KW 34/2015

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank. Bitte beachten Sie: Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte. Hier der Link zur Internetseite von Ampega.

Bei Anregungen und Feedback erreichen Sie uns gerne per email. Ihre Ansprechpartner sind:
– Dirk Arning (arning@acc-invest.de) – Geschäftsführung, Ansprechpartner für börsenspezifische Informationen
– Klaus J. Ueker (ueker@acc-invest.de) – Geschäftsführer, Ansprechpartner für Mitgliederverwaltung
– Holger Fiegl (info@acc-invest.de) – Administration, Ansprechpartner für Webpage

Wochenkommentar KW 34/2015:

Schwächere Wirtschaftsdaten aus China und den USA verstärkten in dieser Woche die Sorgen um die Weltkonjunktur deutlich, worauf die Aktienmärkte die schlechteste Woche seit vier Jahren erlebten. Gute Konjunkturdaten aus Europa wurden kaum gewürdigt, weil man davon ausgehen muss, dass eine Wirtschaftsschwäche in den beiden größten Volkswirtschaften der Welt über schwächere Exporte auch europäische Unternehmen trifft. Weil die für September erwartete Leitzinserhöhung in den USA wohl verschoben wird, fiel der Dollar gegen Euro um weitere 2,5 Prozent. Dow Jones und S&P-500 verloren jeweils 5,8 Prozent (zuzüglich der Währungsverluste), der Euro-STOXX-50 7,0 Prozent und der DAX sogar 7,8 Prozent. Der ACC Alpha select Anteilswert begrenzte seinen Wochenverlust auf nur 2,6 Prozent auf 25,55 Euro, wobei allerdings die Kursverluste vom Freitag noch nicht enthalten sind.

Noch auf höherem Kursniveau haben wir im Wochenverlauf weitere Aktienpositionen verkauft: Durch Verkauf von jeweils 2.000 Stück haben wir unsere Bestände in Renault und in Lincoln National halbiert. Bei Renault erfolgte der Verkauf zu 76,69 Euro, womit wir einen Kursgewinn von 24,9 Prozent realisiert haben (Einstand 61,39 Euro); bei Lincoln National zu 54,36 US-Dollar, 7,5 Prozent unter unserem durchschnittlichen Einstandspreis von 58,75 Dollar (mit Transaktionskosten). Alle verbliebenen 750 Volkswagen Vorzugsaktien wurden zu 171,70 Euro verkauft, knapp über unserem Einstand 168,13 Euro, und der Restbestand von 150 KSB Vorzügen zu 396,47 Euro. Hier lag der Einstand mit 477,33 Euro 16,9 Prozent höher. Allerdings war KSB auch nur eine unserer kleinsten Positionen. Vollständig verkauft haben wir ferner die erst kürzlich auf 4.000 Stück aufgestockten METRO zu 26,05 Euro. Der damit realisierte Verlust gegenüber dem Einstand 29,53 Euro beträgt 11,8 Prozent.

Unser Strategie folgend haben wir zum Wochenschluss hin die Stoploss-bedingten Aktienverkäufe eingestellt. Der Kursrutsch hat den ganzen Aktienmarkt erfasst und ist nicht auf die spezifische Schwäche einzelner Aktien zurückzuführen. Deshalb halten wir jetzt an den verbliebenen Aktienpositionen fest und verringern das Marktrisiko über die Terminbörse. Dementsprechend haben wir einen DAX-Future bei 10.493 verkauft und einen zweiten DAX-Terminkontrakt bei 10.317,5, so dass unsere Short-Position im DAX bei durchschnittlich 10.405,25 geöffnet wurde. Anfang der kommenden Woche werden wir dies durch eine Short-Position im Euro-STOXX-50 ergänzen.

Unsere Brutto-Aktienquote wurde auf rund 55 Prozent reduziert. Netto, also bei Berücksichtigung der DAX-Short-Position, liegt der Investitionsgrad schon knapp unter 50 Prozent. Die ohnehin hohe Barreserve wurde noch einmal deutlich auf gut 2,5 Mio. Euro bzw. 35 Prozent erhöht. Die übrigen knapp 10 Prozent entfallen ja traditionell auf die beiden Fonds für asiatische Nebenwerte, die sich auch in dieser Woche überdurchschnittlich gut hielten (Japan-Nebenwerte nur -1,1 Prozent).

Den Kursrutsch jetzt schon als Kaufgelegenheit zu verstehen, wäre voreilig. Weil wir aber schon seit langem eine Barreserve in Millionenhöhe zurückhalten, kommt uns der Kursrückgang langfristig gelegen.

 

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Inventarliste vom 21.08.2015

IL-150821

KW 33/2015

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank. Bitte beachten Sie: Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte. Hier der Link zur Internetseite von Ampega.

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Wochenkommentar KW 33/2015:

Die Abwertung der chinesischen Währung und die Erholung des Euro wurden gerade an der exportorientierten deutschen Börse sehr negativ aufgenommen. Der DAX verlor trotz Stabilisierung in der zweiten Wochenhälfte 4,4 Prozent; der Euro-STOXX-50 verzeichnete einen Wochenverlust von 4,0 Prozent. Der ACC Alpha select Anteilswert begrenzte den Rückgang auf 2,5 Prozent auf 26,24 Euro.

Klarer Wochengewinner in unserem Portfolio ist die Bauer-Aktie (+6,9 Prozent auf 17,45 Euro, Einstand 14,81 Euro). Die Aktie des Tiefbau-Spezialisten hat damit die Kursverluste der Vorwoche ausgeglichen, steht aber wieder vor der Widerstandszone 17,50 bis 18 Euro. HSBC hatte vor Veröffentlichung der Halbjahresergebnisse mit einem niedrigeren Auftragseingang gerechnet. Noch ohne den 100-Mio.-Auftrag zur Sanierung der Kesslergrube stieg der Auftragsbestand aber zur Jahresmitte um 13,9 Prozent auf 881,5 Mio. Euro. Bauer ist mit über 100 Tochterunternehmen in 70 Ländern weltweit tätig. Mit 300 Mio. Euro Börsenwert bei Jahresumsatzerlösen von fast 1,4 Milliarden Euro ist Bauer klar unterbewertet. Anfang 2011 lag der Kurs beim Doppelten des aktuellen Wertes, 2007 und 2008 zeitweilig bei mehr als dem Dreifachen!

Auf der Liste der Wochengewinner folgen mit kleinen Zuwächsen unsere US-amerikanischen Aktien: Pfizer, IBM, Micorosoft unter Führung von Lincoln National (+1,4 Prozent auf 56,60 USD, Einstand 58,75 USD). Der Aktienkurs der US-Versicherung testete die Unterstützung bei 55 bis 56 Dollar und hat damit noch Chancen, den mittelfristigen Aufwärtstrend fortzusetzen. Erst im Juni war ein neues 7-Jahres-Hoch erreicht worden. Dagegen wurden die Quartalszahlen von Genworth Financial mit einem weiteren Kurseinbruch quittiert. Genworth-Aktien fielen auf ein neues 3-Jahres-Tief. Damit hat es sich als sehr richtig erwiesen, von Genworth Financial in Lincoln National zu tauschen.

Die Liste der Wochenverlierer wird von drei Aktien angeführt, die wir auf vermeintliche Kaufsignale jüngst aufgestockt hatten: Aareal Bank (-7,7 Prozent auf 34,77 Euro, Einstand 26,22 Euro), METRO (-5,9 Prozent auf 27,27 Euro, Einstand 29,53 Euro) und Deutsche Bank (-5,9 Prozent auf 28,96 Euro). Bei Aareal Bank hatten wir allerdings, anders als letzte Woche fälschlicherweise an dieser Stelle berichtet, nicht auf 7.000 Stück sondern nur auf 6.000 Stück aufgestockt. Unser durchschnittlicher Einstand beträgt somit auch nur 26,22 Euro (und mit Transaktionskosten 26,26 Euro).

METRO vollzieht seine Restrukturierung in einem schwierigen Umfeld: Der Kaufhof-Verkauf an Hudson’s Bay reduziert die Verschuldung, der realisierte Buchgewinn von rund 700 Mio. Euro führt allerdings zum Wegfall steuerlicher Verlustvorträge. Zudem hat sich METRO damit aus einem Segment mit höheren Margen zurückgezogen. Das Russland-Geschäft, wo sich grundsätzlich ebenfalls höhere Margen erzielen lassen, leidet unter der politischen und wirtschaftlichen Situation dort. Wie es mit den margenschwächeren Inlandstöchtern Real und Media-Markt Saturn weitergeht, ist auch noch nicht klar. All diese Probleme haben allerdings zu einer Unterbewertung der METRO-Aktie geführt. So sind alle Kennzahlen wie Enterprise Value zu Umsatz (nur 0,2 gegenüber 0,4), zu EBITDA (nur 5,3 gegenüber 8,1), Kurs/Gewinn-Verhältnis (17 gegenüber 20), Kurs/Cash-Flow-Verhältnis (nur 6,1 gegenüber 9,1), Kurs/Free Cashflow (nur 11,3 gegenüber 24,2), Kurs/Buchwert-Verhältnis (1,7 gegenüber 2,4) und Dividendenrendite (3,1 Prozent gegenüber 1,8 Prozent) günstiger als bei anderen europäischen Handelskonzernen. In den Klammern sind die jeweilige METRO-Kennzahlen dem Durchschnitt von Ahold, Carrefour und Tesco gegenübergestellt.

In dieser Woche haben wir keine Änderungen am Portfolio vorgenommen. Die Barreserve beträgt weiterhin knapp zwei Millionen Euro bzw. 25,4 Prozent vom Fondsvermögen.

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Inventarliste vom 07.08.2015

IL-150807

KW 32/2015

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Wochenkommentar KW 32/2015:

Das Geschehen an den Aktienmärkten wurde weiterhin vorrangig von Unternehmensergebnissen geprägt. Während sich die europäischen Börsen in dieser Woche leicht erholt zeigten, überwogen an der Wallstreet Kursrückgänge. Sorgen gelten der Zinswende in den USA, dem schwächeren Wachstum in China und der Staatsschuldenkrise Griechenlands. Der ACC Alpha select Anteilswert stieg in dieser Woche um 1,1 Prozent auf 26,91 Euro, womit der Wertzuwachs (nach Kosten und Steuern) seit Jahresbeginn 8,5 Prozent beträgt.

Die in der Vorwoche übertrieben gefallenen Aktien Renault und HeidelbergCement erholten sich in dieser Woche überdurchschnittlich: Renault führt die Liste der Wochengewinner mit einem Plus von 4,9 Prozent an (auf 87,86 Euro, Einstand 61,39 Euro). HeidelbergCement-Aktien stiegen um 3,7 Prozent (auf 71,99 Euro, Einstand 53,78 Euro), womit der Kursrückgang nach Ankündigung der Italcementi-Übernahme vollständig aufgeholt ist. Nach Einschätzung von Analysten bewertet der Markt die Übernahme zu negativ. So senkte BNP Paribas zwar die Gewinnschätzungen für dieses und nächstes Jahr, hob die Aktie aber von „Neutral“ auf „Outperform“. Mittelfristig dürfe das Ergebniswachstum höher ausfallen. Ebenfalls 3,7 Prozent gewannen Volkswagen Vorzugsaktien (auf 189,15 Euro, Einstand 168,13 Euro). Mit Kurssteigerungen zwischen 2,8 und 3,5 Prozent folgen auf der Liste der Wochengewinner dann die Versicherungen Allianz, AXA und Münchener Rück. Die AXA-Aktie notiert nahezu auf Jahreshoch.

Die Liste der Kursverlierer wird in dieser Woche von Bauer angeführt (-6,0 Prozent auf 16,32 Euro, Einstand 14,81 Euro). Die Aktie des Tiefbau-Spezialisten scheiterte damit erneut an der Widerstandszone 17,50 bis 18 Euro. Bauer gehört wie der zweite Wochenverlierer, IBM (-4,2 Prozent auf 155,12 USD, Einstand 181,22 USD) zu unseren fünf kleinsten Positionen.

Bei Samsung Electronics haben wir unseren verbliebenen Restbestand von 300 Aktien verkauft. Der Verkaufskurs von 344,44 Euro liegt 20 Prozent unter dem Einstandspreis von 431 Euro. Die Aktie ist aus Bewertungsgesichtspunkten klar unterbewertet, hat aber ihren Abwärtstrend jüngst bestätigt.

Aufgestockt haben wir unsere Banken-Positionen: Schon am Freitag der Vorwoche haben wir 3.250 Deutsche Bank-Aktien zu 31,986 Euro gekauft. Unsere Position hat sich damit auf 7.000 Aktien vergrößert, der durchschnittliche Einstandskurs auf 28,93 Euro erhöht. In dieser Woche haben wir auf ein Kaufsignal hin 2.500 Aareal Bank-Aktien zu 37,82 Euro erworben. Dadurch ist unser Bestand auf 7.000 Stück und unser durchschnittlicher Einstandskurs auf 22,48 Euro gestiegen. Die Aareal Bank wurde zu Unrecht in der Banken- und Finanzkrise „in Sippenhaft“ genommen. Die Deutsche Bank sollte unter neuer Führung die Altlasten bewältigen. In beiden Fällen spiegelt der aktuelle Börsenwert das mittel- bis längerfristige Potenzial noch nicht wider. Bei den kleineren Positionen wurde METRO aufgestockt: Wir haben 2.000 Stammaktien des Handelskonzerns zu 29,94 Euro gekauft. Der durchschnittliche Einstandspreis unserer jetzt 4.000 METRO Stämme steigt dadurch nur wenig auf 29,53 Euro. Die METRO-Aktie ist gemessen an der Größe des Konzerns unterbewertet und hat jetzt Chancen, den Widerstand bei 30 Euro zu überwinden.

Eine erste Leitzinserhöhung in den USA, die Abschwächung der Wachstumsraten in China und die desolaten Staatsfinanzen Griechenlands sind keine Überraschungen sondern neue Normalität. Sie sollten die Aktienbörsen nicht dauerhaft belasten. Unser Aktienportfolio ist mit einem aktuellen Durchschnitts-KGV von 11 und einem durchschnittlichen Kurs-Buchwert-Verhältnis von nur 1,1 gegenüber langfristigen Normalwerten rund 40 Prozent unterbewertet. Die Barreserve beträgt 1,9 Mio. Euro bzw. 25,7 Prozent vom Fondsvermögen.

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Inventarliste vom 07.08.2015

IL-150807

KW 31/2015

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank. Bitte beachten Sie: Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte. Hier der Link zur Internetseite von Ampega.

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Wochenkommentar KW 31/2015:

Vor allem die veröffentlichten Halbjahresergebnisse bewegten die Aktienkurse, so dass die Kursveränderungen sehr unterschiedlich ausfielen. Beim DAX überwogen etwas die Verluste, beim Dow Jones die Gewinne. Der ACC Alpha select Anteilswert sank auf 26,63 Euro, weil zwei unserer größeren Aktienpositionen höhere Kursverluste hinnehmen mussten: Bei HeidelbergCement wurde die Übernahme von Italcementi negativ aufgenommen, bei Renault die Quartalsergebnisse.

In einem ersten Schritt wird HeidelbergCement der Finanzholding Italmobiliare deren 45-Prozent-Anteil an Italcementi für 1,67 Mrd. Euro abkaufen. Einen Teil davon wird in eigenen, noch auszugebenden HeidelbergCement-Aktien bezahlt. Anschließend wird HeidelbergCement den verbliebenen Aktionären ein Pflichtangebot über voraussichtlich ebenfalls 10,60 Euro für jede Italcementi-Aktie machen. Bei diesem Angebotspreis würde Italcementi insgesamt mit 3,7 Mrd. Euro bewertet. Kurzfristig wird die Übernahme überwiegend negativ beurteilt, weil eine Kapitalerhöhung nötig ist, die Verschuldung wieder steigt und mögliche Ausschüttungen an die Aktionäre kleiner ausfallen bzw. in die Ferne rücken. Langfristig wird der Deal aber positiv gesehen: Es werden Synergieeffekte erwartet, so dass sich der Zukauf schon bis zum Jahr 2017 amortisieren könne. “Italcementi passt gut, zu einem fairen Preis”, lobte ein Analyst vom Investmenthaus Jefferies die Übernahme. Nach dem Zusammenschluss der beiden großen Konkurrenten Lafarge und Holcim war HeidelbergCement in Zugzwang, um nicht komplett den Anschluss zu verlieren. Am Freitag erholte sich der Aktienkurs von HeidelCement, so dass der Wochenverlust nur 3,0 Prozent beträgt (auf 69,45 Euro, Einstand 53,78 Euro). Die Kurserholung vom Freitag ist noch nicht im Anteilswert enthalten.

Schwerer wiegt der Kursverlust bei Renault (-8,1 Prozent auf 83,78 Euro, Einstand 61,39 Euro). Europas drittgrößter Autokonzern hat eigentliche gute Geschäftsergebnisse vorgelegt: Der Gewinn stieg aufgrund erfolgreicher Sparmaßnahmen und neuer Modelle deutlich stärker als der Umsatz: Der operative Gewinn der Autosparte schnellte um 89 Prozent auf 656 Mio. Euro hoch. Konzernweit legte das operative Ergebnis um 47 Prozent auf 1,07 Mrd. Euro zu. Der Umsatz stieg um 12 Prozent auf 22,2 Mrd. Euro. Nachdem der Aktienkurs in diesem Jahr um über 50 Prozent gestiegen war, galt nun offenbar „Sell on good news“.

Weiterhin im Abwärtstrend befanden sich auch die Aktien des Konkurrenten Volkswagen (-3,9 Prozent auf 182,40 Euro, Einstand 168,13 Euro) und des Weltmarktführers bei Mobiltelefonen, Samsung (-5,1 Prozent auf 352 Euro, Einstand 431 Euro). Samsung hatten wir bekanntlich schon bei deutlich höheren Kursen Anfang Juni halbiert, Volkswagen Mitte Juni.

Die Gewinnerliste wird in dieser Woche bei uns von Pfizer angeführt (+5,3 Prozent auf 36,06 USD, Einstand 18,12 USD). Bei dem großen US-Pharmakonzern wurden nach dem guten ersten Halbjahr die Umsatz- und Gewinnschätzungen für das Gesamtjahr angehoben.

Aufgrund von Verkaufssignalen haben wir unsere 5.000 Grammer Anfang der Woche „sicherheitshalber“ zu 26,09 Euro verkauft und unseren GEA-Bestand zu 38,17 Euro auf 2.000 Stück halbiert. Bei Grammer wurde damit ein Verlust von 15,9 Prozent realisiert, bei GEA ein Gewinn von 67,6 Prozent.

Bei AXA und Deutsche Bank konnten wir unsere Stoploss zur Gewinnsicherung nachziehen. Unsere kleine Deutsche Bank-Position stocken wir auf. Deutlich verlängert haben wir die Liste der zurzeit eher unbeliebten und deshalb unterbewerteten Aktien, die wir im Fall eines prozyklischen Kaufsignals aufstocken bzw. zurückkaufen würden: Aareal Bank, Bauer, Lufthansa, Grammer, METRO und Münchener Rück.

Die Barreserve beträgt fast 2,1 Mio. Euro bzw. 29 Prozent vom Fondsvermögen.

 

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Inventarliste vom 31.07.2015

IL-150731