2026 KW15 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

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Was ist diese Woche (KW15/2026) an den Börsen geschehen?

Die Verkündung eines Waffenstillstands im Irankrieg löste starke Gegenreaktionen der Märkte aus: Ölpreis runter, Aktienkurse rauf. Allerdings wurde schnell deutlich, dass sich keine Seite an die Bedingungen der anderen Seite hielt. So stützte sich die Stabilisierung der Aktienmärkte auf Hoffnungen, der Irankrieg und der russische Krieg gegen die Ukraine könnten durch bevorstehende Gespräche befriedet werden. Im Wochenverlauf fiel der Ölpreis unter 100 Dollar pro Barrel. Der Dow Jones erholte sich auf Wochensicht um +3,0 Prozent, der Nasdaq-100 um +4,5 Prozent. Beide Indizes liegen damit noch knapp unter den Werten vom Jahresbeginn. Der Euro-STOXX-50 erholte sich in dieser Woche um +4,1 Prozent und kehrte damit im laufenden Jahr +2,3 Prozent in die Gewinnzone zurück. Der DAX stieg vor allem wegen der anhaltenden Schwäche des Indexschwergewichts SAP nur um +2,7 Prozent und liegt damit im laufenden Jahr noch -2,8 Prozent in der Verlustzone.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag mit 44,14 Euro berechnet. Gegenüber dem Wert auf Basis der Schlusskurse vom Mittwoch der Vorwoche ist das ein Anstieg um 1,31 Euro bzw. +3,1 Prozent und gegenüber dem Jahresbeginn (42,01 Euro) ein Plus von +5,1 Prozent, während der Aktienfondsdurchschnitt erst die Verlustzone verließ und mit +2,4 Prozent knapp die Hälfte unserer Performance schaffte. Über 12 Monate steigt der Zuwachs beim ACC Alpha Anteilswert auf jetzt +30,0 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt +23,9 Prozent), über drei Jahre auf +46,4 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt +37,8 Prozent) und über fünf Jahre auf +41,8 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt +34,3 Prozent).

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also um einen Börsentag vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung ab (die ja auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag erfolgt).

Aurubis stiegen in dieser Woche um +16,8 Prozent auf neue Rekordhöhen (177,60 Euro, Einstand 82,38 Euro), nachdem Warburg Research zum Kauf der Papiere des Kupferkonzerns geraten hatte. Der Kupferpreis, der bis in die zweite Märzhälfte hinein aus Sorge um die Weltkonjunktur am Terminmarkt unter 12.000 Dollar pro Tonne gesunken war, setzte seine Erholung auf rund 12.500 Dollar fort. Warburg Research rechnet damit, dass die Entwicklung bei Metallen die Gewinne antreibe. Zudem passe Aurubis gut ins Thema europäische Souveränität mit ihrem Zugang zu strategischen Ressourcen durch Recycling.

Auch der Edelstahlhersteller Aperam profitierte von diesem Thema (+16,7 Prozent auf 40,08 Euro, Einstand 33,45 Euro).

Die Aktie des Maschinenbauers Dürr erholte sich um +12,0 Prozent (auf 21,45 Euro, Einstand 22,88 Euro), nachdem die Aktie in der ersten Märzhälfte stark unter den Sorgen um die weltweite Energiekrise gelitten hatte. Nach der Ankündigung einer Dividendenerhöhung drehte die Kursentwicklung in der zweiten Märzhälfte nach oben. Dürr will seine Aktionäre am Erfolg des Unternehmens im vergangenen Jahr teilhaben lassen und die Dividende auf 0,80 Euro je Aktie und damit um 14 Prozent erhöhen.

Eine positive Branchenstudie der Citigroup zu europäischen Banken begünstigte die Kurserholung vor allem bei der Société Générale (+11,2 Prozent auf 71,40 Euro, Einstand 24,73 Euro). Der Citigroup-Analyst äußerte sich optimistisch für die Branche, die einige der wenigen sei, in der die Ergebnisprognosen noch anstiegen. Wesentlich dafür seien die Ertragsaussichten, aber in einigen Fällen auch bessere Kostenkontrolle. Als Favoriten wurde neben den beiden britischen Instituten HSBC und NatWest ausdrücklich Société Générale als kontinentaleuropäische Empfehlung genannt.

Die Aktien der Deutschen Bank (+7,9 Prozent auf 27,71 Euro, Einstand 8,54 Euro) werden in der Studie jetzt mit „Neutral“ eingestuft. Damit wurde eine bisherige Verkaufsempfehlung aufgehoben.

Die im Laufe des Kriegs geänderten Zinserwartungen sieht der Citigroup-Analyst positiv. Inzwischen werde am Markt bereits mit zwei Leitzinserhöhungen der Europäischen Zentralbank in diesem Jahr gerechnet, was die Zinsergebnisse der Geldinstitute stütze. Einen weiteren positiven Beitrag könnte die Künstliche Intelligenz durch ihren Einfluss auf Kosten und Produktivität leisten.

Nach durchweg prozentual zweistelligen Kursgewinnen in der Vorwoche (siehe Vorwochenbericht) setzten alle 6 Edelmetall-Aktien in unserem Portfolio den Kursanstieg in dieser Woche mit prozentual einstelligen Kursgewinnen fort. Ihr Anteil am Fondsvermögen zusammen ist damit auf jetzt 17,9 Prozent gestiegen.

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Bei der Beteiligungsgesellschaft Mutares drückt weiterhin die bevorstehende Kapitalerhöhung auf den Aktienkurs: Nach -12,9 Prozent in der Vorwoche nun -5,9 Prozent (auf 25,25 Euro, Einstand 28,86 Euro). Geplant ist die Ausgabe von insgesamt knapp 4,3 Millionen Aktien für bis zu 105 Millionen Euro. Das Grundkapital der Gesellschaft soll dazu um ein Fünftel wachsen. Bisherige Aktionäre (wie der Fonds) können deshalb für je fünf Aktien eine junge Aktie zu 24,50 Euro beziehen. Rund 1,1 Millionen neue Aktien hat Mutares bereits bei institutionellen Investoren untergebracht. Das Volumen lag bei 26,4 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit. Das Orderbuch sei fast dreifach überzeichnet gewesen. Der Platzierungspreis wurde auf 24,50 Euro je neuer Aktie festgelegt, was dem Bezugspreis für die Bezugstranche von rund 3,2 Millionen neuen Aktien entspricht. Rund 80 Prozent der Erlöse aus der Kapitalerhöhung will Mutares für die Expansion in den USA und der Erschließung neuer Geschäftsmöglichkeiten in ganz Europa verwenden. Rund ein Fünftel des zufließenden Kapitals soll das Eigenkapital in der Bilanz des Unternehmens stärken. Mutares rechnet für das zweite Quartal mit deutlich mehr Transaktionen. Die Pipeline auf der Verkaufs- als auch auf der Akquisitionsseite befinde sich in einem fortgeschrittenen Stadium und solle maßgeblich zum Umsatz- und Ergebniswachstum beitragen, hatte Mutares schon vor rund zwei Wochen mitgeteilt. Jetzt gab Mutares die Übernahme von zwei Automobilzulieferunternehmen von Magna-Konzern, einem der weltweit führenden Automobilzulieferer, bekannt. Der Abschluss der Transaktionen wird vorbehaltlich der üblichen behördlichen Genehmigungen für das zweite Quartal 2026 erwartet. Die Amaneos Group, Teil von Mutares, soll durch das europäische Automobilbeleuchtungsgeschäft von Magna strategisch gestärkt werden. Das Geschäft mit einem Umsatz 2025 in Höhe von rund 235 Mio. USD dient als transformatives Add-on für die Light Mobility Solutions GmbH (LMS). Die Übernahme erweitert die Kompetenzen der Gruppe durch die Kombination von Außenmodulen mit fortschrittlichen Beleuchtungstechnologien und schafft so eine vollständig integrierte Plattform für Außensysteme. Durch die Integration von Beleuchtungssystemen in Außenverkleidungen verbessert die Gruppe die Produktdifferenzierung, steigert die Wertschöpfung pro Fahrzeugplattform und stärkt ihre Position als Komplettanbieter für OEMs. Parallel dazu hat Mutares eine Vereinbarung zur Übernahme des Geschäftsbereichs Car-Top-Systeme von Magna unterzeichnet. Das Geschäft, das im Jahr 2025 ein Umsatz von rund 85 Mio. USD erzielt haben dürfte, wird die HiLo Group und ihre Kompetenzen im Bereich Dach- und Exterieursysteme ergänzen und stärken, indem es das bestehende Know-how in Scharnieren und Verriegelungssystemen mit fortschrittlichen Dacharchitekturen und -mechanismen kombiniert. Dadurch entsteht eine sich hervorragend ergänzende Plattform, die das Angebot integrierter Dach- und Exterieursystemlösungen ermöglicht und die Systemtiefe sowie das Wertschöpfungspotenzial erhöht. Diese Akquisitionen stehen im Einklang mit dem aktuellen strategischen Plan von Mutares, das strukturelle Wachstum ihres Portfolios zu beschleunigen. Der Schwerpunkt liegt dabei insbesondere auf einer raschen Expansion auf dem dynamischen US-Markt und in Europa sowie auf bedeutenden Veräußerungsprozessen.

Im laufenden Jahr soll der Mutares-Konzernumsatz auf 7,9 bis 9,1 Milliarden Euro zulegen und der für die Aktionäre maßgebliche Jahresüberschuss der Mutares-Holding bei 165 bis 200 Millionen Euro liegen. Bis 2030 peilt Mutares ein Wachstum pro Jahr von einem Viertel beim Konzernumsatz und beim Holding-Nettoergebnis an. Im abgelaufenen Geschäftsjahr profitierte Mutares vom Portfolioumbau und dem Verkauf von Beteiligungen, vor allem des vollständigen Ausstiegs beim österreichischen Motorenhersteller Steyr. Die Erlöse stiegen auf Basis vorläufiger Zahlen auf 6,5 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte deutlich auf 733,5 Millionen Euro. Unter dem Strich verzeichnete Mutares einen Holding-Gewinn von 130,4 Millionen Euro. Die endgültigen Zahlen für 2025 will Mutares mit dem Geschäftsbericht in der letzten Aprilwoche veröffentlichen.

Die Aktien der Deutschen Rohstoff verloren wegen des zurückkommenden Ölpreises in dieser Woche -4,9 Prozent (auf 93,60 Euro, Einstand 54,20 Euro). Die Marktkapitalisierung von Almonty Industries stieg unterdessen wieder auf 4,70 Mrd. USD. Der Anteil, den die Deutsche Rohstoff AG hält, von knapp 8 Prozent hat somit einen aktuellen Kurswert von rund 370 Mio. US-Dollar bzw. 315 Mio. Euro. Dies deckt rechnerisch weiterhin rund 70 Prozent des aktuellen Börsenwertes der Deutschen Rohstoff AG.

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Wir haben unsere kleine Position in Sixt Vorzugsaktien durch den Zukauf von 800 Stück verdoppelt. Grund ist die Unterbewertung der Aktie, die zuletzt mit ihrer relativen Stärke ein Kaufsignal gab. Der Zukauf der 800 Aktien erfolgte zu 58,7375 Euro. Unser Einstieg war im Dezember zu nur 52,05 Euro erfolgt. Durch den Zukauf steigt der durchschnittliche Einstandspreis auf 55,39 Euro. Zusammen mit der kleineren Position in (500) Sixt Stammaktien beläuft sich die Größe der Sixt-Position jetzt auf 1,8 Prozent vom Fondsvermögen.

Wie hoch ist die Barreserve?

Das Euro-Kontoguthaben ist durch den Sixt-Zukauf auf 755.533 Euro gesenkt worden, der Anteil am Fondsvermögen von 11,8 auf 10,7 Prozent.

OceanaGold zahlte die Quartalsdividende von 0,09 USD pro Aktie, zusammen für unsere 4.000 Aktien 360 USD. Nach Abzug der Quellensteuer wurden unserem US-Dollar-Konto 306 USD gutgeschrieben. Bei 4 Quartalsdividenden in der jetzigen Höhe werden in diesem Jahr 0,36 US-Dollar Dividende pro Aktie erreicht, beim jetzigen Wechselkurs zwischen US- und Kanada-Dollar von 0,72 USD/CAD sind das 0,50 CAD. Dies entspricht im Verhältnis zu unserem Einstandskurs 36,41 CAD einer Dividendenrendite von 1,4 Prozent. Das Guthaben auf unserem US-Dollar-Konto ist dadurch auf 3.956 USD gestiegen. OceanaGold gab in dieser Woche bekannt, dass die Stammaktien des Unternehmens jetzt auch an der New Yorker Stock Exchange („NYSE“) gehandelt werden. Bislang konnten US-Anleger die Aktie an US-Handelsplätzen im Freiverkehr handeln. Heimatbörse bleibt die kanadische Toronto Stock Exchange („TSX“).

Unsere Fremdwährungsguthaben sind in dieser Woche durch die Dividendeneinnahme weiter leicht gestiegen auf zusammen in Euro umgerechnet jetzt 87.909 Euro (Anteil am Fondsvermögen 1,2 Prozent). Zusammen mit dem Euro-Konto belaufen sich die Bankguthaben jetzt auf 843.442 Euro. Damit entfallen aktuell 11,9 Prozent des Fondsvermögens auf die Barreserve. Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche durch einen kleinen Nettomittelzufluss um 8 Anteile auf jetzt 159.820 Anteile gestiegen. Das Fondsvermögen ist vor allem durch die Kursgewinne in dieser Woche um rund 200.000 Euro auf 7.067.927 Euro gestiegen.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

Ein Kollege aus der Wertpapier-Branche hatte mir schon vor längerem erzählt, er habe zur Altersvorsorge SAP-Aktien gekauft: „Kaufen und liegen lassen.“ Das verspreche bei SAP auf lange Sicht mehr Erfolg als ein DAX-ETF oder ein aktiv gemanagter Fonds.

Schon vor 6 Wochen haben wir in einem „Special“ uns an dieser Stelle mit dem „AI Scare Trade“ beschäftigt: Insbesondere Software-Aktien leiden schon seit dem vergangenen Jahr stark unter der Befürchtung, ihre Geschäftsmodelle könnten durch Künstliche Intelligenz gefährdet sein. Während viele Fondsmanager darin eine Übertreibung sahen, verstärkte sich diese Sorge zuletzt wieder und Software-Aktien setzten ihre Talfahrt fort. In Deutschland sank der Aktienkurs des DAX-Schwergewichts SAP auf den tiefsten Stand seit Anfang 2024. SAP-Chef Christian Klein befeuerte die Sorgen mit einem Interview in der „Financial Times“. Marktbeobachter bewerten seine Aussagen als Hinweis darauf, dass das bisherige Geschäftsmodell gefährdet erscheint. Seit dem Rekordhoch bei gut 283 Euro im Februar 2025 hat sich der Wert von SAP in etwa halbiert. Der Abwärtstrend ist bislang intakt – ebenso bei den Aktien großer US-Software-Konzerne wie Salesforce oder ServiceNow. Wir haben trotz des starken Kursrückgangs aus Bewertungsgründen nicht in Software-Aktien investiert, was sich als richtig erwiesen hat. Tatsächlich mag der Kursrückgang bereits Befürchtungen einpreisen, die sich in der Realität nicht so schnell in fallenden Umsätzen und Gewinnen niederschlagen. Besser als befürchtete Geschäftsergebnisse könnten also irgendwann auch eine zumindest stückweise Erholung von Software-Aktien auslösen. Andererseits ist aber sogar die beobachtete Kurshalbierung noch wenig, wenn Geschäftsmodelle insgesamt existenzgefährdet sind. Zumindest ist die Underperformance der Software-Aktien wieder ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass es keine sicheren „Anker-Aktien“ gibt, die man einfach kaufen und unbeobachtet liege lassen sollte. Zumindest hoffe ich für den Kollegen, dass seine Altersvorsorge nicht nur aus SAP-Aktien besteht.

2026 KW14 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

Bei Anregungen und Feedback erreichen Sie uns gerne per email. Ihre Ansprechpartner sind:

Was ist diese Woche (KW14/2026) an den Börsen geschehen?

Die mit Hoffnungen auf ein Ende des Irankriegs erwartete Rede von US-Präsident Trump wurde von den Kapitalmärkten als „Nullnummer“ bewertet. Begünstigt wurde die Kurserholung an den Aktienmärkten von der erklärten Absicht des Iran, die Straße von Hormus kontrolliert zu öffnen. Die Zahl der Schiffspassagen stieg auf 27 in zwei Tagen, was allerdings nur ein Bruchteil des Vor-Kriegs-Niveaus ist. Der Dow Jones beendete die vor Ostern verkürzte Handelswoche mit einer Erholung um +3,0 Prozent, womit sich der Verlust im laufenden Jahr auf -3,2 Prozent fast halbierte. Der Nasdaq-100 erholte sich sogar um +3,9 Prozent, liegt im laufenden Jahr aber noch -4,8 Prozent im Minus. Auch der DAX erholte sich ebenfalls um +3,9 Prozent, steht damit aber noch -5,4 Prozent tiefer als bei Jahresbeginn.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Mittwoch mit 42,83 Euro berechnet. Gegenüber dem Wert auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag der Vorwoche ist das ein Anstieg um 1,20 Euro bzw. +2,9 Prozent und gegenüber dem Jahresbeginn (42,01 Euro) ein Plus von +2,0 Prozent, während der Aktienfondsdurchschnitt -0,7 Prozent in der Verlustzone liegt. Über 12 Monate steigt der Zuwachs beim ACC Alpha Anteilswert auf jetzt +16,7 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt nur +9,4 Prozent), über drei Jahre auf +40,8 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt +32,5 Prozent) und über fünf Jahre auf +39,5 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt +31,3 Prozent).

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Donnerstag, weichen also um einen Börsentag vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung ab (die ja diesmal auf Basis der Schlusskurse vom Mittwoch erfolgt).

Die Erholung unseres Anteilswertes wurde vor allem von unseren Edelmetall-Aktien angetrieben. Der Goldpreis stabilisierte sich in der Woche vor Ostern um +4,0 Prozent, Silber +4,7 Prozent und Platin +6,5 Prozent (jeweils in US-Dollar). Vor diesem Hintergrund gewannen ausnahmslos alle unsere 6 Edelmetall-Aktien überproportional, nämlich zwischen +12,8 und +18,1 Prozent:

Wochengewinner ist Coeur Mining: +18,1 Prozent (auf 19,09 USD; Einstand 22,73 USD). Die Aktie ist vor dem Hintergrund der erfolgten Übernahme von New Gold und schwankender Edelmetallpreise sehr volatil. Die Übernahme von New Gold wurde am 20. März abgeschlossen. Damit wechselt auch der Schuldner der von New Gold ausgegebenen Anleihen im Volumen von 400 Millionen US-Dollar. Coeur Mining bietet einen Tausch in eine neue Anleihe an und müsste Anleiheinhaber, die nicht tauschen, aufgrund der üblichen Change-of-Control-Klausel auszahlen. Die Refinanzierung ist durch eine neue revolvierende Kreditlinie über eine Milliarde US-Dollar gesichert, mehr als doppelt so viel wie die bisherige Fazilität von 400 Mio. USD. Operativ hat sich das Unternehmen durch die New Gold-Übernahme erheblich vergrößert: Für 2026 plant Coeur eine Produktion von 680.000 bis 815.000 Unzen Gold, 18,7 bis 21,9 Millionen Unzen Silber sowie 50 bis 65 Millionen Pfund Kupfer. Darin sind die Beiträge aus den zwei neuen Goldminen in Kanada, „New Afton“ und „Rainy River“, anteilig (mit 9 Monaten) enthalten. Um die Aktionäre teilhaben zu lassen, genehmigte der Vorstand ein um den Faktor 10 vergrößertes Aktienrückkaufprogramm über 750 Millionen US-Dollar sowie erstmals Dividendenzahlungen. Geplant ist eine halbjährliche Dividende von 0,02 US-Dollar je Aktie, erstmals fällig im Juni. Die Ergebnisse des ersten Quartals 2026 werden erst im Mai und Juni veröffentlicht. Analysten rechnen mit 815 Mio. USD Umsatzerlösen und 0,51 US-Dollar Gewinn pro Aktie (EPS). Im vierten Quartal 2025 waren es nur 0,35 USD EPS, weniger als im Analystendurchschnitt von 0,43 USD erwartet. Passend zur hohen Volatilität der Aktie gehen auch die Analystenempfehlungen stark auseinander: ATB Cormark Capital Markets hob Coeur Ende März auf „Moderate Buy“ bzw. „Outperform“ an, RBC Capital hob das Ziel auf 26 US-Dollar bei der Einstufung „Outperform“. BMO Capital nennt 27 US-Dollar als Kursziel, ebenfalls mit „Outperform“ und Roth MKM sogar 29 US-Dollar. Roth Capital behielt sein Kaufvotum bei, senkte aber das Kursziel mit Verweis auf gesunkene Gold- und Silberpreise von 29 auf 24 US-Dollar. Und Zacks Research stufte die Aktie gerade sogar von „Hold“ auf „Strong Sell“ herab. Tatsächlich sind die aktuellen Risiken „auf beiden Seiten der Bilanz“ höher als bei anderen Minenbetreibern: Im Aktivgeschäft muss die Integration des nun sieben Minen umfassenden Portfolios und der Ausbau der Rochester Mine in Nevada bewältigt werden, und bei der Mittelherkunft muss sich entscheiden, in welchem Umfang das Anleihe-Umtausch-Angebot angenommen wird. Die Finanzierung über die Banken-Kreditlinie ist für Coeur teurer. Im Branchenvergleich hat Coeur aber eher eine niedrige Verschuldung mit einem Debt-to-Equity-Verhältnis von 0,10 und eine Current Ratio von 2,47. Der Kursrückfall von über 27 USD Ende Februar auf nur 16 USD im März dürfte eine Übertreibung gewesen sein und der Weg für einen Wiederanstieg des Aktienkurses bis in den von den meisten Analysten genannten Zielbereich 26 bis 28 USD sollte frei sein, mittel- bis längerfristig auch darüber hinaus.

Valterra Platinum gewannen angesichts des wieder steigenden Platinpreises +15,7 Prozent (auf 65,00 GBP, Einstand 37,69 GBP). Im Gesamtjahr 2025 hatte das Unternehmen einen Umsatz von 116,398 Millionen ZAR erzielt nach 109,007 Millionen ZAR im Vorjahr. Der Nettogewinn betrug 15,420 Millionen ZAR gegenüber 7,059 Millionen ZAR im Vorjahr. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (EPS) aus fortgeführten Geschäftsbereichen lag bei 58,72 ZAR im Vergleich zu 26,83 ZAR im Jahr 2024. Das verwässerte Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen betrug 58,44 ZAR gegenüber 26,78 ZAR im Vorjahr. Um die Abhängigkeit vom instabilen südafrikanischen Stromnetz zu verringern, hat Valterra im März sein erstes Solarkraftwerk in Betrieb genommen. Das Mooi Plaats Projekt ist ein Joint Venture mit EDFR Renewables und soll künftig etwa 15 Prozent des gesamten Strombedarfs von Valterra Platinum decken. Neben der Einsparung von jährlich 500.000 Tonnen CO2 steht vor allem die Wirtschaftlichkeit im Fokus. Ab 2026 erwartet das Management Stromkosten, die rund 10 Prozent unter den Marktpreisen in Südafrika liegen. Zwei weitere Projekte mit jeweils 140 MW befinden sich bereits in der Umsetzung. Langfristig will Valterra Platinum ein Drittel seines Energiebedarfs selbst decken.

Newmont, die schon in der Vorwoche +6,6 Prozent gewonnen hatten, stiegen in dieser Woche +13,8 Prozent (auf 114,05 USD, Einstand 43,84 USD). Sorgen um einen Kostenanstieg durch die Energiekrise traten etwas in den Hintergrund. Zuvor hatte die Einstufung der Kostensteigerung als „echte Bedrohung für die Margen der Goldproduzenten“ Verkäufe von Minenaktien begründet. Bei Newmont kommen unternehmensspezifische Unsicherheiten dazu. Wartungsarbeiten an den Minen Peñasquito und Boddington werden die Produktion in diesem Jahr vorübergehend einschränken. Auch das dürfte aber mehr als ausreichend in der aktuellen Bewertung enthalten sein. Im Schlussquartal 2025 hatte das Unternehmen stark vom Preisanstieg profitiert. Mit einem durchschnittlich erzielten Goldpreis von 4.216 Dollar pro Unze übertraf der Konzern klar die Markterwartungen. Der Umsatz erreichte 6,82 Milliarden Dollar (durchschnittliche Markterwartung 6,19 Milliarden Dollar). Auch der Gewinn je Aktie (EPS) überstieg mit 2,52 USD den Analystenkonsens von 1,97 USD deutlich. Zusätzlichen operativen Rückenwind lieferte der Start der kommerziellen Produktion im Ahafo-North-Projekt. Das Unternehmen schloss 2025 mit einem freien Cashflow von 7,3 Milliarden Dollar ab und tilgte Schulden in Höhe von 3,4 Milliarden Dollar. Das Management hält an einem Mindestbargeldbestand von 5 Milliarden Dollar fest. Auf Bewertungsebene handelt Newmont derzeit mit einem Forward-KGV von nur 11,5 und damit deutlich unter dem Fünfjahresdurchschnitt von 16,6. Am 23. April sollen nach US-Börsenschluss die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 veröffentlicht werden. Der Bericht wird zeigen, wie stark die Margen unter dem Doppeldruck aus Goldpreiskorrektur und Energiekosten gelitten haben. Das durchschnittliche Analysten-Kursziel für die Newmont-Aktie lag jüngst bei 133,78 USD. JPMorgan hat die Beobachtung von Newmont mit der Einstufung „Overweight“ aufgenommen und prognostiziert ein durchschnittliches jährliches Produktionswachstum von 5 Prozent sowie eine EBITDA-Marge von rund 67 Prozent. Die Bernstein SocGen Group stufte Newmont auf „Outperform“ hoch und begründete dies mit einer optimistischen Einschätzung für Gold und der Sensitivität der Aktie gegenüber dem Goldpreis.

Franco-Nevada stiegen in dieser Woche um +13,8 Prozent (auf 359,02 CAD, Einstand 176,46 CAD). Damit nähert sich der Aktienkurs des weltgrößten Gold-Royalty seinem Rekordhoch bei 388 CAD von Ende Februar. Schon 2024, als wir unsere Investments in Gold-Aktien wieder aufnahmen, herrschten Sorgen um den Kostenanstieg bei den Minenbetreibern. Dies war damals ein Grund für uns, eine größere Position im Gold-Royalty aufzubauen, weil sich dies nicht an den (steigenden) Kosten beteiligen muss. Dieser Vorteil spielt jetzt angesichts des Ölpreisanstiegs wieder eine größere Rolle.

OceanaGold stiegen in dieser Woche um +12,8 Prozent (auf 44,82 CAD, Einstand 36,41 CAD). Das kanadische Unternehmen teilte seinen Aktionären mit, dass die in den technischen Berichten dargestellte prognostizierte Goldproduktion und das Kostenprofil ermöglichen, bei den aktuellen Goldpreisen auch weiterhin einen substanziellen freien Cashflow zu generieren. Diese Angaben basieren ausschließlich auf den Mineralreserven des Unternehmens für das Jahr 2025 und einer Schätzung des Goldpreises von 2.200 US-Dollar pro Unze. Sie berücksichtigen weder zusätzliche Mineralressourcen oder Explorationspotenziale noch den inzwischen doppelt so hohen Goldpreis. OceanaGold veröffentlichte gleichzeitig die Ergebnisse von sechs jüngeren Bohrungen im Rahmen des laufenden Explorations- und Ressourcenkonvertierungsprogramms in Wharekirauponga. Das Gebiet liegt etwa 10 Kilometer nördlich des Waihi-Bergwerks des Unternehmens in Neuseeland. Gerard Bond, Präsident und CEO von OceanaGold, erklärte dazu: „Die heutigen Bohrergebnisse aus Wharekirauponga unterstreichen erneut das Potenzial dieses außergewöhnlichen Erzkörpers. Die Bohrungen deuten auf eine neu entstandene hochgradige Zone hin, die außerhalb der Reserven am südlichen Rand der bekannten Lagerstätte liegt. Besonders wichtig ist, dass sich diese neu definierte hochgradige Zone in der Nähe des geplanten Untertagezugangs befindet. Da Wharekirauponga in mehrere Richtungen offen ist, sind wir weiterhin gut positioniert, um durch kontinuierliches Ressourcenwachstum und die Umwandlung von Lagerstätten den Shareholder Value zu steigern, indem wir die Anzahl der Bohrungen in diesem Jahr erhöhen.“ Seit November 2025 wurden insgesamt sechs Bohrungen abgeschlossen. OceanaGold plant, im zweiten Quartal 2026 zwei weitere Bohranlagen auf neuen Bohrplattformen gemäß der im Dezember 2025 erteilten Genehmigung in Betrieb zu nehmen. Die Bohrungen im Jahr 2026 konzentrierten sich weiterhin auf die Verbesserung der Ressourcensicherheit und das weitere Ressourcenwachstum.

Der Aktienkurs von Pan American Silver, der in der Vorwoche schon um +11,5 Prozent gestiegen war, setzte die Kurserholung in dieser Woche mit +12,8 Prozent fort (auf 77,70 CAD, Einstand 40,97 CAD).

Der Anteil unserer 6 Edelmetall-Aktien zusammen am Fondsvermögen ist durch die gute Kursentwicklung allein in dieser Woche aus eigener Kraft von 16,2 auf 17,8 Prozent gestiegen.

Der Baukonzern PORR hat seinen Geschäftsbericht 2025 vorgelegt. Der Aktienkurs stieg in dieser Woche um +6,5 Prozent (auf 36,80 Euro, Einstand 13,48 Euro). Die schon zu Monatsbeginn berichteten vorläufigen Zahlen zur Auftrags- und Umsatzentwicklung sowie zum operativen Ergebnis wurden nun bestätigt. Die Dividende steigt um rund 17 Prozent, der Gewinn pro Aktie (EPS) sogar um 30 Prozent. Auf Basis der signifikanten Steigerung des EBITs auf 196,7 Mio. Euro konnte PORR das Nettoergebnis überproportional auf 116,0 Mio. Euro bzw. pro Aktie auf 3,00 Euro verbessern, was deutlich über den Marktprognosen (Konsens 2,80 Euro) lag. Die vorgeschlagene Erhöhung der Dividende auf 1,05 Euro (von 0,90 Euro) ist somit gut unterlegt. Der Free Cashflow stieg durch Verbesserungen beim Working Capital und geringere CAPEX deutlich stärker als erwartet auf 187,8 Mio. Euro. Im Konsens waren nur 55 Mio. Euro erwartet worden. Unter Ausklammerung der langfristigen Rückstellungen für u.a. Pensionen wies PORR per Jahresende wieder eine Netto-Cash-Position von 93,1 Mio. Euro aus. Die solide Eigenkapitalquote blieb mit 21,1 Prozent stabil. Vor dem Hintergrund des mit 9,54 Mrd. Euro prall gefüllten Orderbuchs rechnet der Vorstand für 2026 mit einer moderaten Steigerung der Produktionsleistung und des Konzernumsatzes sowie einer weiteren Steigerung der EBIT-Marge, ohne bislang konkrete Zahlen zu nennen. Unverändert bleibt das Mittelfristziel einer EBIT-Marge von 3,5 bis 4,0 Prozent bis 2030. Hinsichtlich drohender negativer Auswirkungen durch den Krieg im Nahen Osten wies PORR darauf hin, dass große Teile des Energiebedarfs der Gruppe (z.B. 90 Prozent bei Gas) preislich abgesichert seien. Zusätzlich erfolgt eine Absicherung der Kosten durch frühzeitige Beschaffung („Early Procurement“). Schon bei Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine 2022 zeigte PORR ein starkes Krisenmanagement. Die Analysten von Montega bewerten die finalen Zahlen von PORR für 2025 angesichts der starken Werte beim Jahresüberschuss und beim Free Cashflow als eine positive Überraschung. Man erachte die Baukonjunktur in PORRs sieben europäischen „Heimmärkten“ vor allem im Tief- und Infrastrukturbau als sehr robust. In Anbetracht der günstigen Bewertung (KGV 2026e 12,1) bestätigt Montega das Rating „Kaufen“ und das Kursziel von 46,00 Euro.

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Mit -12,9 Prozent (auf 27,40 Euro, Einstand 28,86 Euro) ist die Aktie von Mutares prozentual der größte Kursverlierer in dieser Woche in unserem Portfolio. Die Position ist aber mit nur 0,8 Prozent vom Fondsvermögen recht klein. Zwischenzeitlich war die Aktie in Reaktion auf die überraschende Bekanntgabe einer Kapitalerhöhung auf den tiefsten Stand seit November gefallen.

Bei Wüstenrot & Württembergische (W&W) setzte sich der Kursrutsch in Reaktion auf den vorsichtigen Ausblick 2026 bei Vorlage der guten Geschäftsergebnisse 2025 fort: Nach -8,8 Prozent in der Vorwoche nun nochmals -8,2 Prozent (auf 14,04 Euro, Einstand 14,93 Euro). Die Analysten von Montega bewerten die Geschäftsergebnisse 2025 positiv und den Ausblick als „konservativ“. Bereinigt um den Wegfall der steuerlichen Sondereffekte in Höhe von 38 Mio. Euro impliziere dieser Ausblick ein eher stagnierendes operatives Ergebnis. Der Vorstand verweise hierbei auf das volatile Zinsumfeld und die Normalisierung der Schadenerwartung im Versicherungsgeschäft. Zusätzlich dämpfen Investitionen in das neue Kernbankensystem das Ergebnis. Ab 2027 erwartet das Management durch den Wegfall dieser Projektkosten sowie durch Effizienzgewinne Entlastungen im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Mittelfristig (bis 2030) soll das Konzernergebnis wieder auf 220 bis 250 Mio. Euro steigen. Das diversifizierte Geschäftsmodell (Wohnen & Versichern) habe sich nach Einschätzung von Montega wieder mal bewährt. Die positive Performance der Sachversicherung habe die Schwäche im Wohnen-Segment mehr als ausgeglichen. Angesichts der stabilen Dividende, dem hohen Eigenkapital von ca. 5 Mrd. Euro und einem massiven Abschlag zum Buchwert (KBV: 0,3; Peers: 2,9) bleibe die Aktie ein attraktiver Substanzwert. Montega bestätigt die Kaufempfehlung mit einem leicht reduzierten Kursziel von 20,00 Euro (zuvor: 21,00 Euro).

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Wir haben in dieser Woche keine Änderungen an unserem Portfolio veranlasst.

Wie hoch ist die Barreserve?

Das Euro-Kontoguthaben ist durch leichte Nettomittelabflüsse auf 810.411 Euro gesunken. Der Anteil am Fondsvermögen liegt damit jetzt bei 11,8 Prozent. Auf unser Euro-Bankguthaben haben wir für den Monat März 914 Euro Zinsen erhalten. Der Betrag wurde ohne Abzüge unserem Konto gutgeschrieben. Kapitalertragssteuer wird in diesem Fall auf Fondsebene nicht erhoben, damit es nicht zu einer Doppelbesteuerung kommt. Das Euro-Guthaben verzinst sich zurzeit mit 1,632 Prozent p.a.

Franco-Nevada zahlte die Quartalsdividende von 0,599148 CAD pro Aktie, zusammen für unsere 1.500 Aktien 898,72 CAD. Nach Abzug der Quellensteuer wurden unserem CAD-Konto 763,91 CAD gutgeschrieben. Franco-Nevada nimmt, wie in Nordamerika üblich, mehrfach pro Jahr Gewinnausschüttungen an seine Aktionäre vor. Unser CAD-Bankguthaben ist dadurch auf 65.651 CAD gestiegen. Bei 4 Quartalsdividenden in der jetzigen Höhe werden in diesem Jahr 2,40 CAD Dividendenausschüttung pro Aktie erreicht. Dies entspricht im Verhältnis zu unserem Einstandskurs 176,46 CAD einer Dividendenrendite von 1,4 Prozent. Die stark steigenden Einnahmen lassen weitere Dividendenerhöhungen erwarten.

Newmont zahlte die Quartalsdividende von 0,26 USD pro Aktie, zusammen für unsere 2.500 Aktien 650 USD. Nach Abzug der Quellensteuer wurden unserem USD-Konto 455 USD gutgeschrieben. Unser USD-Bankguthaben ist dadurch auf 3.642 USD gestiegen. Bei 4 Quartalsdividenden in der jetzigen Höhe werden in diesem Jahr 1,04 USD Dividendenausschüttung pro Aktie erreicht. Dies entspricht im Verhältnis zu unserem Einstandskurs 43,84 USD einer Dividendenrendite von 2,4 Prozent. Auch bei Newmont sollte Spielraum für weitere Dividendenerhöhungen vorhanden sein.

Unsere Fremdwährungsguthaben sind in dieser Woche durch Zins- und Dividendeneinnahmen leicht gestiegen auf zusammen in Euro umgerechnet jetzt 87.686 Euro (Anteil am Fondsvermögen unverändert 1,3 Prozent). Zusammen mit dem Euro-Konto belaufen sich die Bankguthaben jetzt auf 898.097 Euro. Damit entfallen jetzt 13,1 Prozent des Fondsvermögens auf die Barreserve. Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche weiter durch einen leichten Nettomittelabfluss um 224 Anteile auf jetzt 159.812 Anteile gesunken. Das Fondsvermögen ist durch die Kursgewinne in dieser Woche auf jetzt 6.863.009 Euro gestiegen.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

Zwischen 2010 und 2025 kauften Zentralbanken per Saldo fast 10.000 Tonnen Gold und trugen damit maßgeblich zum Preisanstieg des Edelmetalls bei. Private Goldanleger erwiesen sich im gleichen Zeitraum als weitaus wankelmütiger: Mal stockten sie ihre Gold-Investments auf, mal verkauften sie, erkennbar an den Mittelzu- und -abflüssen beim sogenannten „Papier-Gold“, also Zertifikaten und Fonds, die den Besitz an physischem Gold verbriefen oder zumindest in der Wertentwicklung nachvollziehen. Die stetigen Notenbank-Käufe waren für Gold-Investoren bislang das wichtigste Argument auf der Nachfrageseite. Doch nun wurde bekannt, dass der Preisrückgang beim Gold im ersten Quartal dieses Jahres auch durch Goldverkäufe von Notenbanken ausgelöst wurde: Russland und die Türkei setzten einen Teil ihrer Goldreserven ein. Gemeinsam ist der Türkei und Russland, dass sie (bei weitreichender wirtschaftspolitischer Inkompetenz ihrer Präsidenten), aktuell so große finanzielle Probleme haben, dass sie einen Griff auf die Goldreserven erzwingen: Die türkische Zentralbank hat im Zuge des Irankriegs erhebliche Mengen Gold abgestoßen. Allein innerhalb weniger Wochen summierten sich Verkäufe und Gold-Swaps auf rund 50 bis 60 Tonnen. Hintergrund ist vor allem der Versuch, die eigene Währung zu stabilisieren. Steigende Energiepreise und eine erhöhte Nachfrage nach US-Dollar setzten die türkische Lira massiv unter Druck. Um gegenzusteuern, griff die Notenbank nicht nur auf Devisenreserven zurück, sondern verkaufte auch gezielt Gold. Ein Teil des Goldes wurde im Rahmen von Swaps eingesetzt, bei deren Auflösung die Türkei das Gold zurückkaufen kann. Das Gold dient dann gleichsam als Sicherheit, um die eigene Währung zu stützen. Auf den Goldpreis wirkt das trotzdem belastend. Ähnlich verzweifelt erscheinen die Verkäufe des russischen Zentralbankgoldes: Nachdem die riesigen Reserven der russischen Staatsfonds aus dem Öl- und Gasgeschäft in vier Jahren „Blitzkrieg“ gegen die Ukraine verpulvert wurden, verkauft der Kreml nun die Goldreserven. Zwar ist der Ölpreis auf dem Weltmarkt in Folge des Irankriegs stark gestiegen, doch Russland fällt es immer schwerer, sein Öl und Gas zu verkaufen. Zum einen nehmen die Maßnahmen gegen die russische Schattenflotte zu, die Sanktionen umgeht. Zum anderen zeigen die Angriffe der Ukraine auf die Ölwirtschaft Russlands Wirkung. Sowohl die Türkei als auch Russland dürften hoffen, den Verkauf der in langen Jahrzehnten aufgebauten Goldreserven bald stoppen zu können. Die Chancen stehen bei für die Türkei besser als für Russland. Aber auch andere Länder, insbesondere solche, die besonders stark von Energieimporten abhängig sind oder deren Einnahmen als Energieexporteur wegbrechen, könnten sich gezwungen sehen, einen Teil ihrer Goldreserven aufzulösen.

Neben Verkäufen privater Investoren, die von Gewinnmitnahmen bis hin zu Zwangsliquidationen motiviert sein dürften, sind also auch Notenbankverkäufe ein Grund dafür, dass die vermeintliche Krisenwährung Gold gerade in Krisenzeiten unter Druck geraten kann. Bei Privatanlegern ist Gold, insbesondere „Papier-Gold“ oft das Erste, was zu Geld gemacht werden kann. Bei Notenbanken gehören die Goldreserven dagegen grundsätzlich zu den letzten Mitteln, um Notlagen abzufangen. Kurzfristig stabilisiert der Verkauf von Gold gegen die eigene Papierwährung letztere natürlich, längerfristig schadet es dem Vertrauen in die eigene Währung aber umso mehr.

Die hohen Schwankungen beim Goldpreis sind mithin kein Zeichen für ein Ende der Bedeutung des Edelmetalls, vielmehr sind sie Symptome der extremen Stresssituation im globalen Wirtschafts- und Finanzsystem. Wir halten angesichts der günstigen Bewertung und immer noch hohen Gewinnmargen aber an unseren Aktien von Goldminenbetreibern fest. Gegen einen möglichen Rückgang des Goldpreises besser geschützt sind zudem Aktien von Minenkonzernen, die neben Gold auch Silber und Kupfer produzieren (wie

2026 KW13 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

Bei Anregungen und Feedback erreichen Sie uns gerne per email. Ihre Ansprechpartner sind:

Was ist diese Woche (KW13/2026) an den Börsen geschehen?

„Trump always chickens out“ für „Trump macht immer einen Rückzieher“ ist als Kürzel „TACO“ an den Börsen schon ein bekanntes Phänomen. Unmittelbar nachdem Trump dem Iran mit einem Angriff auf Energieanlagen gedroht hatte, erklärte er, auf solche Angriffe vorerst zu verzichten. Darauf kam es an den Märkten zu starken Gegenbewegungen: Der Ölpreis fiel um rund 15 Prozent (von 115 auf 97 USD pro Barrel der Sorte Brent) und die Aktienmärkte verzeichneten Kursgewinne. Allerdings wurden die gegenseitigen Angriffe im Wochenverlauf fortgesetzt, ohne dass die von Trump angekündigte Verhandlungslösung absehbar wäre. Darauf stieg der Ölpreis wieder und die Aktienmärkte gaben ihre Kursgewinne wieder ab, so dass es für die meisten Aktienindizes die fünfte Verlustwoche in Folge gab. Beim Nasdaq-100 entstand mit dem Wochenverlust von -3,2 Prozent ein Minus seit Jahresbeginn von -8,4 Prozent. Etwas besser hielt sich der Dow Jones: auf Wochensicht ein Verlust von -0,9 Prozent und seit Jahresbeginn -6,0 Prozent. Der DAX verlor in dieser Woche -0,4 Prozent und im laufenden Jahr -8,9 Prozent. Der Euro-STOXX-50 entwickelte sich weiterhin besser, auf Wochensicht +0,1 Prozent und damit seit dem Jahreswechsel ein Verlust von -4,9 Prozent. Die im Euro-STOXX-50 enthaltenen Ölkonzerne Total und ENI profitieren vom Ölpreisanstieg.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag mit 41,63 Euro berechnet. Gegenüber dem Vorwochenwert ist das ein Rückgang um 0,34 Euro bzw. -0,8 Prozent. Damit ist seit Jahresbeginn (42,01 Euro) ein kleines Minus von -0,9 Prozent entstanden. Über 12 Monate beträgt der Gewinn beim ACC Alpha Anteilswert +11,5 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt nur +7,1 Prozent), über drei Jahre +39,4 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt +35,6 Prozent) und über fünf Jahre +38,1 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt +34,7 Prozent).

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also um einen Börsentag vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung ab (die ja auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag erfolgt).

Der Aktienkurs von Pan American Silver, der vom Rekordhoch Ende Februar stark korrigiert hatte, erholte sich in dieser Woche um +11,5 Prozent (auf 71,77 CAD, Einstand 40,97 CAD). Hintergrund ist Erholung des Silberpreises in diese Woche um knapp 3 Prozent auf knapp 70 US-Dollar pro Unze. Blieben der Gold- und Silberpreis in etwa auf dem jetzigen Niveau, würde das KGV der Aktie unter 10 rutschen. Von rund dreieinhalb Milliarden Kanada-Dollar Cashflow verbliebe der weitaus größte Teil, nämlich rund drei Milliarden als freier Cashflow, rund 7 CAD pro Aktie. Auch der Gewinn pro Aktie liegt dann bereinigt in dieser Größenordnung.

Obwohl sich der Goldpreis in dieser Woche noch nicht von den Preisrückgängen in den Vorwochen erholte, sondern recht eng um 4.500 US-Dollar pro Unze pendelte, reichte die Stabilisierung schon für Kursgewinne bei Gold-Aktien: Newmont +6,6 Prozent (auf 102,10 USD, Einstand 43,84 USD) und Franco-Nevada +6,2 Prozent (auf 324,25 CAD, Einstand 176,46 CAD).

Der Anteil unserer 6 Edelmetall-Aktien zusammen am Fondsvermögen liegt jetzt bei 16,2 Prozent.

Die Deutsche Rohstoff profitiert vom hohen Ölpreis: Der Aktienkurs stieg in dieser Woche um +8,7 Prozent auf neue Rekordhöhen (93,90 Euro, Einstand 54,20 Euro). Obwohl sich der Aktienkurs seit Januar verdoppelt hat, preist die jetzige Bewertung einen Rückgang des Ölpreises nach dem Iran-Krieg ein. Sowohl Umsatzerlöse als auch Gewinn, die in diesem Jahr noch oben schießen, dürften dann wieder sinken. Aber auch auf Basis der „normalisierten“ Gewinnschätzungen für 2027 und 2028 liegt das KGV der Aktie unter 10.

Nach einem fundamental kaum nachvollziehbaren Kursrückgang bei Sixt kam es in dieser Woche zu einer Gegenbewegung: Sixt Stammaktien +6,8 Prozent (auf 64,20 Euro, Einstand 65,45 Euro) und Sixt Vorzugsaktien +6,3 Prozent (auf 53,90 Euro, Einstand 52,05 Euro). Ein (außerbörslicher) Insider-Kauf im Volumen von 50 Mio. Euro (!) darf als Signal verstanden werden, dass die Führungsmannschaft aus der Familie Sixt die Bewertung ihres Unternehmens aktuell auch für zu billig hält.

Roche gewannen in dieser Woche +3,9 Prozent (auf 312,50 CHF, Einstand 285,71 CHF). Laut einem Bericht plant Roche auf dem Markt für Abnehm-Medikamente in den Wettbewerb mit Eli Lilly und Novo Nordisk einzusteigen. Der Schweizer Pharmakonzern erwartet einen grundlegenden Wandel im Markt für Medikamente gegen Fettleibigkeit. Mit zunehmender Verbreitung der Therapien werde sich der Markt in mehrere Segmente aufteilen. Das eröffne neuen Anbietern Chancen, die Dominanz von Eli Lilly und Novo Nordisk herauszufordern. „Wir kratzen buchstäblich nur an der Oberfläche“, sagte Manu Chakravarthy, Entwicklungschef für Herz-, Nieren- und Stoffwechselmedikamente bei Roche, dem Wall Street Journal. Unterhalb liege „eine ganze Welt ungedeckter Bedürfnisse, auf deren Erfüllung die Patienten verzweifelt warten“. Nach Daten der US-Gesundheitsbehörde CDC leiden mehr als 100 Millionen Erwachsene in den USA an Adipositas. Analysten von Goldman Sachs erwarten, dass bis 2030 rund 15 Millionen Patienten Medikamente gegen Fettleibigkeit nutzen werden. Mit neuen Tabletten, sinkenden Preisen und besserem Zugang über staatliche Programme werde sich der Markt stärker am Verbraucher orientieren. Chakravarthy betont demnach, dass es keine Standardlösung geben werde. Unterschiedliche Patienten hätten unterschiedliche Bedürfnisse. „Der Markt wird sich segmentieren. Das wissen wir, es geschieht bereits“, sagte er. Roche gehörte in den 1990er-Jahren mit dem Medikament Xenical zu den Pionieren. Später zog sich der Konzern jedoch zurück, bevor moderne Wirkstoffe wie GLP-1-Präparate den Durchbruch brachten. Nun setzt Roche auf eine Rückkehr durch gezielte Zukäufe und Partnerschaften. Der Konzern investierte Milliarden in neue Wirkstoffkandidaten und Technologien. Dazu zählen unter anderem Übernahmen wie Carmot Therapeutics für bis zu 3,1 Milliarden US-Dollar sowie Lizenzdeals mit Zealand Pharma im Volumen von bis zu 5,3 Milliarden US-Dollar. Auch die Übernahme von 89bio für rund 3,5 Milliarden US-Dollar stärkt das Portfolio. Ein Roche-Sprecher erklärte, Investitionsentscheidungen zielten darauf ab, das Potenzial zu maximieren und den Nutzen für Patienten zu steigern. Aktuell dominieren Eli Lilly und Novo Nordisk den Markt mit Blockbustern. Roche sieht dennoch eine Chance, sich unter die Top 3 vorzuarbeiten. Der am weitesten entwickelte Kandidat ist die Injektion CT-388. Sie soll bald in die entscheidende Studienphase gehen. Roche will die Entwicklung beschleunigen. Auf Zweifel reagiert Chakravarthy dem Bericht zufolge offensiv. „Die Leute fragen mich ständig: Seid ihr nicht zu spät dran?“ Seine Antwort: „Wir haben systematisch versucht, ein Portfolio und einen Ansatz aufzubauen, der sehr durchdacht, differenziert, patientenorientiert und ganzheitlich ist, wenn man sich wirklich vor Augen führt, wo die wichtigsten ungedeckten Bedürfnisse liegen.“ Ein zentrales Problem bleibt laut Roche die langfristige Gewichtsstabilisierung. Der Konzern untersucht daher neue Ansätze, die auf das Gehirn wirken. „Letztendlich ist Adipositas eine neurologische oder eine Erkrankung des Gehirns“, sagte Chakravarthy. Roche beobachte gezielt wissenschaftliche Fortschritte in diesem Bereich.

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Als die Zuversicht in den japanischen Aktienmarkt in dieser Woche wieder zunahm, kam es wieder zu Umschichtungen zulasten von Nippon Sanso: Nach dem Anstieg in der Vorwoche um +5,1 Prozent verlor die Aktie in dieser Woche -6,9 Prozent (auf 30,76 Euro bzw. 5.875 Yen, Einstand 18,31 Euro bzw. 2.681 Yen).

Zudem lösten in dieser Woche bekanntgegebene gute 2025er Geschäftsergebnisse deutscher Unternehmen Kursverluste aus, wenn sich die Unternehmen für die Entwicklung in diesem Jahr vorsichtig äußerten:

Ein vorsichtiger Ausblick des Spezialpharma-Unternehmen Medios löste starke Kursverluste aus: -12,0 Prozent auf 12,06 Euro (Einstand 16,05 Euro). Die 2025er Ergebnisse fielen positiv aus: Medios profitierte von florierenden Arzneimittelverkäufen und einem starken Auslandsgeschäft. 2026 will das Management um den neuen Vorstandschef Thomas Meier die Profitabilität weiter steigern. Die Zielspanne für den Umsatz schließt aber auch einen leichten Rückgang nicht aus. Im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX sprach der Manager von einem schwierigen Umfeld, besonders in Deutschland. Die von seinem Vorgänger Matthias Gärtner eingeläutete Internationalisierung will er weiter vorantreiben.

Auch bei Wüstenrot & Württembergische (W&W) wurde der Ausblick mit Enttäuschung aufgenommen: Die Aktie verlor auf Wochensicht -8,8 Prozent auf 14,50 Euro (Einstand 14,93 Euro). Wegen deutlich weniger Schäden im Versicherungsgeschäft hat der Finanzkonzern seinen Gewinn (wie erwartet) deutlich gesteigert. Der Überschuss sei 2025 von 35 Millionen Euro im Vorjahr auf 121 Millionen Euro gestiegen, teilte Vorstandschef Jürgen Junker mit. Es sei ein eindeutig starkes Ergebnis erzielt worden. „Wir sind damit nach dem durch Unwetterereignisse belasteten Jahr 2024 zurück auf unserem nachhaltigen Kurs.“ Das W&W-Management stellte nach dem Gewinnsprung zwar „trotz schwieriger Rahmenbedingungen“ weiter steigende Gewinne für 2026 in Aussicht, der Markt hatte aber offenbar eine höhere Jahresprognose erwartet.

Auch beim Kölner Motorenhersteller Deutz fielen die Ergebnisse im abgeschlossenen Jahr sehr gut aus, aber die Börse reagierte enttäuscht auf den Ausblick: -6,8 Prozent (auf 8,35 Euro, Einstand 4,35 Euro). 2025 hat Deutz massiv vom Expansionskurs ins Rüstungsgeschäft und Kostensenkungen profitiert. Umsatz, Auftragseingang und Ergebnisse legten deutlich zu. „In einem anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Umfeld mit großen konjunkturellen Herausforderungen im Motorengeschäft haben wir eines der besten Ergebnisse der jüngeren Unternehmensgeschichte erzielt“, sagte Vorstandschef Sebastian Schulte bei Vorlage der Jahreszahlen 2025. Der konsequente strategische Konzernumbau zahle sich aus. Allerdings wurde auch hier der Ausblick von der Börse negativ aufgenommen. Insbesondere das Profitabilitätsziel des Motorenbauers für 2026 enttäuschte.

Ähnlich erging es Kontron: -1,9 Prozent auf 19,04 Euro (Einstand 19,41 Euro). Der Spezialist für Produkte rund um das sogenannte Internet-der-Dinge (IoT) enttäuschte die Anleger mit seinem Gewinnziel für 2026.

Und die Aktie der Beteiligungsfirma Indus Holding verlor in dieser Woche -2,6 Prozent (auf 26,70 Euro, Einstand 24,66 Euro). INDUS rechnet im laufenden Jahr wegen einer besseren Auftragslage mit einem „moderaten“ Wachstum. „Auch wenn die Rahmenbedingungen uns nicht euphorisch werden lassen, sind wir zuversichtlich“, sagte Unternehmenschef Johannes Schmidt bei Vorlage des Geschäftsberichts für 2025. Im laufenden Jahr sollen die Erlöse auf 1,80 bis 1,95 Milliarden Euro zulegen, wie das auf Mittelständler spezialisierte Beteiligungsunternehmen in Bergisch-Gladbach verkündete. Branchenexperten hatten einen Umsatz am unteren Ende der Spanne auf dem Zettel. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) sieht das Management im laufenden Jahr bei 150 bis 170 Millionen Euro. Die entsprechende operative Marge soll zwischen 7,5 und 9,5 Prozent liegen. Die Prognose basiere auf der Annahme, „dass es trotz der geopolitischen Risikolage im Nahen und Mittleren Osten zu keinen längerfristigen strukturellen Einschränkungen der Versorgungssicherheit mit langfristigen Preissteigerungen bei Vormaterial- und Energiepreisen kommt“, hieß es von Indus dazu weiter. Wie bereits im Februar auf Basis vorläufiger Zahlen mitgeteilt, stieg der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht auf 1,74 Milliarden Euro, während das operative Ergebnis auf 147,8 Millionen Euro zurückging. Die operative Marge lag bei 8,5 Prozent. Nach Steuern verbuchte Indus einen Gewinnanstieg auf 69,8 Millionen Euro. Dabei profitierte das Unternehmen von einer niedrigeren Besteuerung. Im Vorjahr hatte Indus 54,7 Millionen Euro verdient. Zugleich saßen die Unternehmen im Portfolio zu Jahresende 2025 auf einem um 11 Prozent auf 705,9 Millionen Euro gestiegenen Auftragsbestand. Für das abgelaufene Geschäftsjahr sollen die Aktionäre eine um 10 Cent angehobene Dividende in Höhe von 1,30 Euro je Aktie bekommen. Die Dividendenanhebung überraschte die meisten Analysten sogar positiv.

Die Analysten der Quirin Bank bestätigten ihre Kaufempfehlung für Villeroy & Boch. Die Aktie verlor trotzdem auf Wochensicht -2,4 Prozent (auf 16,60 Euro, Einstand 18,79 Euro). Das Unternehmen habe ein wirklich schwieriges Jahr 2025 mit großer Widerstandsfähigkeit gemeistert und erreiche seine Ziele. Die Integrationsagenda werde vorangetrieben, die Verschuldung reduziert und die Bilanz gestärkt. Nach den Veräußerungen im nordeuropäischen Geschäft, den schwachen makroökonomischen Daten (zurückhaltende Konsumausgaben, schleppender Wohnungsbau) und dem Konflikt in der Golfregion sei der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr – Umsatz- und EBIT-Rückgang – keine große Überraschung. Die Multiplikatoren vergleichbarer Unternehmen seien unter Druck geraten; daher senke die Quirin Bank ihr Kursziel von 34,50 EUR auf 30,50 EUR. Villeroy & Boch sei eine führende Marke in der Branche. Man betrachte den Umsatzrückgang im Jahr 2026 als vorübergehend.

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Noch bevor Deutz mit seinem Ausblick den Markt enttäuschte, haben wir im Rahmen unseres Risikomanagements unsere Aktienposition halbiert: Der Verkauf von 10.000 Aktien erfolgte zu 9,078 Euro (Wochenendstand -8,0 Prozent tiefer bei 8,35 Euro). Gegenüber unserem durchschnittlichen Einstand von nur 4,35 Euro haben wir damit jetzt einen Kursgewinn von 109 (!) Prozent realisiert. Deutz ist nach Heidelberg Materials, Deutsche Bank und Fresenius die vierte Aktienposition, die wir im März halbiert haben, um die Folgen des negativen Momentums abzufedern und unsere Barreserve weiter aufzustocken.

Wie hoch ist die Barreserve?

Das Euro-Kontoguthaben ist mit dem Deutz-Teilverkauf auf 818.815 Euro gestiegen. Damit wurde es in den vier vergangenen Wochen von 6,9 auf 12,3 Prozent vom Fondsvermögen erhöht. Unsere Fremdwährungsguthaben veränderten sich in dieser Woche wenig: Sie betragen jetzt zusammen in Euro umgerechnet 87.191 Euro (Anteil am Fondsvermögen unverändert 1,3 Prozent). Zusammen mit dem Euro-Konto belaufen sich die Bankguthaben jetzt auf 906.006 Euro. Damit haben wir die Barreserve auf 13,6 Prozent erhöht. Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche weiter durch einen leichten Nettomittelabfluss um 396 Anteile auf jetzt 160.036 Anteile gesunken. Das Fondsvermögen ist durch die Kursverluste in dieser Woche auf jetzt 6.678.902 Euro gesunken.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

In dieser Woche haben unsere Edelmetall-Aktien erstmals seit Wochen wieder zur Stabilisierung des Anteilswertes beigetragen. Mittel- bis längerfristig überwiegen hier die Chancen gegenüber den Risiken. OceanaGold beispielsweise teilte seinen Aktionären dieser Tage mit, dass man unverändert mit einem Goldpreis von 2.200 US-Dollar pro Unze kalkuliere. Allerdings ist der Goldpreis nicht bei 2.200 Dollar, sondern bekanntlich bei 4.500 USD. Jede geförderte Unze Gold bringt also 2.300 Dollar mehr Gewinn als kalkuliert.

Als Belastungsfaktor erweisen sich dagegen aktuell die Ängste der Marktteilnehmer um die konjunkturelle Entwicklung. Gerade als sich mehr Anzeichen für eine Belebung der Wirtschaft zeigten, löste der israelisch-amerikanische Angriff auf den Iran einen weltweiten Energiepreisschock aus. Vor diesem Hintergrund äußern sich reihenweise auch deutsche Unternehmen bei der Vorlage ihrer Geschäftsergebnisse vorsichtig bis zurückhaltend bezüglich der Aussichten für 2026. Weil das die ohnehin schon vorhandenen Ängste verstärkt, kommt es zu starken Kursverlusten.

Vor diesem Hintergrund erscheint die Erhöhung unserer Barreserve auf jetzt über 900.000 Euro angemessen. Jeden Kursrückgang sofort als Kaufgelegenheit zu interpretieren, dürfte sich kurzfristig als zu optimistisch erweisen. Aber mittel- bis längerfristig sind die gefallenen Aktienkurse Kaufgelegenheiten.

2026 KW12 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

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Was ist diese Woche (KW12/2026) an den Börsen geschehen?

Die zunehmende Ausweitung der Iran-Krieges auf Öl- und Gasanlagen und die hohen Risken des Schiffstransportes durch die Straße von Hormus verstärkten die Sorgen um den globalen Energiemarkt. Vor diesem Hintergrund rutschten nahezu alle Aktienmärkte im laufenden Jahr weiter in die Verlustzone. Dow Jones und Nasdaq-100 liegen mit -2,1 bzw. -2,0 Prozent Wochenminus jetzt gegenüber Jahresbeginn über 5 Prozent im Verlust. Der Euro-STOXX-50 verlor auf Wochensicht -3,8 Prozent und damit seit dem Jahreswechsel -5,0 Prozent. Noch stärker litt der DAX: -4,6 Prozent in dieser Woche und damit -8,6 Prozent seit Jahresbeginn.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag mit 41,97 Euro berechnet. Gegenüber dem Vorwochenwert ist das ein Rückgang um 1,84 Euro bzw. -4,2 Prozent (weniger Rückgang als beim DAX). Damit hat der Anteilswert die Gewinne seit Jahresbeginn (42,01 Euro) wieder abgegeben. Über 12 Monate beträgt der Gewinn beim ACC Alpha Anteilswert +12,8 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt nur +8,3 Prozent), über drei Jahre +40,8 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt +35,8 Prozent) und über fünf Jahre +37,9 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt +34,7 Prozent).

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also um einen Börsentag vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung ab (die ja auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag erfolgt).

Zwei unserer seit Jahren größten Aktienpositionen bewiesen in diesem Umfeld einmal mehr ihre besondere Qualität in Krisenzeiten: Fairfax Financial und Nippon Sanso. Beide Aktien waren schon in der Vorwoche gestiegen und konnten in dieser Woche weiter zulegen:

Unsere (aktuell mit 7,8 Prozent vom Fondsvermögen) seit Jahren größte Aktienposition, Fairfax Financial, stieg auf Wochensicht um +5,2 Prozent (auf 2.384 CAD, Einstand 455 CAD). Die in Toronto ansässige Holdinggesellschaft, die 1985 von Prem Watsa gegründet wurde und hauptsächlich in der Schaden- und Unfallversicherung und als Rückversicherung tätig ist, überzeugte uns vor Jahren durch eine krasse Unterbewertung und stetiges Wachstum der Substanz. Das Unternehmen wird oft als „Berkshire Hathaway Kanadas“ bezeichnet und verfolgt einen wertorientierten Investitionsansatz, ist aber nach wie vor viel attraktiver bewertet: KGV jetzt 8,5 gegenüber 23 bei Berkshire Hathaway.

Die Aktie von Nippon Sanso konnte entgegen der Richtung des japanischen Aktienmarktes weiter steigen: Während der Nikkei-225-Index in dieser Woche -0,8 Prozent verlor, stiegen Nippon Sanso um +5,1 Prozent (auf 32,76 Euro bzw. 5.989 Yen, Einstand 18,31 Euro bzw. 2.681 Yen). Nippon Sanso Holdings Corporation ist ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich Industriegase mit den vier Hauptgeschäftsbereichen Industriegase, Elektronik, Energie und Thermosgefäße. Das Kerngeschäft umfasst die Produktion und den Vertrieb von Gasen wie Sauerstoff, Stickstoff, Argon, Wasserstoff und Helium für eine Vielzahl von Branchen. Attraktiv ist das damit verwandte Geschäft für die Halbleiter-Produktion, wo Nippon Sanso Spezialgase und Ausrüstung liefert, die für die Mikrochipherstellung und andere elektronische Anwendungen benötigt werden. Nippon Sanso ist auch im Geschäft mit Flüssiggas tätig, insbesondere in Australien.

Prozentual fällt der Kursanstieg bei Heidelberg Materials in dieser Woche positiv auf: +6,4 Prozent (auf 171,30 Euro, Einstand 53,60 Euro). Die Aktie erholte sich wegen Spekulationen über eine nur milde Anpassung des europäischen Emissionshandelssystem ETS. Nach dem Gipfeltreffen der EU-Staats- und Regierungschefs wies die Citigroup darauf hin, dass sich eher eine Feinabstimmung als eine grundlegende Systemänderung abzeichne. Damit würde ein Preisrisiko für Zement beseitigt. Zuvor hatte die Aktie schwer unter der Sorge gelitten, dass der Emissionshandel deutlich abgeschwächt werden könnte, um Unternehmen im internationalen Wettbewerb von den Abgaben dafür zu entlasten. Der Konzern hatte vorher als Profiteur der stärkeren Klimaschutzmaßnahmen gegolten, da er eine branchenführende Position bei der Dekarbonisierung und Abscheidung von CO2-Emissionen im Produktionsprozess innehat.

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Aufgrund des fortgesetzten Preisrückgangs bei Edelmetallen (Silber auf Wochensicht -16 Prozent, Gold -10,5 Prozent) gehörten entsprechende Minenaktien weiterhin zu den größeren Kursverlierern:

Die Aktie des kanadischen Silber-Gold-Produzenten Pan American Silver sank um -16,4 Prozent (auf 64,39 CAD, Einstand 40,97 CAD). Das KGV ist damit unter 15 gesunken. Die Umsatzerlöse entfallen zu rund 70 Prozent auf Gold und etwa 20 Prozent auf Silber. Rund 10 Prozent entfällt auf die Nebenprodukte Zink, Blei und Kupfer.

Die Aktie des kanadischen Gold- und Kupfer-Produzenten OceanaGold sank um -14,3 Prozent (auf 40,60 CAD, Einstand 36,41 CAD). Das KGV ist damit auf rund 7 gefallen! OceanaGold betreibt derzeit hauptsächlich vier Bergbaubetriebe: Die Didipio Mine auf den Philippinen ist eine bedeutende Gold-Kupfer-Mine (Tagebau und Untertage) auf der Insel Luzon. Die Haile Gold Mine gilt als das Vorzeigebergwerk des Unternehmens in South Carolina, USA. Auf Neuseeland liegt die Macraes Operation, ein großer Tagebau- und Untertagebergbaubetrieb auf der Südinsel und die Waihi Operation, ein Goldbergwerk auf der Nordinsel, das den Martha-Untertagebetrieb umfasst.

Der Anteil der 6 Edelmetall-Aktien zusammen in unserem Portfolio ist aufgrund der Kursverluste auf 16,5 Prozent gesunken.

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Vor dem Wochenende haben wir im Rahmen unseres Risikomanagements unsere Aktienposition Fresenius halbiert. Der Verkauf von 1.500 Aktien erfolgte zu 44,513 Euro (Wochenendstand -1,85 Prozent tiefer bei 43,69 Euro). Gegenüber unserem durchschnittlichen Einstand von nur 27,76 Euro haben wir damit jetzt einen Kursgewinn von 60,4 Prozent realisiert.

Wie hoch ist die Barreserve?

Das Euro-Kontoguthaben ist weiter gestiegen und beträgt noch vor der Gutschrift aus dem Fresenius-Teilverkauf 677.591 Euro. Damit wurde es in den drei vergangenen Wochen von 6,9 auf 10,0 Prozent erhöht. Unter anderem ist dem Konto die Quartalsdividende von Aperam zugeflossen: 0,50 Euro für jede unserer 2.000 Aperam-Aktien, nach 15 Prozent Quellensteuer noch 850 Euro. Bei vier Quartalsdividenden in dieser Höhe beträgt die Dividendenrendite (auch im Verhältnis zu unserem Einstandskurs 33,45 Euro) 6,0 Prozent. Mehrheitlich wird von Analysten ein weiterer Anstieg der Aperam-Dividenden erwartet.

Auch unsere Fremdwährungsguthaben sind weiter gestiegen, wozu die Dividenden von Pan American Silver und Roche beigetragen haben: Pan American Silver schüttete 0,18 US-Dollar Quartalsdividende für jede Aktie aus, für unsere 4.500 Aktien brutto also 810 USD (auf die 121,50 USD Quellensteuer einbehalten wurden). In kanadischen Dollar entspricht das aktuell einer Dividende von knapp 0,25 CAD und im Verhältnis zu unserem Einstandskurs 40,97 CAD einer Dividendenrendite von 2,4 Prozent. Roche hat 9,80 CHF pro Inhaber-Genußschein ausgeschüttet, für unsere 400 Stück brutto also 3.920 CHF (auf die 1.372 CHF Quellensteuer einbehalten wurden). Die Inhaber-Genußscheine wurden jetzt 1:1 in Partizipationsscheine umgetauscht. In Euro umgerechnet stiegen unsere Fremdwährungsguthaben auf jetzt 87.654 Euro (Anteil am Fondsvermögens 1,3 Prozent).

Zusammen belaufen sich die Kontoguthaben noch ohne den Erlös aus dem Fresenius-Teilverkauf auf 765.245 Euro. Damit haben wir die Barreserve auf gut 11,3 Prozent erhöht, mit dem Fresenius-Verkaufserlös auf mehr als 12 Prozent. Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche weiter durch Nettomittelzuflüsse gestiegen, nämlich um 356 Anteile auf jetzt 160.432 Anteile. Das Fondsvermögen ist aber durch die Kursverluste in dieser Woche auf jetzt 6.747.919 Euro gesunken.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

Rein oder raus? An den Aktienmärkten ist eine Risk-Off-Bewegung zu beobachten. Während die Märkte das Szenario einer durch eine Energiekrise gestörten Weltwirtschaft einpreisen, werten Optimisten die Kursverluste schon als Kaufgelegenheit. Entsprechend stark haben die Börsenumsätze zugenommen. Wir beteiligen uns nicht an diesem hektischen Spiel. Wir haben in den drei Wochen seit dem israelisch-amerikanischen Angriff auf den Iran unsere ohnehin recht hohe Barreserve durch je einen Teilverkauf eines DAX-Wertes pro Woche nochmals erhöht – auf über 830.000 Euro bzw. gut 12 Prozent des Fondsvermögens. Mit den Teilverkäufen haben wir jeweils hohe Buchgewinne realisiert und unser Marktrisiko („Beta“) das traditionell beim DAX überdurchschnittlich hoch ist, verringert. Tatsächlich würde sich unser Portfolio als vergleichsweise robust erweisen, wenn nicht ausgerechnet die Edelmetall-Investments stärker unter Druck geraten wären. Sollte man nicht annehmen, das Gold und Silber in Kriegszeiten besonders gefragt sind, wenn ein weltweiter Inflationsschub erwartet wird? Im vierten Quartal waren viele Investoren „auf den Gold- und Silber-Zug aufgesprungen“. Sie verabschieden sich jetzt schon wieder. Zudem wird spekuliert, dass es kriegsbedingt größere Gold- uns Silberverkäufe aus den unmittelbar vom Krieg betroffenen Ländern am Persischen Golf geben könnte, wo traditionell größere Vermögensanteile in Edelmetallen gehalten werden. Dass dagegen der Energiepreisanstieg so stark auf die Förderkosten durchschlägt, dass dies die Kursverluste bei Minenaktien begründen könnte, hält einer rechnerischen Überprüfung nicht stand. Mittel- bis längerfristig werden also auch hier wieder die Optimisten Recht behalten und wir wieder steigende Kurse sehen. Wir greifen bekanntlich nicht in fallende Messer. Aber wir beobachten die Entwicklung sehr genau und sind bereit, unserer „trockenes Pulver“ einzusetzen, wenn die entsprechenden Signale kommen. Trump könnte ja auch jederzeit erklären, den Iran-Krieg siegreich zu beenden. Dann dürften viele Anleger an den Aktienmärkten wieder auf die Käuferseite wechseln.