2026 KW22 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

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Was ist diese Woche (KW22/2026) an den Börsen geschehen?

Pfingsten erhielten die Hoffnungen auf eine friedliche Beendigung des Iran-Kriegs Auftrieb, wurden aber schon kurz darauf von neuen US-Luftangriffen gedämpft. Auch im Wochenverlauf widersprachen sich die Aussagen von Washington und Teheran zu einem möglichen Ende des Konflikts. Die Aktienbörsen setzten dennoch weiter auf ein baldiges Ende der Blockade der Straße von Hormus. Zudem profitierten einzelne Aktien wieder von der KI-Phantasie. Alle wichtigen US-Aktienindizes erreichten vor diesem Hintergrund neue Rekorde; der Dow Jones erreichte ein Wochenplus von +0,9 Prozent und der Nasdaq-100 von +2,9 Prozent. Der Euro-STOXX-50 gewann auf Wochensicht +0,5 Prozent, der DAX +0,9 Prozent.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag mit 43,81 Euro berechnet. Gegenüber dem Wert auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag der Vorwoche ist das ein Anstieg um +0,62 Euro bzw. +1,4 Prozent. Im laufenden Jahr (Jahreswechsel 42,01 Euro) wächst unser Plus damit auf +4,3 Prozent. Das Netto-Plus beim ACC Alpha select Anteilswert über ein Jahr steigt auf +16,2 Prozent (MSCI World in Euro +23,3 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +18,5 Prozent, Mischfonds +13,6 Prozent) und über drei Jahre auf +42,3 Prozent (MSCI World in Euro +64,7 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +43,9 Prozent, Mischfonds +29,6 Prozent). Über fünf Jahre beträgt das Plus des Anteilswertes jetzt +38,3 Prozent (MSCI World in Euro +83,9 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +43,0 Prozent, Mischfonds +24,0 Prozent).

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung ab.

Größter Wochengewinner in unserem Portfolio ist PORR: +17,9 Prozent (auf 40,50 Euro, Einstand 13,48 Euro). Der Baukonzern berichtete über die Entwicklung im ersten Quartal 2026 und bestätigte den Ausblick. Kalte Witterung bremst zwar die Bautätigkeit; das Ergebnis konnte dennoch klar verbessert werden. Der Konzernerlös war aufgrund des harten Winters in Österreich und Deutschland -1,5 Prozent rückläufig auf 1.245,5 Mio. Euro. Die Produktionsleistung legte dennoch um 2,3 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro zu. Die Maßnahmen auf der Kostenseite zeigten Wirkung, was zum zweistelligen Plus des operativen Ergebnisses beitrug. Es stieg um +13,1 Prozent gegenüber Vorjahr auf 14,3 Mio. Euro. Der leichte Margenanstieg (auf 1,1 Prozent) wurde von Beobachtern positiv bewertet. Dies gelte umso mehr für den Auftragseingang, der von einer hohen Basis aus nochmals um 14,7 Prozent auf 1.765 Mio. Euro gesteigert werden konnte. Der Auftragsbestand übertraf mit 10.004 Mio. Euro erstmals die klangvolle Marke von 10-Milliarden-Euro-Marke – und damit deutlich mehr als eine Jahresleistung. Für 2026 geht der Vorstand unverändert von einer moderaten Umsatz- und Leistungssteigerung und einer höheren EBIT-Marge aus, ohne bislang konkrete Bandbreiten zu nennen. Bekräftigt wurde aber das Mittelfristziel einer EBIT-Marge von 3,5 bis 4,0 Prozent bis 2030. Die Analysten von Montega hoben ihre „konservativen“ Prognosen leicht an, zumal das Management betonte, nach wie vor keine wesentlichen Belastungen der Projektmargen durch Material-, Stahl-, Zement-, Diesel- oder Energiepreisanstiege wahrzunehmen, da die direkt baubezogene Kosten weitergereicht werden können. Im Übrigen würden die Preisrisiken u.a. durch aktives Risikomanagement, Preisgleitklauseln und Hedging abgefedert. Bereits Mitte Mai hatte PORR die 51-prozentige Übernahme des Trockenbau-Spezialisten rhtb gemeldet. rhtb hat rund 100 Mitarbeitenden an den Standorten Wien, Bad Vöslau und Berlin. Das Leistungsspektrum von rhtb umfasst den klassischen Trockenbau in allen Facetten mitsamt integrierten Heiz- und Kühldecken, Doppel- und Hohlraumböden sowie Systemtrennwänden. Mit diesen Kompetenzen sollen u.a. die Wohnraumlösungen der Marke PORR Living erweitert werden, bei denen PORR Wohnungen in Elementbauweise zu Baukosten von weniger als 2.000 EUR pro Quadratmeter errichtet. Das erste PORR-Living-Pilotprojekt einer Wohnhausanlage mit 50 Wohnungen entsteht derzeit in Niederösterreich. Allerdings entfallen nur 7,5 Prozent des Auftragsbuchs bei PORR auf den Wohnbau. Dass das rhtb-Konzept zukünftig auch im Industriebau Anwendung finden soll, unterstreicht aber den vielfachen Nutzen der Akquisition. Montega hält angesichts der Daten den Kursrücksetzer Mitte Mai für unbegründet. PORR sei weiterhin die günstigste Aktie ihrer Peergroup. Die Analysten bekräftigten ihr Rating „Kaufen“ und das Kursziel von 46,00 Euro.

Der Aktienkurs des Gold- und Silberminenbetreibers Coeur Mining erholte sich in dieser Woche um +9,6 Prozent (auf 19,32 USD, Einstand 22,73 USD). Nach den Quartalszahlen hatte es im Mai zunächst Gewinnmitnahmen gegeben. Die Umsatzerlöse im ersten Quartal 2026 erreichten 855,6 Millionen USD gegenüber 359,9 Millionen USD im ersten Quartal 2025. Der Nettogewinn konnte fast versechsfacht werden: EPS pro Aktie von 0,06 USD in Q1 2025 auf 0,35 USD in den ersten drei Monaten dieses Jahres. Auch die anderen fünf Edelmetall-Aktien entwickelten sich in dieser Woche ausnahmslos positiv. Sie kommen zusammen jetzt auf einen Anteil am Fondsvermögen von 16,0 Prozent.

Die Aktien von Heidelberg Materials, die im Monatsverlauf unter Konjunktursorgen gelitten hatten, erholten sich in dieser Woche um +9,3 Prozent (auf 190,80 Euro, Einstand 53,60 Euro).

Aurubis setzten angesichts von Rekordpreisen für Kupfer ihren Höhenflug fort: +8,7 Prozent (auf 216,20 Euro, Einstand 82,38 Euro). Wir haben die Kursrallye für eine weitere Teilgewinnmitnahme genutzt (siehe unten: Transaktionen).

Bei Deutz +7,6 Prozent (auf 10,47 Euro, Einstand 4,35 Euro) wurde die Übernahme von Maxi Trust Power Ltda. positiv aufgenommen. Der brasilianische Hersteller von Gas- und Dieselgeneratoren gehört zu den führenden Anbietern in Brasilien und Lateinamerika. Damit bauen die Kölner ihr globales Netzwerk als Anbieter und Systemintegrator von dezentralen Energieversorgunglösungen weiter aus. Systeme zur dezentralen Energieversorgung, darunter vor allem die sogenannten „Notstromgeneratoren“, sind angesichts wachsender Unsicherheiten in der konventionellen Stromversorgung ein weltweit stark wachsender Markt. Durch die Übernahme erwartet Deutz einen zusätzlichen profitablen Umsatz von ca. 40 Millionen Euro. Damit trägt sie dazu bei, dass der Umsatz im Energiebereich bis 2030 auf rund 500 Millionen Euro anwachsen soll. Durch die im Februar 2026 abgeschlossene Übernahme von Frerk Aggregatebau ist Deutz bereits einer der führenden europäischen Anbieter für anspruchsvolle Notstromsysteme, die vor allem in kritischen Infrastrukturen wie Rechenzentren zum Einsatz kommen. Der Konzern sieht hohe Synergiepotentiale: Man kombinieren das Produkt- und Engineering-Know-how mit der starken lokalen Marktpräsenz von Maxi Trust Power. So eröffne man Deutz zusätzliche Wachstumspotenziale im dynamisch wachsenden Markt für Rechenzentren in Brasilien und Lateinamerika. Gemeinsame Wachstumspläne gebe es außerdem für die USA, wo Deutz durch die Übernahme von Blue Star Power Systems bereits am Markt etabliert sei. Die Transaktion soll im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Der zu zahlende Gesamtkaufpreis liege im mittleren zweistelligen Millionenbereich.

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Carrefour verloren optisch -6,2 Prozent (auf 16,035 Euro, Einstand 14,96 Euro), was zum größten Teil auf den Dividendenabschlag zurückzuführen ist. Die Aktie war zudem in den sechs Monaten zuvor um über 30 Prozent gestiegen.

Stärker gebremst wurde unser Anteilswert vom Kursrückgang bei unserer größten Position, Fairfax Financial Holdings, um -3,8 Prozent (auf 2.145,70 CAD, Einstand 345,80 CAD). Hier wirken offenbar die negativ aufgenommenen Quartalszahlen nach. Umsatzseitig waren 13,47 Milliarden CAD für das erste Quartal vermeldet worden – gegenüber 16,12 Milliarden CAD im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn pro Aktie sank auf 45,93 CAD. Im Vorjahresviertel waren 62,67 CAD je Aktie erzielt worden. Während die zentralen Versicherungsgeschäfte weiterhin gut liefen, entstanden Kursverluste im umfangreichen Anleiheportfolio des Konzerns.

Auch bei SCOR erscheint uns der Kursrückgang dieser Woche von -3,5 Prozent (auf 30,78 Euro, Einstand 27,14 Euro) fundamental nicht begründet. Im Gegensatz zu den Rückgängen des Rücksicherungsvolumens, die Münchener Rück und Swiss Re melden mussten, konnte SCOR das Volumen der Vertragserneuerungen zum 1. April sogar ausweiten. Der Aktienkurs des Weltmarktführers Münchener Rück fiel auf den tiefsten Stand seit November 2024. Der SCOR-Aktienkurs liegt dagegen trotz des Kursrückgangs nicht weit unter seinem Fünf-Jahres-Hoch. (siehe hierzu auch unten: „Aktuelle strategische und taktische Überlegungen“)

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Wir haben bei Aurubis und KT Corp hohe Kursgewinne durch jeweils einen Teilverkauf realisiert.

Der Teilverkauf von Aurubis erfolgte antizyklisch: In den starken Kursanstieg hinein haben wir unsere Position um 200 Aktien verkleinert; das ist ein Viertel unseres Bestandes. Bei einem Kurs von 78 Euro hatten wir im Mai 2024 einen Fair Value von 170 Euro berechnet – das war ein Kurspotenzial, um sich mehr als zu verdoppeln. In der jüngsten Projektion steigt der Fair Value auf rund 220 Euro, der konservativ berechnete Fair Value liegt aber tiefer. Die aktuelle Bewertung der Aktie enthält also inzwischen eine optimistische Wachstumsprämie. Dies mag mit Blick auf den Kupfer-Superzyklus verständlich erscheinen, ist aber eher eine Indikation für einen antizyklischen Teilverkauf. Der jetzt realisierte Verkaufskurs 202,60 Euro liegt 146 Prozent (!) über unserem durchschnittlichen Einstand 82,38 Euro. 600 Aktien halten wir bis auf weiteres, haben aber auch taktische Stoploss zur Gewinnsicherung enger nachgezogen.

Beim südkoreanischen Telekomwert KT Corp haben wir aufgrund nachgebender Kurse unsere Position im Rahmen unseres Risikomanagements halbiert. Wie in der Vorwoche berichtet wurden die Mitte Mai veröffentlichten Quartalsergebnisse negativ aufgenommen. Während der überschaubare Umsatzrückgang im Rahmen der Erwartungen lag, hatte der Rückgang des Quartalsgewinns pro Aktie auf 0,48 USD enttäuscht. Wir haben unsere Position halbiert und 5.000 ADRs an der NYSE zu 18,433 USD verkauft. Gegenüber unserem Einstand von durchschnittlich 10,786 USD haben wir damit einen Kursgewinn von 70,9 Prozent realisiert. Wir halten bis auf weiters 5.000 KT Corp ADRs.

Wie hoch ist die Barreserve?

Das Euro-Kontoguthaben ist durch die Teilgewinnmitnahme, weitere Dividendeneinnahmen und einen leichten Nettomitelzufluss auf 921.206 Euro gestiegen; der Anteil am Fondsvermögen ist weiter leicht gewachsen, von 12,3 auf 12,8 Prozent.

Die italienische IRCE hat 0,06 Euro Dividende pro Aktie gezahlt, für unsere 7.216 Aktien zusammen also 432,96 Euro. Dieser Betrag wurde unserem Euro-Konto gutgeschrieben (kein Quellensteuerabzug). Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 2,20 Euro ist das eine Dividendenrendite von 2,7 Prozent.

Der Anlagenbauer Dürr hat 0,80 Euro pro Aktie ausgeschüttet, für unsere 4.000 Aktien zusammen also 3.200 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 22,88 Euro ist das eine Dividendenrendite von 3,5 Prozent.

Der niederländische Versicherungskonzern ASR Nederland hat 2,14 Euro pro Aktie Dividende gezahlt, für unsere 1.000 Aktien zusammen also 2.140 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 42,60 Euro ist das eine Dividendenrendite von 5,0 Prozent.

Die Liste der bei Auslandsaktien abgeschlagenen Dividendenzahlungen, die noch nicht unseren Konten gutgeschrieben wurden, ist noch länger geworden: Neben OceanaGold, Pan American Silver, Itochu, Nippon Sanso und Aperam gilt dies jetzt auch für Carrefour, Coeur Mining und Newmont Mining. Diese Dividenden gehen solange als Forderung in die Berechnung des Anteilswertes ein.

Die Fremdwährungsguthaben sind durch den Teilverkauf KT Corp stark gestiegen. Wir haben ja die in New York in US-Dollar gehandelten ADRs im jetzt halbierten Bestand. Unser US-Dollar-Guthaben ist dadurch von 5.553 auf 97.442 USD gestiegen, was beim aktuellen Wechselkurs von 1,165 USD/EUR einen Gegenwert von 83.666 Euro bzw. 1,2 Prozent vom Fondsvermögen darstellt. Noch ohne die zahlreichen noch nicht verbuchten, aber abgeschlagenen Dividenden beläuft sich der Gegenwert aller Fremdwährungsvermögen umgerechnet zusammen auf 134.227 Euro, was 1,9 Prozent vom Fondsvermögen ausmacht. Zusammen mit dem Euro-Konto belaufen sich die Bankguthaben jetzt auf 1.055.434 Euro bzw. 14,7 Prozent des Fondsvermögens (Barreserve). Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche durch einen leichten Nettomittelzufluss um 206 Anteile auf jetzt 163.265 Anteile gestiegen. Das Fondsvermögen steht bei 7.172.942 Euro.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

Die Versicherungsbranche gehört zu den Sektoren, die Investoren nicht vernachlässigen sollten. Es ist kein Zufall, dass mit Berkshire Hathaway (USA) und Fairfax Financial (Kanada) die beiden erfolgreichen nordamerikanischen Beteiligungsgesellschaften ihren Schwerpunkt jeweils bei Versicherungsunternehmen gelegt haben. Mit AXA und ASR Nederland haben wir weitere Versicherungsaktien im Portfolio. Unsere Buchgewinne betragen dabei 103 und 51 Prozent bei laufenden Dividendenrenditen von über 6 Prozent! Seit November 2024 bauen wir eine Position in SCOR auf, die wir insbesondere als Rückversicherung für attraktiver halten als beispielsweise den deutschen Weltmarktführer Münchener Rück / Munich Re. Dies wurde durch die jüngsten Quartalszahlen bestätigt: Nach der Veröffentlichung der Quartalsbilanz fielen Münchener Rück auf den tiefsten Stand seit November 2024. Zwar haben die Münchner im ersten Quartal deutlich mehr verdient als im Vorjahreszeitraum. Allerdings mussten sie bei der Vertragserneuerung im Schaden- und Unfallgeschäft zum 1. April wie andere Rückversicherer weitere Preisrückgänge hinnehmen. Bereinigt um Inflation und veränderte Risiken gingen die Preise bei der Munich Re um 3,1 Prozent zurück. Dieser Rückgang fiel stärker aus als die meisten Analysten erwartet hatten. Insbesondere der Rückgang des Geschäftsvolumens um 18,5 Prozent fiel sehr viel deutlicher aus als erwartet. Damit habe die Munich Re ihr Geschäftsvolumen bei den bisherigen Vertragserneuerungen seit dem Jahreswechsel um neun Prozent verringert. Bei der Swiss Re liege der Rückgang hingegen nur bei zwei Prozent. Die französische Scor konnte ihr Volumen im gleichen Zeitraum sogar ausweiten.

Ohne Risiken ist das Versicherungsgeschäft natürlich nicht, im Gegenteil: Risiken sind das Geschäft von Versicherungen. Davon leben sie. Auf längere Sicht verdienen sie die Risikoprämie, die andere bereit sind für das Abwälzen ihrer Risiken zu bezahlen. Das ist eine Parallele zum Aktienanleger: Auch er verdient auf Dauer eine auskömmliche Prämie für die Risiken, die er eingeht. Zwischenzeitliche Verluste gehören also in beiden Fällen dazu. Ohne sie gäbe es keine Risikoprämie.