2026 KW26 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

Bei Anregungen und Feedback erreichen Sie uns gerne per email. Ihre Ansprechpartner sind:

Was ist diese Woche (KW26/2026) an den Börsen geschehen?

Auf die gute Stimmung im Umfeld des SpaceX-Börsengangs in der Vorwoche folgten in dieser Woche Wellen von Gewinnmitnahmen bei Technologie-Aktien, insbesondere Mikrochip-Herstellern. Der Speicherchiphersteller Micron veröffentlichte aber sehr gute Geschäftszahlen. Zudem fielen einige US-Konjunkturdaten gut aus. Der Dow Jones kam somit auf ein kleines Wochenplus von +0,6 Prozent, während der Nasdaq-100 -4,2 Prozent verlor. Auch in Europa überwogen Kursverluste: der Euro-STOXX-50 büßte auf Wochensicht -1,1 Prozent ein, der DAX -1,3 Prozent. Letzterer steht nur +0,7 Prozent höher als bei Jahresbeginn.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag mit 43,06 Euro berechnet. Gegenüber dem Wert der Vorwoche ist das ein Rückgang um -0,49 Euro bzw. -1,1 Prozent. Im laufenden Jahr (Jahreswechsel 42,01 Euro) schrumpft unser Plus damit wieder auf +2,5 Prozent. Das Netto-Plus beim ACC Alpha select Anteilswert über ein Jahr sinkt nur leicht auf jetzt +15,0 Prozent (MSCI World in Euro +24,3 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +20,0 Prozent, Mischfonds +13,8 Prozent) und steigt aufgrund eines Basiseffektes über drei Jahre leicht auf +40,1 Prozent (MSCI World in Euro +63,8 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +44,4 Prozent, Mischfonds +29,2 Prozent). Auch über fünf Jahre sorgt ein Basiseffekte für einen Anstieg des Nettogewinns auf jetzt +36,7 Prozent (MSCI World in Euro +78,9 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +40,4 Prozent, Mischfonds +22,3 Prozent).

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung um einen Tag ab.

Die Aktie des japanischen Mischkonzerns Nippon Sanso profitierte in dieser Woche wieder einmal stark davon, dass Investoren Risiken am japanischen Aktienmarkt reduzierten („Risk-Off“). Dies führt regelmäßig zu Umschichtungen in den als defensiv geltenden Industriegase-Hersteller: +5,6 Prozent (auf 5.938 Yen bzw. 32,10 Euro, Einstand 2.681 Yen bzw. 18,31 Euro).

Carrefour gewannen entgegen dem schwächeren europäischen Trend +5,4 Prozent (auf 16,385 Euro, Einstand 14,96 Euro) und machten damit den Kursrückgang aus der Vorwoche wett. Damit nähert sich der Aktienkurs wieder dem Mehrjahreshoch aus Mai bei 17,535 Euro.

Die Roche Genussschein-Aktie kletterte in Zürich knapp über ihr Mai-Hoch: +5,1 Prozent auf 336,00 CHF (Einstand 285,71 CHF). Damit hat die Aktie etwa die Hälfte ihres Kursrückschlags vom März wieder aufgeholt. Der übergeordnete („sekundäre“) Aufwärtstrend blieb intakt.

Wichtig: Auch unsere größte Aktienposition, die kanadische Fairfax Financial, zeigte in dieser Woche relative Stärke: Der Aktienkurs stieg +4,8 Prozent auf 2.347 CAD (Einstand 346 CAD), den höchsten Stand seit Ende April. Somit sollte die charttechnische Bodenbildung im Bereich 2.100 bis 2.300 CAD gelungen und abgeschlossen sein. Nach einem neuem Kursrekord im Januar dieses Jahres muss man der Aktie eine Konsolidierung zugestehen.

Beide von uns gehaltenen französischen Versicherungs-Aktien konnten Kursgewinne verzeichnen: AXA +2,1 Prozent (auf 43,41 Euro, Einstand 19,61 Euro) und damit fast auf Allzeit-Rekordhoch. Und SCOR +1,7 Prozent (auf 31,98 Euro, Einstand 27,14 Euro).

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Die Aktie des Kölner Motoren- und Generatorenbauers Deutz zeigt sich weiterhin sehr volatil: Nach dem Vorwochenplus von +8,6 Prozent ging es in dieser Woche ohne Unternehmensnachrichten abwärts: -11,6 Prozent (auf 8,745 Euro, Einstand 4,35 Euro).

Die Sixt-Aktien zeigten nach der Dividendenausschüttung keine Tendenz, den Abschlag rasch wieder aufzuholen: Sixt Stammaktien verloren in dieser Woche inklusive Dividendenabschlag -9,6 Prozent (auf 66,15 Euro, Einstand 69,83 Euro) und Sixt Vorzugsaktien -8,2 Prozent (auf 55,20 Euro, Einstand 55,39 Euro). Charttechnisch machen Sixt damit aktuell keinen guten Eindruck. Fundamental erscheinen die Kursverluste aber unbegründet.

Auch Dürr-Aktien verzeichneten ohne Unternehmensnachrichten fundamental schwer nachvollziehbare Kursverluste: -9,3 Prozent auf 17,80 Euro (Einstand 22,88 Euro). Damit fiel der Kurs zum Wochenschluss auf den tiefsten Stand seit über zehn Jahren. Wir werden die Position wegen dieses Abwärtstrends im Rahmen unseres Risikomanagements sicherheitshalber Anfang der kommenden Woche verkaufen.

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Nach dem Einstieg in die Branche „Consumer Staples“ mit dem Kauf von 2.000 Henkel-Stammaktien in der Vorwoche haben wir in dieser Woche keine Veränderungen am Portfolio veranlasst. Am kommenden Montag werden wir unsere kleine Position von 4.000 Dürr-Aktien verkaufen.

Wie hoch ist die Barreserve?

Der Edelstahl- und Legierungshersteller Aperam hat 0,50 Euro Quartalsdividende pro Aktie ausgeschüttet, für unsere 2.000 Aktien also 1.000 Euro. Unterstellt man weiterhin gleichbleibende Quartalsdividenden, was kurzfristig zu erwarten ist, ergibt sich für 12 Monate eine Ausschüttung von 2,00 Euro pro Aktie. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 33,45 Euro ist das eine Dividendenrendite von 3,0 Prozent. Von 2021 bis 2024 beliefen sich die jährlichen Dividendenzahlungen auf 1,70 Euro, davor auf 1,49 Euro. Obwohl das Geschäft stark konjunkturellen Schwankungen ausgesetzt ist, hat Aperam seine Gewinnausschüttungen nie gesenkt. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass Aperam seine Dividenden in den kommenden Jahren weiter erhöhen kann.

Der Nutzfahrzeughersteller TRATON hat 0,93 Euro pro Aktie aus dem bereits vollversteuerten Eigenkapital ausgeschüttet, für unsere 3.000 Aktien also 2.790 Euro, die ohne Abzüge unserem Konto gutgeschrieben wurden. Diese Ausschüttung entspricht im Verhältnis zu unserem Einstandskurs 32,47 Euro einer Netto-Ausschüttungsrendite von 2,9 Prozent.

Der Autovermieter Sixt hat auf seine Stammaktien 3,20 Euro und auf seine Vorzugsaktien 3,22 Euro pro Aktie gezahlt. Im Verhältnis zu unseren Einstandskursen von 69,83 Euro bei den Stämmen und 55,39 Euro bei den Vorzügen errechnet sich unsere Dividendenrendite mit 4,6 Prozent bzw. 5,8 Prozent. Wir halten 1.000 Stamm- und 1.600 Vorzugsaktien. Nach Abzug der deutschen Quellensteuern wurden unserem Euro-Konto zusammen 7.099,21 Euro gutgeschrieben.

Die Halbjahres-Dividende des japanischen Mischkonzerns Itochu in Höhe von 22 Yen pro Aktie wurde ausgezahlt, für unsere 20.000 Aktien also 440.000 Yen. Nach Abzug der japanischen Quellensteuer und Umrechnung in Euro zum Wechselkurs 185,11 Yen pro Euro wurden unserem Euro-Konto 2.012,94 Euro gutgeschrieben. Unter Berücksichtigung des 1:5-Aktiensplitts (zuvor 4.000 Itochu-Aktien mit Einstand 4.157 Yen) liegt unser Einstand bekanntlich bei 832 Yen, womit wir hier eine Dividendenrendite von 5,3 Prozent erzielen.

Bei den ADRs auf die Aktien der südkoreanischen KT Corp werden die in Won gezahlten Dividenden in US-Dollar umgerechnet. Pro ADR wurden jetzt 0,195986 US-Dollar gezahlt, für unsere 5.000 Stück also 979,93 USD. Nach Abzug der Quellensteuer wurden unserem US-Dollar-Konto 764,35 USD gutgeschrieben, wodurch unser Guthaben dort auf 99.024 USD gestiegen ist. Wenn man vier Quartalsdividenden in dieser Höhe annimmt, werden 0,784 USD pro Jahr erreicht. Dies entspricht im Verhältnis zu unserem Einstandskurs 10,786 USD einer Dividendenrendite von 7,3 Prozent. Es werden weitere Dividendenerhöhungen erwartet. Allerdings hatten die jüngsten Quartalszahlen die optimistischen Erwartungen gedämpft, worauf wir ja unseren Bestand auf 5.000 ADRs halbiert haben.

Die jüngste Quartalsdividende des Gold- und Kupferminenbetreibers OceanaGold wurde ausgezahlt. Sie beträgt weiterhin 0,09 USD pro Aktie, zusammen für unsere 4.000 Aktien also wieder 360 USD. Nach Abzug der Quellensteuer wurden unserem US-Dollar-Konto 306 USD gutgeschrieben. Über die guten Quartalsergebnisse hatten wir in Woche 19/2026 berichtet. Der Nettogewinn erreichte 1,01 US-Dollar pro Aktie (EPS). Mithin werden jetzt nur knapp 9 Prozent des Nettogewinns für die Dividendenzahlung verwendet. Bei vier Quartalsdividenden in der jetzigen Höhe werden in diesem Jahr 0,36 US-Dollar Dividende pro Aktie erreicht; beim jetzigen Wechselkurs zwischen US- und Kanada-Dollar von 0,704 USD/CAD sind das 0,51 CAD. Dies entspricht im Verhältnis zu unserem Einstandskurs 36,41 CAD einer Dividendenrendite von 1,4 Prozent. Das Guthaben auf unserem US-Dollar-Konto ist dadurch auf 99.330 USD gestiegen.

Auch die jüngste Quartalsdividende des ebenfalls im Gold- und Kupferabbau tätigen, aber deutlich größeren Newmont-Konzern wurde ausgezahlt. Über die guten Quartalsergebnisse hatten wir im Bericht zur 17. Kalenderwoche berichtet: Newmont schaffte einen Gewinnsprung um fast 80 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 3,00 US-Dollar pro Aktie (EPS), nicht im Gesamtjahr, sondern allein im abgeschlossenen Drei-Monats-Zeitraum. Davon wurden jetzt unverändert 0,26 USD pro Aktie als Quartalsdividende ausgezahlt, zusammen für unsere 2.500 Aktien also wieder 650 USD. Nach Abzug der Quellensteuer wurden unserem USD-Konto 455 USD gutgeschrieben. Unser USD-Bankguthaben ist dadurch auf 99.785 USD gestiegen. Bei 4 Quartalsdividenden in der jetzigen Höhe werden in diesem Jahr 1,04 USD Dividendenausschüttung pro Aktie erreicht. Dies entspricht im Verhältnis zu unserem Einstandskurs 43,84 USD einer Dividendenrendite von 2,4 Prozent. Dass nur knapp 9 Prozent des Nettogewinns als Dividende ausgeschüttet wurden, zeigt den Spielraum für weitere Dividendenerhöhungen.

Die Liste der bei Auslandsaktien abgeschlagenen Dividendenzahlungen, die noch nicht unseren Konten gutgeschrieben wurden, hat sich damit um Aperam, Itochu, OceanaGold und Newmont Mining verkürzt. Es verbleibt als Forderungen nur noch die jüngste Dividende von Franco-Nevada in Höhe von 561 US-Dollar.

Das Euro-Kontoguthaben ist durch den Henkel-Kauf auf jetzt 782.946 Euro reduziert worden (Anteil am Fondsvermögen von 12,9 auf 11,2 Prozent).

Die Fremdwährungsguthaben sind gegenüber der Vorwoche durch die o.g. in US-Dollar gezahlten Dividenden gestiegen, zusammen auf jetzt umgerechnet 138.181 Euro, von 1,9 auf 2,0 Prozent vom Fondsvermögen. Zusammen mit dem Euro-Konto belaufen sich die Bankguthaben (nach dem Henkel-Kauf) auf 921.127 Euro. Der Anteil am Fondsvermögen ist damit von 14,8 auf 13,1 Prozent gesenkt worden. Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche unverändert bei 162.422 Anteile geblieben. Das Fondsvermögen beträgt aktuell 7.013.968 Euro.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

Dass man nach einem Raketenstart auch wieder runterkommt, gehört dazu. Die Kunst ist die sanfte Punktlandung, um von dort einen Wiederaufstieg starten zu können. In dieser Disziplin übt SpaceX sowohl mit Raketen als auch seiner Aktie noch. Dass der Kursrückfall der SpaceX-Aktie so schnell nach dem Start bis unter den Ausgabepreis von 135 Dollar führte, lässt den vermeintlichen Erfolg des „größten Börsengangs aller Zeiten“ schon jetzt in einem weniger rühmlichen Licht erscheinen. Schneller als gedacht verabschieden sich Anleger von den weitreichenden Zukunftsvisionen und bevorzugen lieber festen Boden unter den Füßen. Zu den soliden, bodenständigen Werten dürften „Consumer Staples“ wie Conagra Brands zählen: Breit gestreut im Lebensmittelgeschäft mit einer Dividendenrendite von über 10 Prozent (!) und einem KGV unter 9! Die Kursumschichtungen bei US-Aktien deuteten zum Wochenende stärker in diese Richtung. Raus aus den teuren US-Tech-Aktien sind wir längst. Und der Conagra-Brands-Aktie fehlen bis zur Bestätigung eines Trendwechsels nach oben nur noch ein paar Cent. Es ist weniger eine raketengleiche Kursexplosion zu erwarten als ein solides Investment.

2026 KW25 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

Bei Anregungen und Feedback erreichen Sie uns gerne per email. Ihre Ansprechpartner sind:

Was ist diese Woche (KW25/2026) an den Börsen geschehen?

Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran, um eine friedliche Lösung für den Krieg zu finden, wurde an den Märkten positiv aufgenommen. Die Sorgen vor höherer Inflation und steigenden Zinsen wurden kleiner. Bei Technologie-Aktien gab es allerdings Gewinnmitnahmen, die sich verstärkten, als die US-Notenbank nach der ersten Sitzung unter dem neuen FED-Chef Kevin Warsh die Märkte auf eine mögliche Leitzinsanhebung im weiteren Jahresverlauf vorbereitete. Auch die Bank of England (BoE) beließ ihre Leitzinsen trotz Inflation erwartungsgemäß noch unverändert. Von der Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus profitierten asiatische Märkte besonders. Der japanische Nikkei-225-Index verbuchte ein Wochenplus von +7,9 Prozent. Allerdings verstießen Trump, sein Kriegsminister Hegseth, Israel und die Hisbollah schon gegen das Rahmenabkommen. Wenig Euphorie herrschte an den westlichen Börsen: Dow Jones +0,7 Prozent, DAX +1,4 Prozent.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag mit 43,55 Euro berechnet. Gegenüber dem Wert der Vorwoche ist das ein Anstieg um +1,26 Euro bzw. +3,0 Prozent. Im laufenden Jahr (Jahreswechsel 42,01 Euro) wächst unser Plus damit wieder auf +3,7 Prozent. Das Netto-Plus beim ACC Alpha select Anteilswert über ein Jahr steigt auf jetzt +15,6 Prozent (MSCI World in Euro +24,5 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +19,7 Prozent, Mischfonds +14,0 Prozent) und über drei Jahre auf +40,0 Prozent (MSCI World in Euro +60,2 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +40,4 Prozent, Mischfonds +28,0 Prozent). Über fünf Jahre beträgt das Plus des Anteilswertes jetzt +36,4 Prozent (MSCI World in Euro +78,3 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +41,4 Prozent, Mischfonds +23,2 Prozent).

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung um einen Tag ab.

Beim Kölner Motoren- und Generatorenbauer Deutz gab es nach der Kursschwäche in der Vorwoche (-4,7 Prozent) in dieser Woche eine umso stärkere Kurserholung – ebenfalls ohne neue Unternehmensnachrichten: +8,6 Prozent (auf 9,89 Euro, Einstand 4,35 Euro).

Die Aktie des Baukonzerns PORR gehört die zweiten Woche in Folge zu den größten Kursgewinnern in unserem Portfolio: Nach +7,5 Prozent in der Vorwoche in dieser Woche +8,3 Prozent (auf 44,80 Euro, Einstand 13,48 Euro) und damit neue Rekordhöhen. Die Kursverdreifachung in den vergangenen zwei Jahren ist fundamental gut begründet. Weil PORR damit seinen Anteil am Fondsvermögen auf mehr als 5 Prozent ausweitet, werden wir noch festere Kurse für einen zweite Teilgewinnmitnahme nutzen.

Die Aktien der europäische Großbanken Deutsche Bank und Société Générale, die unter dem amerikanisch-iranischen Krieg stärker gelitten hatten, erholten sich aktuell stärker als der Gesamtmarkt: Deutsche Bank +8,3 Prozent (auf 31,12 Euro, Einstand 8,54 Euro) und Société Générale +5,8 Prozent (auf 77,67 Euro, Einstand 24,73 Euro). Der Aktienkurs der französischen Bank erreichte damit den höchsten Wert seit der Bankenkrise 2008. Aufgrund der guten Kursentwicklung ist Société Générale mit jetzt 4,5 Prozent unsere drittgrößte Einzelaktienposition. Auch hier werden wir weitere Kursgewinne für eine Teilgewinnmitnahme nutzen.

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Deutsche Rohstoff, die im Kern über Tochterunternehmen ja ein Öl-Fracking-Unternehmen im amerikanischen Mittelwesten ist, litt unter der Entspannung an den Ölmärkten. Der Preis für ein Barrel der US-amerikanischen Referenz-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) fiel die zweite Woche in Folge. Die DRAG-Aktie verlor -20,6 Prozent (auf 85,80 Euro, Einstand 54,20 Euro). Im Hinblick auf das brüchige Rahmenabkommen erscheint ein Wiederanstieg der Ölpreises gut möglich. Wir haben eine Wiederaufstockung der kleinen Position Deutsche Rohstoff diskutiert, aber verworfen.

Die Aktie der dänischen Fähr-Reederei DFDS A/S fiel jetzt ohne neue Unternehmensnachrichten zurück: -13,6 Prozent (auf 121,50 DKK, Einstand 148 DKK). Einen ähnlichen Kursrückgang hatte es ja im Mai in Reaktion auf die Quartalszahlen gegeben. Dann hatte sich der Aktienkurs aber noch in der gleichen Woche wieder auf 140 bis 150 DKK erholt.

Bei Aperam (-9,0 Prozent auf 46,98 Euro, Einstand 33,45 Euro) und Orange (-4,2 Prozent auf 17,085 Euro, Einstand 10,16 Euro) sind die Kursrückgänge vor allem dem Dividendenabschlag geschuldet.

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Mit dem Kauf von 2.000 Henkel-Stammaktien vollziehen wir den Einstieg in die Branche „Consumer Staples“ (vgl. dazu unten „Aktuelle strategische und taktische Überlegungen“). Wir haben 2.000 Inhaber-Stammaktien der Henkel AG & Co. KGaA zu 66,3375 Euro gekauft.

Wie hoch ist die Barreserve?

Der französische Telekom-Konzern Orange hat 0,45 Euro Dividende pro Aktie ausgeschüttet, die uns ohne Abzug von Quellensteuern gutgeschrieben wurden, für unsere 10.000 Aktien also 4.500 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 10,16 Euro ist das eine Dividendenrendite von 4,4 Prozent.

Die Dividende des japanischen Mischkonzerns Nippon Sanso, Schwerpunkt Industriegase, wurde ausgezahlt. Die Gewinnausschüttung beträgt 33 Yen pro Aktie, für unsere 8.000 Nippon Sanso also 264.000 Yen. Davon wurden 40.432 Yen Quellensteuern abgezogen. Der Nettobetrag in Höhe von 223.568 Yen wurde zum aktuellen Wechselkurs von 184,67 Yen in 1.210 Euro umgerechnet und unserem Euro-Konto gutgeschrieben. (Wir führen kein Yen-Konto.) Nippon Sanso schüttet zweimal jährlich Gewinne an die Aktionäre aus. Bezogen auf einen Sechs-Monats-Zeitraum und unseren Einstandskurs von 2.681 Yen entspricht die jetzt gezahlte Dividende eine Dividendenrendite von 2,5 Prozent. Die Dividende pro Aktie dürfte im Gesamtjahr 2027 65 Yen und 2028 dann 70 Yen übersteigen. Für 2029 werden über 80 Yen pro Aktie erwartet.

Die Liste der bei Auslandsaktien abgeschlagenen Dividendenzahlungen, die noch nicht unseren Konten gutgeschrieben wurden, hat sich damit um Nippon Sanso verkürzt. Es verbleiben noch als Forderungen die jüngsten Dividenden von OceanaGold, Itochu, Aperam und Newmont Mining. Hinzu gekommen ist noch Franco-Nevada.

Das Euro-Kontoguthaben ist durch die erhaltenen Dividenden weiter gestiegen, auf jetzt 911.972 Euro (Anteil am Fondsvermögen 12,9 Prozent). Dies wird sich allerdings durch den darin noch nicht enthaltenen Kauf der Henkel-Aktien um knapp 133.000 Euro verringern.

Die Fremdwährungsguthaben sind gegenüber der Vorwoche unverändert und nur durch Wechselkursgewinne ganz leicht auf zusammen 135.867 Euro gestiegen, was jetzt 1,9 Prozent vom Fondsvermögen ausmacht. Zusammen mit dem Euro-Konto belaufen sich die Bankguthaben (vor dem Henkel-Kauf) auf 1.047.839 Euro (Anteil am Fondsvermögen 14,8 Prozent). Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche minimal um 7 Anteile auf 162.422 Anteile gestiegen. Das Fondsvermögen beträgt aktuell 7.091.100 Euro.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

„Consumer Staples“, also die Aktien von Basiskonsumgüterherstellern, gehörten in den vergangenen Jahren zu den großen Verlierern an den Aktienbörsen. Weil Güter des täglichen Bedarfs, vor allem Lebensmittel, Haushalts- und Hygieneprodukte, immer benötigt werden, galten diese Aktien als defensiv und krisenresistent. Dafür zahlten Anlegern eine Bewertungsprämie, insbesondere bei Markenartikelherstellern wie Nestlé (Konzernsitz Schweiz), Procter & Gamble (Konzernsitz USA) oder Beiersdorf (Konzernsitz Deutschland). Ihre Marktanteile und Margen, so die Rechtfertigung für die hohe Bewertung, sei durch starke Marken abgesichert. Die hohe Inflation 2021 / 2022 strafte diese „Story“ dann Lügen: Konsumenten wechselten mehr von teuren Markenartikeln zu preiswerteren Eigen- und Billig-Marken. Vor knapp zwei Jahren schrieb ich an dieser Stelle (Wochenbericht KW 30/2024): „Für uns kommen die Kursverluste bei Nestle, LVMH, Kering und Co nicht so überraschend. Immer, wenn wir in den vergangenen Jahren unser Bewertungsmodell mit den Zahlen dieser Aktien gefüttert haben, zeigte sich, dass, wohlwollend ausgedrückt, der Markt eine hohe Prämie für die Qualität dieser Aktien eingepreist hat. Anders ausgedrückt: Sie waren überbewertet.“ Zu diesem Zeitpunkt beschäftigten wir uns aber schon mit der Frage, ob die Kursverluste nicht auch Einstiegsgelegenheiten böten. Ergebnis war eine Anfangsposition bei Kraft Heinz, die allerdings zweimal ausgestoppt wurde. (Wir waren in Kraft Heinz zunächst zu 37,76 USD eingestiegen und hatten sie im Rahmen unseres Risikomanagements in zwei Tranchen zu durchschnittlich 33,485 USD wieder verkauft. Bei noch tieferen Kursen, zu 32,85 USD, haben wir die Aktien zurückgekauft. Aber im Dezember 2024 stellten wir diese kleine Position zu 30,17 USD wieder glatt, weil sich ein beschleunigter Abwärtstrend abzeichnete. Tatsächlich fiel die Aktie das ganze Jahr 2025 und bis März dieses Jahres auf nur noch 21 Dollar! Ein Kursverlust von 30 Prozent wurde durch das Risikomanagement verhindert!)

Im Wahlkampf hatte Trump versprochen, die Lebensmittelpreis zu senken. Diesbezüglich machte er bereits in einem Interview nach der Wahl einen typischen Trump-Rückzieher („TACO“): Es sei schwierig, die Preise wieder zu senken. Tatsächlich geschah genau das Gegenteil der Wahrversprechen: Trumps Politik holte die Inflation zurück. Und die Talfahrt der meisten Consumer-Staples setzte sich fort. Erst seit ein paar Wochen zeigen die Aktienkurse dieses Sektors Versuche einer Bodenbildung oder sogar Trendumkehr (übrigens auch bei Kraft Heinz).

Wir haben eine Reihe deutscher und US-amerikanische Consumer Staples analysiert, sowohl fundamental als auch markt-/charttechnisch. Den besten Gesamteindruck macht Henkel, wo wir angesichts des jungen Aufwärtstrends jetzt eine Position in Größe von knapp zwei Prozent des Fondsvermögens erworben haben. Henkel zeichnet sich seit Jahren durch stetiges Gewinnwachstum aus – nur das Tempo der Gewinnsteigerungen schwankt. Wir berechnen ein geglättetes jährliches Gewinnwachstum (CAGR) von knapp 10 Prozent. Das dürfte sich zwar, so unsere Projektion abschwächen, aber auch Substanz- und Größenbetrachtungen (rund 21 Milliarden jährliche Umsatzerlöse bei einer Nettomarge von über 10 Prozent nach Zinsen und Steuern) sprechen gegen einen weiteren Kursrückgang. Wir konnten die Stammaktien jetzt nahe des von uns berechneten, konservativen Fair Values kaufen. In der Projektion ergibt sich eine hinreichende Unterbewertung. Sollte sich das erwartete Gewinnwachstum bestätigen, sollte die Henkel-Aktie ihren früheren Bewertungsaufschlag zumindest teilweise zurückerhalten, woraus sich weitere Kurspotenzial ergibt.

Wenn weitere Consumer-Staples eine erfolgreiche Bodenbildung erkennen lassen, bauen wir unser Investment aus. Konkret haben wir dafür einen unterbewerteten US-Nahrungsmittel-Konzern identifiziert: Conagra Brands. Aufgrund des intakten Abwärtstrends investieren wir aber noch nicht.

2026 KW24 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

Bei Anregungen und Feedback erreichen Sie uns gerne per email. Ihre Ansprechpartner sind:

Was ist diese Woche (KW24/2026) an den Börsen geschehen?

Nach fast 40 Ankündigung von Trump, ein „Deal“ mit dem Iran stehe unmittelbar bevor, eskalierte der Krieg zunächst wieder. Beide Seiten behaupten, die Straße von Hormus vollständig zu kontrollieren. In den USA schürte nach den Arbeitsmarktdaten nun auch die auf 4,2 Prozent gestiegene Inflationsrate die Sorgen vor steigenden Zinsen. Trump irritierte mit der Aussage, die Zahlen seien großartig, er liebe die Inflation. Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöhte bereits in Reaktion auf die auch in Europa gestiegene Inflation ihre Leitzinssätze um je 25 Basispunkte. Zum Wochenende hin profitierten die Märkte wieder von der Ankündigung einer Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran. Zudem wurde der Börsengang von SpaceX positiv aufgenommen. So verzeichnete der Nasdaq-100 eine Erholung um +2,3 Prozent. Der Dow Jones schaffte mit der Kurserholung vom Freitag ein Wochenplus von +0,7 Prozent. Dem japanischen Nikkei-225 und beim DAX reichte die Stabilisierung vor dem Wochenende nicht für eine positive Wochenbilanz: Nikkei -0,9 Prozent und DAX -0,5 Prozent.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag mit 42,29 Euro berechnet (ohne die Kursgewinne vom Freitag von über 100.000 Euro). Gegenüber dem Wert der Vorwoche ist das ein Rückgang um -1,12 Euro bzw. -2,6 Prozent. Im laufenden Jahr (Jahreswechsel 42,01 Euro) schrumpft unser Plus damit auf +0,7 Prozent. Das Netto-Plus beim ACC Alpha select Anteilswert über ein Jahr liegt jetzt bei +12,0 Prozent (MSCI World in Euro +19,4 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +14,3 Prozent, Mischfonds +10,6 Prozent) und über drei Jahre bei +37,2 Prozent (MSCI World in Euro +58,3 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +37,9 Prozent, Mischfonds +25,9 Prozent). Über fünf Jahre beträgt das Plus des Anteilswertes jetzt +32,7 Prozent (MSCI World in Euro +77,3 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +37,5 Prozent, Mischfonds +20,4 Prozent).

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung um einen Tag ab.

Die Aktie des Baukonzerns PORR kletterte in dieser Woche um +7,5 Prozent (auf 41,35 Euro, Einstand 13,48 Euro) und damit in die Nähe ihrer bisherigen Höchstkurse. Die Marktkapitalisierung erreicht 1,62 Milliarden Euro – nicht zu viel bei jährlichen Umsatzerlösen von 6,3 Milliarden Euro.

Schon Ende Mai hatte der Finanzdienstleister Wüstenrot & Württembergische solide Quartalszahlen veröffentlich, auf die der Markt aber zunächst negativ reagiert hatte. In dieser Woche erholte sich der Aktienkurs um +6,7 Prozent (auf 15,04 Euro, Einstand 14,93 Euro). Das Versicherungsgeschäft zeigt sich umsatzseitig weiterhin in guter Verfassung. Während der Bestand in allen Segmenten wächst, bestätigt das Management die konservative Jahresprognose von 120 bis 150 Mio. Euro für das Konzernergebnis (nach IFRS). Besonders deutlich fiel das Wachstum in der Schaden-/Unfallsparte mit einem Umsatzzuwachs von 6,5 Prozent auf 755 Mio. Euro aus. Einzig das Neugeschäftsvolumen im Segment Wohnen blieb erwartungsgemäß unter dem Vorjahresniveau. Auf der Hauptversammlung im Mai scheiterte zwar der Fondsanbieter GS&P mit dem Antrag auf eine höhere Dividende als den beschlossenen 0,65 Euro pro Aktie. Eine Erhöhung (auf vielleicht 0,75 Euro pro Aktie) dürfte aber wahrscheinlicher geworden sein.

Sixt Stammaktien gewannen ohne Unternehmensnachrichten in dieser Woche +4,9 Prozent (auf 74,55 Euro, Einstand 69,83 Euro) und holte damit etwas von dem Rückstand auf, der gegenüber der Vorzugsaktie (diese Woche nur +1,5 Prozent) seit Dezember entstanden war. Wir halten 1.000 Stamm- und 1.600 Vorzugsaktien.

Obwohl Gold, Silber und Platin auf dem gedrückten Preisniveau allenfalls eine Stabilisierung, aber noch keine Erholung zeigten, erholten sich die Aktien der meisten Minenbetreiber von den Verlusten zuvor, besonders deutlich Coeur Mining +5,1 Prozent (auf 17,20 USD, Einstand 22,73 USD) und Valterra Platinum +4,5 Prozent (auf 55,40 GBP, Einstand 37,69 GBP).

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Rohstoffwerte und Aktien aus der Metallbranche litten im Wochenverlauf zwischenzeitlich unter Umschichtungen von Investoren, nachdem diese Aktien zuvor stark gestiegen waren. Ein zwischenzeitlich etwas gesunkener Kupferpreis lieferte auch einen Anlass für Gewinnmitnahmen bei Aurubis: -7,3 Prozent (auf 196,70 Euro, Einstand 82,38 Euro).

Bei Deutz-Aktien mangelte es an Anschlusskäufen, so dass der Kurs unter seinen 200-Tage-Durchschnitt fiel: -4,7 Prozent (auf 9,10 Euro, Einstand 4,36 Euro). Eine Marktkapitalisierung von jetzt wieder unter 1,4 Milliarden Euro erscheint bei über zwei Milliarden Euro jährlicher Umsatzerlöse immer noch günstig. 2025 vollzog sich die Neubewertung des Konzerns, der bis 2024 als „alter Verbrennungsmotoren-Hersteller“ wahrgenommen wurde, inzwischen aber als globaler Anbieter auch für dezentrale (Not-) Stromversorgung sehr gut positioniert ist. Die Kursverdreifachung zwischen Anfang 2025 und Februar 2026 dürfte jetzt eine Konsolidierung erleben.

Dürr verloren auf Wochensicht ebenfalls ohne Unternehmensnachrichten -4,6 Prozent (auf 19,36 Euro, Einstand 22,88 Euro). Auch hier erscheint die Bewertung der Börse mit jetzt 1,34 Milliarden Euro für über 4 Milliarden jährlicher Umsatzerlöse günstig.

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Auch in dieser Woche haben wir keine Veränderungen an unserem Portfolio veranlasst. Am Börsengang von SpaceX haben wir nicht teilgenommen. Einige, vielleicht weniger bekannte Aspekte dieses Börsengangs unten: „Aktuelle strategische und taktische Überlegungen“.

Wie hoch ist die Barreserve?

Das Euro-Kontoguthaben ist durch Mittelabflüsse auf 896.067 Euro und der Anteil am Fondsvermögen gegenüber der Vorwoche von 13,2 auf 13,0 Prozent gesunken.

Die Beteiligungsgesellschaft INDUS Holding hat 1,30 Euro pro Aktie Dividende ausgeschüttet, zusammen für unsere 3.000 Aktien also 3.900 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 24,66 Euro ist das eine Dividendenrendite von 5,3 Prozent.

Die Dividende von Coeur Mining zahlte eine unterjährige Dividende in Höhe von 0,02 USD pro Aktie, für unsere 6.000 Aktien zusammen 120 USD, nach Abzug der Quellensteuern (in Höhe von 36 USD) noch 84 Dollar. Das ist zwar (noch) nicht viel, damit hat Coeur aber die Gewinnauschüttungen überhaupt erst wieder aufgenommen.

Die Liste der bei Auslandsaktien abgeschlagenen Dividendenzahlungen, die noch nicht unseren Konten gutgeschrieben wurden, hat sich damit um Coeur Mining verkürzt. Es verbleiben noch als Forderungen die jüngsten Dividenden von OceanaGold, Itochu, Nippon Sanso, Aperam und Newmont Mining.

Das Guthaben auf dem US-Dollar-Konto ist durch die Coeur-Dividende leicht auf 98.260 USD gestiegen, was beim aktuellen Wechselkurs von 1,15 USD/EUR einen Gegenwert von 85.317 Euro bzw. 1,24 Prozent vom Fondsvermögen darstellt. Die Fremdwährungsguthaben insgesamt sind umgerechnet zusammen auf 135.809 Euro gestiegen, was jetzt 2,0 Prozent vom Fondsvermögen ausmacht. Zusammen mit dem Euro-Konto belaufen sich die Bankguthaben jetzt auf 1.031.876 Euro, womit im Wochenvergleich der Anteil am Fondsvermögen leicht von 15,1 auf 15,0 Prozent gesunken ist. Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche um 850 Anteile auf 162.415 Anteile gesunken. Das Fondsvermögen beträgt aktuell 6.883.571 Euro.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

Der Börsengang von SpaceX ist vollzogen. 555,555 Millionen Aktien wurden zu 135 US-Dollar ausgegeben und ein Teil davon schon am ersten Handelstag an der Nasdaq unter großen Schwankungen gehandelt. Es gibt allerdings 7,38 Milliarden SpaceX-Aktien, also wurden nur rund 7,5 Prozent der Anteile am Konzern jetzt handelbar gemacht. Zudem sichert sich der Unternehmensgründer Elon Musk durch eine sogenannte „Dual-Class-Aktienstruktur“ die absolute und uneingeschränkte Kontrolle über alle Unternehmensentscheidungen. Die Stimmenverteilung ist so aufgebaut, dass Kapitalanteil und tatsächliche Macht drastisch voneinander abweichen, denn die jetzt in den Handel gebrachten Class-A-Aktien verbriefen nur ein einfaches Stimmrecht, während jede Class-B-Aktie (von denen Elon Musk 94 Prozent hält und die nicht gehandelt werden) zehnfaches Stimmrecht hat. Im Ergebnis kontrolliert Musk, obwohl er jetzt nur noch 42 Prozent der Kapitalanteile hält, über 82 Prozent aller Stimmrechte. Musk kann also von anderen Aktionären auf Hauptversammlungen niemals überstimmt oder als Chef abgesetzt werden. Für eine solche „Controlled Company“ greifen an der Nasdaq zudem gelockerte Vorschriften bei der unabhängigen Überwachung des Managements. Musk hat seine absolute Kontrolle über SpaceX auch auffällig langfristig und extrem abgesichert: Verkaufen andere Insider ihre Class-B-Aktien an Außenstehende, wandeln sich diese automatisch in stimmrechtsarme Class-A-Aktien um. Und neue Class-B-Aktien dürfen, solange Musk das will, nur an ihn selbst ausgegeben werden, beispielsweise im Zuge von Boni. Erreicht SpaceX Unternehmensziele, kann Musk über solche Aktien-Boni seinen Anteil am Unternehmen erhöhen, ohne selbst einen Cent frischen Geldes zahlen zu müssen. Die Minderheitsaktionäre müssen dann die Verwässerung ihre Anteils gleichsam auch noch selbst finanzieren. Eine Besonderheit im Börsenprospekt von SpaceX ist ferner das Verbot von Aktionärs-Sammelklagen. Das alles spricht dafür, dass hier die aktuelle Euphorie genutzt wird, um von rechtlosen Aktionären viel Geld für Musks Visionen einzusammeln. Über die wirtschaftlichen Aussichten ließe sich auch diskutieren. Aber schon bis hier gibt es schon genug Gründe für uns, nicht beim SpaceX-Börsengang dabei zu sein.

2026 KW23 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

Bei Anregungen und Feedback erreichen Sie uns gerne per email. Ihre Ansprechpartner sind:

Was ist diese Woche (KW23/2026) an den Börsen geschehen?

Entgegen den Behauptungen von US-Präsident Trump, der einen „Deal“ mit dem Iran in Aussicht gestellt hatte, eskalierte der Krieg wieder. Die Märkte erwarten nun mehrheitlich von der US-Notenbank eine Leitzinserhöhung um 25 Basispunkte in den kommenden Monaten. Vor allem bei den heiß gelaufenen US-Technologieaktien setzten darauf deutliche Gewinnmitnahmen ein. Der Nasdaq-100 verlor auf Wochensicht -4,5 Prozent, steht aber noch +14,7 Prozent höher als bei Jahresbeginn. Der DAX verlor in dieser Woche -1,4 Prozent, womit das bescheidene Plus im laufenden Jahr auf nur noch +1,1 Prozent mehr als halbiert wurde. Die meisten anderen Aktienindizes veränderten sich in dieser Woche letztendlich um weniger als ein Prozent.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag mit 43,41 Euro berechnet. Gegenüber dem Wert auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag der Vorwoche ist das ein Rückgang um -0,40 Euro bzw. -0,9 Prozent. Im laufenden Jahr (Jahreswechsel 42,01 Euro) schrumpft unser Plus damit auf +3,3 Prozent (immerhin das Dreifache des DAX-Plus). Das Netto-Plus beim ACC Alpha select Anteilswert über ein Jahr liegt jetzt bei +14,9 Prozent (MSCI World in Euro +23,6 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +18,4 Prozent, Mischfonds +13,5 Prozent) und über drei Jahre bei +41,1 Prozent (MSCI World in Euro +63,2 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +42,7 Prozent, Mischfonds +29,1 Prozent). Über fünf Jahre beträgt das Plus des Anteilswertes jetzt +35,3 Prozent (MSCI World in Euro +84,7 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +42,6 Prozent, Mischfonds +23,7 Prozent). Dies bestätigt das angestrebte Ergebnis der Strategie: Aktienfonds-ähnliche Erträge bei Mischfonds-ähnlichen Risiken.

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung um einen Tag ab.

Angeführt wird unsere Gewinnerliste in dieser Woche von zwei leider kleinen Positionen: Mediclin und Deutsche Rohstoff, bevor auf Platz 3 aber unsere größte Position, Fairfax Financial, folgt.

Mediclin gewannen in dieser Woche (trotz Dividendenabschlags) +12,3 Prozent (auf 4,20 Euro, Einstand 3,16 Euro, Buchgewinn 32,8 Prozent). Die Hauptversammlung hatte alle Beschlussvorschläge von Vorstand und Aufsichtsrat angenommen. Die Ergebnisentwicklung sei insbesondere durch gezielte Effizienzsteigerungen und strukturelle Optimierungen unterstützt. Der erfolgreiche Verlauf des Geschäftsjahres 2025 bestätige, dass die strategische Ausrichtung Wirkung zeige. Mediclin verfüge weiterhin über eine solide Finanzbasis und profitiere von einer stabilen Nachfrage. Gleichzeitig bleibe das Marktumfeld durch regulatorische Entwicklungen und strukturelle Anpassungen im Krankenhaussektor geprägt: Der Konzern sieht sich für die damit einhergehenden Herausforderungen dennoch gut positioniert. Fundamental bleibt Mediclin attraktiv (unter-) bewertet und mit der starken Impulsbewegung des Aktienkurses auf ein neues Vier-Jahres-Hoch wurde der seit Anfang 2025 ausgebildete sekundäre Aufwärtstrend bestätigt.

Deutsche Rohstoff profitierten weiter vom hohen Ölpreis und dem gut laufenden Ölfördergeschäft der US-Tochterunternehmen: +11,5 Prozent (auf 110,40 Euro, Einstand 54,20 Euro, Buchgewinn 103,7 Prozent). Die operative Entwicklung des US-Öl- und Gasgeschäfts verlaufe weiterhin sehr positiv, meldete das Unternehmen. Das Bohrprogramm 2026 werde planmäßig umgesetzt und bestätige erneut die hohe Qualität der Flächen im Powder River Basin sowie die operative Leistungsfähigkeit der verantwortlichen Tochtergesellschaft 1876 Resources. Der erste Bohrplatz des aktuellen Entwicklungsprogramms, das Dillon/Billings Pad, mit vier Bohrungen in die Niobrara-Formation, sei Mitte Mai erfolgreich in Produktion überführt worden. Der Anteil von 1876 an den Bohrungen liegt bei 98 Prozent. Mit durchschnittlich 1.500 BOPD pro Bohrung nach drei Wochen produzieren die vier Bohrungen deutlich mehr als vergleichbare Bohrplätze in Wyoming. Die starke Performance sei auch ein Indikator dafür, dass das weiter verbesserte Completion Design zu signifikant höherer Produktion führe. Zusätzlich seien in den letzten Maitagen zwei weitere Bohrungen auf dem sogenannten Lost Springs Pad in Produktion gebracht und mit dem Flowback begonnen worden. Insgesamt erwartet die Deutsche Rohstoff bis Ende des zweiten Quartals 2026 den Produktionsstart von elf eigenen „operated“ Bohrungen sowie neun „non-operated“ Bohrungen. Darunter befinden sich erstmals auch drei eigene Drei-Meilen-Bohrungen mit einem Working Interest von über 80 Prozent, die aktuell fertiggestellt würden. Durch die längeren Bohrungen werden zusätzliche Effizienzpotenziale erwartet. Auf Nettobasis sollen bis zur Jahresmitte damit rund 14 Nettobohrungen in Produktion überführt werden. Im Gesamtjahr 2025 wurden lediglich 9 Nettobohrungen in Produktion genommen. Ab Juli sollte die Produktion damit auf über 20.000 BOEPD steigen und auch im gesamten 2. Halbjahr über 20.000 BOEPD liegen. Bis Anfang des vierten Quartals 2026 ist die Inbetriebnahme weiterer zwölf Bohrungen geplant, gefolgt von weiteren Bohrungen im vierten Quartal. Der bisherige Verlauf des Bohr- und Entwicklungsprogramms bestätige den geplanten Zeitablauf. Auch die aktuellen Kosten entsprechen der Planung. Die hohe Flexibilität der US-Tochterfirmen erlaube weiterhin eine kurzfristige Anpassung des Entwicklungsprogramms an Markt- und Preisentwicklungen. Das aktuelle Bohrprogramm der US-Tochter 1876 Resources sieht insgesamt 26 eigene Bruttobohrungen vor. In Abhängigkeit von der Ölpreisentwicklung könnten auch über 30 Bohrungen abgeteuft und in die Produktion überführt werden. Die Tochtergesellschaft Bright Rock Energy konnte ihre Flächenposition in Ohio in den vergangenen Wochen durch weitere Akquisitionen ausbauen. Damit schaffe die Gesellschaft die Voraussetzungen, um im Laufe des dritten Quartals die notwendigen Vorarbeiten für die Zusammenlegung und Entwicklung eigener Bohrplätze („Unitization“) zu beginnen und im Jahr 2027 erste Bohrungen in der Utica/Point Pleasant-Formation niederzubringen. Die Deutsche Rohstoff AG sieht in Ohio ein sehr attraktives Entwicklungspotenzial. Nachdem sich der Aktienkurs seit unserem Einstieg im vergangenen Oktober mehr als verdoppelt hat, werten wir die gute Geschäftsentwicklung eher als Gelegenheit, unsere Gewinne zu realisieren.

Fairfax Financial Holdings erholten sich um +3,5 Prozent gegen den schwachen Markttrend (auf 2.220 CAD, Einstand 346 CAD, Buchgewinn in Euro 300,2 Prozent). Über die Quartalszahlen und die Reaktionen des Marktes hatten wir in den vorausgegangenen Wochen berichtet. Neue Unternehmensnachrichten gab es nicht. Fundamental ist die Aktie auf dem jetzigen Kursniveau (KGV 7,7) ein Kauf; charttechnisch sollte eine Bodenbildung oberhalb von 2.000 CAD gelingen, womit die nunmehr einjährige Seitwärtsbewegung weiterhin als Konsolidierung der hohen Kursgewinne zuvor zu werten ist.

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Der Silberpreis brach (je nach Börse und Währung) auf Wochensicht um rund 10 Prozent ein (auf knapp 68 US-Dollar pro Unze). Gründe dafür sind die Erwartung steigender Zinsen und die erneute Eskalation des amerikanisch-iranischen Krieges. Vom anhaltend hohen Ölpreis gehen inflationstreibende Wirkungen aus, was auch höhere Zinsen mit sich bringen dürfte. Dies lässt bei der zinslosen Anlage in Gold und Silber höhere Opportunitätskosten in Form entgangener Zinsen entstehen.

Vor diesem Hintergrund verloren vor allem die Silber- (und Gold-) Minenbetreiber Pan American Silver -15,9 Prozent (auf 66,24 CAD, Einstand 40,97 CAD, Buchgewinn in Euro 59,4 Prozent) und Coeur Mining -15,3 Prozent (auf 16,37 USD, Einstand 22,73 USD, Buchverlust in Euro -27,0 Prozent).

Eine Reihe anderer Kursrückgänge sind auf Dividendenabschläge (vgl. unten „Wie hoch ist die Barreserve?“) und das allgemein schwächere Marktumfeld zurückzuführen.

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Nachdem wir in den Vorwochen unsere Barreserve durch (Teil-) Gewinnmitnahmen aufgestockt hatten, haben wir in dieser Woche keine Veränderungen an unserem Portfolio veranlasst.

Wie hoch ist die Barreserve?

Das Euro-Kontoguthaben ist durch weitere Dividendeneinnahmen auf 938.423 Euro gestiegen; der Anteil am Fondsvermögen ist gegenüber der Vorwoche von 12,8 auf 13,2 Prozent.

Die europäischen Großbanken Deutsche Bank und Société Générale schütteten ihre Dividenden für 2025 aus: Die Deutschen zahlten 1,00 Euro pro Aktie, zusammen für unsere 3.000 Aktien also 3.000 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 8,54 Euro ist das eine Dividendenrendite von 11,7 Prozent. Die Franzosen zahlten ebenfalls 1,00 Euro pro Aktie, zusammen für unsere 4.000 Aktien also 4.000 Euro. Diese Dividende wurde uns ohne Abzug von Quellensteuern gutgeschrieben. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 24,73 Euro ist das eine Dividendenrendite von 4,0 Prozent.

Carrefour zahlte 0,97 Euro Dividende pro Aktie, für unsere 8.000 Aktien also 7.760 Euro. Auch diese Dividende wurde uns ohne Abzug von Quellensteuern gutgeschrieben. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 24,73 Euro ist das eine Dividendenrendite von 3,9 Prozent.

Mediclin zahlte 0,04 Euro pro Aktie, für unsere 10.000 Aktien also 400 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 3,16 Euro ist das eine Dividendenrendite von 1,3 Prozent.

Die italienische Emak hat 0,03 Euro Dividende pro Aktie ausgeschüttet, für unsere 56.576 Aktien zusammen also 1.697,28 Euro. Dieser Betrag wurde unserem Euro-Konto gutgeschrieben (kein Quellensteuerabzug). Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 0,88 Euro ist das eine Dividendenrendite von 3,4 Prozent.

Pan American Silver zahlte nach knapp einem halben Jahr wieder eine unterjährige Dividende. Im Dezember waren es noch von 0,14 USD pro Aktie, jetzt 0,18 USD, nach Abzug der Quellensteuern (in Höhe von 121,50 USD) 688,50 USD für unsere 4.500 Aktien. Das kanadische Minenunternehmen zahlt seine Dividende nicht in Kanada-Dollar, sondern in US-Dollar. Die Gutschrift erfolgt auf unserem USD-Konto. Wir gehen von weiteren Dividendenerhöhungen aus.

Die Liste der bei Auslandsaktien abgeschlagenen Dividendenzahlungen, die noch nicht unseren Konten gutgeschrieben wurden, hat sich damit um Pan American Silver und Carrefour verkürzt. Es verbleiben noch als Forderungen die jüngsten Dividenden von OceanaGold, Itochu, Nippon Sanso, Aperam, Coeur Mining und Newmont Mining.

Die Fremdwährungsguthaben sind durch die Dividende von Pan American Silver gestiegen: Unser US-Dollar-Guthaben beläuft sich jetzt auf 98.176 USD, was beim aktuellen Wechselkurs von 1,16 USD/EUR einen Gegenwert von 84.572,5 Euro bzw. 1,2 Prozent vom Fondsvermögen darstellt. Noch ohne die nicht verbuchten, aber abgeschlagenen Dividenden beläuft sich der Gegenwert aller Fremdwährungsvermögen umgerechnet zusammen auf 135.169 Euro, was 1,9 Prozent vom Fondsvermögen ausmacht. Zusammen mit dem Euro-Konto haben wir unsere Bankguthaben auf jetzt 1.073.592 Euro erhöht bzw. im Wochenvergleich von 14,7 auf 15,1 Prozent des Fondsvermögens. Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche praktisch unverändert (plus 2 Anteile auf 163.267 Anteile). Das Fondsvermögen beträgt 7.109.622 Euro.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

„Buy the dip“ – Jeden Kursrücksetzer für Käufe nutzen. Das war in den zurückliegenden Jahren bei den Aktien der großen US-Tech-Konzerne richtig. Wer glaubt, dass das so bleibt, hat jetzt wieder eine Kaufgelegenheit.

Eine Marktkapitalisierung von 4,3 Billionen US-Dollar (Beispiel Nvidia) bedeutet, dass (ob direkt als Aktionär oder indirekt über Fonds) eine Million Anleger jeder 4,3 Millionen US-Dollar in dieser Aktie halten. Oder 10 Millionen Anleger jeder 430.000 Dollar. Oder, wahrscheinlich realistischer, 100 Millionen (!) Anleger jeder 43.000 Dollar. Das Rechenexempel zeigt: Diese Aktien hat statistisch gesehen (fast) jeder Anleger. Und zwar reichlich davon, zumindest im Durchschnitt. Diese Aktien sind „Mainstream“. Es ist nicht originell, Nvidia-Aktien zu haben. Die Aktie hat ein Gewicht von über fünf Prozent im MSCI Weltindex. Trotzdem konzentrieren sich auch die meisten Long-only-Hedgefonds auf diese Aktien: Über 70 Prozent ihrer Fondsvermögen sind in den 10 einschlägigen Aktien konzentriert.

Der Umstand, dass fast jeder in Nvidia, Apple, Alphabet, Microsoft und Amazon investiert ist, ist auch schon ein wichtiger Grund, warum wir nicht dort investiert sind.

Warum könnten die jüngsten Gewinnmitnahmen diesmal keine gute Gelegenheit zum (Nach-) Kaufen sein?

Erstens: Die Zinswende. Bei Jahresbeginn waren sich die Märkte noch sicher, dass in diesem Jahr die US-Notenbank ihre Leitzinsen senken würde, wahrscheinlich mindestens zweimal um je 25 Basispunkte. Jetzt rechnet der Markt dagegen mit mindestens einer Zinserhöhung im Jahresverlauf. Der Rückenwind, den Tech-Aktien von den Zinsen erhielten, wird damit zum Gegenwind.

Zweitens: Liquiditätsentzug. Jahreslang wussten die Tech-Konzerne nicht wohin mit ihren freien Cashflows. Das hat sich geändert. Die Investitionen in KI-Rechenzentren kosten Milliarden, denen bis auf weiteres keine entsprechenden Einnahmen gegenüberstehen. Die Tech-Konzerne haben begonnen, dem Markt Liquidität zu entziehen: Nach Anleiheemissionen stehen jetzt die Mega-Börsengänge von SpaceX, Anthropic und Open AI bevor. Die ohnehin in Tech-Aktien schon überinvestierten Anleger sollen jetzt weitere Milliarden für neue Tech-Aktien mobilisieren. Das dürfte zu Lasten der Gewichtung der bisherigen Schwergewichte führen.

Wer einen Kursrückgang „buy the dip“ nutzen will, sollte sich vielleicht besser die Edelmetall-Aktien ansehen. Sie reagierten auf den Preisrückgang bei Gold, Silber und Platin jüngst mit höheren Kursverlusten. Eine Analyse des Instituts für Vermögenaufbau (IVA) auf Basis der Kundendepots der V-Bank bezifferte die Investments in Gold und Gold-ETCs mit nur 3,6 Prozent. Es ist also keineswegs so, dass Gold „überkauft“ wäre, im Gegenteil. Und dass die Erwartung höherer Inflation jetzt als ein Argument gegen Gold und Silber angeführt wird, spricht eigentlich antizyklisch auch für verstärkte Gold- und Silber-Investments. Denn längerfristig werden die Gold- und Silberpreise natürlich von steigender Inflation begünstigt. Sollten die Zinsen langsamer steigen als die Inflation, sinken die Realzinsen ja sogar, was ein Preistreiber für Edelmetalle ist. Und ein hoher Preis für fossile Energieträger macht Photovoltaik attraktiver. Dort, wo nicht politisch so stark in den Energiemarkt eingegriffen wird wie in Deutschland, hat der Ölpreisanstieg zu einem starken Nachfrageschub bei Photovoltaikanlagen geführt, die bekanntlich ein großer Nachfrager nach Silber sind.