2026 KW26 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds
Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.
Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.
Bei Anregungen und Feedback erreichen Sie uns gerne per email. Ihre Ansprechpartner sind:
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Was ist diese Woche (KW26/2026) an den Börsen geschehen?
Auf die gute Stimmung im Umfeld des SpaceX-Börsengangs in der Vorwoche folgten in dieser Woche Wellen von Gewinnmitnahmen bei Technologie-Aktien, insbesondere Mikrochip-Herstellern. Der Speicherchiphersteller Micron veröffentlichte aber sehr gute Geschäftszahlen. Zudem fielen einige US-Konjunkturdaten gut aus. Der Dow Jones kam somit auf ein kleines Wochenplus von +0,6 Prozent, während der Nasdaq-100 -4,2 Prozent verlor. Auch in Europa überwogen Kursverluste: der Euro-STOXX-50 büßte auf Wochensicht -1,1 Prozent ein, der DAX -1,3 Prozent. Letzterer steht nur +0,7 Prozent höher als bei Jahresbeginn.
Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?
Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag mit 43,06 Euro berechnet. Gegenüber dem Wert der Vorwoche ist das ein Rückgang um -0,49 Euro bzw. -1,1 Prozent. Im laufenden Jahr (Jahreswechsel 42,01 Euro) schrumpft unser Plus damit wieder auf +2,5 Prozent. Das Netto-Plus beim ACC Alpha select Anteilswert über ein Jahr sinkt nur leicht auf jetzt +15,0 Prozent (MSCI World in Euro +24,3 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +20,0 Prozent, Mischfonds +13,8 Prozent) und steigt aufgrund eines Basiseffektes über drei Jahre leicht auf +40,1 Prozent (MSCI World in Euro +63,8 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +44,4 Prozent, Mischfonds +29,2 Prozent). Auch über fünf Jahre sorgt ein Basiseffekte für einen Anstieg des Nettogewinns auf jetzt +36,7 Prozent (MSCI World in Euro +78,9 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +40,4 Prozent, Mischfonds +22,3 Prozent).
Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)
Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung um einen Tag ab.
Die Aktie des japanischen Mischkonzerns Nippon Sanso profitierte in dieser Woche wieder einmal stark davon, dass Investoren Risiken am japanischen Aktienmarkt reduzierten („Risk-Off“). Dies führt regelmäßig zu Umschichtungen in den als defensiv geltenden Industriegase-Hersteller: +5,6 Prozent (auf 5.938 Yen bzw. 32,10 Euro, Einstand 2.681 Yen bzw. 18,31 Euro).
Carrefour gewannen entgegen dem schwächeren europäischen Trend +5,4 Prozent (auf 16,385 Euro, Einstand 14,96 Euro) und machten damit den Kursrückgang aus der Vorwoche wett. Damit nähert sich der Aktienkurs wieder dem Mehrjahreshoch aus Mai bei 17,535 Euro.
Die Roche Genussschein-Aktie kletterte in Zürich knapp über ihr Mai-Hoch: +5,1 Prozent auf 336,00 CHF (Einstand 285,71 CHF). Damit hat die Aktie etwa die Hälfte ihres Kursrückschlags vom März wieder aufgeholt. Der übergeordnete („sekundäre“) Aufwärtstrend blieb intakt.
Wichtig: Auch unsere größte Aktienposition, die kanadische Fairfax Financial, zeigte in dieser Woche relative Stärke: Der Aktienkurs stieg +4,8 Prozent auf 2.347 CAD (Einstand 346 CAD), den höchsten Stand seit Ende April. Somit sollte die charttechnische Bodenbildung im Bereich 2.100 bis 2.300 CAD gelungen und abgeschlossen sein. Nach einem neuem Kursrekord im Januar dieses Jahres muss man der Aktie eine Konsolidierung zugestehen.
Beide von uns gehaltenen französischen Versicherungs-Aktien konnten Kursgewinne verzeichnen: AXA +2,1 Prozent (auf 43,41 Euro, Einstand 19,61 Euro) und damit fast auf Allzeit-Rekordhoch. Und SCOR +1,7 Prozent (auf 31,98 Euro, Einstand 27,14 Euro).
Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)
Die Aktie des Kölner Motoren- und Generatorenbauers Deutz zeigt sich weiterhin sehr volatil: Nach dem Vorwochenplus von +8,6 Prozent ging es in dieser Woche ohne Unternehmensnachrichten abwärts: -11,6 Prozent (auf 8,745 Euro, Einstand 4,35 Euro).
Die Sixt-Aktien zeigten nach der Dividendenausschüttung keine Tendenz, den Abschlag rasch wieder aufzuholen: Sixt Stammaktien verloren in dieser Woche inklusive Dividendenabschlag -9,6 Prozent (auf 66,15 Euro, Einstand 69,83 Euro) und Sixt Vorzugsaktien -8,2 Prozent (auf 55,20 Euro, Einstand 55,39 Euro). Charttechnisch machen Sixt damit aktuell keinen guten Eindruck. Fundamental erscheinen die Kursverluste aber unbegründet.
Auch Dürr-Aktien verzeichneten ohne Unternehmensnachrichten fundamental schwer nachvollziehbare Kursverluste: -9,3 Prozent auf 17,80 Euro (Einstand 22,88 Euro). Damit fiel der Kurs zum Wochenschluss auf den tiefsten Stand seit über zehn Jahren. Wir werden die Position wegen dieses Abwärtstrends im Rahmen unseres Risikomanagements sicherheitshalber Anfang der kommenden Woche verkaufen.
Welche Transaktionen gab es diese Woche?
Nach dem Einstieg in die Branche „Consumer Staples“ mit dem Kauf von 2.000 Henkel-Stammaktien in der Vorwoche haben wir in dieser Woche keine Veränderungen am Portfolio veranlasst. Am kommenden Montag werden wir unsere kleine Position von 4.000 Dürr-Aktien verkaufen.
Wie hoch ist die Barreserve?
Der Edelstahl- und Legierungshersteller Aperam hat 0,50 Euro Quartalsdividende pro Aktie ausgeschüttet, für unsere 2.000 Aktien also 1.000 Euro. Unterstellt man weiterhin gleichbleibende Quartalsdividenden, was kurzfristig zu erwarten ist, ergibt sich für 12 Monate eine Ausschüttung von 2,00 Euro pro Aktie. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 33,45 Euro ist das eine Dividendenrendite von 3,0 Prozent. Von 2021 bis 2024 beliefen sich die jährlichen Dividendenzahlungen auf 1,70 Euro, davor auf 1,49 Euro. Obwohl das Geschäft stark konjunkturellen Schwankungen ausgesetzt ist, hat Aperam seine Gewinnausschüttungen nie gesenkt. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass Aperam seine Dividenden in den kommenden Jahren weiter erhöhen kann.
Der Nutzfahrzeughersteller TRATON hat 0,93 Euro pro Aktie aus dem bereits vollversteuerten Eigenkapital ausgeschüttet, für unsere 3.000 Aktien also 2.790 Euro, die ohne Abzüge unserem Konto gutgeschrieben wurden. Diese Ausschüttung entspricht im Verhältnis zu unserem Einstandskurs 32,47 Euro einer Netto-Ausschüttungsrendite von 2,9 Prozent.
Der Autovermieter Sixt hat auf seine Stammaktien 3,20 Euro und auf seine Vorzugsaktien 3,22 Euro pro Aktie gezahlt. Im Verhältnis zu unseren Einstandskursen von 69,83 Euro bei den Stämmen und 55,39 Euro bei den Vorzügen errechnet sich unsere Dividendenrendite mit 4,6 Prozent bzw. 5,8 Prozent. Wir halten 1.000 Stamm- und 1.600 Vorzugsaktien. Nach Abzug der deutschen Quellensteuern wurden unserem Euro-Konto zusammen 7.099,21 Euro gutgeschrieben.
Die Halbjahres-Dividende des japanischen Mischkonzerns Itochu in Höhe von 22 Yen pro Aktie wurde ausgezahlt, für unsere 20.000 Aktien also 440.000 Yen. Nach Abzug der japanischen Quellensteuer und Umrechnung in Euro zum Wechselkurs 185,11 Yen pro Euro wurden unserem Euro-Konto 2.012,94 Euro gutgeschrieben. Unter Berücksichtigung des 1:5-Aktiensplitts (zuvor 4.000 Itochu-Aktien mit Einstand 4.157 Yen) liegt unser Einstand bekanntlich bei 832 Yen, womit wir hier eine Dividendenrendite von 5,3 Prozent erzielen.
Bei den ADRs auf die Aktien der südkoreanischen KT Corp werden die in Won gezahlten Dividenden in US-Dollar umgerechnet. Pro ADR wurden jetzt 0,195986 US-Dollar gezahlt, für unsere 5.000 Stück also 979,93 USD. Nach Abzug der Quellensteuer wurden unserem US-Dollar-Konto 764,35 USD gutgeschrieben, wodurch unser Guthaben dort auf 99.024 USD gestiegen ist. Wenn man vier Quartalsdividenden in dieser Höhe annimmt, werden 0,784 USD pro Jahr erreicht. Dies entspricht im Verhältnis zu unserem Einstandskurs 10,786 USD einer Dividendenrendite von 7,3 Prozent. Es werden weitere Dividendenerhöhungen erwartet. Allerdings hatten die jüngsten Quartalszahlen die optimistischen Erwartungen gedämpft, worauf wir ja unseren Bestand auf 5.000 ADRs halbiert haben.
Die jüngste Quartalsdividende des Gold- und Kupferminenbetreibers OceanaGold wurde ausgezahlt. Sie beträgt weiterhin 0,09 USD pro Aktie, zusammen für unsere 4.000 Aktien also wieder 360 USD. Nach Abzug der Quellensteuer wurden unserem US-Dollar-Konto 306 USD gutgeschrieben. Über die guten Quartalsergebnisse hatten wir in Woche 19/2026 berichtet. Der Nettogewinn erreichte 1,01 US-Dollar pro Aktie (EPS). Mithin werden jetzt nur knapp 9 Prozent des Nettogewinns für die Dividendenzahlung verwendet. Bei vier Quartalsdividenden in der jetzigen Höhe werden in diesem Jahr 0,36 US-Dollar Dividende pro Aktie erreicht; beim jetzigen Wechselkurs zwischen US- und Kanada-Dollar von 0,704 USD/CAD sind das 0,51 CAD. Dies entspricht im Verhältnis zu unserem Einstandskurs 36,41 CAD einer Dividendenrendite von 1,4 Prozent. Das Guthaben auf unserem US-Dollar-Konto ist dadurch auf 99.330 USD gestiegen.
Auch die jüngste Quartalsdividende des ebenfalls im Gold- und Kupferabbau tätigen, aber deutlich größeren Newmont-Konzern wurde ausgezahlt. Über die guten Quartalsergebnisse hatten wir im Bericht zur 17. Kalenderwoche berichtet: Newmont schaffte einen Gewinnsprung um fast 80 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 3,00 US-Dollar pro Aktie (EPS), nicht im Gesamtjahr, sondern allein im abgeschlossenen Drei-Monats-Zeitraum. Davon wurden jetzt unverändert 0,26 USD pro Aktie als Quartalsdividende ausgezahlt, zusammen für unsere 2.500 Aktien also wieder 650 USD. Nach Abzug der Quellensteuer wurden unserem USD-Konto 455 USD gutgeschrieben. Unser USD-Bankguthaben ist dadurch auf 99.785 USD gestiegen. Bei 4 Quartalsdividenden in der jetzigen Höhe werden in diesem Jahr 1,04 USD Dividendenausschüttung pro Aktie erreicht. Dies entspricht im Verhältnis zu unserem Einstandskurs 43,84 USD einer Dividendenrendite von 2,4 Prozent. Dass nur knapp 9 Prozent des Nettogewinns als Dividende ausgeschüttet wurden, zeigt den Spielraum für weitere Dividendenerhöhungen.
Die Liste der bei Auslandsaktien abgeschlagenen Dividendenzahlungen, die noch nicht unseren Konten gutgeschrieben wurden, hat sich damit um Aperam, Itochu, OceanaGold und Newmont Mining verkürzt. Es verbleibt als Forderungen nur noch die jüngste Dividende von Franco-Nevada in Höhe von 561 US-Dollar.
Das Euro-Kontoguthaben ist durch den Henkel-Kauf auf jetzt 782.946 Euro reduziert worden (Anteil am Fondsvermögen von 12,9 auf 11,2 Prozent).
Die Fremdwährungsguthaben sind gegenüber der Vorwoche durch die o.g. in US-Dollar gezahlten Dividenden gestiegen, zusammen auf jetzt umgerechnet 138.181 Euro, von 1,9 auf 2,0 Prozent vom Fondsvermögen. Zusammen mit dem Euro-Konto belaufen sich die Bankguthaben (nach dem Henkel-Kauf) auf 921.127 Euro. Der Anteil am Fondsvermögen ist damit von 14,8 auf 13,1 Prozent gesenkt worden. Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche unverändert bei 162.422 Anteile geblieben. Das Fondsvermögen beträgt aktuell 7.013.968 Euro.
Aktuelle strategische und taktische Überlegungen
Dass man nach einem Raketenstart auch wieder runterkommt, gehört dazu. Die Kunst ist die sanfte Punktlandung, um von dort einen Wiederaufstieg starten zu können. In dieser Disziplin übt SpaceX sowohl mit Raketen als auch seiner Aktie noch. Dass der Kursrückfall der SpaceX-Aktie so schnell nach dem Start bis unter den Ausgabepreis von 135 Dollar führte, lässt den vermeintlichen Erfolg des „größten Börsengangs aller Zeiten“ schon jetzt in einem weniger rühmlichen Licht erscheinen. Schneller als gedacht verabschieden sich Anleger von den weitreichenden Zukunftsvisionen und bevorzugen lieber festen Boden unter den Füßen. Zu den soliden, bodenständigen Werten dürften „Consumer Staples“ wie Conagra Brands zählen: Breit gestreut im Lebensmittelgeschäft mit einer Dividendenrendite von über 10 Prozent (!) und einem KGV unter 9! Die Kursumschichtungen bei US-Aktien deuteten zum Wochenende stärker in diese Richtung. Raus aus den teuren US-Tech-Aktien sind wir längst. Und der Conagra-Brands-Aktie fehlen bis zur Bestätigung eines Trendwechsels nach oben nur noch ein paar Cent. Es ist weniger eine raketengleiche Kursexplosion zu erwarten als ein solides Investment.
