern jetzt handelbar gemacht. Zudem sichert sich der Unternehmensgründer Elon Musk durch eine sogenannte „Dual-Class-Aktienstruktur“ die absolute und uneingeschränkte Kontrolle über alle Unternehmensentscheidungen. Die Stimmenverteilung ist so aufgebaut, dass Kapitalanteil und tatsächliche Macht drastisch voneinander abweichen, denn die jetzt in den Handel gebrachten Class-A-Aktien verbriefen nur ein einfaches Stimmrecht, während jede Class-B-Aktie (von denen Elon Musk 94 Prozent hält und die nicht gehandelt werden) zehnfaches Stimmrecht hat. Im Ergebnis kontrolliert Musk, obwohl er jetzt nur noch 42 Prozent der Kapitalanteile hält, über 82 Prozent aller Stimmrechte. Musk kann also von anderen Aktionären auf Hauptversammlungen niemals überstimmt oder als Chef abgesetzt werden. Für eine solche „Controlled Company“ greifen an der Nasdaq zudem gelockerte Vorschriften bei der unabhängigen Überwachung des Managements. Musk hat seine absolute Kontrolle über SpaceX auch auffällig langfristig und extrem abgesichert: Verkaufen andere Insider ihre Class-B-Aktien an Außenstehende, wandeln sich diese automatisch in stimmrechtsarme Class-A-Aktien um. Und neue Class-B-Aktien dürfen, solange Musk das will, nur an ihn selbst ausgegeben werden, beispielsweise im Zuge von Boni. Erreicht SpaceX Unternehmensziele, kann Musk über solche Aktien-Boni seinen Anteil am Unternehmen erhöhen, ohne selbst einen Cent frischen Geldes zahlen zu müssen. Die Minderheitsaktionäre müssen dann die Verwässerung ihre Anteils gleichsam auch noch selbst finanzieren. Eine Besonderheit im Börsenprospekt von SpaceX ist ferner das Verbot von Aktionärs-Sammelklagen. Das alles spricht dafür, dass hier die aktuelle Euphorie genutzt wird, um von rechtlosen Aktionären viel Geld für Musks Visionen einzusammeln. Über die wirtschaftlichen Aussichten ließe sich auch diskutieren. Aber schon bis hier gibt es schon genug Gründe für uns, nicht beim SpaceX-Börsengang dabei zu sein.

2026 KW23 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

Bei Anregungen und Feedback erreichen Sie uns gerne per email. Ihre Ansprechpartner sind:

Was ist diese Woche (KW23/2026) an den Börsen geschehen?

Entgegen den Behauptungen von US-Präsident Trump, der einen „Deal“ mit dem Iran in Aussicht gestellt hatte, eskalierte der Krieg wieder. Die Märkte erwarten nun mehrheitlich von der US-Notenbank eine Leitzinserhöhung um 25 Basispunkte in den kommenden Monaten. Vor allem bei den heiß gelaufenen US-Technologieaktien setzten darauf deutliche Gewinnmitnahmen ein. Der Nasdaq-100 verlor auf Wochensicht -4,5 Prozent, steht aber noch +14,7 Prozent höher als bei Jahresbeginn. Der DAX verlor in dieser Woche -1,4 Prozent, womit das bescheidene Plus im laufenden Jahr auf nur noch +1,1 Prozent mehr als halbiert wurde. Die meisten anderen Aktienindizes veränderten sich in dieser Woche letztendlich um weniger als ein Prozent.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag mit 43,41 Euro berechnet. Gegenüber dem Wert auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag der Vorwoche ist das ein Rückgang um -0,40 Euro bzw. -0,9 Prozent. Im laufenden Jahr (Jahreswechsel 42,01 Euro) schrumpft unser Plus damit auf +3,3 Prozent (immerhin das Dreifache des DAX-Plus). Das Netto-Plus beim ACC Alpha select Anteilswert über ein Jahr liegt jetzt bei +14,9 Prozent (MSCI World in Euro +23,6 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +18,4 Prozent, Mischfonds +13,5 Prozent) und über drei Jahre bei +41,1 Prozent (MSCI World in Euro +63,2 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +42,7 Prozent, Mischfonds +29,1 Prozent). Über fünf Jahre beträgt das Plus des Anteilswertes jetzt +35,3 Prozent (MSCI World in Euro +84,7 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +42,6 Prozent, Mischfonds +23,7 Prozent). Dies bestätigt das angestrebte Ergebnis der Strategie: Aktienfonds-ähnliche Erträge bei Mischfonds-ähnlichen Risiken.

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung um einen Tag ab.

Angeführt wird unsere Gewinnerliste in dieser Woche von zwei leider kleinen Positionen: Mediclin und Deutsche Rohstoff, bevor auf Platz 3 aber unsere größte Position, Fairfax Financial, folgt.

Mediclin gewannen in dieser Woche (trotz Dividendenabschlags) +12,3 Prozent (auf 4,20 Euro, Einstand 3,16 Euro, Buchgewinn 32,8 Prozent). Die Hauptversammlung hatte alle Beschlussvorschläge von Vorstand und Aufsichtsrat angenommen. Die Ergebnisentwicklung sei insbesondere durch gezielte Effizienzsteigerungen und strukturelle Optimierungen unterstützt. Der erfolgreiche Verlauf des Geschäftsjahres 2025 bestätige, dass die strategische Ausrichtung Wirkung zeige. Mediclin verfüge weiterhin über eine solide Finanzbasis und profitiere von einer stabilen Nachfrage. Gleichzeitig bleibe das Marktumfeld durch regulatorische Entwicklungen und strukturelle Anpassungen im Krankenhaussektor geprägt: Der Konzern sieht sich für die damit einhergehenden Herausforderungen dennoch gut positioniert. Fundamental bleibt Mediclin attraktiv (unter-) bewertet und mit der starken Impulsbewegung des Aktienkurses auf ein neues Vier-Jahres-Hoch wurde der seit Anfang 2025 ausgebildete sekundäre Aufwärtstrend bestätigt.

Deutsche Rohstoff profitierten weiter vom hohen Ölpreis und dem gut laufenden Ölfördergeschäft der US-Tochterunternehmen: +11,5 Prozent (auf 110,40 Euro, Einstand 54,20 Euro, Buchgewinn 103,7 Prozent). Die operative Entwicklung des US-Öl- und Gasgeschäfts verlaufe weiterhin sehr positiv, meldete das Unternehmen. Das Bohrprogramm 2026 werde planmäßig umgesetzt und bestätige erneut die hohe Qualität der Flächen im Powder River Basin sowie die operative Leistungsfähigkeit der verantwortlichen Tochtergesellschaft 1876 Resources. Der erste Bohrplatz des aktuellen Entwicklungsprogramms, das Dillon/Billings Pad, mit vier Bohrungen in die Niobrara-Formation, sei Mitte Mai erfolgreich in Produktion überführt worden. Der Anteil von 1876 an den Bohrungen liegt bei 98 Prozent. Mit durchschnittlich 1.500 BOPD pro Bohrung nach drei Wochen produzieren die vier Bohrungen deutlich mehr als vergleichbare Bohrplätze in Wyoming. Die starke Performance sei auch ein Indikator dafür, dass das weiter verbesserte Completion Design zu signifikant höherer Produktion führe. Zusätzlich seien in den letzten Maitagen zwei weitere Bohrungen auf dem sogenannten Lost Springs Pad in Produktion gebracht und mit dem Flowback begonnen worden. Insgesamt erwartet die Deutsche Rohstoff bis Ende des zweiten Quartals 2026 den Produktionsstart von elf eigenen „operated“ Bohrungen sowie neun „non-operated“ Bohrungen. Darunter befinden sich erstmals auch drei eigene Drei-Meilen-Bohrungen mit einem Working Interest von über 80 Prozent, die aktuell fertiggestellt würden. Durch die längeren Bohrungen werden zusätzliche Effizienzpotenziale erwartet. Auf Nettobasis sollen bis zur Jahresmitte damit rund 14 Nettobohrungen in Produktion überführt werden. Im Gesamtjahr 2025 wurden lediglich 9 Nettobohrungen in Produktion genommen. Ab Juli sollte die Produktion damit auf über 20.000 BOEPD steigen und auch im gesamten 2. Halbjahr über 20.000 BOEPD liegen. Bis Anfang des vierten Quartals 2026 ist die Inbetriebnahme weiterer zwölf Bohrungen geplant, gefolgt von weiteren Bohrungen im vierten Quartal. Der bisherige Verlauf des Bohr- und Entwicklungsprogramms bestätige den geplanten Zeitablauf. Auch die aktuellen Kosten entsprechen der Planung. Die hohe Flexibilität der US-Tochterfirmen erlaube weiterhin eine kurzfristige Anpassung des Entwicklungsprogramms an Markt- und Preisentwicklungen. Das aktuelle Bohrprogramm der US-Tochter 1876 Resources sieht insgesamt 26 eigene Bruttobohrungen vor. In Abhängigkeit von der Ölpreisentwicklung könnten auch über 30 Bohrungen abgeteuft und in die Produktion überführt werden. Die Tochtergesellschaft Bright Rock Energy konnte ihre Flächenposition in Ohio in den vergangenen Wochen durch weitere Akquisitionen ausbauen. Damit schaffe die Gesellschaft die Voraussetzungen, um im Laufe des dritten Quartals die notwendigen Vorarbeiten für die Zusammenlegung und Entwicklung eigener Bohrplätze („Unitization“) zu beginnen und im Jahr 2027 erste Bohrungen in der Utica/Point Pleasant-Formation niederzubringen. Die Deutsche Rohstoff AG sieht in Ohio ein sehr attraktives Entwicklungspotenzial. Nachdem sich der Aktienkurs seit unserem Einstieg im vergangenen Oktober mehr als verdoppelt hat, werten wir die gute Geschäftsentwicklung eher als Gelegenheit, unsere Gewinne zu realisieren.

Fairfax Financial Holdings erholten sich um +3,5 Prozent gegen den schwachen Markttrend (auf 2.220 CAD, Einstand 346 CAD, Buchgewinn in Euro 300,2 Prozent). Über die Quartalszahlen und die Reaktionen des Marktes hatten wir in den vorausgegangenen Wochen berichtet. Neue Unternehmensnachrichten gab es nicht. Fundamental ist die Aktie auf dem jetzigen Kursniveau (KGV 7,7) ein Kauf; charttechnisch sollte eine Bodenbildung oberhalb von 2.000 CAD gelingen, womit die nunmehr einjährige Seitwärtsbewegung weiterhin als Konsolidierung der hohen Kursgewinne zuvor zu werten ist.

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Der Silberpreis brach (je nach Börse und Währung) auf Wochensicht um rund 10 Prozent ein (auf knapp 68 US-Dollar pro Unze). Gründe dafür sind die Erwartung steigender Zinsen und die erneute Eskalation des amerikanisch-iranischen Krieges. Vom anhaltend hohen Ölpreis gehen inflationstreibende Wirkungen aus, was auch höhere Zinsen mit sich bringen dürfte. Dies lässt bei der zinslosen Anlage in Gold und Silber höhere Opportunitätskosten in Form entgangener Zinsen entstehen.

Vor diesem Hintergrund verloren vor allem die Silber- (und Gold-) Minenbetreiber Pan American Silver -15,9 Prozent (auf 66,24 CAD, Einstand 40,97 CAD, Buchgewinn in Euro 59,4 Prozent) und Coeur Mining -15,3 Prozent (auf 16,37 USD, Einstand 22,73 USD, Buchverlust in Euro -27,0 Prozent).

Eine Reihe anderer Kursrückgänge sind auf Dividendenabschläge (vgl. unten „Wie hoch ist die Barreserve?“) und das allgemein schwächere Marktumfeld zurückzuführen.

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Nachdem wir in den Vorwochen unsere Barreserve durch (Teil-) Gewinnmitnahmen aufgestockt hatten, haben wir in dieser Woche keine Veränderungen an unserem Portfolio veranlasst.

Wie hoch ist die Barreserve?

Das Euro-Kontoguthaben ist durch weitere Dividendeneinnahmen auf 938.423 Euro gestiegen; der Anteil am Fondsvermögen ist gegenüber der Vorwoche von 12,8 auf 13,2 Prozent.

Die europäischen Großbanken Deutsche Bank und Société Générale schütteten ihre Dividenden für 2025 aus: Die Deutschen zahlten 1,00 Euro pro Aktie, zusammen für unsere 3.000 Aktien also 3.000 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 8,54 Euro ist das eine Dividendenrendite von 11,7 Prozent. Die Franzosen zahlten ebenfalls 1,00 Euro pro Aktie, zusammen für unsere 4.000 Aktien also 4.000 Euro. Diese Dividende wurde uns ohne Abzug von Quellensteuern gutgeschrieben. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 24,73 Euro ist das eine Dividendenrendite von 4,0 Prozent.

Carrefour zahlte 0,97 Euro Dividende pro Aktie, für unsere 8.000 Aktien also 7.760 Euro. Auch diese Dividende wurde uns ohne Abzug von Quellensteuern gutgeschrieben. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 24,73 Euro ist das eine Dividendenrendite von 3,9 Prozent.

Mediclin zahlte 0,04 Euro pro Aktie, für unsere 10.000 Aktien also 400 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 3,16 Euro ist das eine Dividendenrendite von 1,3 Prozent.

Die italienische Emak hat 0,03 Euro Dividende pro Aktie ausgeschüttet, für unsere 56.576 Aktien zusammen also 1.697,28 Euro. Dieser Betrag wurde unserem Euro-Konto gutgeschrieben (kein Quellensteuerabzug). Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 0,88 Euro ist das eine Dividendenrendite von 3,4 Prozent.

Pan American Silver zahlte nach knapp einem halben Jahr wieder eine unterjährige Dividende. Im Dezember waren es noch von 0,14 USD pro Aktie, jetzt 0,18 USD, nach Abzug der Quellensteuern (in Höhe von 121,50 USD) 688,50 USD für unsere 4.500 Aktien. Das kanadische Minenunternehmen zahlt seine Dividende nicht in Kanada-Dollar, sondern in US-Dollar. Die Gutschrift erfolgt auf unserem USD-Konto. Wir gehen von weiteren Dividendenerhöhungen aus.

Die Liste der bei Auslandsaktien abgeschlagenen Dividendenzahlungen, die noch nicht unseren Konten gutgeschrieben wurden, hat sich damit um Pan American Silver und Carrefour verkürzt. Es verbleiben noch als Forderungen die jüngsten Dividenden von OceanaGold, Itochu, Nippon Sanso, Aperam, Coeur Mining und Newmont Mining.

Die Fremdwährungsguthaben sind durch die Dividende von Pan American Silver gestiegen: Unser US-Dollar-Guthaben beläuft sich jetzt auf 98.176 USD, was beim aktuellen Wechselkurs von 1,16 USD/EUR einen Gegenwert von 84.572,5 Euro bzw. 1,2 Prozent vom Fondsvermögen darstellt. Noch ohne die nicht verbuchten, aber abgeschlagenen Dividenden beläuft sich der Gegenwert aller Fremdwährungsvermögen umgerechnet zusammen auf 135.169 Euro, was 1,9 Prozent vom Fondsvermögen ausmacht. Zusammen mit dem Euro-Konto haben wir unsere Bankguthaben auf jetzt 1.073.592 Euro erhöht bzw. im Wochenvergleich von 14,7 auf 15,1 Prozent des Fondsvermögens. Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche praktisch unverändert (plus 2 Anteile auf 163.267 Anteile). Das Fondsvermögen beträgt 7.109.622 Euro.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

„Buy the dip“ – Jeden Kursrücksetzer für Käufe nutzen. Das war in den zurückliegenden Jahren bei den Aktien der großen US-Tech-Konzerne richtig. Wer glaubt, dass das so bleibt, hat jetzt wieder eine Kaufgelegenheit.

Eine Marktkapitalisierung von 4,3 Billionen US-Dollar (Beispiel Nvidia) bedeutet, dass (ob direkt als Aktionär oder indirekt über Fonds) eine Million Anleger jeder 4,3 Millionen US-Dollar in dieser Aktie halten. Oder 10 Millionen Anleger jeder 430.000 Dollar. Oder, wahrscheinlich realistischer, 100 Millionen (!) Anleger jeder 43.000 Dollar. Das Rechenexempel zeigt: Diese Aktien hat statistisch gesehen (fast) jeder Anleger. Und zwar reichlich davon, zumindest im Durchschnitt. Diese Aktien sind „Mainstream“. Es ist nicht originell, Nvidia-Aktien zu haben. Die Aktie hat ein Gewicht von über fünf Prozent im MSCI Weltindex. Trotzdem konzentrieren sich auch die meisten Long-only-Hedgefonds auf diese Aktien: Über 70 Prozent ihrer Fondsvermögen sind in den 10 einschlägigen Aktien konzentriert.

Der Umstand, dass fast jeder in Nvidia, Apple, Alphabet, Microsoft und Amazon investiert ist, ist auch schon ein wichtiger Grund, warum wir nicht dort investiert sind.

Warum könnten die jüngsten Gewinnmitnahmen diesmal keine gute Gelegenheit zum (Nach-) Kaufen sein?

Erstens: Die Zinswende. Bei Jahresbeginn waren sich die Märkte noch sicher, dass in diesem Jahr die US-Notenbank ihre Leitzinsen senken würde, wahrscheinlich mindestens zweimal um je 25 Basispunkte. Jetzt rechnet der Markt dagegen mit mindestens einer Zinserhöhung im Jahresverlauf. Der Rückenwind, den Tech-Aktien von den Zinsen erhielten, wird damit zum Gegenwind.

Zweitens: Liquiditätsentzug. Jahreslang wussten die Tech-Konzerne nicht wohin mit ihren freien Cashflows. Das hat sich geändert. Die Investitionen in KI-Rechenzentren kosten Milliarden, denen bis auf weiteres keine entsprechenden Einnahmen gegenüberstehen. Die Tech-Konzerne haben begonnen, dem Markt Liquidität zu entziehen: Nach Anleiheemissionen stehen jetzt die Mega-Börsengänge von SpaceX, Anthropic und Open AI bevor. Die ohnehin in Tech-Aktien schon überinvestierten Anleger sollen jetzt weitere Milliarden für neue Tech-Aktien mobilisieren. Das dürfte zu Lasten der Gewichtung der bisherigen Schwergewichte führen.

Wer einen Kursrückgang „buy the dip“ nutzen will, sollte sich vielleicht besser die Edelmetall-Aktien ansehen. Sie reagierten auf den Preisrückgang bei Gold, Silber und Platin jüngst mit höheren Kursverlusten. Eine Analyse des Instituts für Vermögenaufbau (IVA) auf Basis der Kundendepots der V-Bank bezifferte die Investments in Gold und Gold-ETCs mit nur 3,6 Prozent. Es ist also keineswegs so, dass Gold „überkauft“ wäre, im Gegenteil. Und dass die Erwartung höherer Inflation jetzt als ein Argument gegen Gold und Silber angeführt wird, spricht eigentlich antizyklisch auch für verstärkte Gold- und Silber-Investments. Denn längerfristig werden die Gold- und Silberpreise natürlich von steigender Inflation begünstigt. Sollten die Zinsen langsamer steigen als die Inflation, sinken die Realzinsen ja sogar, was ein Preistreiber für Edelmetalle ist. Und ein hoher Preis für fossile Energieträger macht Photovoltaik attraktiver. Dort, wo nicht politisch so stark in den Energiemarkt eingegriffen wird wie in Deutschland, hat der Ölpreisanstieg zu einem starken Nachfrageschub bei Photovoltaikanlagen geführt, die bekanntlich ein großer Nachfrager nach Silber sind.

2026 KW22 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

Bei Anregungen und Feedback erreichen Sie uns gerne per email. Ihre Ansprechpartner sind:

Was ist diese Woche (KW22/2026) an den Börsen geschehen?

Pfingsten erhielten die Hoffnungen auf eine friedliche Beendigung des Iran-Kriegs Auftrieb, wurden aber schon kurz darauf von neuen US-Luftangriffen gedämpft. Auch im Wochenverlauf widersprachen sich die Aussagen von Washington und Teheran zu einem möglichen Ende des Konflikts. Die Aktienbörsen setzten dennoch weiter auf ein baldiges Ende der Blockade der Straße von Hormus. Zudem profitierten einzelne Aktien wieder von der KI-Phantasie. Alle wichtigen US-Aktienindizes erreichten vor diesem Hintergrund neue Rekorde; der Dow Jones erreichte ein Wochenplus von +0,9 Prozent und der Nasdaq-100 von +2,9 Prozent. Der Euro-STOXX-50 gewann auf Wochensicht +0,5 Prozent, der DAX +0,9 Prozent.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag mit 43,81 Euro berechnet. Gegenüber dem Wert auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag der Vorwoche ist das ein Anstieg um +0,62 Euro bzw. +1,4 Prozent. Im laufenden Jahr (Jahreswechsel 42,01 Euro) wächst unser Plus damit auf +4,3 Prozent. Das Netto-Plus beim ACC Alpha select Anteilswert über ein Jahr steigt auf +16,2 Prozent (MSCI World in Euro +23,3 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +18,5 Prozent, Mischfonds +13,6 Prozent) und über drei Jahre auf +42,3 Prozent (MSCI World in Euro +64,7 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +43,9 Prozent, Mischfonds +29,6 Prozent). Über fünf Jahre beträgt das Plus des Anteilswertes jetzt +38,3 Prozent (MSCI World in Euro +83,9 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +43,0 Prozent, Mischfonds +24,0 Prozent).

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung ab.

Größter Wochengewinner in unserem Portfolio ist PORR: +17,9 Prozent (auf 40,50 Euro, Einstand 13,48 Euro). Der Baukonzern berichtete über die Entwicklung im ersten Quartal 2026 und bestätigte den Ausblick. Kalte Witterung bremst zwar die Bautätigkeit; das Ergebnis konnte dennoch klar verbessert werden. Der Konzernerlös war aufgrund des harten Winters in Österreich und Deutschland -1,5 Prozent rückläufig auf 1.245,5 Mio. Euro. Die Produktionsleistung legte dennoch um 2,3 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro zu. Die Maßnahmen auf der Kostenseite zeigten Wirkung, was zum zweistelligen Plus des operativen Ergebnisses beitrug. Es stieg um +13,1 Prozent gegenüber Vorjahr auf 14,3 Mio. Euro. Der leichte Margenanstieg (auf 1,1 Prozent) wurde von Beobachtern positiv bewertet. Dies gelte umso mehr für den Auftragseingang, der von einer hohen Basis aus nochmals um 14,7 Prozent auf 1.765 Mio. Euro gesteigert werden konnte. Der Auftragsbestand übertraf mit 10.004 Mio. Euro erstmals die klangvolle Marke von 10-Milliarden-Euro-Marke – und damit deutlich mehr als eine Jahresleistung. Für 2026 geht der Vorstand unverändert von einer moderaten Umsatz- und Leistungssteigerung und einer höheren EBIT-Marge aus, ohne bislang konkrete Bandbreiten zu nennen. Bekräftigt wurde aber das Mittelfristziel einer EBIT-Marge von 3,5 bis 4,0 Prozent bis 2030. Die Analysten von Montega hoben ihre „konservativen“ Prognosen leicht an, zumal das Management betonte, nach wie vor keine wesentlichen Belastungen der Projektmargen durch Material-, Stahl-, Zement-, Diesel- oder Energiepreisanstiege wahrzunehmen, da die direkt baubezogene Kosten weitergereicht werden können. Im Übrigen würden die Preisrisiken u.a. durch aktives Risikomanagement, Preisgleitklauseln und Hedging abgefedert. Bereits Mitte Mai hatte PORR die 51-prozentige Übernahme des Trockenbau-Spezialisten rhtb gemeldet. rhtb hat rund 100 Mitarbeitenden an den Standorten Wien, Bad Vöslau und Berlin. Das Leistungsspektrum von rhtb umfasst den klassischen Trockenbau in allen Facetten mitsamt integrierten Heiz- und Kühldecken, Doppel- und Hohlraumböden sowie Systemtrennwänden. Mit diesen Kompetenzen sollen u.a. die Wohnraumlösungen der Marke PORR Living erweitert werden, bei denen PORR Wohnungen in Elementbauweise zu Baukosten von weniger als 2.000 EUR pro Quadratmeter errichtet. Das erste PORR-Living-Pilotprojekt einer Wohnhausanlage mit 50 Wohnungen entsteht derzeit in Niederösterreich. Allerdings entfallen nur 7,5 Prozent des Auftragsbuchs bei PORR auf den Wohnbau. Dass das rhtb-Konzept zukünftig auch im Industriebau Anwendung finden soll, unterstreicht aber den vielfachen Nutzen der Akquisition. Montega hält angesichts der Daten den Kursrücksetzer Mitte Mai für unbegründet. PORR sei weiterhin die günstigste Aktie ihrer Peergroup. Die Analysten bekräftigten ihr Rating „Kaufen“ und das Kursziel von 46,00 Euro.

Der Aktienkurs des Gold- und Silberminenbetreibers Coeur Mining erholte sich in dieser Woche um +9,6 Prozent (auf 19,32 USD, Einstand 22,73 USD). Nach den Quartalszahlen hatte es im Mai zunächst Gewinnmitnahmen gegeben. Die Umsatzerlöse im ersten Quartal 2026 erreichten 855,6 Millionen USD gegenüber 359,9 Millionen USD im ersten Quartal 2025. Der Nettogewinn konnte fast versechsfacht werden: EPS pro Aktie von 0,06 USD in Q1 2025 auf 0,35 USD in den ersten drei Monaten dieses Jahres. Auch die anderen fünf Edelmetall-Aktien entwickelten sich in dieser Woche ausnahmslos positiv. Sie kommen zusammen jetzt auf einen Anteil am Fondsvermögen von 16,0 Prozent.

Die Aktien von Heidelberg Materials, die im Monatsverlauf unter Konjunktursorgen gelitten hatten, erholten sich in dieser Woche um +9,3 Prozent (auf 190,80 Euro, Einstand 53,60 Euro).

Aurubis setzten angesichts von Rekordpreisen für Kupfer ihren Höhenflug fort: +8,7 Prozent (auf 216,20 Euro, Einstand 82,38 Euro). Wir haben die Kursrallye für eine weitere Teilgewinnmitnahme genutzt (siehe unten: Transaktionen).

Bei Deutz +7,6 Prozent (auf 10,47 Euro, Einstand 4,35 Euro) wurde die Übernahme von Maxi Trust Power Ltda. positiv aufgenommen. Der brasilianische Hersteller von Gas- und Dieselgeneratoren gehört zu den führenden Anbietern in Brasilien und Lateinamerika. Damit bauen die Kölner ihr globales Netzwerk als Anbieter und Systemintegrator von dezentralen Energieversorgunglösungen weiter aus. Systeme zur dezentralen Energieversorgung, darunter vor allem die sogenannten „Notstromgeneratoren“, sind angesichts wachsender Unsicherheiten in der konventionellen Stromversorgung ein weltweit stark wachsender Markt. Durch die Übernahme erwartet Deutz einen zusätzlichen profitablen Umsatz von ca. 40 Millionen Euro. Damit trägt sie dazu bei, dass der Umsatz im Energiebereich bis 2030 auf rund 500 Millionen Euro anwachsen soll. Durch die im Februar 2026 abgeschlossene Übernahme von Frerk Aggregatebau ist Deutz bereits einer der führenden europäischen Anbieter für anspruchsvolle Notstromsysteme, die vor allem in kritischen Infrastrukturen wie Rechenzentren zum Einsatz kommen. Der Konzern sieht hohe Synergiepotentiale: Man kombinieren das Produkt- und Engineering-Know-how mit der starken lokalen Marktpräsenz von Maxi Trust Power. So eröffne man Deutz zusätzliche Wachstumspotenziale im dynamisch wachsenden Markt für Rechenzentren in Brasilien und Lateinamerika. Gemeinsame Wachstumspläne gebe es außerdem für die USA, wo Deutz durch die Übernahme von Blue Star Power Systems bereits am Markt etabliert sei. Die Transaktion soll im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Der zu zahlende Gesamtkaufpreis liege im mittleren zweistelligen Millionenbereich.

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Carrefour verloren optisch -6,2 Prozent (auf 16,035 Euro, Einstand 14,96 Euro), was zum größten Teil auf den Dividendenabschlag zurückzuführen ist. Die Aktie war zudem in den sechs Monaten zuvor um über 30 Prozent gestiegen.

Stärker gebremst wurde unser Anteilswert vom Kursrückgang bei unserer größten Position, Fairfax Financial Holdings, um -3,8 Prozent (auf 2.145,70 CAD, Einstand 345,80 CAD). Hier wirken offenbar die negativ aufgenommenen Quartalszahlen nach. Umsatzseitig waren 13,47 Milliarden CAD für das erste Quartal vermeldet worden – gegenüber 16,12 Milliarden CAD im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn pro Aktie sank auf 45,93 CAD. Im Vorjahresviertel waren 62,67 CAD je Aktie erzielt worden. Während die zentralen Versicherungsgeschäfte weiterhin gut liefen, entstanden Kursverluste im umfangreichen Anleiheportfolio des Konzerns.

Auch bei SCOR erscheint uns der Kursrückgang dieser Woche von -3,5 Prozent (auf 30,78 Euro, Einstand 27,14 Euro) fundamental nicht begründet. Im Gegensatz zu den Rückgängen des Rücksicherungsvolumens, die Münchener Rück und Swiss Re melden mussten, konnte SCOR das Volumen der Vertragserneuerungen zum 1. April sogar ausweiten. Der Aktienkurs des Weltmarktführers Münchener Rück fiel auf den tiefsten Stand seit November 2024. Der SCOR-Aktienkurs liegt dagegen trotz des Kursrückgangs nicht weit unter seinem Fünf-Jahres-Hoch. (siehe hierzu auch unten: „Aktuelle strategische und taktische Überlegungen“)

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Wir haben bei Aurubis und KT Corp hohe Kursgewinne durch jeweils einen Teilverkauf realisiert.

Der Teilverkauf von Aurubis erfolgte antizyklisch: In den starken Kursanstieg hinein haben wir unsere Position um 200 Aktien verkleinert; das ist ein Viertel unseres Bestandes. Bei einem Kurs von 78 Euro hatten wir im Mai 2024 einen Fair Value von 170 Euro berechnet – das war ein Kurspotenzial, um sich mehr als zu verdoppeln. In der jüngsten Projektion steigt der Fair Value auf rund 220 Euro, der konservativ berechnete Fair Value liegt aber tiefer. Die aktuelle Bewertung der Aktie enthält also inzwischen eine optimistische Wachstumsprämie. Dies mag mit Blick auf den Kupfer-Superzyklus verständlich erscheinen, ist aber eher eine Indikation für einen antizyklischen Teilverkauf. Der jetzt realisierte Verkaufskurs 202,60 Euro liegt 146 Prozent (!) über unserem durchschnittlichen Einstand 82,38 Euro. 600 Aktien halten wir bis auf weiteres, haben aber auch taktische Stoploss zur Gewinnsicherung enger nachgezogen.

Beim südkoreanischen Telekomwert KT Corp haben wir aufgrund nachgebender Kurse unsere Position im Rahmen unseres Risikomanagements halbiert. Wie in der Vorwoche berichtet wurden die Mitte Mai veröffentlichten Quartalsergebnisse negativ aufgenommen. Während der überschaubare Umsatzrückgang im Rahmen der Erwartungen lag, hatte der Rückgang des Quartalsgewinns pro Aktie auf 0,48 USD enttäuscht. Wir haben unsere Position halbiert und 5.000 ADRs an der NYSE zu 18,433 USD verkauft. Gegenüber unserem Einstand von durchschnittlich 10,786 USD haben wir damit einen Kursgewinn von 70,9 Prozent realisiert. Wir halten bis auf weiters 5.000 KT Corp ADRs.

Wie hoch ist die Barreserve?

Das Euro-Kontoguthaben ist durch die Teilgewinnmitnahme, weitere Dividendeneinnahmen und einen leichten Nettomitelzufluss auf 921.206 Euro gestiegen; der Anteil am Fondsvermögen ist weiter leicht gewachsen, von 12,3 auf 12,8 Prozent.

Die italienische IRCE hat 0,06 Euro Dividende pro Aktie gezahlt, für unsere 7.216 Aktien zusammen also 432,96 Euro. Dieser Betrag wurde unserem Euro-Konto gutgeschrieben (kein Quellensteuerabzug). Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 2,20 Euro ist das eine Dividendenrendite von 2,7 Prozent.

Der Anlagenbauer Dürr hat 0,80 Euro pro Aktie ausgeschüttet, für unsere 4.000 Aktien zusammen also 3.200 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 22,88 Euro ist das eine Dividendenrendite von 3,5 Prozent.

Der niederländische Versicherungskonzern ASR Nederland hat 2,14 Euro pro Aktie Dividende gezahlt, für unsere 1.000 Aktien zusammen also 2.140 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 42,60 Euro ist das eine Dividendenrendite von 5,0 Prozent.

Die Liste der bei Auslandsaktien abgeschlagenen Dividendenzahlungen, die noch nicht unseren Konten gutgeschrieben wurden, ist noch länger geworden: Neben OceanaGold, Pan American Silver, Itochu, Nippon Sanso und Aperam gilt dies jetzt auch für Carrefour, Coeur Mining und Newmont Mining. Diese Dividenden gehen solange als Forderung in die Berechnung des Anteilswertes ein.

Die Fremdwährungsguthaben sind durch den Teilverkauf KT Corp stark gestiegen. Wir haben ja die in New York in US-Dollar gehandelten ADRs im jetzt halbierten Bestand. Unser US-Dollar-Guthaben ist dadurch von 5.553 auf 97.442 USD gestiegen, was beim aktuellen Wechselkurs von 1,165 USD/EUR einen Gegenwert von 83.666 Euro bzw. 1,2 Prozent vom Fondsvermögen darstellt. Noch ohne die zahlreichen noch nicht verbuchten, aber abgeschlagenen Dividenden beläuft sich der Gegenwert aller Fremdwährungsvermögen umgerechnet zusammen auf 134.227 Euro, was 1,9 Prozent vom Fondsvermögen ausmacht. Zusammen mit dem Euro-Konto belaufen sich die Bankguthaben jetzt auf 1.055.434 Euro bzw. 14,7 Prozent des Fondsvermögens (Barreserve). Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche durch einen leichten Nettomittelzufluss um 206 Anteile auf jetzt 163.265 Anteile gestiegen. Das Fondsvermögen steht bei 7.172.942 Euro.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

Die Versicherungsbranche gehört zu den Sektoren, die Investoren nicht vernachlässigen sollten. Es ist kein Zufall, dass mit Berkshire Hathaway (USA) und Fairfax Financial (Kanada) die beiden erfolgreichen nordamerikanischen Beteiligungsgesellschaften ihren Schwerpunkt jeweils bei Versicherungsunternehmen gelegt haben. Mit AXA und ASR Nederland haben wir weitere Versicherungsaktien im Portfolio. Unsere Buchgewinne betragen dabei 103 und 51 Prozent bei laufenden Dividendenrenditen von über 6 Prozent! Seit November 2024 bauen wir eine Position in SCOR auf, die wir insbesondere als Rückversicherung für attraktiver halten als beispielsweise den deutschen Weltmarktführer Münchener Rück / Munich Re. Dies wurde durch die jüngsten Quartalszahlen bestätigt: Nach der Veröffentlichung der Quartalsbilanz fielen Münchener Rück auf den tiefsten Stand seit November 2024. Zwar haben die Münchner im ersten Quartal deutlich mehr verdient als im Vorjahreszeitraum. Allerdings mussten sie bei der Vertragserneuerung im Schaden- und Unfallgeschäft zum 1. April wie andere Rückversicherer weitere Preisrückgänge hinnehmen. Bereinigt um Inflation und veränderte Risiken gingen die Preise bei der Munich Re um 3,1 Prozent zurück. Dieser Rückgang fiel stärker aus als die meisten Analysten erwartet hatten. Insbesondere der Rückgang des Geschäftsvolumens um 18,5 Prozent fiel sehr viel deutlicher aus als erwartet. Damit habe die Munich Re ihr Geschäftsvolumen bei den bisherigen Vertragserneuerungen seit dem Jahreswechsel um neun Prozent verringert. Bei der Swiss Re liege der Rückgang hingegen nur bei zwei Prozent. Die französische Scor konnte ihr Volumen im gleichen Zeitraum sogar ausweiten.

Ohne Risiken ist das Versicherungsgeschäft natürlich nicht, im Gegenteil: Risiken sind das Geschäft von Versicherungen. Davon leben sie. Auf längere Sicht verdienen sie die Risikoprämie, die andere bereit sind für das Abwälzen ihrer Risiken zu bezahlen. Das ist eine Parallele zum Aktienanleger: Auch er verdient auf Dauer eine auskömmliche Prämie für die Risiken, die er eingeht. Zwischenzeitliche Verluste gehören also in beiden Fällen dazu. Ohne sie gäbe es keine Risikoprämie.

2026 KW21 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

Bei Anregungen und Feedback erreichen Sie uns gerne per email. Ihre Ansprechpartner sind:

Was ist diese Woche (KW21/2026) an den Börsen geschehen?

Die Aktienkurse profitierten von den hartnäckigen Hoffnungen auf eine friedliche Beendigung des Iran-Kriegs sowie der anhaltenden Euphorie mit Blick auf das Mega-Thema Künstliche Intelligenz (KI). Insbesondere starke Halbleiterwerte erwiesen sich weiterhin als Zugpferde. Der wertvollste Konzern der Welt, Chip-Designer Nvidia, zeigte bei Umsatz und Gewinn im ersten Quartal abermals hohe Zuwächse. Der Aktienkurs litt nach einem Rekordhoch in der Vorwoche allerdings unter Gewinnmitnahmen. Eher enttäuschende US-Konjunkturdaten wurden weitgehend ausgeblendet. Der Nasdaq-100 legte auf Wochensicht +1,2 Prozent zu, der Dow Jones verringerte mit +2,1 Prozent seinen Rückstand im laufenden Jahr etwas. Der Euro-STOXX-50 gewann auf Wochensicht +3,3 Prozent, der DAX sogar +3,9 Prozent.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag mit 43,19 Euro berechnet. Gegenüber dem Wert auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag der Vorwoche ist das ein Rückgang um -1,01 Euro bzw. -2,3 Prozent. Im laufenden Jahr (Jahreswechsel 42,01 Euro) schrumpft unser Plus damit auf +2,9 Prozent (aber beim DAX erst +1,6 Prozent gegenüber Jahresbeginn). Das Netto-Plus beim ACC Alpha select Anteilswert über ein Jahr sinkt auf +14,5 Prozent (MSCI World in Euro +20,9 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +17,4 Prozent, Mischfonds +12,4 Prozent) und über drei Jahre auf +39,3 Prozent (MSCI World in Euro +63,2 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +41,8 Prozent, Mischfonds +27,7 Prozent). Über fünf Jahre beträgt das Plus des Anteilswertes jetzt +37,9 Prozent (MSCI World in Euro +84,0 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +43,6 Prozent, Mischfonds +24,0 Prozent).

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung ab.

Die Vorzugsaktien von Drägerwerk zeigten nach vierwöchiger Kursschwäche ohne Unternehmensnachrichten eine starke Kurserholung: +13,8 Prozent (auf 92,30 Euro, Einstand 47,27 Euro).

Auch bei Medios gab es ohne Unternehmensnachrichten nach der Kursschwäche zuvor eine Kurserholung: +8,0 Prozent (auf 13,30 Euro, Einstand 15,17 Euro).

Bei der Deutschen Bank wurde der Dividendenabschlag sofort mehr als aufgeholt: +5,5 Prozent (auf 28,165 Euro, Einstand 8,54 Euro). Die Äußerungen des Vorstandes auf der Hauptversammlung wurden offenbar vom Markt positiv aufgenommen. Die Deutsche Bank hatte 2025 einem Rekordgewinn von 9,7 Milliarden Euro vor Steuern erzielt und sich höhere Ziele gesetzt. Unter anderem sollen die Erträge – die gesamten Einnahmen – von zuletzt gut 32 Milliarden bis 2028 auf 37 Milliarden Euro steigen. Die Rendite auf das materielle Eigenkapital lag bei gut 10 Prozent. Auch wegen der technologischen Entwicklung, Stichwort Künstliche Intelligenz, sei das Management überzeugt, in den kommenden Jahren mehr erreichen zu können als zuletzt angekündigt, sagte Vorstandschef Sewing. „Eine Eigenkapitalrendite von 13 Prozent ist für uns die Untergrenze – wir trauen uns deutlich mehr zu.“

Die Aktie des Anlagenbauers Dürr gewann auf Wochensicht +5,4 Prozent (auf 21,55 Euro, Einstand 22,88 Euro). Dürr gab die Nachfolge auf dem Posten des Finanzvorstandes bekannt: Alexandra Dambeck folgt auf den altersbedingt planmäßig ausscheidenden Dietmar Heinrich. Die Kurserholung dürfte signalisieren, dass der Markt wie das Dürr-Management an die Erreichbarkeit der Jahresziele glaubt, obwohl das erste Quartal schwächer als erwartet ausgefallen war. Die Aussichten auf Geschäfte mit der kriselnden Automobilindustrie seien solide, mit den Lackieranlagen bestünden vor allem in Nordamerika und Asien gute Auftragschancen.

Der Aktienkurs von Aperam kletterte auf den höchsten Stand seit Anfang 2022: +4,6 Prozent (auf 49,68 Euro, Einstand 33,45 Euro). Über die positiv aufgenommenen Ergebnisse des ersten Quartals war an dieser Stelle schon vor drei Wochen berichtet worden.

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Nachdem die guten Quartalsergebnisse bei OceanaGold zunächst für relative Stärke gesorgt hatten, litt die Aktie nun unter Gewinnmitnahmen bei Goldminenbetreibern: -7,5 Prozent (auf 39,85 CAD, Einstand 36,41 CAD). Der Kursrückgang erscheint fundamental nicht begründet. Die Aktie ist trotz eines eher geringen Risikoprofils (keine Verschuldung, sondern 620 Mio. USD Cash-Reserven) mit einem unterdurchschnittlichen KGV von nur 8 bewertet.

Beim südkoreanischen Telekom-Wert KT Corp wurden die Mitte Mai veröffentlichten Quartalsergebnisse negativ aufgenommen. Diese Woche setzte sich der Kursrückgang fort (-6,4 Prozent auf 18,32 USD; Einstand 10,786 USD). Der Umsatzrückgang von 4,72 Milliarden USD im ersten Quartal 2025 auf jetzt 4,63 Milliarden USD lag im Rahmen der Erwartungen (durchschnittliche Analystenprognose 4,61 Mrd. USD). Schwerer wog der Gewinnrückgang: Nach einem Gewinn pro Aktie (EPS) von 0,76 USD im Vorjahresquartal sank der Netto-Gewinn stärker als (mit durchschnittlich 0,52 USD) erwartet auf nur 0,48 USD pro Aktie.

Ohne neuen Unternehmensnachrichten verlor PORR auf Wochensicht -5,1 Prozent (auf 34,35 Euro, Einstand 13,48 Euro). Damit gingen die hohen Kursgewinne von Anfang April wieder verloren; der übergeordnete Aufwärtstrend ist aber intakt.

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Beim italienischen Nebenwert Emak gelang zum Wochenauftakt der Kauf von 31.113 Aktien zu durchschnittlich 0,86822 Euro. Damit ist unsere Position auf 56.576 Stück zu durchschnittlich 0,88 Euro angewachsen. Trotzdem gehört Emak mit einem Anteil von knapp 0,7 Prozent vom Fondsvermögen weiterhin zu den kleinsten Aktienpositionen des Fonds. Weitere Käufe haben wir bei dieser Aktie und beim zweiten italienischen Nebenwert, IRCE (7.216 Aktien zu 2,20 Euro), trotzdem bis auf weiteres eingestellt.

Wie hoch ist die Barreserve?

Das Euro-Kontoguthaben beläuft sich nach der Verbuchung des Douglas-Verkaufs und des Emak-Zukaufs auf 867.249 Euro; der Anteil am Fondsvermögen ist leicht von 11,5 auf 12,3 Prozent gestiegen.

Der deutsche Finanzdienstleister Wüstenrot & Württembergische hat 0,65 Euro Dividende pro Aktie gezahlt, für unsere 8.000 Aktien zusammen also 5.200 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 14,93 Euro ist das eine Dividendenrendite von 4,4 Prozent.

Der Motorenbauer Deutz hat 0,18 Euro pro Aktie ausgeschüttet, für unsere 10.000 Aktien zusammen also 1.800 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 4,35 Euro ist das eine Dividendenrendite von 4,1 Prozent.

Heidelberg Materials haben 3,60 Euro pro Aktie Dividende gezahlt, für unsere 300 Aktien zusammen also 1.080 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 53,60 Euro ist das eine Dividendenrendite von 6,7 Prozent.

Bei einer Reihe von Auslandsaktien wurden die jüngsten Dividendenzahlungen zwar schon abgeschlagen, aber noch nicht verbucht. In diesen Fällen (OceanaGold, Pan American Silver, Itochu, Nippon Sanso und Aperam) fließt die Dividende als Forderung in die Berechnung des Anteilswertes ein (bei den beiden japanischen Aktien zusammen gut 3.000 Euro).

Die Fremdwährungsguthaben sind auch ohne diese noch nicht verbuchten Dividendenzahlungen leicht in Euro leicht gestiegen und zwar auf umgerechnet zusammen 55.655 Euro, was weiterhin 0,8 Prozent vom Fondsvermögen ausmacht. Zusammen mit dem Euro-Konto belaufen sich die Bankguthaben jetzt auf 922.893 Euro bzw. 13,1 Prozent des Fondsvermögens (Barreserve). Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche durch einen Nettomittelabfluss um 717 Anteile auf jetzt 163.059 Anteile gesunken. Das Fondsvermögen steht bei 7.060.034 Euro.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

Die Aktienmärkte preisen eine bevorstehende Beilegung des amerikanisch-iranischen Krieges ein. An den Anleihemärkten kam es dagegen in den vergangenen Wochen zu hohen Kursverlusten wegen des Konflikts. Zehnjährige deutsche Bundesanleihen erreichten mit knapp 3,2 Prozent das höchste Niveau seit 15 Jahren, britische Papiere knackten die 5,1-Prozent-Marke aus Zeiten der Finanzkrise 2008, und in den USA stiegen 30-jährige Anleihen wieder über fünf Prozent – das höchste Niveau seit 2007. Damit reagieren die Rentenmärkte auf die Rückkehr der Inflation. Das dürfte eigentlich auch den Aktienmärkten nicht gefallen. Doch dort setzt man das Thema „Künstliche Intelligenz“ dagegen. KI hat das Potenzial, hohe Steigerungen der Produktivität zu ermöglichen. Profiteure davon gibt es in vielen Branchen. Gerade Finanzwerte wie Banken und Versicherungen werden viele Vorgänge beschleunigen und dabei den Personalaufwand massiv reduzieren können. Das wurde in dieser Woche u.a. bei der Hauptversammlung der Deutschen Bank deutlich. Wer beim Thema KI nur an Nvidia denkt, handelt sich ein schlechtes Chance / Risiko – Verhältnis ein. Auch das zeigte diese Woche.

2026 KW20 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

Bei Anregungen und Feedback erreichen Sie uns gerne per email. Ihre Ansprechpartner sind:

Was ist diese Woche (KW20/2026) an den Börsen geschehen?

Vom China-Besuch des US-Präsidenten erhofften sich die Märkte Verbesserungen in Fragen der Zollpolitik und des Iran-Kriegs. Entsprechend enttäuscht reagierten die Aktienmärkte schließlich mit Kursverlusten auf den weitestgehend ergebnislosen Gipfel. Die für die Weltwirtschaft wichtige Straße von Hormus wird faktisch weiter blockiert. Die Ölpreise stiegen wieder, was Inflation und Zinsen nach oben treibt. Die US-Indizes verzeichneten kleine Wochenverluste. Beim Euro-STOXX-50 zehrte ein Wochenminus von -1,4 Prozent den Anstieg seit Jahresbeginn fast vollständig wieder auf. Der DAX tauchte mit einem Rückgang in dieser Woche um -1,6 Prozent gegenüber Jahresbeginn wieder -2,2 Prozent in die Verlustzone.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Mittwoch mit 44,20 Euro berechnet. Gegenüber dem Wert auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag der Vorwoche ist das ein Anstieg um 0,24 Euro bzw. +0,55 Prozent. Im laufenden Jahr (Jahreswechsel 42,01 Euro) wächst unser Plus damit wieder auf +5,2 Prozent. Das Netto-Plus beim ACC Alpha select Anteilswert über ein Jahr bleibt bei +18,4 Prozent (Durchschnitt Aktienfonds +16,5 Prozent, Mischfonds +12,8 Prozent) und über drei Jahre bei +44,3 Prozent (Durchschnitt Aktienfonds +43,5 Prozent, Mischfonds +28,3 Prozent). Über fünf Jahre steigt das Plus des Anteilswertes auf +41,1 Prozent (Durchschnitt Aktienfonds +43,7 Prozent, Mischfonds +24,5 Prozent).

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung ab.

Der Kupferpreis kletterte im Wochenverlauf auf ein neues Rekordhoch. Der Kupferhüttenbetreiber Aurubis profitiert vom hohen Kupferpreis, auch wenn er selbst kein Kupfer abbaut. Bei einem hohen Kupferpreis werden die eigenen Kupferbestände wertvoller, die Marge steigt und Kupfer-Recycling, wo Aurubis zu den Weltmarktführern gehört, wird attraktiver, was die Umsätze steigen lässt. Die Aktie stieg in dieser Woche um +10,0 Prozent auf ein neues Rekordhoch (Wochenschluss 205,20 Euro, Einstand 82,38 Euro). Durch den Iran-Krieg sieht Aurubis kurzfristig kaum direkte Auswirkungen auf sein Geschäft – mittelfristig könnten sich sogar Chancen ergeben. Der Nahe Osten sei mit Blick auf Metalle und Schwefelsäure kein größerer Absatzmarkt, hieß es von Aurubis bei Veröffentlichung der endgültigen Resultate des zweiten Geschäftsquartals 2025/26. Vielmehr könnte das Weltmarkt-Angebot von Schwefelsäure im zweiten Halbjahr 2025/26 sinken wegen des Ausfalls von Schwefel-Lieferketten in Nahost, der zu einer stabilen Nachfrage der europäischen Chemie- und Düngemittelindustrie hinzukomme. Potenzielle Exportbeschränkungen in Reaktion auf die angespannte Versorgungslage könnten dann zu einer weiteren Verknappung führen. Schwefelsäure ist ein Nebenprodukt der Kupferproduktion und wird unter anderem von der Düngemittelindustrie verarbeitet.

Der Aktienkurs des dänischen Logistik- und Reederei-Konzerns DFDS erholte sich in dieser Woche um +7,7 Prozent (auf 141 DKK, Einstand 148 Euro). Der Aktienkurs hatte vor Veröffentlichung der Quartalsergebnisse unter Druck gestanden. Analysten hatten mit ihrer Durchschnittserwartung eines Quartalsumsatzes von 7,35 Milliarden DKK richtig gelegen. Ein Jahr zuvor war im ersten Kalenderquartal ein Umsatz von 7,54 Milliarden DKK erwirtschaftet worden, mithin jetzt ein Rückgang um 2,5 Prozent. Unterm Strich hatten Analysten mit einem Rückgang des Quartalsverlustes von -6,09 DKK auf -3,48 DKK gerechnet. Der berichtete Quartalsverlust fiel mit -3,29 DKK besser als erwartet aus.

Die Aktie von Nippon Sanso profitierte von ihrer negativen Korrelation zum japanischen Aktienmarkt: Während der Nikkei-225-Index in dieser Woche -2,1 Prozent verlor, profitierte Nippon Sanso von Umschichtungen: +6,5 Prozent (auf 6.116 Yen bzw. 33,08 Euro, Einstand 2.681 Yen bzw. 18,31 Euro). Der Umsatz des Konzerns war im ersten Kalenderquartal, das traditionell in Japan das letzte Quartal eines Geschäftsjahres ist, gegenüber dem Vorjahr um 7,5 Prozent auf 361,89 Milliarden Yen gestiegen (im Vorjahreszeitraum 336,76 Milliarden Yen). Davon verblieben als Nettogewinn je Aktie 71,04 Yen. Im Vorjahresviertel hatte der Gewinn pro Aktie (EPS) nur 49,21 Yen erreicht. Für das Gesamtjahr 2025/2026 summieren sich die Umsatzerlöse auf 1.359,61 Milliarden Yen, gegenüber dem Geschäftsjahr 2024/2025 mit 1.308,02 Milliarden Yen eine Steigerung um 3,9 Prozent. Der Gewinn pro Aktie (EPS) stieg stark überproportional um 25,4 Prozent von 228,2 Yen auf 286,2 Yen.

Die Aktie des Öl-Förderers Deutsche Rohstoff AG profitierte vom Anstieg des Ölpreises: +4,6 Prozent (auf 98,10 Euro, Einstand 54,20 Euro). Maßgeblich aufgrund eines außerordentlichen Gewinns von rund 97 Mio. Euro aus dem Verkauf von ca. 9 Mio. Aktien der Beteiligung an Almonty Industries. Zudem war die Geschäftsentwicklung noch geprägt von den reduzierten Investitionen des Vorjahres, einigen Arbeiten an bestehenden Bohrungen im 1. Quartal und dem bis Ende Februar zunächst noch schwächeren Preisumfeld. Das EBITDA verbesserte sich signifikant auf 126,0 Mio. Euro und das Ergebnis nach Minderheiten auf 103,4 Mio. Euro, was 21,59 Euro pro Aktie entspricht (nach 2,60 Euro im Vorjahr).

Der Aktienkurs von ASR Nederland setzte seine Rekordjagd fort: diese Woche +3,9 Prozent (auf 67,48 Euro, Einstand 42,60 Euro).

Eine robuste Nachfrage und der Flottenausbau haben beim Autovermieter Sixt für ein weiteres Rekordquartal gesorgt. Sixt Vorzüge gewannen in dieser Woche +1,5 Prozent (auf 61,30 Euro, Einstand 55,39 Euro) und Sixt Stammaktien +1,3 Prozent (auf 71,05 Euro, Einstand 69,83 Euro). Bei einem Umsatzwachstum im Jahresvergleich um gut 8 Prozent auf knapp 929 Millionen Euro erzielte das Unternehmen im ersten Quartal einen Vorsteuergewinn von 2,1 Millionen Euro. Vor einem Jahr war im saisonal ohnehin schwächsten Jahresviertel noch ein Verlust von 17,6 Millionen Euro angefallen.

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Beim Spezial-Pharma-Unternehmen Medios lag die Entwicklung im ersten Quartal insgesamt im Rahmen der Erwartungen. Trotzdem verlor die Aktie in Reaktion auf die Quartalszahlen auf Wochensicht -16,4 Prozent (auf 12,32 Euro, Einstand 15,17 Euro). Mit 527,6 Mio. Euro lag der Umsatz in den ersten drei Monaten dieses Jahres 8,9 Prozent über dem Vorjahresniveau und damit eher über den Markterwartung. Alle drei operativen Geschäftsbereiche haben mit Zuwächsen im hohen einstelligen Prozentbereich zum Wachstum beigetragen: Der Bereich Arzneimittelversorgung („PS“) wuchs um 9,0 Prozent auf 424,3 Mio. Euro, das Segment Patientenindividuelle Therapien („PST“) um +8,4 Prozent auf 60,4 Mio. Euro und International Business („IB“) um 8,7 Prozent auf 43,0 Mio. Euro. Die gute Umsatzentwicklung wurde von Beobachtern, namentlich vom zuständigen Analysten bei Montega, als Beleg der strukturelle Stärke des Geschäftsmodells Specialty Pharma und der positiven Einschätzung der Marktpositionierung des Unternehmens gewertet. Das adjustierte EBITDA-Ergebnis ging im ersten Quartal allerdings um 7,9 Prozent auf 21,2 Mio. Euro zurück, was einem Margenrückgang von 80 Basispunkten auf 4,0 Prozent entspricht. Dieser Rückgang sei nach Einschätzung von Montega überwiegend temporärer Natur und auf drei Faktoren zurückzuführen. Erstens auf marktbedingte Preisrückgänge in einzelnen Produktsegmenten sowie Verschiebungen im Produktmix, die im Segment Arzneimittelversorgung das Ergebniswachstum trotz starker Umsatzentwicklung auf lediglich 2,8 Prozent dämpften; zweitens auf operative Einmalkosten, insbesondere im Zusammenhang mit Veränderungen im Vorstand. Und drittens auf einen Basiseffekt aus dem Vorjahreszeitraum, der durch einen Einmalertrag aus dem Verkauf einer Apotheke in den Niederlanden verzerrt war. Bereinigt um diesen Basiseffekt falle der Ergebnisrückgang moderater aus. Medios habe darüber hinaus Maßnahmen eingeleitet, darunter den gezielten Ausbau margenstärkerer Produktsegmente sowie ein Programm zur Operational Excellence mit strukturiertem Kostenmanagement in den Segmenten IB und PST. Positiv hervorgehoben wird die deutliche Verbesserung des operativen Cashflows, der sich mit 12,5 Mio. Euro deutlich verbessert hat (in Q1/2025 nur 3,6 Mio. Euro). Dieser Anstieg sei auf Fortschritte im Working Capital Management zurückzuführen und signalisiere, dass das Unternehmen trotz des margenseitigen Gegenwinds seine Liquiditätsbasis gezielt stärke. Zudem erwarte Medios aus den aktuellen Gesundheitsreformen in Deutschland und Europa keine spürbar negativen Auswirkungen auf das operative Geschäft. Vor diesem Hintergrund bewertet Montega das derzeitige Kursniveau mit einem Verhältnis EV/EBITDA 2026e von nur 4,4 weiterhin als attraktiv und bestätigt die Kaufempfehlung mit einem unveränderten Kursziel von 24,00 Euro.

Der Anlagenbauer Dürr erwartet nach einem schwächer als erwartet ausgefallenen Jahresstart auf Besserung in den folgenden Quartalen. Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis gingen zurück. Der Aktienkurs fiel auf Wochensicht um -11,1 Prozent (auf 20,45 Euro, Einstand 22,88 Euro). Dennoch bestätigte der Konzern seine Jahresziele. Die Aussichten auf Geschäfte mit der kriselnden Automobilindustrie seien solide, mit den Lackieranlagen bestünden vor allem in Nordamerika und Asien gute Auftragschancen.

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Im Rahmen unseres Risikomanagements haben wir unsere Position Douglas verkauft. Über die schwachen Geschäftsergebnisse des ersten Quartals hatten wir schon in der Vorwoche berichtet. Der Verkauf der 10.000 Aktien erfolgte zu 8,7014 Euro. Damit haben wir gegenüber unserem durchschnittlichen Einstand zu 11,61 Euro einen Kursverlust von 25,1 Prozent realisiert.

Wir haben den Positionsaufbau in Emak fortgesetzt und in dieser Woche an der Heimatbörse Mailand 8.932 Aktien zu durchschnittlich 0,898 Euro kaufen können. Damit ist unsere Position auf insgesamt 25.463 Aktien angewachsen (insgesamt ebenfalls zu durchschnittlich 0,898 Euro).

Bei IRCE war auch in dieser Woche keine Aufstockung der kleinen Position (7.216 Aktien zu 2,20 Euro) möglich, weil der Aktienkurs zwischenzeitlich nur bis auf 2,25 Euro zurückfiel, unser Limit aber weiterhin bei 2,20 Euro liegt.

Wie hoch ist die Barreserve?

Das Euro-Kontoguthaben beläuft sich noch vor Verbuchung des Douglas-Verkaufs auf 831.547 Euro; der Anteil am Fondsvermögen ist leicht von 11,7 auf wieder 11,5 Prozent gesunken.

Der österreichische Baukonzern PORR hat 1,05 Euro Dividende pro Aktie gezahlt, für unsere 8.000 Aktien zusammen also 8.400 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 13,48 Euro ist das eine Dividendenrendite von 7,8 Prozent.

Fuchs, die für stetig erhöhte Dividenden bekannt sind, haben 1,22 Euro pro Aktie ausgeschüttet, für unsere 2.000 Aktien zusammen also 2.440 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 31,62 Euro ist das eine Dividendenrendite von 3,9 Prozent.

Drägerwerk haben 2,27 Euro pro Vorzugsaktie ausgeschüttet, für unsere 2.000 Aktien zusammen also 4.540 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 47,27 Euro ist das eine Dividendenrendite von 4,8 Prozent.

Villeroy & Boch haben 0,85 Euro pro Vorzugsaktie ausgeschüttet, für unsere 4.000 Aktien zusammen also 3.400 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 18,79 Euro ist das eine Dividendenrendite von 4,5 Prozent.

AXA haben 2,32 Euro pro Aktie ausgeschüttet, für unsere 2.000 Aktien zusammen also 4.640 Euro. Wie bei den anderen französischen Aktien auch erfolgt hier die Auszahlung ohne Abzug von Quellensteuern. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 19,61 Euro ist das eine Dividendenrendite von 11,8 Prozent!

Die Fremdwährungsguthaben haben sich im Wochenvergleich weiterhin kaum verändert: Zusammen umgerechnet 55.423 Euro, was weiterhin 0,8 Prozent vom Fondsvermögen ausmacht. Zusammen mit dem Euro-Konto belaufen sich die Bankguthaben vor der Gutschrift des Douglas-Verkaufs auf 886.970 Euro bzw. 12,2 Prozent des Fondsvermögens (Barreserve). Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche durch einen kleinen Nettomittelabfluss um 281 Anteile auf jetzt 163.776 Anteile gesunken. Das Fondsvermögen ist aber durch die Kursgewinne gestiegen auf 7.254.021 Euro.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

Die Börsen gehen davon aus, dass der Krieg zwischen den USA und dem Iran bald beendet und damit die Straße von Hormus wieder frei wird. Am Freitag erhielt diese Erwartung einen Dämpfer, weil sich die Reise von US-Präsident Trump nach China als weitere Nullnummer erwies. Die Belastungen für die Weltwirtschaft steigen, je länger die Straße von Hormus blockiert bleibt. Die Inflation steigt bereits, obwohl viele preiserhöhende Effekte noch nicht angekommen sind. Die Märkte reagieren darauf mit höheren Zinsen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg auf 4,6 Prozent. Das ist die Marke, die im Mai vor einem Jahr erreicht wurde. Seit der Finanzkrise 2007/2008 waren die US-Kapitalmarktzinsen nur selten höher. Jetzt könnte erstmals wieder ein Test des Zehn-Jahres-Hochs aus 2024 bei knapp 5,0 Prozent anstehen. Die Stimmung der US-Konsumenten ist jetzt bereits schlecht. Ein anhaltender Anstieg der Preise und Zinsen wird ihre Kaufkraft weiter aushöhlen. Das mahnt zur Vorsicht.

Edelmetalle sollten eigentlich von Unsicherheiten und höherer Inflation profitieren. Kurzfristig erachten die Märkte aber höhere Zinsen als Belastung für die zinslosen Edelmetalle. Letztendlich ist die Höhe der Realzinsen entscheidend. Angesichts der unter Trump noch schneller ausufernden US-Staatsschulden darf man auf die Geldpolitik des designierten FED-Chefs Kevin Warsh gespannt sein. Erklärtermaßen will er die riesigen Anleihebestände der Notenbank reduzieren. Er ist ein Mann von Trumps Gnaden. Deshalb wird wahrscheinlich wie bei Trump üblich genau das Gegenteil des Versprochenen passieren. Zumindest bleibt es gut möglich, dass die US-Anleihezinsen langsamer steigen als die US-Inflation, die Realzinsen also sinken oder sogar negativ werden. Und in diesem Szenario dürften Edelmetalle dann ihren übergeordneten Aufwärtstrend fortsetzen. Mit immerhin gut 17 Prozent unseres Fondsvermögens investieren wir in Edelmetall-Produzenten. Dass ein Teil dieser Unternehmen auch Kupfer fördert, ist positiv zu werten, denn das für die Wirtschaft unverzichtbare Industriemetall befindet sich in einem Superzyklus. Der Höhenflug der Aurubis-Aktie ist somit gut begründet.

Mögliche antizyklische Investitionsziele gibt es viele: War die Angst vor den Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz auf die Software-Branche übertrieben? Zumindest sind viele Software-Aktien billiger als in den Jahren zuvor. Aber die früher hohen Bewertungsaufschläge sind in Zukunft nicht mehr gerechtfertigt. Auch viele Hersteller von Lebensmitteln und Konsumgütern des täglichen Bedarfs haben eine schlechte Aktienkursentwicklung hinter sich. Auch hier wurden frühere Bewertungsaufschläge massiv reduziert, auch hier wurde in einigen Fällen dabei wahrscheinlich übertrieben.

Fazit: Angesichts der Risiken ist es richtig, unsere Barreserve auf über 900.000 Euro erhöht zu haben. Aber nicht, um nichts zu tun. Vielmehr lassen sich, bei aller gebotenen Vorsicht, damit günstige Kaufgelegenheiten nutzen.

2026 KW19 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

Bei Anregungen und Feedback erreichen Sie uns gerne per email. Ihre Ansprechpartner sind:

Was ist diese Woche (KW19/2026) an den Börsen geschehen?

Hoffnungen auf ein Ende des Iran-Kriegs und die Öffnung der Seestraße von Hormus führten zwischenzeitlich zu deutlichen Kursgewinnen an den Aktienmärkten. Nachdem jetzt etwa zwei Drittel der S&P-500-Konzerne ihre Bilanzen für das erste Quartal vorgelegt haben, zeichnet sich für die in diesem Index enthaltenen US-Konzerne ein hohes Gewinnwachstum von rund 25 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal ab. Getragen von den hoch gewichteten Tech-Aktien erreichten S&P-500 und Nasdaq-100 neue Rekordhöhen. Auch der japanische und der südkoreanische Aktienmarkt setzten ihre Rekordjagd fort (Nikkei-225 auf Wochensicht +5,4 Prozent, seit Jahresbeginn +24,6 Prozent). Beim DAX reichte dagegen das Mini-Wochenplus von +0,2 Prozent nicht, um gegenüber Jahresbeginn aus der Verlustzone zu kommen.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Mittwoch mit 43,96 Euro berechnet. Gegenüber dem Wert auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag der Vorwoche ist das ein Anstieg um 1,16 Euro bzw. +2,7 Prozent. Im laufenden Jahr (Jahreswechsel 42,01 Euro) wächst unser Plus damit wieder auf +4,6 Prozent. Das Netto-Plus beim ACC Alpha select Anteilswert über ein Jahr steigt auf +18,5 Prozent (Durchschnitt Aktienfonds +21,9 Prozent, Mischfonds +15,0 Prozent). Über drei Jahre springt das Plus auf +44,2 Prozent (Durchschnitt Aktienfonds +45,5 Prozent, Mischfonds +29,3 Prozent) und über fünf Jahre auf +38,9 Prozent (Durchschnitt Aktienfonds +41,4 Prozent, Mischfonds +23,4 Prozent).

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also um einen Börsentag vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung ab (die ja auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag erfolgt).

Unsere Edelmetall-Aktien profitierten in dieser Woche von den stabilisierten Preisen für Edelmetalle und den guten Quartalsergebnissen. Unsere 6 Edelmetall-Aktien zusammen haben jetzt einen Kurswert von 1,182 Mio. Euro bzw. 16,3 Prozent vom Fondsvermögen.

Zwar blieb der Umsatzsprung bei Pan American Silver unter den durchschnittlichen Erwartungen der Analysten. Umso mehr überzeugte der kanadische Gold- und Silberminenbetreiber aber mit dem Gewinn, worauf die Aktie in dieser Woche um +15,0 Prozent stieg (auf 80,93 CAD, Einstand 40,97 CAD). Die Umsatzerlöse im ersten Quartal 2026 schätzten Analysten im Mittel auf 1,69 Milliarden CAD nach 1,11 Milliarden CAD im ersten Quartal 2025. Tatsächlich stieg der Umsatz der ersten drei Monate dieses Jahres „nur“ um 42 Prozent auf 1,58 Milliarden CAD. Aber der Gewinn pro Aktie (EPS) stieg um 120 Prozent (!) von 0,67 CAD auf 1,48 CAD. Damit werden die 6,60 CAD Gewinn je Aktie für das Gesamtjahr, die als Durchschnittsschätzung im Raum stehen, realistisch. Das KGV liegt damit trotz Kursverdreifachung seit 2024 nur bei 12.

Bei Newmont wirkten die guten Quartalsergebnisse nach (siehe Bericht vor zwei Wochen): diese Woche +7,3 Prozent (auf 116,51 USD, Einstand 43,84 USD).

Valterra Platinum profitierte (leicht gehebelt) vom steigenden Platinpreis: Die Aktie gewann auf Wochensicht +6,2 Prozent (auf 65,25 GBP, Einstand 37,69 GBP).

Der Quartalsbericht von OceanaGold wurde mit einem Wochenplus von +6,0 Prozent (auf 43,65 CAD, Einstand 36,41 CAD) noch vergleichsweise konservativ aufgenommen. Die Förderung erreichte planmäßig 130.100 Unzen Gold und 3.200 Tonnen Kupfer. Die „All-In Sustaining Costs“ (AISC) lagen pro Unze Gold bei 2.094 US-Dollar. Dem stand ein realisierter Goldpreis von durchschnittlich 4.894 US-Dollar gegenüber. Das bedeutet eine Brutto-Marge von 134 Prozent! Das Unternehmen bezifferte seine EBITDA-Marge mit 58 Prozent. Die Umsatzerlöse erreichten mit 715 Millionen US-Dollar einen Rekordwert in der Unternehmensgeschichte von OceanaGold. Auch der operativer Cashflow markierte mit 382 Millionen US-Dollar einen neuen Rekord, wovon ein starker freier Cashflow von 255 Millionen US-Dollar resultierte und schließlich ein Nettogewinn von 228 Millionen US-Dollar verblieb, was pro Aktie einen Gewinn (EPS) von 1,01 US-Dollar bedeutet. Der Kassenbestand stieg um 30 Prozent auf 620 Millionen US-Dollar. Der Goldminenbetreiber hat keine Verschuldung; könnte aber notfalls auf eine revolvierende Kreditlinie zurückgreifen. Im Einklang mit dem für 2026 vorgesehenen Rückkaufprogramm im Umfang von 350 Millionen US-Dollar wurden im ersten Quartal Aktienrückkäufe im Wert von 77 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Es wurden auch aktuelle „technische“ Berichte für die Minenprojekte Haile, Macraes und Didipio veröffentlicht. Diese belegen an allen Standorten ein stabiles Produktionsprofil sowie eine verlängerte Minenlebensdauer. Für Wharekirauponga konnte die Ausdehnung der neu definierten, hochgradigen Zone im südlichen Bereich bestätigt werden. Die Erschließung dieses Vorkommens über eine Förderrampe hat begonnen. Wir halten Oceana Gold als einen schuldenfreien, diversifizierten Gold- und Kupferproduzenten bei attraktivem Chance / Risiko – Profil mit einem KGV von 8 für weiterhin klar unterbewertet.

Bei Dürr wirkt offenbar die angekündigte Dividendenerhöhung nach: diese Woche +9,0 Prozent (auf 23,00 Euro, Einstand 22,88 Euro).

Beim Motorenhersteller Deutz zahlt sich der Konzernumbau weiter aus. Im traditionell eher schwachen ersten Quartal konnte der Konzern ein deutliches Auftragsplus verzeichnen. Der Aktienkurs stieg im Wochenvergleich um +9,0 Prozent (auf 10,82 Euro, Einstand 4,35 Euro). Vorstandschef Sebastian Schulte zeigte sich selbst auf der Pressekonferenz insbesondere von dem Anstieg der Buchungen im Motorenbereich positiv überrascht. „Das gute Momentum, das wir haben, stützt ganz klar unsere Jahresziele“, sagte er. Dabei schloss er auch eine Einengung der Prognosebandbreite nicht aus, sollte die Dynamik im Jahresverlauf weiter anhalten.

Nachdem die Lagerbestände von Wolframcarbid beim Hartmetallwerkzeughersteller BETEK zu einer Umsatz- und Gewinnprognoseanhebung bei INDUS Holding geführt hatten, erhielt die Aktie der Holding in dieser Woche Unterstützung durch eine Kaufempfehlung durch NuWays mit einer Anhebung des Kursziels von 34,50 auf 37,00 Euro. Auch Wochensicht stieg die INDUS-Aktie um +7,4 Prozent (auf 32,10 Euro, Einstand 24,66 Euro).

Der österreichische Technologiekonzern Kontron steht möglicherweise vor der Übernahme durch seinen größten Aktionär Ennoconn. Zugleich baut der Konzern 500 Arbeitsplätze in seiner Sparte Greentec ab, um die Kosten zu senken. Im ersten Quartal verzeichnete Kontron eine gedämpfte Umsatzentwicklung, und die Kosten des Stellenabbaus ließen den Gewinn sinken. Für die Aktie der Gesellschaft ging es angesichts des erwarteten Übernahmeangebots allerdings aufwärts: +6,5 Prozent (auf 22,70 Euro, Einstand 19,41 Euro).

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Nachdem die Quartalsergebnisse von Fuchs zunächst positiv aufgenommen worden waren (siehe Vorwochenbericht), gab die Aktie den Vorwochengewinn von +5,8 Prozent in dieser Woche wieder ab: -5,7 Prozent (auf 30,80 Euro, Einstand 31,62 Euro).

Die Quartalsergebnisse bei Douglas fielen nicht gut aus. Schon am Donnerstagabend vor dem verlängerten Feiertags-Wochenende hatte Douglas seine vorläufigen Quartalszahlen bekannt gegeben: Der Umsatz und das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) im zweiten Geschäftsquartal verfehlten die Erwartungen. Die Geschäfte der Parfümeriekette litten unter der gesteigerten Preissensibilität der Konsumenten. Beim Konzernumsatz im laufenden Geschäftsjahr sei nur noch das untere Ende der anvisierten Bandbreite zu erreichen. Das Ziel für die operative Marge wurde leicht gesenkt. Gleichzeitig erwartet Douglas den Nettoverschuldungsgrad am oberen Ende der bisher genannten Spanne. Der Aktienkurs verlor in dieser Woche -5,5 Prozent (auf 9,62 Euro, Einstand 11,61 Euro). Wir beobachten die Aktie im Rahmen unseres Risikomanagements weiterhin genau.

Die Aktien der Deutschen Rohstoff reagierten mit Kursverlusten auf den im Wochenverlauf gefallenen Ölpreis: -3,4 Prozent (auf 93,80 Euro, Einstand 54,20 Euro). Wir hatten das hohe Kursniveau bekanntlich genutzt, um unsere Position zu halbieren.

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Im Rahmen unseres Risikomanagements haben wir unsere Restposition Fresenius verkauft. Der Verkauf der verbliebenen 1.500 Aktien erfolgte zu 39,36 Euro. Damit haben wir gegenüber unserem durchschnittlichen Einstand zu 27,76 Euro einen Kursgewinn von 41,8 Prozent realisiert.

Wir haben den Positionsaufbau in Emak fortgesetzt auf jetzt insgesamt 16.531 Aktien zu durchschnittlich 0,898 Euro. Bei IRCE war in dieser Woche keine Aufstockung der kleinen Position möglich, weil der Aktienkurs auf ein neues Jahreshoch kletterte und wir mit unseren Käufen nicht selbst den Kurs treiben wollen.

Bei Mutares wurde die Kapitalerhöhung abgeschlossen. Wir hatten die 2.000 uns zugeteilten Bezugsrechte zum Kauf von 400 Aktien zu 24,50 Euro genutzt. Dadurch ist unser Bestand auf 2.400 Aktien angewachsen und unser durchschnittlicher Einstandspreis auf 28,13 Euro gesunken. Die jungen Aktien sind sofort vollumfänglich dividendenberechtigt und stiegen zum Wochenschluss auf 26,10 Euro.

Wie hoch ist die Barreserve?

Das Euro-Kontoguthaben ist durch den Fresenius-Verkauf und Dividendeneinnahmen weiter gestiegen – in dieser Woche um gut 27.000 Euro auf 843.476 Euro, der Anteil am Fondsvermögen leicht von 11,5 auf 11,7 Prozent.

Die Dividenden der französischen Aktien wurden brutto wie netto ohne Quellensteuerabzug ausgezahlt: Bouygues schüttete 2,10 Euro pro Aktie aus, für unsere 2.000 Aktien zusammen also 4.200 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 31,60 Euro ist das eine Dividendenrendite von 6,6 Prozent. SCOR schüttete 1,90 Euro pro Aktie aus, für unsere 5.000 Aktien zusammen also 9.500 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 27,14 Euro ist das eine Dividendenrendite von 7,0 Prozent.

Die Fremdwährungsguthaben haben sich im Wochenvergleich kaum verändert: Zusammen umgerechnet 55.392 Euro, was weiterhin 0,8 Prozent vom Fondsvermögen ausmacht. Zusammen mit dem Euro-Konto belaufen sich die Bankguthaben jetzt auf 898.868 Euro bzw. 12,4 Prozent des Fondsvermögens (Barreserve). Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche durch einen kleinen Nettomittelabfluss um 837 Anteile auf jetzt 164.057 Anteile gesunken. Das Fondsvermögen ist durch die Kursgewinne gestiegen auf 7.233.576 Euro.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

Die Dividendenrendite ist schnell erklärt. Darunter versteht man das Verhältnis von Dividende zu Aktienkurs. Berechnet wird sie also, indem die Dividende (als Zähler des Bruchs) durch den Aktienkurs (als Nenner des Bruchs) dividiert wird. Eine Verhältniszahl also und leicht zu interpretieren: je höher, desto besser und vergleichbar mit Zinssätzen. Aber der Teufel steckt wie immer im Detail: Welche Dividende stellt man in den Zähler? Die zuletzt gezahlte Gewinnausschüttung ist eine eindeutig feststehende Zahl. Wenn mehrfach im Jahr Dividenden gezahlt werden (im Ausland sind oft Quartalsdividenden üblich), sollte man die Ausschüttungen eines ganzen Jahres zusammenzählen, um ein besser vergleichbares Ergebnis zu erhalten. Aber anders als Zinskupons bei festverzinslichen Wertpapieren ändern sich Dividenden. Spätestens wenn ein Unternehmen eine bestimmte Dividendenhöhe vorschlägt, sollte man mit dieser Zahl rechnen. Bei Dividendenprognosen ist die übliche Vorsicht geboten: Sie werden unsicherer, je weiter sie in die Zukunft reichen. Aber auch die Zahl im Nenner, der Aktienkurs oder Kapitaleinsatz, ist eine Überlegung wert: Verwendet man dabei stets den aktuellen Aktienkurs, ist die so berechnete Dividendenrendite eine Bewertungskennzahl und nicht die eigene Rendite. Dazu ein Beispiel: Wer eine Aktie einst zum Kurs von 10 Euro gekauft hat, als sie damals 50 Cent Dividende zahlte, kommt auf eine Dividendenrendite von 5 Prozent. Angenommen, die Geschäfte laufen gut, die Dividende ist mittlerweile auf 1 Euro pro Aktie erhöht worden und der Aktienkurs steht bei 20 Euro. Die Dividendenrendite wird weiterhin mit 5 Prozent berechnet. Für den Anleger, der die Aktie schon bei 10 Euro gekauft hat, beträgt die Rendite allein aus der Dividende aber schon 10 Prozent pro Jahr. In der Praxis unseres Fonds bedeutet das: Die Dividendenrendite auf Basis der jetzt erreichten Aktienkurse beträgt im Durchschnitt 2,8 Prozent. Im Verhältnis zu unserem Kapitaleinsatz „verzinst“ sich unser Geld allein durch die Dividenden aber mit über fünf Prozent pro Jahr.

Für die Auswahl unserer Aktien ist die Dividendenrendite aber nicht entscheidend: Ein wachstumsstarkes Unternehmen kann einbehaltene Gewinn gut gebrauchen, um das Wachstum zu finanzieren. Wer die Dividendenrendite zu einem entscheidenden Auswahlkriterium macht, wird im Ergebnis eher wachstumsschwächere Aktien ansammeln. Wir verzichten deshalb bei der Berechnung des Fair Values komplett auf die Betrachtung der Dividenden.

2026 KW18 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

Bei Anregungen und Feedback erreichen Sie uns gerne per email. Ihre Ansprechpartner sind:

Was ist diese Woche (KW18/2026) an den Börsen geschehen?

Wie von den Märkten erwartet, änderten weder die US-Notenbank Fed noch die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Leitzinsen. Unterdessen bestätigte der Bankenausschuss des US-Senats denkbar knapp mit 13 zu 11 Stimmen Präsident Trumps Kandidaten Kevin Warsh für die Nachfolge des scheidenden Fed-Präsidenten Jerome Powell, der dem Fed-Vorstand aber weiter angehören will. Bei Einzelaktien sorgten Überraschungen bei den Quartalsergebnissen für stärkere Kursbewegungen: positiv u.a. bei Alphabet, Apple, Qualcomm, Caterpillar und Eli Lilly, negativ bei Meta und Amazon. Die Aktienindizes änderten sich unter Strich in der Woche nur wenig. Die überwiegend positiven Kursreaktionen bei den großen US-Tech-Aktien verhalfen dem Nasdaq-100 zu einem Wochenplus von +1,5 Prozent, was die wenigsten anderen Indizes schafften. So verzeichneten beispielsweise Euro-STOXX-50 und Nikkei-225 kleine Rückgänge.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Mittwoch mit 42,80 Euro berechnet. Gegenüber dem Wert auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag der Vorwoche ist das ein Rückgang um 1,10 Euro bzw. -2,5 Prozent. Im laufenden Jahr (Jahreswechsel 42,01 Euro) schrumpft das Plus damit auf +1,9 Prozent. Beim Durchschnitt der globalen Aktienfonds fällt das Minus in dieser Woche mit -1,0 Prozentpunkten aufgrund der Kursgewinne der großen Nasdaq-Aktien kleiner als bei uns aus. Deshalb ist auch über das Netto-Plus beim ACC Alpha select Anteilswert über ein Jahr mit +17,8 Prozent jetzt etwas niedriger als beim Aktienfondsdurchschnitt (+19,6 Prozent). Über drei Jahre liegt das Plus mit +39,9 Prozent weiter leicht über dem Aktienfondsdurchschnitt (+39,7 Prozent), ebenso über fünf Jahre mit +37,0 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt +36,7 Prozent).

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also um einen Börsentag vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung ab (die ja auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag erfolgt).

Die am 30. April veröffentlichten Quartalsergebnisse von Aperam wurden sehr positiv aufgenommen: auf Wochensicht +9,5 Prozent (auf 45,38 Euro, Einstand 33,45 Euro). Beim Umsatz waren im Durchschnitt von drei Analysten 1,56 Milliarden Euro erwartet worden. Dies wurde mit 1,58 Mrd. Euro leicht übertroffen. Im Vorjahresviertel hatte Aperam noch 1,66 Milliarden Euro umgesetzt. Für das Gesamtjahr schätzten 10 Analysten schon vor der Bekanntgabe der Quartalsergebnisse im Schnitt von 6,70 Milliarden Euro, gegenüber 6,08 Milliarden Euro im Vorjahr. Wir haben bei unserer Bewertung bislang 6,63 Mrd. Euro angesetzt. Nachdem im ersten Quartal des Vorjahres noch ein Verlust entstanden war, rechneten Analysen jetzt mit einer Rückkehr in die schwarzen Zahlen: Die durchschnittliche Analystenschätzung war vor der Veröffentlichung von 0,10 auf 0,085 Euro Gewinn pro Aktie gesunken. Beziffert wurde der Reingewinn jetzt mit nur 0,04 Euro. Auch für das Gesamtjahr dürften die offiziellen Erwartungen nach unten revidiert werden. Wir waren ursprünglich von über 2 Euro EPS ausgegangen. Zuletzt lag die Durchschnittsprognose von 11 Analysten bei 1,93 Euro je Aktie. Auf Basis leicht angepasster Zahlen errechnet sich unser Fair Value jetzt mit 46,73 Euro, womit der Kurssprung als gerechtfertigt und für uns nicht überraschend eingestuft werden kann. Zunächst einmal hat die Aktie ihren Fair Value ungefähr erreicht. Weiteres Kurspotenzial würde sich bei einer konjunkturellen Belebung ergeben. In der Projektion sind dann Aktienkurse über 80 Euro denkbar.

Auch die Quartalsergebnisse der erst vor zwei Wochen neu in unser Portfolio aufgenommen Fuchs wurden sehr positive aufgenommen: +5,8 Prozent (auf 32,65 Euro; Einstand 31,62 Euro). Der Schmierstoffhersteller ist mit zum Teil deutlichen Zuwächsen in das Jahr gestartet. „Zu dieser positiven Entwicklung trugen neben dem Geschäftsausbau und einem disziplinierten Kostenmanagement insbesondere eine zusätzliche Nachfrage im März sowie die erfolgreiche Veräußerung eines Grundstücks in Australien bei“, erklärte Konzernchef Stefan Fuchs. Während das Unternehmen wegen der Inflation das Umsatzziel für das laufende Jahr anhob, senkte es die Prognose für den freien Barmittelzufluss vor Zukäufen aufgrund stark gestiegener Rohstoffkosten und Verkaufspreise.

Mit der anhaltenden Blockade der Straße von Hormus und dem hohen Ölpreis verbesserte sich der Aktienkurs der Deutschen Rohstoff die zweite Woche in Folge: Nach +16,4 Prozent in der Vorwoche in dieser Woche +5,7 Prozent (auf 97,10 Euro, Einstand 54,20 Euro). Nicht zuletzt die allerdings inzwischen verkleinerte Beteiligung am größten Wolfram-Minenbetreiber der westlichen Hemisphäre sorgt für Phantasie bei der Deutschen Rohstoff.

Als Profiteur der angespannten Versorgungslage bei Wolfram erweist sich zumindest kurzfristig mit Blick auf die Lagerbestände von Wolframcarbid auch die Beteiligungsfirma INDUS Holding: Nachdem China Exportrestriktionen für den Werkstoff verhängt hat, habe der Mangel seit Jahresanfang zu einer Verdreifachung des Preises geführt – und das nach einer Verdreifachung im Jahresverlauf 2025. Durch den starken Preisanstieg rechnet das Indus-Management für 2026 nun mit einem Anstieg der Umsatzerlöse von 1,80 bis 1,95 auf 1,85 bis 2,05 Mrd. Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (Ebita) dürfte von 150 bis 170 Mio. auf 160 bis 190 Millionen Euro steigen. Die positiven Effekte ergeben sich jetzt aus den vorhandenen Lagerbeständen. Weil mit dem starken Preisanstieg aber auch der Vorfinanzierungsbedarf steige, werde für 2026 nur noch ein mindestens ausgeglichener freier Finanzmittelfluss erwartet. Bisher hatte Indus einen Free Cashflow von mehr als 70 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Die Börse reagierte auf diese Meldung positiv: INDUS auf Wochensicht +3,5 Prozent (auf 29,90 Euro, Einstand 24,66 Euro).

Erfreulich auch der Wochengewinn von +3,3 Prozent (auf 13,70 Euro, durchschnittlicher Einstand 15,17 Euro) bei Medios. Wir hatten die vorausgegangene Kursschwäche erst vor zwei Wochen zu einer Aufstockung unserer Position genutzt und 3.000 Aktien zu 13,135 Euro zugekauft (Kursgewinn seit Zukauf +4,3 Prozent).

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Neben den rückläufigen Aktienkursen bei den Edelmetall-Aktien lastete vor allem der Kursrückgang bei unserer größten Einzelaktienposition auf der Anteilswertentwicklung: Fairfax Financial Holding verloren auf Wochensicht in Reaktion auf die Quartalszahlen -10,5 Prozent (auf 2.170 CAD, Einstand 455 CAD). Obwohl das Unternehmen mit 8,81 Mrd. CAD die Umsatzprognosen übertraf, verfehlte es mit einem Gewinn pro Aktie (EPS) von 31,11 CAD die durchschnittlichen Erwartungen von 34,28 CAD. Dies führte zu dem heftigen Kursrückgang der Aktie. Wir halten die Kursreaktion für übertrieben. Beim operativen Ergebnis und dem versicherungstechnischen Gewinn zeigte die Holding starkes Wachstum. Dass das Quartalsergebnis unter den Erwartungen lag, ist vor allem auf Kursverluste bei Anleihen zurückzuführen. Davon abgesehen verzeichnete Fairfax Financial Holdings einen robusten Start in das Jahr 2026 mit einem deutlichen Wachstum des operativen Ergebnisses in den Segmenten Versicherungen und Rückversicherungen. Das Unternehmen meldete einen Anstieg des operativen Ergebnisses um 74,9 Prozent (!) auf 1,2 Mrd. CAD im Vergleich zum Vorjahr. Nettoverluste aus Kapitalanlagen, vor allem bei Anleihen, machten diese Zuwächse jedoch zunichte. Die Umsatzerlöse lagen mit 8,81 Mrd. CAD über der Marktprognose von 8,62 Mrd. CAD. Der versicherungstechnische Gewinn erreichte 382 Mio. CAD, was ein deutlicher Anstieg gegenüber 97 Mio. CAD im ersten Quartal 2025 ist. Unterm Strich steht ein Nettogewinn von 696 Mio. CAD für das erste Quartal 2026. Für die Zukunft prognostiziert Fairfax Financial für die kommenden Quartale ein Wachstum bei Umsatz und Gewinn pro Aktie und erwartet Verbesserungen bei den Kapitalerträgen sowie eine fortgesetzte Expansion in den internationalen Märkten. Das Unternehmen konzentriert sich weiterhin auf die Verbesserung seiner versicherungstechnischen Leistung und das Management der Finanzverschuldung. Der CEO von Fairfax Financial erklärte: „Obwohl wir Herausforderungen in unserem Anlageportfolio hatten, liefert unser Kerngeschäft im Bereich Versicherungen weiterhin starke Ergebnisse. Wir sind bestrebt, unseren Kapitaleinsatz zu optimieren, um zukünftiges Wachstum zu fördern.“ Während des Earnings Call stellten Analysten Fragen zur Strategie von Fairfax Financial zur Minderung von Anlageverlusten und zu den Plänen für die Kapitalallokation. Das Unternehmen betonte seinen Fokus auf die Stärkung des Kerngeschäfts und die Prüfung strategischer Wachstumsmöglichkeiten.

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Wir haben den Positionsaufbau in den italienischen Nebenwerten IRCE und Emak fortgesetzt:

Nachdem wir in der Vorwoche 1.027 Emak-Aktien zu 0,894 Euro kaufen konnten, haben wir nun 2.013 Aktien zu 0,900 Euro gekauft, zusammen also bislang 3.040 Stück zu durchschnittlich 0,898 Euro.

In den beiden Vorwochen hatten wir 3.752 IRCE-Aktien zu durchschnittlich 2,198 Euro eingesammelt. In dieser Woche konnten wir unseren Bestand fast verdoppeln auf 7.216 Aktien. Dazu haben wir 3.464 Aktien gekauft, 1.972 Stück zu 2,1895 Euro und 1.492 Stück zu 2,200 Euro. Unser durchschnittlicher Einstand errechnet sich daraus mit 2,196 Euro.

Wie hoch ist die Barreserve?

Das Euro-Kontoguthaben ist durch einen höheren Mittelzufluss trotz fortgesetzter kleinerer Aktienkäufe um gut 210.000 Euro gestiegen auf 816.062 Euro, der Anteil am Fondsvermögen von 8,6 auf 11,5 Prozent.

Die Fremdwährungsguthaben sind durch Währungsgewinne leicht auf 55.424 Euro gestiegen, was weiterhin 0,8 Prozent vom Fondsvermögen ausmacht. Zusammen mit dem Euro-Konto belaufen sich die Bankguthaben jetzt auf 871.486 Euro bzw. 12,3 Prozent des Fondsvermögens (Barreserve). Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche durch einen höheren Nettomittelzufluss um 5.276 Anteile auf jetzt 164.894 Anteile gestiegen. Das Fondsvermögen ist dadurch gestiegen auf 7.075.753 Euro.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

Was bedeutet Aktivität beim Managen eines Aktienportfolios? Man kann einige Kriterien für Aktivität benennen: zunächst den Spielraum für diskretionäre Anlageentscheidungen, der wirklich besteht und auch genutzt wird – und dann verschiedene Kennzahlen, die objektiv zeigen, ob das Management „aktiv“ war.

Dabei gilt der „Active Share“ als die aussagekräftigste Kennzahl, die sich auf einen Zeitpunkt und nicht auf einen festzulegenden Zeitraum bezieht. Der Active Share ist ein Maß dafür, wie groß die Überschneidungen zwischen der üblichen Benchmark, bei globalen Aktienfonds meist dem MSCI Welt, und dem Portfolio sind. Berechnet wird der Active Share, indem man für jede im Fonds und/oder in der Benchmark enthaltene Einzeltitelpositionen die Differenz zwischen der Gewichtung im Fonds und in der Benchmark berechnet. Die absoluten Werte dieser Differenzen (d.h. ohne Vorzeichen) werden addiert. Diese Summe wird schließlich durch 2 dividiert. Das Ergebnis liegt zwischen Null und 100 Prozent.

Schon ab einem Active Share von über 50 Prozent gilt ein Fonds als „wirklich aktiv“, weil sich das Management traut, wirklich anders als die Benchmark zu investieren. Active Shares von über 80 Prozent sind selten. Wir liegen deutlich über 90 Prozent! Was heißt das? Es gibt kaum eine Schnittmenge zwischen dem MSCI Welt und unserem ACC Alpha select Portfolio. Das kostet zwischenzeitlich Performance, so in den vergangenen zwei Wochen: Im MSCI Welt ist Nvidia die Top-Position mit 5,3 Prozent, gefolgt von Apple mit 4,7 Prozent und Alphabet mit 3,8 Prozent. Dann folgen Microsoft (3,3 Prozent), Amazon (2,5 Prozent), Broadcom (1,7 Prozent), Meta (1,5 Prozent) und Tesla (1,3 Prozent). 71 Prozent entfallen auf US-Aktien und rund 26 Prozent auf Technologie. Diese Aktien im Portfolio zu haben, ist also kein Zeichen wirklich aktiver Aktienauswahl. Es ist Mainstream. Teuer bezahlter Mainstream übrigens, denn alle klassischen Bewertungs-Kennzahlen sind schlechter als in unserem Portfolio. So kommt der MSCI Welt auf ein Durchschnitts-KGV von 19 (ACC nur 11), ein Kurs/Buchwert-Verhältnis bei 3,5 (ACC nur 1,2) bei einer recht mickrigen Dividendenrendite von 1,7 Prozent (ACC 2,7 Prozent). Das wäre ja vielleicht noch vertretbar, wenn das langfristige Ertragswachstum deutlich höher wäre, ist es aber nicht: Es wird für den MSCI Welt mit 10,4 Prozent angegeben, für unser Portfolio mit 11,7 Prozent.

2026 KW17 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

Bei Anregungen und Feedback erreichen Sie uns gerne per email. Ihre Ansprechpartner sind:

Was ist diese Woche (KW17/2026) an den Börsen geschehen?

Die Aufmerksamkeit der Märkte galt weiterhin vor allem dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Die brüchige Waffenruhe wurde von US-Präsident Trump mehrfach verlängert, obwohl weder der Iran noch die USA die Straße von Hormus freigaben. Der wieder gestiegene Ölpreis belastete die Märkte. An den Aktienbörsen wurden ferner die Unternehmensmeldungen beachtet. Dabei wurden die KI-Sorgen insbesondere in der Software-Branche nur wenig entkräftet. Insgesamt fielen aber die Geschäftsergebnisse des ersten Quartals weiterhin überwiegend gut aus. Der Dow Jones verzeichnete einen Wochenverlust von -0,4 Prozent, der Nasdaq-100 dagegen einen Wochengewinn von +2,4 Prozent. In Europa überwogen klar die Verluste: Euro-STOXX-50 minus -2,9 Prozent und DAX minus -2,3 Prozent, womit der deutsche Leitindex (-1,5 Prozent) tiefer steht als bei Jahresbeginn.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag mit 43,90 Euro berechnet. Gegenüber dem Wert auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag der Vorwoche ist das ein Rückgang um 0,42 Euro bzw. -0,95 Prozent. Im laufenden Jahr (Jahreswechsel 42,01 Euro) ergibt das ein Plus von +4,5 Prozent. Mit der zuletzt starken Performance der großen US-Tech-Aktien liegt der Aktienfondsdurchschnitt seit Jahresbeginn mit +5,1 Prozentpunkte etwas besser als wir. Über ein Jahr liegen wir jetzt gleichauf mit dem Aktienfondsdurchschnitt, über drei Jahre mit +43,8 Prozent leicht besser (Aktienfondsdurchschnitt +40,4 Prozent) und über fünf Jahre +41,7 Prozent deutlicher (Aktienfondsdurchschnitt +37,8 Prozent).

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also um einen Börsentag vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung ab (die ja auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag erfolgt).

Mit der anhaltenden Blockade der Straße von Hormus und dem wieder gestiegenen Ölpreis sprang auch der Aktienkurs der Deutschen Rohstoff wieder nach oben: Nach einem Rückgang in der Vorwoche um -11,7 Prozent stieg die Aktie in dieser Woche um +16,4 Prozent (auf 96,30 Euro, Einstand 54,20 Euro). Nach Gewinnmitnahmen ist die Deutsche Rohstoff nur noch eine kleine Position in unserem Fonds (0,65 Prozent vom Fondsvermögen).

Bei Newmont lief es im ersten Geschäftsquartal 2026 besser als vom Markt erwartet. Die Umsatzerlöse verbesserten sich im Berichtszeitraum von 4,87 Milliarden US-Dollar auf nun 7,31 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg um gut 50 Prozent! Die durchschnittliche Analystenerwartung lag bei einem Anstieg um ein Drittel auf 6,52 Milliarden US-Dollar. Noch besser beim Gewinn: Pro Aktie (EPS) wurden vom Markt 2,19 US-Dollar erwartet, was ein Gewinnanstieg von 30 Prozent wäre. Tatsächlich hat Newmont aber einen Nettogewinn von 3,00 US-Dollar pro Aktie erzielt – ein Plus von fast 80 Prozent gegenüber dem Vergleichswert von 1,68 US-Dollar je Aktie. Die Aktie machte in Reaktion auf die Zahlen einen Sprung um rund +9 Prozent nach oben, wodurch auf Wochensicht ein Plus von +3,6 Prozent entstand (auf 120,70 USD, Einstand 43,84 USD). Wie in den vergangenen Monaten mehrfach in diesen Wochenberichten dargestellt, waren wir davon ausgegangenen, dass Goldminenbetreiber wie Newmont die ohnehin schon positiven Markterwartungen übertreffen können. Bei einem gleichbleibenden EPS von 3 USD pro Quartal würde das KGV jetzt nur 10 betragen, was deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt liegt. Wir gehen davon aus, dass auch unsere anderen Edelmetall-Aktien das Potenzial haben, die Markterwartungen zu übertreffen.

Der französische Telekom-Konzern Orange erzielt im ersten Quartal ein gutes Umsatzwachstum von 3,5 Prozent und ein EBITDAaL-Wachstum von 6,6 Prozent. Der Umsatzanstieg wurde durch ein zweistelliges Wachstum in Afrika und dem Nahen Osten getrieben (+12,7 Prozent) sowie eine robuste Performance im Heimatmarkt Frankreich (+2,3 Prozent) und dem übrigen Europa (+2,2 Prozent). Das Endkundengeschäft blieb in Frankreich, Europa sowie Afrika und dem Nahen Osten weiterhin stark. Der Umsatz mit Großkunden wuchs dank einer substanziellen Kofinanzierung für das Glasfasernetz in Frankreich deutlich (+6,1 Prozent). Die EBITDAaL-Prognose für den Konzern im Jahr 2026 wurde auf über 3 Prozent angehoben. Die Aktie gewann auf Wochensicht +3,0 Prozent (auf 17,65 Euro, Einstand 10,16 Euro).

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Der ungelöste Konflikt zwischen den USA und dem Iran drückte wieder auf die Edelmetallpreise. Der Platinpreis fiel die zweite Woche in Folge. In der Vorwoche hatte sich der Aktienkurs von Valterra Platinum dem Preisrückgang entzogen und war sogar um +7,7 Prozent gestiegen. Umso deutlicher war der Rückgang in dieser Woche mit -15,7 Prozent (auf 62,25 GBP, Einstand 37,69 GBP). Damit ist das KGV von Valterra unter 10 gefallen. Wer jetzt die Aktie kaufen würde, darf mit einer Dividendenrendite von über 6 Prozent rechnen. (Unsere Dividendenrendite ist aufgrund unseres günstigeren Einstiegs deutlich höher, nämlich bei gut 10 Prozent! – siehe unten.)

Aktien aus der Healthcare-Branche fielen in der Gunst der Anleger erneut zurück. Bei Fresenius kam in dieser Woche eine Absenkung des Kursziels durch die US-Investmentbank Goldman Sachs dazu: Das Kursziel für Fresenius liegt jetzt bei 48 Euro nach zuvor 51 Euro gesenkt. Die Einstufung wurde aber bei „Neutral“ belassen. Der zuständige Analyst passte seine Schätzungen bis 2028 noch vor dem Quartalsbericht an. Für das erste Quartal rechnet er mit einem Wachstum um 4 Prozent. Seine Ergebnisschätzungen für die Jahre 2026 bis 2028 sinken vor allem wegen höherer Einkaufskosten um bis zu 5 Prozent. Die Aktie verlor auf Wochensicht -9,8 Prozent (auf 40,25 Euro, Einstand 27,76 Euro).

Auch der Aktienkurs von Dräger gab nach vor Bekanntgabe der vollständigen Quartalsergebnisse (am 30. April) nach: -8,0 Prozent (auf 91,50 Euro, Einstand 47,27 Euro). Der Medizintechnik-Konzern Drägerwerk hatte schon zuvor erste vorläufige Ergebnisse des ersten Quartals veröffentlicht. Danach wuchs der Umsatz um 3,5 Prozent auf 756 Millionen Euro und der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg kräftig auf rund 18 Millionen Euro, nachdem er ein Jahr zuvor auf 0,4 Millionen Euro eingebrochen war. Die operative Marge verbesserte sich deutlich auf rund 2,4 Prozent. Auch der Auftragseingang legte etwas zu. Vorstandschef Stefan Dräger sagte, er sehe das Unternehmen daher auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Der zuständige Analyst bei Jefferies lobte, dass sich die operative Marge von Drägerwerk zu Jahresbeginn stark verbessert habe. Er verwies zudem auf die bestätigte Prognose. Im laufenden Jahr erwartet das Management weiter ein Umsatzwachstum um ein bis fünf Prozent. Von diesem Erlös sollen 5,0 bis 7,5 Prozent als Gewinn vor Zinsen und Steuern verbleiben. Der Aktienkurs von Dräger hat sich zwar seit Anfang 2025 verdoppelt, die Bewertung erscheint aber trotzdem attraktiv: KGV 11,6 bei einer offenbar guten Geschäftsentwicklung.

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Neben dem Draht und Kabelhersteller IRCE bauen wir eine zweite Position in einem italienischen Nebenwert auf: Die Emak S.p.A. und ihre Konzerngesellschaften entwickeln, produzieren und vertreiben eine diversifizierte Palette von Produkten, die auf drei Geschäftsbereiche aufgeteilt sind: Motorgeräte für den Außenbereich umfassen Produkte für den Gartenbau sowie die Forst- und Landwirtschaft wie Trimmer, Rasenmäher, Gartentraktoren, Kettensägen, Bodenfräsen und Bodenfräsen. Pumpen und Hochdruck-Wasserstrahlgeräte beinhalten Produkte für die Landwirtschaft (z.B. Kreisel- und Membranpumpen zum Sprühen und Jäten), für die Industrie (z.B. Industriepumpen, Hoch- und Hochdrucksysteme und städtische Reinigungsgeräte) und für die Reinigung (professionelle und semiprofessionelle Hochdruckreiniger, Bodenschrubber und Staubsauger). Das dritte Geschäftsfeld betrifft Komponenten und Zubehör für die genannten Sektoren. Wir haben bislang 1.027 Emak-Aktien zu 0,8942 Euro erworben.

In der Vorwoche konnten wir erst 1.616 IRCE Aktien in Mailand zu 2,20 Euro kaufen. In dieser Woche haben wir in mehreren Tranchen insgesamt 2.136 Aktien gekauft, darunter eine Tranche von 839 Aktien zu 2,19 Euro, die übrigen zu unserem Limit 2,20, so dass unser Bestand jetzt 3.752 IRCE-Aktien (zu durchschnittlich 2,198 Euro) erreicht hat.

Wie hoch ist die Barreserve?

Das Euro-Kontoguthaben ist durch die fortgesetzten, wenn auch kleinen Aktienkäufe weiter reduziert worden. Zwischenstand: 605.423 Euro, Anteil am Fondsvermögen 8,6 Prozent.

Valterra Platinum zahlte jetzt eine Dividende von 1,99189 GBP pro Aktie, zusammen für unsere 3.000 Aktien 3.975,67 GBP. Dies allein entspricht im Verhältnis zu unserem Einstandskurs 37,69 GBP einer Ausschüttung von 5,3 Prozent. Die Gewinnausschüttungen bezogen auf einen 12-Monats-Zeitraum werden aber voraussichtlich mehr als Doppelte betragen, erwartet werden gut 91 Südafrikanische Rand (ZAR), was gut 4 GBP wären. Damit überschreitet unsere Dividendenrendite 10 Prozent! Und angesichts des erreichten Preisniveaus für Platin (und Palladium) sind auch ohne weiteren Anstieg der Edelmetallpreise weitere Dividendenerhöhungen (auf über 100 ZAR pro Jahr und Aktie) zu erwarten. Nach Abzug der Quellensteuer wurden unserem GBP-Konto jetzt 4.780,54 GBP gutgeschrieben. Das Guthaben auf unserem Pfund-Konto ist dadurch auf 5.584 GBP gestiegen.

Der südkoreanische Telekom-Wert KT Corp zahlte Quartalsdividende, die bezogen auf die in New York gehandelten ADRs 0,203341 USD pro Aktie ausmachen, zusammen für unsere 10.000 Aktien 2.033,41 USD. Nach Abzug der Quellensteuer wurden unserem US-Dollar-Konto 1.586,06 USD gutgeschrieben. Wenn man vier Quartalsdividenden in dieser Höhe annimmt, werden 0,813 USD pro Jahr erreicht. Dies entspricht im Verhältnis zu unserem Einstandskurs 10,786 USD einer Dividendenrendite von 7,5 Prozent. Es werden weitere Dividendenerhöhungen erwartet, auf 0,85 USD in diesem Jahr und über 0,90 USD ab 2027. Das Guthaben auf unserem US-Dollar-Konto ist durch die jetzige Gewinnausschüttung auf 5.542 USD gestiegen.

Unser Kontoguthaben in dänischen Kronen reichte nicht ganz, um den Wiedereinstieg bei DFDS zu bezahlen. Wir haben deshalb für gut 4.000 Euro 30.000 DKK zum Wechselkurs 7,46737 DKK/EUR erworben. Nach Verrechnung des DFDS-Kaufs verbleiben auf dem DKK-Konto 1.379 DKK, knapp 185 Euro.

Die Fremdwährungsguthaben sind zusammen auf umgerechnet 55.398 Euro bzw. 0,8 Prozent vom Fondsvermögen gewachsen. Zusammen mit dem Euro-Konto belaufen sich die Bankguthaben jetzt auf 660.821 Euro bzw. 9,4 Prozent des Fondsvermögens (Barreserve). Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche durch einen Nettomittelabfluss um 188 Anteile auf jetzt 159.618 Anteile gestiegen. Das Fondsvermögen beträgt weiterhin wenig verändert jetzt 7.023.363 Euro.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

Wer die Nachrichtenlage der vergangenen Zeit zusammenfassen möchte, kommt nicht umhin festzustellen, dass sich die Globalisierung stark verlangsamt hat, sich teilweise sogar umkehrt. Europa sei der Verlierer dieser Entwicklung, ist häufig zu hören. Unsere Aktienstrategie ist aber weiterhin stark auf europäische Aktien ausgerichtet. Ist das noch grundsätzlich richtig? Wo liegen die Chancen für europäische Unternehmen? Noch vor wenigen Jahren haben viele ihr Heil in einer stärkeren Internationalisierung gesucht, vor allem in Geschäftsverbindungen zum Wachstumsmarkt China. Inzwischen muss sich Europa um seine Abhängigkeiten Gedanken machen: Militärisch ist das demokratische Europa noch abhängig von der früheren NATO-Führungsmacht USA, wirtschaftlich abhängig von Rohstoffimporten, Lieferketten und Absatzmärkten in Übersee. Vor diesem Hintergrund gibt es Entwicklungen, die man auch als Anleger berücksichtigen sollte: Europa muss sich selbst der offenen Bedrohung durch Russland erwehren, darf nicht mit Rohstoffimporten erpressbar sein und seine Lieferketten weniger angreifbar machen. „Onshoring“, also die strategische Rückverlagerung oder Ansiedlung von Produktions- oder Dienstleistungsaktivitäten aus dem Ausland zurück nach Europa, dürfte die kommenden Jahre prägen. Aber nicht nur bei seinen Importen muss sich Europa der veränderten Weltlage anpassen. Die früher attraktivsten Absatzmärkte, die USA und China, schotten sich zunehmend gegen Einfuhren aus Europa ab. Europa wird sich in dieser neuen Weltordnung stärker auf sich selbst fokussieren müssen: In Europa für Europa produzieren. Der EU-Binnenmarkt ist der größte wirklich funktionierende Binnenmarkt der Welt: Er umfasst rund 450 Millionen Konsumenten in den 27 EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz. Er zeichnet sich durch ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von über 14,5 Billionen Euro aus (Stand 2021/2022) und umfasst etwa 23 Millionen Unternehmen. Zum Vergleich: In den USA gibt es nur 136 Millionen Privathaushalte mit durchschnittlich zweieinhalb Personen, also ca. 340 Millionen Konsumenten, Kinder herausgerechnet eher nur 275 Millionen Konsumenten. Beim durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen hat die Europäische Union (EU-27, 2024) mit rund 39.680 Euro die USA mit rund 43.420 US-Dollar (ebenfalls 2024) eingeholt. Auch das durchschnittliche Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf liegt dicht beieinander. Während in Europa die historisch entstandenen sehr hohen Wohlstandsunterschiede zwischen den einzelnen Staaten kleiner werden, wachsen die Unterschiede zwischen Reich und Arm in den USA unter Trump deutlich. Die für die Binnenwirtschaft entscheidende Mittelschicht in Europa hat jetzt schon mehr Kaufkraft als die schrumpfende Mittelschicht in den USA. (Studien zeigen, dass der Anteil der Erwachsenen in Haushalten mit mittlerem Einkommen in den USA von 61 Prozent im Jahr 1971 auf etwa 50 Prozent im Jahr 2021 gesunken ist, was zu einer Polarisierung zwischen einkommensstarken und einkommensschwachen Gruppen führt. Diese Entwicklung wird aktuell unter Trump noch beschleunigt.) Trump schädigt mit seinen zahlreichen Eingriffen in die Märkte und seiner isolationistischen Politik die US-Volkswirtschaft, was den dortigen Aktienmarkt zeitversetzt dort belasten wird. Weil jetzt die Aufgabe darin besteht, Abhängigkeiten von den USA und Asien zu verringern, dürften die Eingriffe der europäischen Politik in die Märkte auch eher mehr als weniger werden. Dabei können Schlüsselbranchen mit staatlicher Unterstützung beim „Onshoring“ rechnen. Auch das sollte bei der Aktienauswahl berücksichtigt werden. Noch vor wenigen Jahren wurden beispielsweise die hohen Investitionen des weltgrößten Chemiekonzerns, BASF, in China positiv bewertet, inzwischen sieht man zunehmend die Risiken. Ähnlich ergeht es anderen Branchen wie Automobilherstellern: China ist nicht mehr der stark wachsende Absatzmarkt, sondern zunehmend ein Konkurrent – auch auf den europäischen Heimatmärkten.

Wir berücksichtigen diese Entwicklungen bei unseren Anlageentscheidungen: Wir suchen Aktien von Unternehmen, die den Wandel aktiv für sich nutzen. Mögliche Gewinner der kommenden Jahre sind also weniger die früheren „Gewinner der Globalisierung“ als vielmehr Unternehmen, die auf dem großen europäischen Binnenmarkt erfolgreich sind. Ein Beispiel dafür ist die Finanzbranche: Europäische Banken und Versicherungen sind außerhalb Europas eher wenig aktiv, haben aber umgekehrt auf ihren europäischen Heimatmärkten auch wenig Konkurrenten von anderen Kontinenten. (Société Générale ist mit 4,0 Prozent vom Fondsvermögen nach wie vor eine unserer größten Aktienpositionen. Neben unseren Positionen in AXA und ASR Nederland haben wir unsere Position in SCOR jüngst ausgebaut.)

Einen sehr positiven Impuls würde Europa erleben, wenn es der Ukraine gelingt, sich gegen den Aggressor Russland durchzusetzen und ein Ende des Angriffskrieges zu erreichen, beispielsweise durch einen Regimewechsel in Moskau oder einen wirtschaftlichen Kollaps Russlands. Die Integration der rohstoffreichen Ukraine in die EU könnte angesichts des Wiederaufbaubedarfs das erfolgreichste Konjunkturprogramm für Europa seit dem Marshall-Plan nach dem Zweiten Weltkrieg werden.

Fazit: Europas Aktienmärkte sind nicht unbedingt die Verlierer der Geschichte, im Gegenteil: Aus Sicht eines heimischen Anlegers bieten sie mittel- bis längerfristig ein attraktives Chance / Risiko – Verhältnis.

2026 KW16 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

Bei Anregungen und Feedback erreichen Sie uns gerne per email. Ihre Ansprechpartner sind:

Was ist diese Woche (KW16/2026) an den Börsen geschehen?

Nach den gescheiterten Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan stieg der Ölpreis zunächst wieder und die Aktienbörsen starteten mit negativer Tendenz in die neue Börsenwoche. Im Wochenverlauf setzte sich dann aber doch die Erwartung eines Kriegsendes durch, die am Freitag in der Erklärung des Iran gipfelte, die Straße von Hormus wieder für Handelsschiffe freizugeben. Viele Aktienindizes kletterten vor diesem Hintergrund über ihre Hochs vor Ausbruch des Krieges, darunter der MSCI Welt, der S&P-500 und der japanische Nikkei-225. Der Nasdaq-100 legte sogar +6,2 Prozent zu, verließ damit im laufenden Jahr die Verlustzone (+5,6 Prozent seit Jahresbeginn). Auch der DAX kam mit der Erholung dieser Woche um +3,8 Prozent gegenüber dem Jahresbeginn aus der Verlustzone heraus (+0,9 Prozent).

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag mit 44,32 Euro berechnet. Darin und in den nachfolgenden Performanceangaben sind die Kursgewinne vom Freitag in Höhe von über 120.000 Euro also noch nicht enthalten. Gegenüber dem Wert auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag ist das ein Anstieg um 0,18 Euro bzw. +0,4 Prozent und gegenüber dem Jahresbeginn (42,01 Euro) ein Plus von +5,5 Prozent. Der Aktienfondsdurchschnitt verbesserte sich in dieser Woche um +1,2 Prozentpunkte auf +3,6 Prozent seit Jahresbeginn. Über 12 Monate beträgt der Zuwachs beim ACC Alpha Anteilswert jetzt +24,9 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt +24,1 Prozent), über drei Jahre +44,5 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt +38,5 Prozent) und über fünf Jahre +41,6 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt +35,0 Prozent). Mit der zuletzt starken Performance der großen Nasdaq-Tech-Aktien ist unser Vorsprung kleiner geworden.

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also um einen Börsentag vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung ab (die ja auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag erfolgt).

Die breite Kurserholung in unserem Portfolio wurde in dieser Woche von Kontron angeführt: +12,1 Prozent (auf 21,98 Euro, Einstand 19,41 Euro). Hintergrund ist die Nachricht, dass Kontron moderne Cybersecurity-Lösungen für mehrere Institutionen in Mittel- und Osteuropa (CEE) liefern wird. Das Projekt hat ein Volumen von rund 20 Millionen Euro und wird in strategischer Partnerschaft mit Darktrace, einem weltweit führenden Anbieter KI-gestützter Cyberabwehr, umgesetzt. Der Vertrag markiert einen bedeutenden Meilenstein bei der Entwicklung zum Anbieter digitaler Sicherheitslösungen. Ein Großteil der im Rahmen des Projekts implementierten Technologien und Services wird gemeinsam mit Darktrace realisiert. Der Auftrag leistet einen Beitrag zum weiteren Ausbau wiederkehrender Umsätze im Cybersecurity-Geschäft von Kontron und unterstützt die langfristige Wachstumsstrategie des Unternehmens im Bereich Software und hochwertiger IoT-Lösungen. Russland ist im Rahmen seiner hybriden Angriffe auf Westeuropa jüngst nochmals aggressiver geworden. In den meisten westeuropäischen Ländern besteht nach wie vor hohes Nachholpotenzial bei Abwehrmaßnahmen, wovon Kontron mit seiner neuen Ausrichtung profitieren dürfte. Gegenüber unserer Kalkulation Ende 2024 müssen wir unsere Umsatzschätzung von gut 2 Mrd. Euro etwas nach unten revidieren. Das Überschreiten der Marke von zwei Milliarden Euro Umsatz erwarten wir jetzt erst für 2028. Stärker ist Gewicht fällt die Revision des geglätteten Gewinnwachstums (CAGR) von fast 15 Prozent auf gut 7 Prozent. Dies hat das Absinken des Profit Value von 33 auf knapp 22 Euro zufolge. Der Bottom Value sinkt nur von knapp 26 Euro auf 24 Euro. Der aktuelle Fair Value errechnet sich jetzt mit 22,79 Euro, also nah dem aktuellen Kurs. Die verbesserte Positionierung im Bereich Verteidigung und Sicherheit öffnet aber Spielraum nach oben. In der Projektion, wo der vergleichbar gerechnete Fair Value Ende 2024 nur bei 28 Euro lag, steigt er jetzt über 47 Euro.

Deutz erholten sich in dieser Woche um +10,4 Prozent (auf 10,64 Euro, Einstand 4,35 Euro). Der Kurs reagierte deutlich auf das optimistischere Szenario bezüglich der Straße von Hormus und der Weltkonjunktur. Auch Deutz hatten wir im Dezember 2024 analysiert und (damals bei einem Kurs von 4,02 Euro) eine krasse Unterbewertung mit über 100 Prozent Kurspotenzial festgestellt. Tatsächlich verdreifachte sich der Kurs bis Ende Februar dieses Jahres. Hier erfolgt im Rahmen unserer Revision der Daten jetzt eine leichte Anhebung der Zahlen: Der Buchwert steigt um gut einen Euro auf 7,22 Euro, die Umsatzerlöse fallen für die einzelnen Jahre durchweg etwas höher aus als vor anderthalb Jahren erwartet und der (Zeitpunkt bezogen vergleichbare) verdichtete EPS-Wert steigt von 0,81 auf 0,83 Euro. Das geglättete Gewinnwachstum (CAGR) errechnet sich jetzt mit 12 Prozent (statt 8,4 Prozent), womit wir das angemessene Gewinnvielfache (KGV) von 8,7 auf 10,5 und den Profit Value von 7,07 auf 8,74 Euro anheben. Der Bottom Value von jetzt 12,59 Euro ist 1,35 Euro höher als vor anderthalb Jahren. Der Fair Value liegt jetzt bei 10,50 Euro, was ziemlich genau dem aktuellen Börsenkurs entspricht. Die Projektion zeigt aber Kurspotenzial bis gut 18 Euro, womit Deutz gut haltenswert bleiben.

Aurubis, die in der Vorwoche schon um +16,8 Prozent auf neue Rekordhöhen gestiegen waren, setzten ihre Rallye in dieser Woche fort: +7,3 Prozent (auf 190,50 Euro, Einstand 82,38 Euro). Der Kupferpreis setzte seinen Anstieg auf über 13.000 Dollar pro Tonne fort. Umsatzerlöse und Nettogewinne wurden gegenüber früheren Bewertungen vor allem aufgrund des Superzyklus bei Kupfer angehoben. Von dem erreichten bzw. jetzt eingepreisten Niveau aus dürfte das Gewinnwachstum aber schwächer ausfallen, worunter der Profit Value leidet. Den Bottom Value berechnen wir aber jetzt mit 248 Euro. Und in der Projektion ergibt sich ein Fair Value von 219 Euro. Die Neubewertung von Aurubis hat zu mehr als einer Kursverdoppelung binnen eines Jahres geführt. Damit dürfte der größte Teil des Kurspotenzials aber auch erstmal ausgeschöpft sein.

Auch der Edelstahlhersteller Aperam profitierte weiter: Nach +16,7 Prozent in der Vorwoche in dieser Woche +7,3 Prozent (auf 42,48 Euro, Einstand 33,45 Euro). Damit ist der Kursrückgang infolge des Irankriegs fast aufgeholt. Unsere Fair Value Berechnung im Februar hatte 47,20 Euro ergeben.

Die in der Vorwoche verdoppelte Position in Sixt Vorzugsaktien (Zukauf von 800 Aktien zu 58,74 Euro) entwickelte sich ebenfalls überdurchschnittlich gut: +6,8 Prozent (auf 64,50 Euro, durchschnittlicher Einstandspreis 55,39 Euro).

Die Edelmetallpreise stiegen in der Hoffnung auf eine Befriedung der Golfregion, wovon unsere Edelmetall-Aktien profitieren, am deutlichsten in dieser Woche Valterra Platinum mit +7,7 Prozent (auf 73,85 GBP, Einstand 37,69 GBP).

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Die mögliche Öffnung der Straße von Hormus führte zu einem Rückgang des Ölpreises, was wiederum den Aktienkurs der Deutschen Rohstoff belastete. Der Aktienkurs sank auf Wochensicht um -11,7 Prozent (auf 82,70 Euro, Einstand 54,20 Euro). Weil die Deutsche Rohstoff AG die hohen Kurse bei Almonty nutzte, um ihre Beteiligung an dem Wolfram-Produzenten zu verkleinern, ist die Deutsche Rohstoff weniger als diversifizierter Rohstoffwert zu verstehen sondern noch stärker als US-amerikanische Ölförderer. Wir haben deshalb noch vor dem starken Kursrückgang am Freitag hohe Kursgewinne realisiert (siehe unten: Transaktionen).

Gegen den allgemeinen Markttrend gab es auch bei Orange einen Kursverlust: -4,5 Prozent (auf 17,14 Euro, Einstand 10,16 Euro). Nach Abschluss der 2026 eingeleiteten Due-Diligence-Prüfung haben Bouygues Telecom, Free-Groupe iliad und Orange ein neues Angebot unterbreitet zur Übernahme des französischen Telekomkonzerns SFR. Die Aufnahme der konkreten Verhandlungen mit Altice France löste den Kursrückgang aus. Das von Bouygues Telecom angeführte Konsortium erhöhte sein Angebot für den zum Altice-France-Konzern des Milliardärs Patrick Drahi gehörenden zweitgrößten Mobilfunkanbieter Frankreichs aus 20,35 Milliarden Euro. Dieses Angebot umfasst die Übernahme des Großteils der Vermögenswerte von Altice France SFR, jedoch nicht die Anteile an ACS/Intelcia, XP Fibre, UltraEdge und Altice Technical Services sowie die Aktivitäten von Altice France in den französischen Überseegebieten. Vorgesehen ist laut Mitteilung, dass Bouygues rund 42 Prozent der SFR-Vermögenswerte übernimmt, Iliad 31 Prozent und Orange 27 Prozent. Bouygues Telecom, Free-Groupe iliad und Orange haben sich auf folgende Aufteilung geeinigt: Das B2B-Geschäft und der entsprechende Kundenstamm würden von Bouygues Telecom übernommen; das B2C-Geschäft und die privaten Endkunden würden zwischen Bouygues Telecom, Free-Groupe iliad und Orange aufgeteilt. Auch die übrigen Vermögenswerte und Ressourcen, insbesondere Infrastruktur und Frequenzen, würden zwischen Bouygues Telecom, Free-Groupe iliad und Orange aufgeteilt, mit Ausnahme des Mobilfunknetzes von SFR in dünn besiedelten Gebieten, das von Bouygues Telecom übernommen würde. Während das bei Orange Kursverluste auslöste, zeigten sich die Aktie von Bouygues unbeeindruckt. Das Angebot liegt um rund zwanzig Prozent über der ursprünglichen Offerte von 17 Milliarden Euro, die Altice im Oktober abgelehnt hatte. Drahi hatte eine Bewertung von mehr als 20 Milliarden Euro angestrebt. Altice France hat dem Konsortium bis zum 15. Mai Exklusivität für den Abschluss der Transaktion eingeräumt. Der Deal würde den französischen Telekommarkt deutlich konsolidieren und die Zahl der großen Anbieter von vier auf drei reduzieren. Damit dürfte es zum Testfall für die Bereitschaft der Wettbewerbsbehörden für eine weitere Konzentration in dem Sektor werden. Zudem bedarf die Transaktion der vorherigen Konsultation der zuständigen Arbeitnehmervertretungen. Anschließend sind die erforderlichen Genehmigungen der zuständigen Behörden, insbesondere im Bereich der Fusionskontrolle, erforderlich. Deshalb ist zum jetzigen Zeitpunkt unsicher, ob die Übernahme und Aufteilung zustande kommen wird.

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Wir haben in dieser Woche mehrere Veränderungen an unserem Aktienportfolio veranlasst: eine Teilgewinnmitnahme, mehrere Zukäufe, aber auch mehrere Neuaufnahmen.

Nachdem wir unsere Position in Sixt Vorzügen bereits in der Vorwoche vergrößert hatten, haben wir nun auch unsere kleine Position in Sixt Stammaktien verdoppelt: Der Zukauf von 500 Stammaktien erfolgte zu 74,21 Euro. Dadurch ist diese Position auf 1.000 Aktien zu einem Einstand von durchschnittlich 69,83 Euro gewachsen. Wir halten die Kursschwäche bei Sixt seit Mitte vergangenen Jahres für übertrieben. Die Stammaktie hat eine starke Unterstützung bei rund 60 Euro erlebt und hat von dort einen noch jungen Aufwärtstrend begonnen.

Ebenfalls aufgrund eines Kaufsignals haben wir unsere Position in SCOR vergrößert. Die Aktie des französischen Versicherungskonzerns stieg auf neue Mehr-Jahres-Hochs, womit sich im besten Fall der Beginn einer u.E. überfälligen Neubewertung abzeichnet. Wir haben 1.000 SCOR in Paris zu 32,78 Euro zugekauft und damit den durchschnittlichen Einstandskurs unserer jetzt 5.000 SCOR-Aktien leicht auf 27,14 Euro erhöht.

Aufgestockt haben wir auch unsere Position in Medios: Wir haben 3.000 Aktien zu 13,135 Euro zugekauft und damit unsere Position auf 10.000 Stück vergrößert. Den Kursrückgang halten wir für übertrieben. Der Geschäftsbericht 2025 wurde negativ aufgenommen. Eher zurückhaltende Töne darin dürften sich relativieren, weil hier ein neuer Vorstand über ein Geschäftsjahr berichtet hat, dass er noch nicht zu verantworten hatte. Das neue Vorstandsteam kann in den kommenden Monaten die Kapitalmarktkommunikation professioneller gestalten und damit einen Grund für die Kursschwäche beseitigen. 2025 stieg der Konzernumsatz von Medios um 10,4 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro. Das bereinigte EBITDA (pre) erhöhte sich überproportional um 17,8 Prozent auf 93,1 Mio. Euro. Die EBITDA-pre-Marge verbesserte sich von 4,2 Prozent auf 4,5 Prozent. Das um Working-Capital-Effekte bereinigte Brutto-Cashflow-Wachstum lag bei +26 Prozent. Es gibt einen bemerkenswerten Unterschied zwischen dem berichteten und bereinigten Ergebnis je Aktie (EPS): Das berichtete EPS lag bei 0,61 Euro, das bereinigte EPS bei 1,94 Euro. Das berichtete EPS wurde durch nicht-operative Sondereffekte verzerrt, unter anderem durch eine IFRS-bedingte Aufwertung von Put-Optionsverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Ceban-Beteiligung um 9,1 Mio. Euro. Der Effekt daraus wird erst 2027 cash-wirksam und ist im Kern sogar Ausdruck eines stärker als erwarteten Geschäftsverlaufs bei Ceban. Das bereinigte EPS schließt insbesondere PPA-Abschreibungen aus, die sich nach IFRS ausschließlich infolge von vergangenen Zukäufen ergeben. Da ihnen kein Cash-Abfluss gegenübersteht und es ein rein buchhalterischer Effekt ist, kann man die Bereinigung als sachgerecht betrachten. PPA-Abschreibungen („Purchase Price Allocation“) entstehen, um beim Kauf von anderen Unternehmen aufgedeckte stille Reserven und immaterielle Vermögenswerte (z.B. Marken, Kundenlisten) wieder abzuschreiben, nachdem diese beim Kauf eines Unternehmens aktiviert wurden. PPA-Abschreibungen reduzieren den Konzernjahresüberschuss, haben aber meist keinen Einfluss auf den operativen Cashflow. Mit dem bereinigten EPS liegt das KGV für 2025 bei lediglich 6,6. Für das laufende Jahr prognostiziert Medios Umsatzerlöse von 2,0 bis 2,12 Mrd. Euro und ein EBITDA pre von 94 bis 102 Mio. Euro. Auf Basis der Prognosemitte ergäbe sich eine weitere Margenverbesserung auf 4,8 Prozent und ein mittleres einstelliges organisches EBITDA-pre-Wachstum. Würde Medios nicht mehr wachsen und den gesamten Free Cashflow in Aktienrückkäufe investieren, wären rechnerisch (bei unverändertem Aktienkurs) in weniger als sechs Jahren sämtliche Aktien zurückgekauft. Vergleichbare Unternehmen im Ausland werden deutlich höher bewertet. Würde sich die Bewertung von Medios auf dieses Niveau anpassen, ergäbe sich ein Aktienkurs von rund 30 Euro – mehr als das Doppelte des heutigen Kurses. Der neue CEO Thomas Meier ist von der ebenfalls börsennotierten schweizerischen Bachem Holding an die Spitze von Medios gewechselt. Dort gelang während seiner CEO-Tätigkeit von Anfang 2020 bis Ende 2025 eine starke Steigerung des Gewinns je Aktie. In dieser Woche startete zudem Stefan Bauerreis als neuer CFO bei Medios. Er bringt langjährige Erfahrung als CFO von Stabilus sowie aus leitenden Finanzfunktionen bei der Schaeffler-Gruppe mit. Zusammen mit den bestehenden beiden Vorständen, Christoph Prusseit und Constantijn van Rietschoten, sollte das neue Team gut aufgestellt sein. Ein weiteres Aktienrückkaufprogramm erscheint angesichts der robusten Bilanz gut möglich und sinnvoll.

Wieder in unser Portfolio aufgenommen haben wir die Aktien von DFDS, dem größten integrierten Transport- und Logistikunternehmen in Nordeuropa mit starkem Angebot an Fährverbindungen. DFDS ist im Kern eine dänische Reederei, gegründet 1866, mit Hauptsitz in Kopenhagen. Das Unternehmen betreibt ein umfangreiches Netzwerk an Fährverbindungen für Fracht und Passagiere in Europa (Nordsee, Ostsee, Ärmelkanal, Mittelmeer) sowie integrierte Logistiklösungen. DFDS betreibt eine der weltweit größten Flotten. Das Segment Fähren bietet Transportdienste für Fracht und Passagiere, maßgeschneiderte Branchenlösungen und Hafenterminal-Services. In der Logistik-Sparte werden auch Transportlösungen für Komplett- und Teilladungen sowohl in klimatisierten als auch in temperaturgeführten Trailern angeboten. Weitere Leistungen sind Lager- und Cross-Docking-Dienste, Frachtmanagementverträge und Just-in-Time-/Sequenzlieferungen. Als DFDS in dieser Woche seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2026 nach den besser als erwarteten Ergebnissen im ersten Quartal angehoben hat, sprang der Kurs nach oben und erzeigte damit das von uns erwartete Kaufsignal. Wir haben darauf 2.200 DFDS-Aktien in Kopenhagen zu 148 DKK gekauft. Das Unternehmen erwartet nun für 2026 ein EBIT zwischen 1.000 Mio. DKK und 1.400 Mio. DKK, gegenüber der vorherigen Spanne von 800 bis 1.100 Mio. DKK. Die Anhebung spiegelt die positiven Fortschritte bei fünf der sechs wichtigsten operativen Wendepunkte wider, wobei das Mittelmeer-Fährnetz den größten positiven Beitrag leistete. Die verbesserte Prognose wird durch die anhaltend positive Entwicklung des Verkehrsaufkommens im März gestützt. Das gesamte Frachtvolumen erreichte 3,919 Millionen Lademeter, ein Anstieg von 4,2 Prozent gegenüber März 2025 (bzw. um 3,0 Prozent, wenn man Routenänderungen berücksichtigt). Besonders deutlich war das Wachstum auf den Routen zwischen dem Kontinent und Großbritannien, der Straße von Dover, der Ostsee und der Straße von Gibraltar. Die Passagierzahlen stiegen ebenfalls deutlich an: Im März wurden 269.000 Passagiere befördert – ein bereinigter Anstieg von 11,3 Prozent, der hauptsächlich auf das höhere Passagieraufkommen in der Straße von Dover zurückzuführen ist. Im März wirkten sich die stark gestiegenen Ölpreise und die Preisdifferenz zwischen schwefelarmem und schwefelreichem Treibstoff vorübergehend negativ auf das Ergebnis aus. DFDS geht jedoch davon aus, dass sich dies im zweiten Quartal in einen positiven Effekt umkehren wird. Der verbesserte Ausblick signalisiert Vertrauen in die strategischen Initiativen des Konzerns und wurde von der Börse sehr positiv aufgenommen. DFDS wird seinen vollständigen Zwischenbericht für das erste Quartal 2026 am 5. Mai 2026 veröffentlichen.

Erstmals in unser Portfolio aufgenommen haben wir Fuchs, zuvor Fuchs Petrolub. Fuchs gehört zu den Weltmarktführern bei den unabhängigen Produzenten und Lieferanten von Schmierstoffen und verwandten Spezialprodukten. Das Angebotsspektrum umfasst mehrere tausend Produkte für alle Lebensbereiche und Industrien. Das Kundenportfolio ist entsprechend breit und reicht vom Bergbau, der Stahlindustrie und der Landwirtschaft über die Fahrzeugindustrie, das Verkehrswesen, dem Maschinenbau und der Pharmaindustrie bis hin zum Haushaltsbereich und dem Handel für Motorenöle. Die Holding steuert mehrere Dutzend operativ tätige Gesellschaften auf allen Kontinenten. Die wichtigsten Absatzregionen sind Europa, Asien und Nordamerika. Das Unternehmen zeichnet sich durch seine Fähigkeit aus, seine Dividendenzahlungen an Aktionäre stetig zu erhöhen. Mit einer Kursrallye zwischen 2010 und 2014 wurde die Aktie damals recht teuer. Rechnerisch besteht zwar auch jetzt keine Unterbewertung. Nach dem Kursrückgang auf das tiefste Niveau seit 2022 im März und einer darauf begonnenen Kurserholung dürfte ein Investment in Fuchs-Aktien aber ein attraktives Chance/Risiko-Verhältnis bieten. Wir haben 2.000 Aktien zu 31,6245 Euro erworben.

Im Gegensatz zu Fuchs zeichnen sich einige italienische Nebenwerte durch eine klare fundamentale Unterbewertung aus. Leider sind die gehandelten Stückzahlen sogar an der Heimatbörse Mailand gering. Wir haben mit dem Aufbau einer Position in IRCE begonnen. IRCE SpA ist ein in Italien ansässiger Kabelhersteller. Die Aktivitäten des Unternehmens gliedern sich in zwei Segmente, Wickeldrähte und Kabel. Zu den Produkten der Sparte „Winding Wires“ gehören Wickeldrähte, die bei der Herstellung von Elektromotoren, Generatoren, Transformatoren, Relais und Solenoiden verwendet werden. Das Segment Kabel umfasst Energie- und Datenkabel für den Bausektor und für elektrische Geräte. Das Unternehmen betreibt Fabriken in Italien, in den Gemeinden Imola, Guglionesi, Umbertide und Miradolo Terme, in den Niederlanden, in Großbritannien, Brasilien, Indien und Deutschland. Über seine Tochtergesellschaften ist das Unternehmen auch im Vertrieb seiner Produkte tätig. Zu den Tochtergesellschaften des Unternehmens gehören Isomet AG, Smit Draad Nijmegen BV, FD Sims Ltd, Isolveco Srl, DMG GmbH, IRCE SL, IRCE Ltda, ISODRA Gmbh, Stable Magnet Wire P Ltd und IRCE Kablo Ve Tel Ltd. Der kleine Konzern kommt auf knapp 400 Mio. Euro Jahresumsatzerlöse, davon gut 300 Mio. Euro mit „Winding Wires“, wird an der Börse aber nur mit 62,5 Mio. Euro bewertet. Wir konnten erst 1.616 Aktien in Mailand zu 2,20 Euro kaufen, beabsichtigen aber, diese Position auszubauen.

Wir haben die hohen und schnellen Kursgewinne bei der Deutschen Rohstoff AG genutzt, um einen Großteil des Gewinns zu realisieren: Wir haben 500 Aktien noch zu 93,09 Euro verkauft, was gegenüber unserem Einstand zu 54,20 Euro aus dem Oktober vergangenen Jahres einen realisierten Kursgewinn von 71,7 Prozent bedeutet. Eine kleine Position von 500 Deutschen Rohstoff halten wir noch.

Wie hoch ist die Barreserve?

Das Euro-Kontoguthaben wurde in dieser Woche für zahlreiche Aktienkäufe genutzt (siehe oben), die dem Konto erst teilweise belastet wurden. Zwischenstand: 663.617 Euro, Anteil am Fondsvermögen 9,4 Prozent. Unsere Fremdwährungsguthaben sind in dieser Woche gesunken, weil wir das Guthaben in dänischen Kronen genutzt haben, um die Aktien der dänischen Reederei DFDS zu kaufen. Größter Posten auf den Fremdwährungsguthaben sind jetzt 65.734 kanadische Dollar, die aktuell 40.725 Euro wert sind. Zusammen mit Restpositionen vor allem in US-Dollar und Schweizer Franken kommen die Fremdwährungsguthaben auf 48.176 Euro bzw. 0,7 Prozent vom Fondsvermögen. Zusammen mit dem Euro-Konto belaufen sich die Bankguthaben jetzt auf 711.803 Euro bzw. 10,05 Prozent des Fondsvermögens (Barreserve). Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche durch einen Nettomittelabfluss um 390 Anteile auf jetzt 159.430 Anteile gesunken. Das Fondsvermögen ist durch die Kursgewinne in dieser Woche aber leicht gewachsen auf 7.079.960 Euro.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

Eskalation oder Befriedung im Nahen und Mittleren Osten? Ist die Straße von Hormus offen oder blockiert? Solange Trump im Weißen Haus sitzt, bleibt es wohl unmöglich, seine Anlagestrategie an der geopolitischen Situation auszurichten. Es sei denn, man wüsste vorher, was Trump postet. An einer Reihe von Börsen wurden auffällige Marktbewegungen festgestellt. Verdacht auf Insiderhandel. Auch wenn die Spuren in das Weiße Haus führen, kennt man weder die Täter noch das Ausmaß der Bereicherung. Ermittlungen und Strafverfolgung machen auch keinen Sinn, wenn Trump sich selbst und andere Insider begnadigen darf. Aber es gibt auch belastbare Daten: Laut einer Analyse des Editorial Boards der New York Times hat Trump seit seiner Wiederwahl mindestens 1,4 Milliarden US-Dollar durch sein Amt eingenommen – basierend auf öffentlich zugänglichen Informationen. Den Löw

2026 KW15 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

Bei Anregungen und Feedback erreichen Sie uns gerne per email. Ihre Ansprechpartner sind:

Was ist diese Woche (KW15/2026) an den Börsen geschehen?

Die Verkündung eines Waffenstillstands im Irankrieg löste starke Gegenreaktionen der Märkte aus: Ölpreis runter, Aktienkurse rauf. Allerdings wurde schnell deutlich, dass sich keine Seite an die Bedingungen der anderen Seite hielt. So stützte sich die Stabilisierung der Aktienmärkte auf Hoffnungen, der Irankrieg und der russische Krieg gegen die Ukraine könnten durch bevorstehende Gespräche befriedet werden. Im Wochenverlauf fiel der Ölpreis unter 100 Dollar pro Barrel. Der Dow Jones erholte sich auf Wochensicht um +3,0 Prozent, der Nasdaq-100 um +4,5 Prozent. Beide Indizes liegen damit noch knapp unter den Werten vom Jahresbeginn. Der Euro-STOXX-50 erholte sich in dieser Woche um +4,1 Prozent und kehrte damit im laufenden Jahr +2,3 Prozent in die Gewinnzone zurück. Der DAX stieg vor allem wegen der anhaltenden Schwäche des Indexschwergewichts SAP nur um +2,7 Prozent und liegt damit im laufenden Jahr noch -2,8 Prozent in der Verlustzone.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag mit 44,14 Euro berechnet. Gegenüber dem Wert auf Basis der Schlusskurse vom Mittwoch der Vorwoche ist das ein Anstieg um 1,31 Euro bzw. +3,1 Prozent und gegenüber dem Jahresbeginn (42,01 Euro) ein Plus von +5,1 Prozent, während der Aktienfondsdurchschnitt erst die Verlustzone verließ und mit +2,4 Prozent knapp die Hälfte unserer Performance schaffte. Über 12 Monate steigt der Zuwachs beim ACC Alpha Anteilswert auf jetzt +30,0 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt +23,9 Prozent), über drei Jahre auf +46,4 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt +37,8 Prozent) und über fünf Jahre auf +41,8 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt +34,3 Prozent).

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also um einen Börsentag vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung ab (die ja auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag erfolgt).

Aurubis stiegen in dieser Woche um +16,8 Prozent auf neue Rekordhöhen (177,60 Euro, Einstand 82,38 Euro), nachdem Warburg Research zum Kauf der Papiere des Kupferkonzerns geraten hatte. Der Kupferpreis, der bis in die zweite Märzhälfte hinein aus Sorge um die Weltkonjunktur am Terminmarkt unter 12.000 Dollar pro Tonne gesunken war, setzte seine Erholung auf rund 12.500 Dollar fort. Warburg Research rechnet damit, dass die Entwicklung bei Metallen die Gewinne antreibe. Zudem passe Aurubis gut ins Thema europäische Souveränität mit ihrem Zugang zu strategischen Ressourcen durch Recycling.

Auch der Edelstahlhersteller Aperam profitierte von diesem Thema (+16,7 Prozent auf 40,08 Euro, Einstand 33,45 Euro).

Die Aktie des Maschinenbauers Dürr erholte sich um +12,0 Prozent (auf 21,45 Euro, Einstand 22,88 Euro), nachdem die Aktie in der ersten Märzhälfte stark unter den Sorgen um die weltweite Energiekrise gelitten hatte. Nach der Ankündigung einer Dividendenerhöhung drehte die Kursentwicklung in der zweiten Märzhälfte nach oben. Dürr will seine Aktionäre am Erfolg des Unternehmens im vergangenen Jahr teilhaben lassen und die Dividende auf 0,80 Euro je Aktie und damit um 14 Prozent erhöhen.

Eine positive Branchenstudie der Citigroup zu europäischen Banken begünstigte die Kurserholung vor allem bei der Société Générale (+11,2 Prozent auf 71,40 Euro, Einstand 24,73 Euro). Der Citigroup-Analyst äußerte sich optimistisch für die Branche, die einige der wenigen sei, in der die Ergebnisprognosen noch anstiegen. Wesentlich dafür seien die Ertragsaussichten, aber in einigen Fällen auch bessere Kostenkontrolle. Als Favoriten wurde neben den beiden britischen Instituten HSBC und NatWest ausdrücklich Société Générale als kontinentaleuropäische Empfehlung genannt.

Die Aktien der Deutschen Bank (+7,9 Prozent auf 27,71 Euro, Einstand 8,54 Euro) werden in der Studie jetzt mit „Neutral“ eingestuft. Damit wurde eine bisherige Verkaufsempfehlung aufgehoben.

Die im Laufe des Kriegs geänderten Zinserwartungen sieht der Citigroup-Analyst positiv. Inzwischen werde am Markt bereits mit zwei Leitzinserhöhungen der Europäischen Zentralbank in diesem Jahr gerechnet, was die Zinsergebnisse der Geldinstitute stütze. Einen weiteren positiven Beitrag könnte die Künstliche Intelligenz durch ihren Einfluss auf Kosten und Produktivität leisten.

Nach durchweg prozentual zweistelligen Kursgewinnen in der Vorwoche (siehe Vorwochenbericht) setzten alle 6 Edelmetall-Aktien in unserem Portfolio den Kursanstieg in dieser Woche mit prozentual einstelligen Kursgewinnen fort. Ihr Anteil am Fondsvermögen zusammen ist damit auf jetzt 17,9 Prozent gestiegen.

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Bei der Beteiligungsgesellschaft Mutares drückt weiterhin die bevorstehende Kapitalerhöhung auf den Aktienkurs: Nach -12,9 Prozent in der Vorwoche nun -5,9 Prozent (auf 25,25 Euro, Einstand 28,86 Euro). Geplant ist die Ausgabe von insgesamt knapp 4,3 Millionen Aktien für bis zu 105 Millionen Euro. Das Grundkapital der Gesellschaft soll dazu um ein Fünftel wachsen. Bisherige Aktionäre (wie der Fonds) können deshalb für je fünf Aktien eine junge Aktie zu 24,50 Euro beziehen. Rund 1,1 Millionen neue Aktien hat Mutares bereits bei institutionellen Investoren untergebracht. Das Volumen lag bei 26,4 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit. Das Orderbuch sei fast dreifach überzeichnet gewesen. Der Platzierungspreis wurde auf 24,50 Euro je neuer Aktie festgelegt, was dem Bezugspreis für die Bezugstranche von rund 3,2 Millionen neuen Aktien entspricht. Rund 80 Prozent der Erlöse aus der Kapitalerhöhung will Mutares für die Expansion in den USA und der Erschließung neuer Geschäftsmöglichkeiten in ganz Europa verwenden. Rund ein Fünftel des zufließenden Kapitals soll das Eigenkapital in der Bilanz des Unternehmens stärken. Mutares rechnet für das zweite Quartal mit deutlich mehr Transaktionen. Die Pipeline auf der Verkaufs- als auch auf der Akquisitionsseite befinde sich in einem fortgeschrittenen Stadium und solle maßgeblich zum Umsatz- und Ergebniswachstum beitragen, hatte Mutares schon vor rund zwei Wochen mitgeteilt. Jetzt gab Mutares die Übernahme von zwei Automobilzulieferunternehmen von Magna-Konzern, einem der weltweit führenden Automobilzulieferer, bekannt. Der Abschluss der Transaktionen wird vorbehaltlich der üblichen behördlichen Genehmigungen für das zweite Quartal 2026 erwartet. Die Amaneos Group, Teil von Mutares, soll durch das europäische Automobilbeleuchtungsgeschäft von Magna strategisch gestärkt werden. Das Geschäft mit einem Umsatz 2025 in Höhe von rund 235 Mio. USD dient als transformatives Add-on für die Light Mobility Solutions GmbH (LMS). Die Übernahme erweitert die Kompetenzen der Gruppe durch die Kombination von Außenmodulen mit fortschrittlichen Beleuchtungstechnologien und schafft so eine vollständig integrierte Plattform für Außensysteme. Durch die Integration von Beleuchtungssystemen in Außenverkleidungen verbessert die Gruppe die Produktdifferenzierung, steigert die Wertschöpfung pro Fahrzeugplattform und stärkt ihre Position als Komplettanbieter für OEMs. Parallel dazu hat Mutares eine Vereinbarung zur Übernahme des Geschäftsbereichs Car-Top-Systeme von Magna unterzeichnet. Das Geschäft, das im Jahr 2025 ein Umsatz von rund 85 Mio. USD erzielt haben dürfte, wird die HiLo Group und ihre Kompetenzen im Bereich Dach- und Exterieursysteme ergänzen und stärken, indem es das bestehende Know-how in Scharnieren und Verriegelungssystemen mit fortschrittlichen Dacharchitekturen und -mechanismen kombiniert. Dadurch entsteht eine sich hervorragend ergänzende Plattform, die das Angebot integrierter Dach- und Exterieursystemlösungen ermöglicht und die Systemtiefe sowie das Wertschöpfungspotenzial erhöht. Diese Akquisitionen stehen im Einklang mit dem aktuellen strategischen Plan von Mutares, das strukturelle Wachstum ihres Portfolios zu beschleunigen. Der Schwerpunkt liegt dabei insbesondere auf einer raschen Expansion auf dem dynamischen US-Markt und in Europa sowie auf bedeutenden Veräußerungsprozessen.

Im laufenden Jahr soll der Mutares-Konzernumsatz auf 7,9 bis 9,1 Milliarden Euro zulegen und der für die Aktionäre maßgebliche Jahresüberschuss der Mutares-Holding bei 165 bis 200 Millionen Euro liegen. Bis 2030 peilt Mutares ein Wachstum pro Jahr von einem Viertel beim Konzernumsatz und beim Holding-Nettoergebnis an. Im abgelaufenen Geschäftsjahr profitierte Mutares vom Portfolioumbau und dem Verkauf von Beteiligungen, vor allem des vollständigen Ausstiegs beim österreichischen Motorenhersteller Steyr. Die Erlöse stiegen auf Basis vorläufiger Zahlen auf 6,5 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte deutlich auf 733,5 Millionen Euro. Unter dem Strich verzeichnete Mutares einen Holding-Gewinn von 130,4 Millionen Euro. Die endgültigen Zahlen für 2025 will Mutares mit dem Geschäftsbericht in der letzten Aprilwoche veröffentlichen.

Die Aktien der Deutschen Rohstoff verloren wegen des zurückkommenden Ölpreises in dieser Woche -4,9 Prozent (auf 93,60 Euro, Einstand 54,20 Euro). Die Marktkapitalisierung von Almonty Industries stieg unterdessen wieder auf 4,70 Mrd. USD. Der Anteil, den die Deutsche Rohstoff AG hält, von knapp 8 Prozent hat somit einen aktuellen Kurswert von rund 370 Mio. US-Dollar bzw. 315 Mio. Euro. Dies deckt rechnerisch weiterhin rund 70 Prozent des aktuellen Börsenwertes der Deutschen Rohstoff AG.

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Wir haben unsere kleine Position in Sixt Vorzugsaktien durch den Zukauf von 800 Stück verdoppelt. Grund ist die Unterbewertung der Aktie, die zuletzt mit ihrer relativen Stärke ein Kaufsignal gab. Der Zukauf der 800 Aktien erfolgte zu 58,7375 Euro. Unser Einstieg war im Dezember zu nur 52,05 Euro erfolgt. Durch den Zukauf steigt der durchschnittliche Einstandspreis auf 55,39 Euro. Zusammen mit der kleineren Position in (500) Sixt Stammaktien beläuft sich die Größe der Sixt-Position jetzt auf 1,8 Prozent vom Fondsvermögen.

Wie hoch ist die Barreserve?

Das Euro-Kontoguthaben ist durch den Sixt-Zukauf auf 755.533 Euro gesenkt worden, der Anteil am Fondsvermögen von 11,8 auf 10,7 Prozent.

OceanaGold zahlte die Quartalsdividende von 0,09 USD pro Aktie, zusammen für unsere 4.000 Aktien 360 USD. Nach Abzug der Quellensteuer wurden unserem US-Dollar-Konto 306 USD gutgeschrieben. Bei 4 Quartalsdividenden in der jetzigen Höhe werden in diesem Jahr 0,36 US-Dollar Dividende pro Aktie erreicht, beim jetzigen Wechselkurs zwischen US- und Kanada-Dollar von 0,72 USD/CAD sind das 0,50 CAD. Dies entspricht im Verhältnis zu unserem Einstandskurs 36,41 CAD einer Dividendenrendite von 1,4 Prozent. Das Guthaben auf unserem US-Dollar-Konto ist dadurch auf 3.956 USD gestiegen. OceanaGold gab in dieser Woche bekannt, dass die Stammaktien des Unternehmens jetzt auch an der New Yorker Stock Exchange („NYSE“) gehandelt werden. Bislang konnten US-Anleger die Aktie an US-Handelsplätzen im Freiverkehr handeln. Heimatbörse bleibt die kanadische Toronto Stock Exchange („TSX“).

Unsere Fremdwährungsguthaben sind in dieser Woche durch die Dividendeneinnahme weiter leicht gestiegen auf zusammen in Euro umgerechnet jetzt 87.909 Euro (Anteil am Fondsvermögen 1,2 Prozent). Zusammen mit dem Euro-Konto belaufen sich die Bankguthaben jetzt auf 843.442 Euro. Damit entfallen aktuell 11,9 Prozent des Fondsvermögens auf die Barreserve. Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche durch einen kleinen Nettomittelzufluss um 8 Anteile auf jetzt 159.820 Anteile gestiegen. Das Fondsvermögen ist vor allem durch die Kursgewinne in dieser Woche um rund 200.000 Euro auf 7.067.927 Euro gestiegen.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

Ein Kollege aus der Wertpapier-Branche hatte mir schon vor längerem erzählt, er habe zur Altersvorsorge SAP-Aktien gekauft: „Kaufen und liegen lassen.“ Das verspreche bei SAP auf lange Sicht mehr Erfolg als ein DAX-ETF oder ein aktiv gemanagter Fonds.

Schon vor 6 Wochen haben wir in einem „Special“ uns an dieser Stelle mit dem „AI Scare Trade“ beschäftigt: Insbesondere Software-Aktien leiden schon seit dem vergangenen Jahr stark unter der Befürchtung, ihre Geschäftsmodelle könnten durch Künstliche Intelligenz gefährdet sein. Während viele Fondsmanager darin eine Übertreibung sahen, verstärkte sich diese Sorge zuletzt wieder und Software-Aktien setzten ihre Talfahrt fort. In Deutschland sank der Aktienkurs des DAX-Schwergewichts SAP auf den tiefsten Stand seit Anfang 2024. SAP-Chef Christian Klein befeuerte die Sorgen mit einem Interview in der „Financial Times“. Marktbeobachter bewerten seine Aussagen als Hinweis darauf, dass das bisherige Geschäftsmodell gefährdet erscheint. Seit dem Rekordhoch bei gut 283 Euro im Februar 2025 hat sich der Wert von SAP in etwa halbiert. Der Abwärtstrend ist bislang intakt – ebenso bei den Aktien großer US-Software-Konzerne wie Salesforce oder ServiceNow. Wir haben trotz des starken Kursrückgangs aus Bewertungsgründen nicht in Software-Aktien investiert, was sich als richtig erwiesen hat. Tatsächlich mag der Kursrückgang bereits Befürchtungen einpreisen, die sich in der Realität nicht so schnell in fallenden Umsätzen und Gewinnen niederschlagen. Besser als befürchtete Geschäftsergebnisse könnten also irgendwann auch eine zumindest stückweise Erholung von Software-Aktien auslösen. Andererseits ist aber sogar die beobachtete Kurshalbierung noch wenig, wenn Geschäftsmodelle insgesamt existenzgefährdet sind. Zumindest ist die Underperformance der Software-Aktien wieder ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass es keine sicheren „Anker-Aktien“ gibt, die man einfach kaufen und unbeobachtet liege lassen sollte. Zumindest hoffe ich für den Kollegen, dass seine Altersvorsorge nicht nur aus SAP-Aktien besteht.

2026 KW14 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

Bei Anregungen und Feedback erreichen Sie uns gerne per email. Ihre Ansprechpartner sind:

Was ist diese Woche (KW14/2026) an den Börsen geschehen?

Die mit Hoffnungen auf ein Ende des Irankriegs erwartete Rede von US-Präsident Trump wurde von den Kapitalmärkten als „Nullnummer“ bewertet. Begünstigt wurde die Kurserholung an den Aktienmärkten von der erklärten Absicht des Iran, die Straße von Hormus kontrolliert zu öffnen. Die Zahl der Schiffspassagen stieg auf 27 in zwei Tagen, was allerdings nur ein Bruchteil des Vor-Kriegs-Niveaus ist. Der Dow Jones beendete die vor Ostern verkürzte Handelswoche mit einer Erholung um +3,0 Prozent, womit sich der Verlust im laufenden Jahr auf -3,2 Prozent fast halbierte. Der Nasdaq-100 erholte sich sogar um +3,9 Prozent, liegt im laufenden Jahr aber noch -4,8 Prozent im Minus. Auch der DAX erholte sich ebenfalls um +3,9 Prozent, steht damit aber noch -5,4 Prozent tiefer als bei Jahresbeginn.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Mittwoch mit 42,83 Euro berechnet. Gegenüber dem Wert auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag der Vorwoche ist das ein Anstieg um 1,20 Euro bzw. +2,9 Prozent und gegenüber dem Jahresbeginn (42,01 Euro) ein Plus von +2,0 Prozent, während der Aktienfondsdurchschnitt -0,7 Prozent in der Verlustzone liegt. Über 12 Monate steigt der Zuwachs beim ACC Alpha Anteilswert auf jetzt +16,7 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt nur +9,4 Prozent), über drei Jahre auf +40,8 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt +32,5 Prozent) und über fünf Jahre auf +39,5 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt +31,3 Prozent).

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Donnerstag, weichen also um einen Börsentag vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung ab (die ja diesmal auf Basis der Schlusskurse vom Mittwoch erfolgt).

Die Erholung unseres Anteilswertes wurde vor allem von unseren Edelmetall-Aktien angetrieben. Der Goldpreis stabilisierte sich in der Woche vor Ostern um +4,0 Prozent, Silber +4,7 Prozent und Platin +6,5 Prozent (jeweils in US-Dollar). Vor diesem Hintergrund gewannen ausnahmslos alle unsere 6 Edelmetall-Aktien überproportional, nämlich zwischen +12,8 und +18,1 Prozent:

Wochengewinner ist Coeur Mining: +18,1 Prozent (auf 19,09 USD; Einstand 22,73 USD). Die Aktie ist vor dem Hintergrund der erfolgten Übernahme von New Gold und schwankender Edelmetallpreise sehr volatil. Die Übernahme von New Gold wurde am 20. März abgeschlossen. Damit wechselt auch der Schuldner der von New Gold ausgegebenen Anleihen im Volumen von 400 Millionen US-Dollar. Coeur Mining bietet einen Tausch in eine neue Anleihe an und müsste Anleiheinhaber, die nicht tauschen, aufgrund der üblichen Change-of-Control-Klausel auszahlen. Die Refinanzierung ist durch eine neue revolvierende Kreditlinie über eine Milliarde US-Dollar gesichert, mehr als doppelt so viel wie die bisherige Fazilität von 400 Mio. USD. Operativ hat sich das Unternehmen durch die New Gold-Übernahme erheblich vergrößert: Für 2026 plant Coeur eine Produktion von 680.000 bis 815.000 Unzen Gold, 18,7 bis 21,9 Millionen Unzen Silber sowie 50 bis 65 Millionen Pfund Kupfer. Darin sind die Beiträge aus den zwei neuen Goldminen in Kanada, „New Afton“ und „Rainy River“, anteilig (mit 9 Monaten) enthalten. Um die Aktionäre teilhaben zu lassen, genehmigte der Vorstand ein um den Faktor 10 vergrößertes Aktienrückkaufprogramm über 750 Millionen US-Dollar sowie erstmals Dividendenzahlungen. Geplant ist eine halbjährliche Dividende von 0,02 US-Dollar je Aktie, erstmals fällig im Juni. Die Ergebnisse des ersten Quartals 2026 werden erst im Mai und Juni veröffentlicht. Analysten rechnen mit 815 Mio. USD Umsatzerlösen und 0,51 US-Dollar Gewinn pro Aktie (EPS). Im vierten Quartal 2025 waren es nur 0,35 USD EPS, weniger als im Analystendurchschnitt von 0,43 USD erwartet. Passend zur hohen Volatilität der Aktie gehen auch die Analystenempfehlungen stark auseinander: ATB Cormark Capital Markets hob Coeur Ende März auf „Moderate Buy“ bzw. „Outperform“ an, RBC Capital hob das Ziel auf 26 US-Dollar bei der Einstufung „Outperform“. BMO Capital nennt 27 US-Dollar als Kursziel, ebenfalls mit „Outperform“ und Roth MKM sogar 29 US-Dollar. Roth Capital behielt sein Kaufvotum bei, senkte aber das Kursziel mit Verweis auf gesunkene Gold- und Silberpreise von 29 auf 24 US-Dollar. Und Zacks Research stufte die Aktie gerade sogar von „Hold“ auf „Strong Sell“ herab. Tatsächlich sind die aktuellen Risiken „auf beiden Seiten der Bilanz“ höher als bei anderen Minenbetreibern: Im Aktivgeschäft muss die Integration des nun sieben Minen umfassenden Portfolios und der Ausbau der Rochester Mine in Nevada bewältigt werden, und bei der Mittelherkunft muss sich entscheiden, in welchem Umfang das Anleihe-Umtausch-Angebot angenommen wird. Die Finanzierung über die Banken-Kreditlinie ist für Coeur teurer. Im Branchenvergleich hat Coeur aber eher eine niedrige Verschuldung mit einem Debt-to-Equity-Verhältnis von 0,10 und eine Current Ratio von 2,47. Der Kursrückfall von über 27 USD Ende Februar auf nur 16 USD im März dürfte eine Übertreibung gewesen sein und der Weg für einen Wiederanstieg des Aktienkurses bis in den von den meisten Analysten genannten Zielbereich 26 bis 28 USD sollte frei sein, mittel- bis längerfristig auch darüber hinaus.

Valterra Platinum gewannen angesichts des wieder steigenden Platinpreises +15,7 Prozent (auf 65,00 GBP, Einstand 37,69 GBP). Im Gesamtjahr 2025 hatte das Unternehmen einen Umsatz von 116,398 Millionen ZAR erzielt nach 109,007 Millionen ZAR im Vorjahr. Der Nettogewinn betrug 15,420 Millionen ZAR gegenüber 7,059 Millionen ZAR im Vorjahr. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (EPS) aus fortgeführten Geschäftsbereichen lag bei 58,72 ZAR im Vergleich zu 26,83 ZAR im Jahr 2024. Das verwässerte Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen betrug 58,44 ZAR gegenüber 26,78 ZAR im Vorjahr. Um die Abhängigkeit vom instabilen südafrikanischen Stromnetz zu verringern, hat Valterra im März sein erstes Solarkraftwerk in Betrieb genommen. Das Mooi Plaats Projekt ist ein Joint Venture mit EDFR Renewables und soll künftig etwa 15 Prozent des gesamten Strombedarfs von Valterra Platinum decken. Neben der Einsparung von jährlich 500.000 Tonnen CO2 steht vor allem die Wirtschaftlichkeit im Fokus. Ab 2026 erwartet das Management Stromkosten, die rund 10 Prozent unter den Marktpreisen in Südafrika liegen. Zwei weitere Projekte mit jeweils 140 MW befinden sich bereits in der Umsetzung. Langfristig will Valterra Platinum ein Drittel seines Energiebedarfs selbst decken.

Newmont, die schon in der Vorwoche +6,6 Prozent gewonnen hatten, stiegen in dieser Woche +13,8 Prozent (auf 114,05 USD, Einstand 43,84 USD). Sorgen um einen Kostenanstieg durch die Energiekrise traten etwas in den Hintergrund. Zuvor hatte die Einstufung der Kostensteigerung als „echte Bedrohung für die Margen der Goldproduzenten“ Verkäufe von Minenaktien begründet. Bei Newmont kommen unternehmensspezifische Unsicherheiten dazu. Wartungsarbeiten an den Minen Peñasquito und Boddington werden die Produktion in diesem Jahr vorübergehend einschränken. Auch das dürfte aber mehr als ausreichend in der aktuellen Bewertung enthalten sein. Im Schlussquartal 2025 hatte das Unternehmen stark vom Preisanstieg profitiert. Mit einem durchschnittlich erzielten Goldpreis von 4.216 Dollar pro Unze übertraf der Konzern klar die Markterwartungen. Der Umsatz erreichte 6,82 Milliarden Dollar (durchschnittliche Markterwartung 6,19 Milliarden Dollar). Auch der Gewinn je Aktie (EPS) überstieg mit 2,52 USD den Analystenkonsens von 1,97 USD deutlich. Zusätzlichen operativen Rückenwind lieferte der Start der kommerziellen Produktion im Ahafo-North-Projekt. Das Unternehmen schloss 2025 mit einem freien Cashflow von 7,3 Milliarden Dollar ab und tilgte Schulden in Höhe von 3,4 Milliarden Dollar. Das Management hält an einem Mindestbargeldbestand von 5 Milliarden Dollar fest. Auf Bewertungsebene handelt Newmont derzeit mit einem Forward-KGV von nur 11,5 und damit deutlich unter dem Fünfjahresdurchschnitt von 16,6. Am 23. April sollen nach US-Börsenschluss die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 veröffentlicht werden. Der Bericht wird zeigen, wie stark die Margen unter dem Doppeldruck aus Goldpreiskorrektur und Energiekosten gelitten haben. Das durchschnittliche Analysten-Kursziel für die Newmont-Aktie lag jüngst bei 133,78 USD. JPMorgan hat die Beobachtung von Newmont mit der Einstufung „Overweight“ aufgenommen und prognostiziert ein durchschnittliches jährliches Produktionswachstum von 5 Prozent sowie eine EBITDA-Marge von rund 67 Prozent. Die Bernstein SocGen Group stufte Newmont auf „Outperform“ hoch und begründete dies mit einer optimistischen Einschätzung für Gold und der Sensitivität der Aktie gegenüber dem Goldpreis.

Franco-Nevada stiegen in dieser Woche um +13,8 Prozent (auf 359,02 CAD, Einstand 176,46 CAD). Damit nähert sich der Aktienkurs des weltgrößten Gold-Royalty seinem Rekordhoch bei 388 CAD von Ende Februar. Schon 2024, als wir unsere Investments in Gold-Aktien wieder aufnahmen, herrschten Sorgen um den Kostenanstieg bei den Minenbetreibern. Dies war damals ein Grund für uns, eine größere Position im Gold-Royalty aufzubauen, weil sich dies nicht an den (steigenden) Kosten beteiligen muss. Dieser Vorteil spielt jetzt angesichts des Ölpreisanstiegs wieder eine größere Rolle.

OceanaGold stiegen in dieser Woche um +12,8 Prozent (auf 44,82 CAD, Einstand 36,41 CAD). Das kanadische Unternehmen teilte seinen Aktionären mit, dass die in den technischen Berichten dargestellte prognostizierte Goldproduktion und das Kostenprofil ermöglichen, bei den aktuellen Goldpreisen auch weiterhin einen substanziellen freien Cashflow zu generieren. Diese Angaben basieren ausschließlich auf den Mineralreserven des Unternehmens für das Jahr 2025 und einer Schätzung des Goldpreises von 2.200 US-Dollar pro Unze. Sie berücksichtigen weder zusätzliche Mineralressourcen oder Explorationspotenziale noch den inzwischen doppelt so hohen Goldpreis. OceanaGold veröffentlichte gleichzeitig die Ergebnisse von sechs jüngeren Bohrungen im Rahmen des laufenden Explorations- und Ressourcenkonvertierungsprogramms in Wharekirauponga. Das Gebiet liegt etwa 10 Kilometer nördlich des Waihi-Bergwerks des Unternehmens in Neuseeland. Gerard Bond, Präsident und CEO von OceanaGold, erklärte dazu: „Die heutigen Bohrergebnisse aus Wharekirauponga unterstreichen erneut das Potenzial dieses außergewöhnlichen Erzkörpers. Die Bohrungen deuten auf eine neu entstandene hochgradige Zone hin, die außerhalb der Reserven am südlichen Rand der bekannten Lagerstätte liegt. Besonders wichtig ist, dass sich diese neu definierte hochgradige Zone in der Nähe des geplanten Untertagezugangs befindet. Da Wharekirauponga in mehrere Richtungen offen ist, sind wir weiterhin gut positioniert, um durch kontinuierliches Ressourcenwachstum und die Umwandlung von Lagerstätten den Shareholder Value zu steigern, indem wir die Anzahl der Bohrungen in diesem Jahr erhöhen.“ Seit November 2025 wurden insgesamt sechs Bohrungen abgeschlossen. OceanaGold plant, im zweiten Quartal 2026 zwei weitere Bohranlagen auf neuen Bohrplattformen gemäß der im Dezember 2025 erteilten Genehmigung in Betrieb zu nehmen. Die Bohrungen im Jahr 2026 konzentrierten sich weiterhin auf die Verbesserung der Ressourcensicherheit und das weitere Ressourcenwachstum.

Der Aktienkurs von Pan American Silver, der in der Vorwoche schon um +11,5 Prozent gestiegen war, setzte die Kurserholung in dieser Woche mit +12,8 Prozent fort (auf 77,70 CAD, Einstand 40,97 CAD).

Der Anteil unserer 6 Edelmetall-Aktien zusammen am Fondsvermögen ist durch die gute Kursentwicklung allein in dieser Woche aus eigener Kraft von 16,2 auf 17,8 Prozent gestiegen.

Der Baukonzern PORR hat seinen Geschäftsbericht 2025 vorgelegt. Der Aktienkurs stieg in dieser Woche um +6,5 Prozent (auf 36,80 Euro, Einstand 13,48 Euro). Die schon zu Monatsbeginn berichteten vorläufigen Zahlen zur Auftrags- und Umsatzentwicklung sowie zum operativen Ergebnis wurden nun bestätigt. Die Dividende steigt um rund 17 Prozent, der Gewinn pro Aktie (EPS) sogar um 30 Prozent. Auf Basis der signifikanten Steigerung des EBITs auf 196,7 Mio. Euro konnte PORR das Nettoergebnis überproportional auf 116,0 Mio. Euro bzw. pro Aktie auf 3,00 Euro verbessern, was deutlich über den Marktprognosen (Konsens 2,80 Euro) lag. Die vorgeschlagene Erhöhung der Dividende auf 1,05 Euro (von 0,90 Euro) ist somit gut unterlegt. Der Free Cashflow stieg durch Verbesserungen beim Working Capital und geringere CAPEX deutlich stärker als erwartet auf 187,8 Mio. Euro. Im Konsens waren nur 55 Mio. Euro erwartet worden. Unter Ausklammerung der langfristigen Rückstellungen für u.a. Pensionen wies PORR per Jahresende wieder eine Netto-Cash-Position von 93,1 Mio. Euro aus. Die solide Eigenkapitalquote blieb mit 21,1 Prozent stabil. Vor dem Hintergrund des mit 9,54 Mrd. Euro prall gefüllten Orderbuchs rechnet der Vorstand für 2026 mit einer moderaten Steigerung der Produktionsleistung und des Konzernumsatzes sowie einer weiteren Steigerung der EBIT-Marge, ohne bislang konkrete Zahlen zu nennen. Unverändert bleibt das Mittelfristziel einer EBIT-Marge von 3,5 bis 4,0 Prozent bis 2030. Hinsichtlich drohender negativer Auswirkungen durch den Krieg im Nahen Osten wies PORR darauf hin, dass große Teile des Energiebedarfs der Gruppe (z.B. 90 Prozent bei Gas) preislich abgesichert seien. Zusätzlich erfolgt eine Absicherung der Kosten durch frühzeitige Beschaffung („Early Procurement“). Schon bei Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine 2022 zeigte PORR ein starkes Krisenmanagement. Die Analysten von Montega bewerten die finalen Zahlen von PORR für 2025 angesichts der starken Werte beim Jahresüberschuss und beim Free Cashflow als eine positive Überraschung. Man erachte die Baukonjunktur in PORRs sieben europäischen „Heimmärkten“ vor allem im Tief- und Infrastrukturbau als sehr robust. In Anbetracht der günstigen Bewertung (KGV 2026e 12,1) bestätigt Montega das Rating „Kaufen“ und das Kursziel von 46,00 Euro.

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Mit -12,9 Prozent (auf 27,40 Euro, Einstand 28,86 Euro) ist die Aktie von Mutares prozentual der größte Kursverlierer in dieser Woche in unserem Portfolio. Die Position ist aber mit nur 0,8 Prozent vom Fondsvermögen recht klein. Zwischenzeitlich war die Aktie in Reaktion auf die überraschende Bekanntgabe einer Kapitalerhöhung auf den tiefsten Stand seit November gefallen.

Bei Wüstenrot & Württembergische (W&W) setzte sich der Kursrutsch in Reaktion auf den vorsichtigen Ausblick 2026 bei Vorlage der guten Geschäftsergebnisse 2025 fort: Nach -8,8 Prozent in der Vorwoche nun nochmals -8,2 Prozent (auf 14,04 Euro, Einstand 14,93 Euro). Die Analysten von Montega bewerten die Geschäftsergebnisse 2025 positiv und den Ausblick als „konservativ“. Bereinigt um den Wegfall der steuerlichen Sondereffekte in Höhe von 38 Mio. Euro impliziere dieser Ausblick ein eher stagnierendes operatives Ergebnis. Der Vorstand verweise hierbei auf das volatile Zinsumfeld und die Normalisierung der Schadenerwartung im Versicherungsgeschäft. Zusätzlich dämpfen Investitionen in das neue Kernbankensystem das Ergebnis. Ab 2027 erwartet das Management durch den Wegfall dieser Projektkosten sowie durch Effizienzgewinne Entlastungen im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Mittelfristig (bis 2030) soll das Konzernergebnis wieder auf 220 bis 250 Mio. Euro steigen. Das diversifizierte Geschäftsmodell (Wohnen & Versichern) habe sich nach Einschätzung von Montega wieder mal bewährt. Die positive Performance der Sachversicherung habe die Schwäche im Wohnen-Segment mehr als ausgeglichen. Angesichts der stabilen Dividende, dem hohen Eigenkapital von ca. 5 Mrd. Euro und einem massiven Abschlag zum Buchwert (KBV: 0,3; Peers: 2,9) bleibe die Aktie ein attraktiver Substanzwert. Montega bestätigt die Kaufempfehlung mit einem leicht reduzierten Kursziel von 20,00 Euro (zuvor: 21,00 Euro).

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Wir haben in dieser Woche keine Änderungen an unserem Portfolio veranlasst.

Wie hoch ist die Barreserve?

Das Euro-Kontoguthaben ist durch leichte Nettomittelabflüsse auf 810.411 Euro gesunken. Der Anteil am Fondsvermögen liegt damit jetzt bei 11,8 Prozent. Auf unser Euro-Bankguthaben haben wir für den Monat März 914 Euro Zinsen erhalten. Der Betrag wurde ohne Abzüge unserem Konto gutgeschrieben. Kapitalertragssteuer wird in diesem Fall auf Fondsebene nicht erhoben, damit es nicht zu einer Doppelbesteuerung kommt. Das Euro-Guthaben verzinst sich zurzeit mit 1,632 Prozent p.a.

Franco-Nevada zahlte die Quartalsdividende von 0,599148 CAD pro Aktie, zusammen für unsere 1.500 Aktien 898,72 CAD. Nach Abzug der Quellensteuer wurden unserem CAD-Konto 763,91 CAD gutgeschrieben. Franco-Nevada nimmt, wie in Nordamerika üblich, mehrfach pro Jahr Gewinnausschüttungen an seine Aktionäre vor. Unser CAD-Bankguthaben ist dadurch auf 65.651 CAD gestiegen. Bei 4 Quartalsdividenden in der jetzigen Höhe werden in diesem Jahr 2,40 CAD Dividendenausschüttung pro Aktie erreicht. Dies entspricht im Verhältnis zu unserem Einstandskurs 176,46 CAD einer Dividendenrendite von 1,4 Prozent. Die stark steigenden Einnahmen lassen weitere Dividendenerhöhungen erwarten.

Newmont zahlte die Quartalsdividende von 0,26 USD pro Aktie, zusammen für unsere 2.500 Aktien 650 USD. Nach Abzug der Quellensteuer wurden unserem USD-Konto 455 USD gutgeschrieben. Unser USD-Bankguthaben ist dadurch auf 3.642 USD gestiegen. Bei 4 Quartalsdividenden in der jetzigen Höhe werden in diesem Jahr 1,04 USD Dividendenausschüttung pro Aktie erreicht. Dies entspricht im Verhältnis zu unserem Einstandskurs 43,84 USD einer Dividendenrendite von 2,4 Prozent. Auch bei Newmont sollte Spielraum für weitere Dividendenerhöhungen vorhanden sein.

Unsere Fremdwährungsguthaben sind in dieser Woche durch Zins- und Dividendeneinnahmen leicht gestiegen auf zusammen in Euro umgerechnet jetzt 87.686 Euro (Anteil am Fondsvermögen unverändert 1,3 Prozent). Zusammen mit dem Euro-Konto belaufen sich die Bankguthaben jetzt auf 898.097 Euro. Damit entfallen jetzt 13,1 Prozent des Fondsvermögens auf die Barreserve. Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche weiter durch einen leichten Nettomittelabfluss um 224 Anteile auf jetzt 159.812 Anteile gesunken. Das Fondsvermögen ist durch die Kursgewinne in dieser Woche auf jetzt 6.863.009 Euro gestiegen.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

Zwischen 2010 und 2025 kauften Zentralbanken per Saldo fast 10.000 Tonnen Gold und trugen damit maßgeblich zum Preisanstieg des Edelmetalls bei. Private Goldanleger erwiesen sich im gleichen Zeitraum als weitaus wankelmütiger: Mal stockten sie ihre Gold-Investments auf, mal verkauften sie, erkennbar an den Mittelzu- und -abflüssen beim sogenannten „Papier-Gold“, also Zertifikaten und Fonds, die den Besitz an physischem Gold verbriefen oder zumindest in der Wertentwicklung nachvollziehen. Die stetigen Notenbank-Käufe waren für Gold-Investoren bislang das wichtigste Argument auf der Nachfrageseite. Doch nun wurde bekannt, dass der Preisrückgang beim Gold im ersten Quartal dieses Jahres auch durch Goldverkäufe von Notenbanken ausgelöst wurde: Russland und die Türkei setzten einen Teil ihrer Goldreserven ein. Gemeinsam ist der Türkei und Russland, dass sie (bei weitreichender wirtschaftspolitischer Inkompetenz ihrer Präsidenten), aktuell so große finanzielle Probleme haben, dass sie einen Griff auf die Goldreserven erzwingen: Die türkische Zentralbank hat im Zuge des Irankriegs erhebliche Mengen Gold abgestoßen. Allein innerhalb weniger Wochen summierten sich Verkäufe und Gold-Swaps auf rund 50 bis 60 Tonnen. Hintergrund ist vor allem der Versuch, die eigene Währung zu stabilisieren. Steigende Energiepreise und eine erhöhte Nachfrage nach US-Dollar setzten die türkische Lira massiv unter Druck. Um gegenzusteuern, griff die Notenbank nicht nur auf Devisenreserven zurück, sondern verkaufte auch gezielt Gold. Ein Teil des Goldes wurde im Rahmen von Swaps eingesetzt, bei deren Auflösung die Türkei das Gold zurückkaufen kann. Das Gold dient dann gleichsam als Sicherheit, um die eigene Währung zu stützen. Auf den Goldpreis wirkt das trotzdem belastend. Ähnlich verzweifelt erscheinen die Verkäufe des russischen Zentralbankgoldes: Nachdem die riesigen Reserven der russischen Staatsfonds aus dem Öl- und Gasgeschäft in vier Jahren „Blitzkrieg“ gegen die Ukraine verpulvert wurden, verkauft der Kreml nun die Goldreserven. Zwar ist der Ölpreis auf dem Weltmarkt in Folge des Irankriegs stark gestiegen, doch Russland fällt es immer schwerer, sein Öl und Gas zu verkaufen. Zum einen nehmen die Maßnahmen gegen die russische Schattenflotte zu, die Sanktionen umgeht. Zum anderen zeigen die Angriffe der Ukraine auf die Ölwirtschaft Russlands Wirkung. Sowohl die Türkei als auch Russland dürften hoffen, den Verkauf der in langen Jahrzehnten aufgebauten Goldreserven bald stoppen zu können. Die Chancen stehen bei für die Türkei besser als für Russland. Aber auch andere Länder, insbesondere solche, die besonders stark von Energieimporten abhängig sind oder deren Einnahmen als Energieexporteur wegbrechen, könnten sich gezwungen sehen, einen Teil ihrer Goldreserven aufzulösen.

Neben Verkäufen privater Investoren, die von Gewinnmitnahmen bis hin zu Zwangsliquidationen motiviert sein dürften, sind also auch Notenbankverkäufe ein Grund dafür, dass die vermeintliche Krisenwährung Gold gerade in Krisenzeiten unter Druck geraten kann. Bei Privatanlegern ist Gold, insbesondere „Papier-Gold“ oft das Erste, was zu Geld gemacht werden kann. Bei Notenbanken gehören die Goldreserven dagegen grundsätzlich zu den letzten Mitteln, um Notlagen abzufangen. Kurzfristig stabilisiert der Verkauf von Gold gegen die eigene Papierwährung letztere natürlich, längerfristig schadet es dem Vertrauen in die eigene Währung aber umso mehr.

Die hohen Schwankungen beim Goldpreis sind mithin kein Zeichen für ein Ende der Bedeutung des Edelmetalls, vielmehr sind sie Symptome der extremen Stresssituation im globalen Wirtschafts- und Finanzsystem. Wir halten angesichts der günstigen Bewertung und immer noch hohen Gewinnmargen aber an unseren Aktien von Goldminenbetreibern fest. Gegen einen möglichen Rückgang des Goldpreises besser geschützt sind zudem Aktien von Minenkonzernen, die neben Gold auch Silber und Kupfer produzieren (wie

2026 KW13 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

Bei Anregungen und Feedback erreichen Sie uns gerne per email. Ihre Ansprechpartner sind:

Was ist diese Woche (KW13/2026) an den Börsen geschehen?

„Trump always chickens out“ für „Trump macht immer einen Rückzieher“ ist als Kürzel „TACO“ an den Börsen schon ein bekanntes Phänomen. Unmittelbar nachdem Trump dem Iran mit einem Angriff auf Energieanlagen gedroht hatte, erklärte er, auf solche Angriffe vorerst zu verzichten. Darauf kam es an den Märkten zu starken Gegenbewegungen: Der Ölpreis fiel um rund 15 Prozent (von 115 auf 97 USD pro Barrel der Sorte Brent) und die Aktienmärkte verzeichneten Kursgewinne. Allerdings wurden die gegenseitigen Angriffe im Wochenverlauf fortgesetzt, ohne dass die von Trump angekündigte Verhandlungslösung absehbar wäre. Darauf stieg der Ölpreis wieder und die Aktienmärkte gaben ihre Kursgewinne wieder ab, so dass es für die meisten Aktienindizes die fünfte Verlustwoche in Folge gab. Beim Nasdaq-100 entstand mit dem Wochenverlust von -3,2 Prozent ein Minus seit Jahresbeginn von -8,4 Prozent. Etwas besser hielt sich der Dow Jones: auf Wochensicht ein Verlust von -0,9 Prozent und seit Jahresbeginn -6,0 Prozent. Der DAX verlor in dieser Woche -0,4 Prozent und im laufenden Jahr -8,9 Prozent. Der Euro-STOXX-50 entwickelte sich weiterhin besser, auf Wochensicht +0,1 Prozent und damit seit dem Jahreswechsel ein Verlust von -4,9 Prozent. Die im Euro-STOXX-50 enthaltenen Ölkonzerne Total und ENI profitieren vom Ölpreisanstieg.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag mit 41,63 Euro berechnet. Gegenüber dem Vorwochenwert ist das ein Rückgang um 0,34 Euro bzw. -0,8 Prozent. Damit ist seit Jahresbeginn (42,01 Euro) ein kleines Minus von -0,9 Prozent entstanden. Über 12 Monate beträgt der Gewinn beim ACC Alpha Anteilswert +11,5 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt nur +7,1 Prozent), über drei Jahre +39,4 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt +35,6 Prozent) und über fünf Jahre +38,1 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt +34,7 Prozent).

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also um einen Börsentag vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung ab (die ja auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag erfolgt).

Der Aktienkurs von Pan American Silver, der vom Rekordhoch Ende Februar stark korrigiert hatte, erholte sich in dieser Woche um +11,5 Prozent (auf 71,77 CAD, Einstand 40,97 CAD). Hintergrund ist Erholung des Silberpreises in diese Woche um knapp 3 Prozent auf knapp 70 US-Dollar pro Unze. Blieben der Gold- und Silberpreis in etwa auf dem jetzigen Niveau, würde das KGV der Aktie unter 10 rutschen. Von rund dreieinhalb Milliarden Kanada-Dollar Cashflow verbliebe der weitaus größte Teil, nämlich rund drei Milliarden als freier Cashflow, rund 7 CAD pro Aktie. Auch der Gewinn pro Aktie liegt dann bereinigt in dieser Größenordnung.

Obwohl sich der Goldpreis in dieser Woche noch nicht von den Preisrückgängen in den Vorwochen erholte, sondern recht eng um 4.500 US-Dollar pro Unze pendelte, reichte die Stabilisierung schon für Kursgewinne bei Gold-Aktien: Newmont +6,6 Prozent (auf 102,10 USD, Einstand 43,84 USD) und Franco-Nevada +6,2 Prozent (auf 324,25 CAD, Einstand 176,46 CAD).

Der Anteil unserer 6 Edelmetall-Aktien zusammen am Fondsvermögen liegt jetzt bei 16,2 Prozent.

Die Deutsche Rohstoff profitiert vom hohen Ölpreis: Der Aktienkurs stieg in dieser Woche um +8,7 Prozent auf neue Rekordhöhen (93,90 Euro, Einstand 54,20 Euro). Obwohl sich der Aktienkurs seit Januar verdoppelt hat, preist die jetzige Bewertung einen Rückgang des Ölpreises nach dem Iran-Krieg ein. Sowohl Umsatzerlöse als auch Gewinn, die in diesem Jahr noch oben schießen, dürften dann wieder sinken. Aber auch auf Basis der „normalisierten“ Gewinnschätzungen für 2027 und 2028 liegt das KGV der Aktie unter 10.

Nach einem fundamental kaum nachvollziehbaren Kursrückgang bei Sixt kam es in dieser Woche zu einer Gegenbewegung: Sixt Stammaktien +6,8 Prozent (auf 64,20 Euro, Einstand 65,45 Euro) und Sixt Vorzugsaktien +6,3 Prozent (auf 53,90 Euro, Einstand 52,05 Euro). Ein (außerbörslicher) Insider-Kauf im Volumen von 50 Mio. Euro (!) darf als Signal verstanden werden, dass die Führungsmannschaft aus der Familie Sixt die Bewertung ihres Unternehmens aktuell auch für zu billig hält.

Roche gewannen in dieser Woche +3,9 Prozent (auf 312,50 CHF, Einstand 285,71 CHF). Laut einem Bericht plant Roche auf dem Markt für Abnehm-Medikamente in den Wettbewerb mit Eli Lilly und Novo Nordisk einzusteigen. Der Schweizer Pharmakonzern erwartet einen grundlegenden Wandel im Markt für Medikamente gegen Fettleibigkeit. Mit zunehmender Verbreitung der Therapien werde sich der Markt in mehrere Segmente aufteilen. Das eröffne neuen Anbietern Chancen, die Dominanz von Eli Lilly und Novo Nordisk herauszufordern. „Wir kratzen buchstäblich nur an der Oberfläche“, sagte Manu Chakravarthy, Entwicklungschef für Herz-, Nieren- und Stoffwechselmedikamente bei Roche, dem Wall Street Journal. Unterhalb liege „eine ganze Welt ungedeckter Bedürfnisse, auf deren Erfüllung die Patienten verzweifelt warten“. Nach Daten der US-Gesundheitsbehörde CDC leiden mehr als 100 Millionen Erwachsene in den USA an Adipositas. Analysten von Goldman Sachs erwarten, dass bis 2030 rund 15 Millionen Patienten Medikamente gegen Fettleibigkeit nutzen werden. Mit neuen Tabletten, sinkenden Preisen und besserem Zugang über staatliche Programme werde sich der Markt stärker am Verbraucher orientieren. Chakravarthy betont demnach, dass es keine Standardlösung geben werde. Unterschiedliche Patienten hätten unterschiedliche Bedürfnisse. „Der Markt wird sich segmentieren. Das wissen wir, es geschieht bereits“, sagte er. Roche gehörte in den 1990er-Jahren mit dem Medikament Xenical zu den Pionieren. Später zog sich der Konzern jedoch zurück, bevor moderne Wirkstoffe wie GLP-1-Präparate den Durchbruch brachten. Nun setzt Roche auf eine Rückkehr durch gezielte Zukäufe und Partnerschaften. Der Konzern investierte Milliarden in neue Wirkstoffkandidaten und Technologien. Dazu zählen unter anderem Übernahmen wie Carmot Therapeutics für bis zu 3,1 Milliarden US-Dollar sowie Lizenzdeals mit Zealand Pharma im Volumen von bis zu 5,3 Milliarden US-Dollar. Auch die Übernahme von 89bio für rund 3,5 Milliarden US-Dollar stärkt das Portfolio. Ein Roche-Sprecher erklärte, Investitionsentscheidungen zielten darauf ab, das Potenzial zu maximieren und den Nutzen für Patienten zu steigern. Aktuell dominieren Eli Lilly und Novo Nordisk den Markt mit Blockbustern. Roche sieht dennoch eine Chance, sich unter die Top 3 vorzuarbeiten. Der am weitesten entwickelte Kandidat ist die Injektion CT-388. Sie soll bald in die entscheidende Studienphase gehen. Roche will die Entwicklung beschleunigen. Auf Zweifel reagiert Chakravarthy dem Bericht zufolge offensiv. „Die Leute fragen mich ständig: Seid ihr nicht zu spät dran?“ Seine Antwort: „Wir haben systematisch versucht, ein Portfolio und einen Ansatz aufzubauen, der sehr durchdacht, differenziert, patientenorientiert und ganzheitlich ist, wenn man sich wirklich vor Augen führt, wo die wichtigsten ungedeckten Bedürfnisse liegen.“ Ein zentrales Problem bleibt laut Roche die langfristige Gewichtsstabilisierung. Der Konzern untersucht daher neue Ansätze, die auf das Gehirn wirken. „Letztendlich ist Adipositas eine neurologische oder eine Erkrankung des Gehirns“, sagte Chakravarthy. Roche beobachte gezielt wissenschaftliche Fortschritte in diesem Bereich.

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Als die Zuversicht in den japanischen Aktienmarkt in dieser Woche wieder zunahm, kam es wieder zu Umschichtungen zulasten von Nippon Sanso: Nach dem Anstieg in der Vorwoche um +5,1 Prozent verlor die Aktie in dieser Woche -6,9 Prozent (auf 30,76 Euro bzw. 5.875 Yen, Einstand 18,31 Euro bzw. 2.681 Yen).

Zudem lösten in dieser Woche bekanntgegebene gute 2025er Geschäftsergebnisse deutscher Unternehmen Kursverluste aus, wenn sich die Unternehmen für die Entwicklung in diesem Jahr vorsichtig äußerten:

Ein vorsichtiger Ausblick des Spezialpharma-Unternehmen Medios löste starke Kursverluste aus: -12,0 Prozent auf 12,06 Euro (Einstand 16,05 Euro). Die 2025er Ergebnisse fielen positiv aus: Medios profitierte von florierenden Arzneimittelverkäufen und einem starken Auslandsgeschäft. 2026 will das Management um den neuen Vorstandschef Thomas Meier die Profitabilität weiter steigern. Die Zielspanne für den Umsatz schließt aber auch einen leichten Rückgang nicht aus. Im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX sprach der Manager von einem schwierigen Umfeld, besonders in Deutschland. Die von seinem Vorgänger Matthias Gärtner eingeläutete Internationalisierung will er weiter vorantreiben.

Auch bei Wüstenrot & Württembergische (W&W) wurde der Ausblick mit Enttäuschung aufgenommen: Die Aktie verlor auf Wochensicht -8,8 Prozent auf 14,50 Euro (Einstand 14,93 Euro). Wegen deutlich weniger Schäden im Versicherungsgeschäft hat der Finanzkonzern seinen Gewinn (wie erwartet) deutlich gesteigert. Der Überschuss sei 2025 von 35 Millionen Euro im Vorjahr auf 121 Millionen Euro gestiegen, teilte Vorstandschef Jürgen Junker mit. Es sei ein eindeutig starkes Ergebnis erzielt worden. „Wir sind damit nach dem durch Unwetterereignisse belasteten Jahr 2024 zurück auf unserem nachhaltigen Kurs.“ Das W&W-Management stellte nach dem Gewinnsprung zwar „trotz schwieriger Rahmenbedingungen“ weiter steigende Gewinne für 2026 in Aussicht, der Markt hatte aber offenbar eine höhere Jahresprognose erwartet.

Auch beim Kölner Motorenhersteller Deutz fielen die Ergebnisse im abgeschlossenen Jahr sehr gut aus, aber die Börse reagierte enttäuscht auf den Ausblick: -6,8 Prozent (auf 8,35 Euro, Einstand 4,35 Euro). 2025 hat Deutz massiv vom Expansionskurs ins Rüstungsgeschäft und Kostensenkungen profitiert. Umsatz, Auftragseingang und Ergebnisse legten deutlich zu. „In einem anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Umfeld mit großen konjunkturellen Herausforderungen im Motorengeschäft haben wir eines der besten Ergebnisse der jüngeren Unternehmensgeschichte erzielt“, sagte Vorstandschef Sebastian Schulte bei Vorlage der Jahreszahlen 2025. Der konsequente strategische Konzernumbau zahle sich aus. Allerdings wurde auch hier der Ausblick von der Börse negativ aufgenommen. Insbesondere das Profitabilitätsziel des Motorenbauers für 2026 enttäuschte.

Ähnlich erging es Kontron: -1,9 Prozent auf 19,04 Euro (Einstand 19,41 Euro). Der Spezialist für Produkte rund um das sogenannte Internet-der-Dinge (IoT) enttäuschte die Anleger mit seinem Gewinnziel für 2026.

Und die Aktie der Beteiligungsfirma Indus Holding verlor in dieser Woche -2,6 Prozent (auf 26,70 Euro, Einstand 24,66 Euro). INDUS rechnet im laufenden Jahr wegen einer besseren Auftragslage mit einem „moderaten“ Wachstum. „Auch wenn die Rahmenbedingungen uns nicht euphorisch werden lassen, sind wir zuversichtlich“, sagte Unternehmenschef Johannes Schmidt bei Vorlage des Geschäftsberichts für 2025. Im laufenden Jahr sollen die Erlöse auf 1,80 bis 1,95 Milliarden Euro zulegen, wie das auf Mittelständler spezialisierte Beteiligungsunternehmen in Bergisch-Gladbach verkündete. Branchenexperten hatten einen Umsatz am unteren Ende der Spanne auf dem Zettel. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) sieht das Management im laufenden Jahr bei 150 bis 170 Millionen Euro. Die entsprechende operative Marge soll zwischen 7,5 und 9,5 Prozent liegen. Die Prognose basiere auf der Annahme, „dass es trotz der geopolitischen Risikolage im Nahen und Mittleren Osten zu keinen längerfristigen strukturellen Einschränkungen der Versorgungssicherheit mit langfristigen Preissteigerungen bei Vormaterial- und Energiepreisen kommt“, hieß es von Indus dazu weiter. Wie bereits im Februar auf Basis vorläufiger Zahlen mitgeteilt, stieg der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht auf 1,74 Milliarden Euro, während das operative Ergebnis auf 147,8 Millionen Euro zurückging. Die operative Marge lag bei 8,5 Prozent. Nach Steuern verbuchte Indus einen Gewinnanstieg auf 69,8 Millionen Euro. Dabei profitierte das Unternehmen von einer niedrigeren Besteuerung. Im Vorjahr hatte Indus 54,7 Millionen Euro verdient. Zugleich saßen die Unternehmen im Portfolio zu Jahresende 2025 auf einem um 11 Prozent auf 705,9 Millionen Euro gestiegenen Auftragsbestand. Für das abgelaufene Geschäftsjahr sollen die Aktionäre eine um 10 Cent angehobene Dividende in Höhe von 1,30 Euro je Aktie bekommen. Die Dividendenanhebung überraschte die meisten Analysten sogar positiv.

Die Analysten der Quirin Bank bestätigten ihre Kaufempfehlung für Villeroy & Boch. Die Aktie verlor trotzdem auf Wochensicht -2,4 Prozent (auf 16,60 Euro, Einstand 18,79 Euro). Das Unternehmen habe ein wirklich schwieriges Jahr 2025 mit großer Widerstandsfähigkeit gemeistert und erreiche seine Ziele. Die Integrationsagenda werde vorangetrieben, die Verschuldung reduziert und die Bilanz gestärkt. Nach den Veräußerungen im nordeuropäischen Geschäft, den schwachen makroökonomischen Daten (zurückhaltende Konsumausgaben, schleppender Wohnungsbau) und dem Konflikt in der Golfregion sei der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr – Umsatz- und EBIT-Rückgang – keine große Überraschung. Die Multiplikatoren vergleichbarer Unternehmen seien unter Druck geraten; daher senke die Quirin Bank ihr Kursziel von 34,50 EUR auf 30,50 EUR. Villeroy & Boch sei eine führende Marke in der Branche. Man betrachte den Umsatzrückgang im Jahr 2026 als vorübergehend.

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Noch bevor Deutz mit seinem Ausblick den Markt enttäuschte, haben wir im Rahmen unseres Risikomanagements unsere Aktienposition halbiert: Der Verkauf von 10.000 Aktien erfolgte zu 9,078 Euro (Wochenendstand -8,0 Prozent tiefer bei 8,35 Euro). Gegenüber unserem durchschnittlichen Einstand von nur 4,35 Euro haben wir damit jetzt einen Kursgewinn von 109 (!) Prozent realisiert. Deutz ist nach Heidelberg Materials, Deutsche Bank und Fresenius die vierte Aktienposition, die wir im März halbiert haben, um die Folgen des negativen Momentums abzufedern und unsere Barreserve weiter aufzustocken.

Wie hoch ist die Barreserve?

Das Euro-Kontoguthaben ist mit dem Deutz-Teilverkauf auf 818.815 Euro gestiegen. Damit wurde es in den vier vergangenen Wochen von 6,9 auf 12,3 Prozent vom Fondsvermögen erhöht. Unsere Fremdwährungsguthaben veränderten sich in dieser Woche wenig: Sie betragen jetzt zusammen in Euro umgerechnet 87.191 Euro (Anteil am Fondsvermögen unverändert 1,3 Prozent). Zusammen mit dem Euro-Konto belaufen sich die Bankguthaben jetzt auf 906.006 Euro. Damit haben wir die Barreserve auf 13,6 Prozent erhöht. Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche weiter durch einen leichten Nettomittelabfluss um 396 Anteile auf jetzt 160.036 Anteile gesunken. Das Fondsvermögen ist durch die Kursverluste in dieser Woche auf jetzt 6.678.902 Euro gesunken.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

In dieser Woche haben unsere Edelmetall-Aktien erstmals seit Wochen wieder zur Stabilisierung des Anteilswertes beigetragen. Mittel- bis längerfristig überwiegen hier die Chancen gegenüber den Risiken. OceanaGold beispielsweise teilte seinen Aktionären dieser Tage mit, dass man unverändert mit einem Goldpreis von 2.200 US-Dollar pro Unze kalkuliere. Allerdings ist der Goldpreis nicht bei 2.200 Dollar, sondern bekanntlich bei 4.500 USD. Jede geförderte Unze Gold bringt also 2.300 Dollar mehr Gewinn als kalkuliert.

Als Belastungsfaktor erweisen sich dagegen aktuell die Ängste der Marktteilnehmer um die konjunkturelle Entwicklung. Gerade als sich mehr Anzeichen für eine Belebung der Wirtschaft zeigten, löste der israelisch-amerikanische Angriff auf den Iran einen weltweiten Energiepreisschock aus. Vor diesem Hintergrund äußern sich reihenweise auch deutsche Unternehmen bei der Vorlage ihrer Geschäftsergebnisse vorsichtig bis zurückhaltend bezüglich der Aussichten für 2026. Weil das die ohnehin schon vorhandenen Ängste verstärkt, kommt es zu starken Kursverlusten.

Vor diesem Hintergrund erscheint die Erhöhung unserer Barreserve auf jetzt über 900.000 Euro angemessen. Jeden Kursrückgang sofort als Kaufgelegenheit zu interpretieren, dürfte sich kurzfristig als zu optimistisch erweisen. Aber mittel- bis längerfristig sind die gefallenen Aktienkurse Kaufgelegenheiten.

2026 KW12 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

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Was ist diese Woche (KW12/2026) an den Börsen geschehen?

Die zunehmende Ausweitung der Iran-Krieges auf Öl- und Gasanlagen und die hohen Risken des Schiffstransportes durch die Straße von Hormus verstärkten die Sorgen um den globalen Energiemarkt. Vor diesem Hintergrund rutschten nahezu alle Aktienmärkte im laufenden Jahr weiter in die Verlustzone. Dow Jones und Nasdaq-100 liegen mit -2,1 bzw. -2,0 Prozent Wochenminus jetzt gegenüber Jahresbeginn über 5 Prozent im Verlust. Der Euro-STOXX-50 verlor auf Wochensicht -3,8 Prozent und damit seit dem Jahreswechsel -5,0 Prozent. Noch stärker litt der DAX: -4,6 Prozent in dieser Woche und damit -8,6 Prozent seit Jahresbeginn.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag mit 41,97 Euro berechnet. Gegenüber dem Vorwochenwert ist das ein Rückgang um 1,84 Euro bzw. -4,2 Prozent (weniger Rückgang als beim DAX). Damit hat der Anteilswert die Gewinne seit Jahresbeginn (42,01 Euro) wieder abgegeben. Über 12 Monate beträgt der Gewinn beim ACC Alpha Anteilswert +12,8 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt nur +8,3 Prozent), über drei Jahre +40,8 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt +35,8 Prozent) und über fünf Jahre +37,9 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt +34,7 Prozent).

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also um einen Börsentag vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung ab (die ja auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag erfolgt).

Zwei unserer seit Jahren größten Aktienpositionen bewiesen in diesem Umfeld einmal mehr ihre besondere Qualität in Krisenzeiten: Fairfax Financial und Nippon Sanso. Beide Aktien waren schon in der Vorwoche gestiegen und konnten in dieser Woche weiter zulegen:

Unsere (aktuell mit 7,8 Prozent vom Fondsvermögen) seit Jahren größte Aktienposition, Fairfax Financial, stieg auf Wochensicht um +5,2 Prozent (auf 2.384 CAD, Einstand 455 CAD). Die in Toronto ansässige Holdinggesellschaft, die 1985 von Prem Watsa gegründet wurde und hauptsächlich in der Schaden- und Unfallversicherung und als Rückversicherung tätig ist, überzeugte uns vor Jahren durch eine krasse Unterbewertung und stetiges Wachstum der Substanz. Das Unternehmen wird oft als „Berkshire Hathaway Kanadas“ bezeichnet und verfolgt einen wertorientierten Investitionsansatz, ist aber nach wie vor viel attraktiver bewertet: KGV jetzt 8,5 gegenüber 23 bei Berkshire Hathaway.

Die Aktie von Nippon Sanso konnte entgegen der Richtung des japanischen Aktienmarktes weiter steigen: Während der Nikkei-225-Index in dieser Woche -0,8 Prozent verlor, stiegen Nippon Sanso um +5,1 Prozent (auf 32,76 Euro bzw. 5.989 Yen, Einstand 18,31 Euro bzw. 2.681 Yen). Nippon Sanso Holdings Corporation ist ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich Industriegase mit den vier Hauptgeschäftsbereichen Industriegase, Elektronik, Energie und Thermosgefäße. Das Kerngeschäft umfasst die Produktion und den Vertrieb von Gasen wie Sauerstoff, Stickstoff, Argon, Wasserstoff und Helium für eine Vielzahl von Branchen. Attraktiv ist das damit verwandte Geschäft für die Halbleiter-Produktion, wo Nippon Sanso Spezialgase und Ausrüstung liefert, die für die Mikrochipherstellung und andere elektronische Anwendungen benötigt werden. Nippon Sanso ist auch im Geschäft mit Flüssiggas tätig, insbesondere in Australien.

Prozentual fällt der Kursanstieg bei Heidelberg Materials in dieser Woche positiv auf: +6,4 Prozent (auf 171,30 Euro, Einstand 53,60 Euro). Die Aktie erholte sich wegen Spekulationen über eine nur milde Anpassung des europäischen Emissionshandelssystem ETS. Nach dem Gipfeltreffen der EU-Staats- und Regierungschefs wies die Citigroup darauf hin, dass sich eher eine Feinabstimmung als eine grundlegende Systemänderung abzeichne. Damit würde ein Preisrisiko für Zement beseitigt. Zuvor hatte die Aktie schwer unter der Sorge gelitten, dass der Emissionshandel deutlich abgeschwächt werden könnte, um Unternehmen im internationalen Wettbewerb von den Abgaben dafür zu entlasten. Der Konzern hatte vorher als Profiteur der stärkeren Klimaschutzmaßnahmen gegolten, da er eine branchenführende Position bei der Dekarbonisierung und Abscheidung von CO2-Emissionen im Produktionsprozess innehat.

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Aufgrund des fortgesetzten Preisrückgangs bei Edelmetallen (Silber auf Wochensicht -16 Prozent, Gold -10,5 Prozent) gehörten entsprechende Minenaktien weiterhin zu den größeren Kursverlierern:

Die Aktie des kanadischen Silber-Gold-Produzenten Pan American Silver sank um -16,4 Prozent (auf 64,39 CAD, Einstand 40,97 CAD). Das KGV ist damit unter 15 gesunken. Die Umsatzerlöse entfallen zu rund 70 Prozent auf Gold und etwa 20 Prozent auf Silber. Rund 10 Prozent entfällt auf die Nebenprodukte Zink, Blei und Kupfer.

Die Aktie des kanadischen Gold- und Kupfer-Produzenten OceanaGold sank um -14,3 Prozent (auf 40,60 CAD, Einstand 36,41 CAD). Das KGV ist damit auf rund 7 gefallen! OceanaGold betreibt derzeit hauptsächlich vier Bergbaubetriebe: Die Didipio Mine auf den Philippinen ist eine bedeutende Gold-Kupfer-Mine (Tagebau und Untertage) auf der Insel Luzon. Die Haile Gold Mine gilt als das Vorzeigebergwerk des Unternehmens in South Carolina, USA. Auf Neuseeland liegt die Macraes Operation, ein großer Tagebau- und Untertagebergbaubetrieb auf der Südinsel und die Waihi Operation, ein Goldbergwerk auf der Nordinsel, das den Martha-Untertagebetrieb umfasst.

Der Anteil der 6 Edelmetall-Aktien zusammen in unserem Portfolio ist aufgrund der Kursverluste auf 16,5 Prozent gesunken.

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Vor dem Wochenende haben wir im Rahmen unseres Risikomanagements unsere Aktienposition Fresenius halbiert. Der Verkauf von 1.500 Aktien erfolgte zu 44,513 Euro (Wochenendstand -1,85 Prozent tiefer bei 43,69 Euro). Gegenüber unserem durchschnittlichen Einstand von nur 27,76 Euro haben wir damit jetzt einen Kursgewinn von 60,4 Prozent realisiert.

Wie hoch ist die Barreserve?

Das Euro-Kontoguthaben ist weiter gestiegen und beträgt noch vor der Gutschrift aus dem Fresenius-Teilverkauf 677.591 Euro. Damit wurde es in den drei vergangenen Wochen von 6,9 auf 10,0 Prozent erhöht. Unter anderem ist dem Konto die Quartalsdividende von Aperam zugeflossen: 0,50 Euro für jede unserer 2.000 Aperam-Aktien, nach 15 Prozent Quellensteuer noch 850 Euro. Bei vier Quartalsdividenden in dieser Höhe beträgt die Dividendenrendite (auch im Verhältnis zu unserem Einstandskurs 33,45 Euro) 6,0 Prozent. Mehrheitlich wird von Analysten ein weiterer Anstieg der Aperam-Dividenden erwartet.

Auch unsere Fremdwährungsguthaben sind weiter gestiegen, wozu die Dividenden von Pan American Silver und Roche beigetragen haben: Pan American Silver schüttete 0,18 US-Dollar Quartalsdividende für jede Aktie aus, für unsere 4.500 Aktien brutto also 810 USD (auf die 121,50 USD Quellensteuer einbehalten wurden). In kanadischen Dollar entspricht das aktuell einer Dividende von knapp 0,25 CAD und im Verhältnis zu unserem Einstandskurs 40,97 CAD einer Dividendenrendite von 2,4 Prozent. Roche hat 9,80 CHF pro Inhaber-Genußschein ausgeschüttet, für unsere 400 Stück brutto also 3.920 CHF (auf die 1.372 CHF Quellensteuer einbehalten wurden). Die Inhaber-Genußscheine wurden jetzt 1:1 in Partizipationsscheine umgetauscht. In Euro umgerechnet stiegen unsere Fremdwährungsguthaben auf jetzt 87.654 Euro (Anteil am Fondsvermögens 1,3 Prozent).

Zusammen belaufen sich die Kontoguthaben noch ohne den Erlös aus dem Fresenius-Teilverkauf auf 765.245 Euro. Damit haben wir die Barreserve auf gut 11,3 Prozent erhöht, mit dem Fresenius-Verkaufserlös auf mehr als 12 Prozent. Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche weiter durch Nettomittelzuflüsse gestiegen, nämlich um 356 Anteile auf jetzt 160.432 Anteile. Das Fondsvermögen ist aber durch die Kursverluste in dieser Woche auf jetzt 6.747.919 Euro gesunken.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

Rein oder raus? An den Aktienmärkten ist eine Risk-Off-Bewegung zu beobachten. Während die Märkte das Szenario einer durch eine Energiekrise gestörten Weltwirtschaft einpreisen, werten Optimisten die Kursverluste schon als Kaufgelegenheit. Entsprechend stark haben die Börsenumsätze zugenommen. Wir beteiligen uns nicht an diesem hektischen Spiel. Wir haben in den drei Wochen seit dem israelisch-amerikanischen Angriff auf den Iran unsere ohnehin recht hohe Barreserve durch je einen Teilverkauf eines DAX-Wertes pro Woche nochmals erhöht – auf über 830.000 Euro bzw. gut 12 Prozent des Fondsvermögens. Mit den Teilverkäufen haben wir jeweils hohe Buchgewinne realisiert und unser Marktrisiko („Beta“) das traditionell beim DAX überdurchschnittlich hoch ist, verringert. Tatsächlich würde sich unser Portfolio als vergleichsweise robust erweisen, wenn nicht ausgerechnet die Edelmetall-Investments stärker unter Druck geraten wären. Sollte man nicht annehmen, das Gold und Silber in Kriegszeiten besonders gefragt sind, wenn ein weltweiter Inflationsschub erwartet wird? Im vierten Quartal waren viele Investoren „auf den Gold- und Silber-Zug aufgesprungen“. Sie verabschieden sich jetzt schon wieder. Zudem wird spekuliert, dass es kriegsbedingt größere Gold- uns Silberverkäufe aus den unmittelbar vom Krieg betroffenen Ländern am Persischen Golf geben könnte, wo traditionell größere Vermögensanteile in Edelmetallen gehalten werden. Dass dagegen der Energiepreisanstieg so stark auf die Förderkosten durchschlägt, dass dies die Kursverluste bei Minenaktien begründen könnte, hält einer rechnerischen Überprüfung nicht stand. Mittel- bis längerfristig werden also auch hier wieder die Optimisten Recht behalten und wir wieder steigende Kurse sehen. Wir greifen bekanntlich nicht in fallende Messer. Aber wir beobachten die Entwicklung sehr genau und sind bereit, unserer „trockenes Pulver“ einzusetzen, wenn die entsprechenden Signale kommen. Trump könnte ja auch jederzeit erklären, den Iran-Krieg siegreich zu beenden. Dann dürften viele Anleger an den Aktienmärkten wieder auf die Käuferseite wechseln.