2026 KW22 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

Bei Anregungen und Feedback erreichen Sie uns gerne per email. Ihre Ansprechpartner sind:

Was ist diese Woche (KW22/2026) an den Börsen geschehen?

Pfingsten erhielten die Hoffnungen auf eine friedliche Beendigung des Iran-Kriegs Auftrieb, wurden aber schon kurz darauf von neuen US-Luftangriffen gedämpft. Auch im Wochenverlauf widersprachen sich die Aussagen von Washington und Teheran zu einem möglichen Ende des Konflikts. Die Aktienbörsen setzten dennoch weiter auf ein baldiges Ende der Blockade der Straße von Hormus. Zudem profitierten einzelne Aktien wieder von der KI-Phantasie. Alle wichtigen US-Aktienindizes erreichten vor diesem Hintergrund neue Rekorde; der Dow Jones erreichte ein Wochenplus von +0,9 Prozent und der Nasdaq-100 von +2,9 Prozent. Der Euro-STOXX-50 gewann auf Wochensicht +0,5 Prozent, der DAX +0,9 Prozent.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag mit 43,81 Euro berechnet. Gegenüber dem Wert auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag der Vorwoche ist das ein Anstieg um +0,62 Euro bzw. +1,4 Prozent. Im laufenden Jahr (Jahreswechsel 42,01 Euro) wächst unser Plus damit auf +4,3 Prozent. Das Netto-Plus beim ACC Alpha select Anteilswert über ein Jahr steigt auf +16,2 Prozent (MSCI World in Euro +23,3 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +18,5 Prozent, Mischfonds +13,6 Prozent) und über drei Jahre auf +42,3 Prozent (MSCI World in Euro +64,7 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +43,9 Prozent, Mischfonds +29,6 Prozent). Über fünf Jahre beträgt das Plus des Anteilswertes jetzt +38,3 Prozent (MSCI World in Euro +83,9 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +43,0 Prozent, Mischfonds +24,0 Prozent).

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung ab.

Größter Wochengewinner in unserem Portfolio ist PORR: +17,9 Prozent (auf 40,50 Euro, Einstand 13,48 Euro). Der Baukonzern berichtete über die Entwicklung im ersten Quartal 2026 und bestätigte den Ausblick. Kalte Witterung bremst zwar die Bautätigkeit; das Ergebnis konnte dennoch klar verbessert werden. Der Konzernerlös war aufgrund des harten Winters in Österreich und Deutschland -1,5 Prozent rückläufig auf 1.245,5 Mio. Euro. Die Produktionsleistung legte dennoch um 2,3 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro zu. Die Maßnahmen auf der Kostenseite zeigten Wirkung, was zum zweistelligen Plus des operativen Ergebnisses beitrug. Es stieg um +13,1 Prozent gegenüber Vorjahr auf 14,3 Mio. Euro. Der leichte Margenanstieg (auf 1,1 Prozent) wurde von Beobachtern positiv bewertet. Dies gelte umso mehr für den Auftragseingang, der von einer hohen Basis aus nochmals um 14,7 Prozent auf 1.765 Mio. Euro gesteigert werden konnte. Der Auftragsbestand übertraf mit 10.004 Mio. Euro erstmals die klangvolle Marke von 10-Milliarden-Euro-Marke – und damit deutlich mehr als eine Jahresleistung. Für 2026 geht der Vorstand unverändert von einer moderaten Umsatz- und Leistungssteigerung und einer höheren EBIT-Marge aus, ohne bislang konkrete Bandbreiten zu nennen. Bekräftigt wurde aber das Mittelfristziel einer EBIT-Marge von 3,5 bis 4,0 Prozent bis 2030. Die Analysten von Montega hoben ihre „konservativen“ Prognosen leicht an, zumal das Management betonte, nach wie vor keine wesentlichen Belastungen der Projektmargen durch Material-, Stahl-, Zement-, Diesel- oder Energiepreisanstiege wahrzunehmen, da die direkt baubezogene Kosten weitergereicht werden können. Im Übrigen würden die Preisrisiken u.a. durch aktives Risikomanagement, Preisgleitklauseln und Hedging abgefedert. Bereits Mitte Mai hatte PORR die 51-prozentige Übernahme des Trockenbau-Spezialisten rhtb gemeldet. rhtb hat rund 100 Mitarbeitenden an den Standorten Wien, Bad Vöslau und Berlin. Das Leistungsspektrum von rhtb umfasst den klassischen Trockenbau in allen Facetten mitsamt integrierten Heiz- und Kühldecken, Doppel- und Hohlraumböden sowie Systemtrennwänden. Mit diesen Kompetenzen sollen u.a. die Wohnraumlösungen der Marke PORR Living erweitert werden, bei denen PORR Wohnungen in Elementbauweise zu Baukosten von weniger als 2.000 EUR pro Quadratmeter errichtet. Das erste PORR-Living-Pilotprojekt einer Wohnhausanlage mit 50 Wohnungen entsteht derzeit in Niederösterreich. Allerdings entfallen nur 7,5 Prozent des Auftragsbuchs bei PORR auf den Wohnbau. Dass das rhtb-Konzept zukünftig auch im Industriebau Anwendung finden soll, unterstreicht aber den vielfachen Nutzen der Akquisition. Montega hält angesichts der Daten den Kursrücksetzer Mitte Mai für unbegründet. PORR sei weiterhin die günstigste Aktie ihrer Peergroup. Die Analysten bekräftigten ihr Rating „Kaufen“ und das Kursziel von 46,00 Euro.

Der Aktienkurs des Gold- und Silberminenbetreibers Coeur Mining erholte sich in dieser Woche um +9,6 Prozent (auf 19,32 USD, Einstand 22,73 USD). Nach den Quartalszahlen hatte es im Mai zunächst Gewinnmitnahmen gegeben. Die Umsatzerlöse im ersten Quartal 2026 erreichten 855,6 Millionen USD gegenüber 359,9 Millionen USD im ersten Quartal 2025. Der Nettogewinn konnte fast versechsfacht werden: EPS pro Aktie von 0,06 USD in Q1 2025 auf 0,35 USD in den ersten drei Monaten dieses Jahres. Auch die anderen fünf Edelmetall-Aktien entwickelten sich in dieser Woche ausnahmslos positiv. Sie kommen zusammen jetzt auf einen Anteil am Fondsvermögen von 16,0 Prozent.

Die Aktien von Heidelberg Materials, die im Monatsverlauf unter Konjunktursorgen gelitten hatten, erholten sich in dieser Woche um +9,3 Prozent (auf 190,80 Euro, Einstand 53,60 Euro).

Aurubis setzten angesichts von Rekordpreisen für Kupfer ihren Höhenflug fort: +8,7 Prozent (auf 216,20 Euro, Einstand 82,38 Euro). Wir haben die Kursrallye für eine weitere Teilgewinnmitnahme genutzt (siehe unten: Transaktionen).

Bei Deutz +7,6 Prozent (auf 10,47 Euro, Einstand 4,35 Euro) wurde die Übernahme von Maxi Trust Power Ltda. positiv aufgenommen. Der brasilianische Hersteller von Gas- und Dieselgeneratoren gehört zu den führenden Anbietern in Brasilien und Lateinamerika. Damit bauen die Kölner ihr globales Netzwerk als Anbieter und Systemintegrator von dezentralen Energieversorgunglösungen weiter aus. Systeme zur dezentralen Energieversorgung, darunter vor allem die sogenannten „Notstromgeneratoren“, sind angesichts wachsender Unsicherheiten in der konventionellen Stromversorgung ein weltweit stark wachsender Markt. Durch die Übernahme erwartet Deutz einen zusätzlichen profitablen Umsatz von ca. 40 Millionen Euro. Damit trägt sie dazu bei, dass der Umsatz im Energiebereich bis 2030 auf rund 500 Millionen Euro anwachsen soll. Durch die im Februar 2026 abgeschlossene Übernahme von Frerk Aggregatebau ist Deutz bereits einer der führenden europäischen Anbieter für anspruchsvolle Notstromsysteme, die vor allem in kritischen Infrastrukturen wie Rechenzentren zum Einsatz kommen. Der Konzern sieht hohe Synergiepotentiale: Man kombinieren das Produkt- und Engineering-Know-how mit der starken lokalen Marktpräsenz von Maxi Trust Power. So eröffne man Deutz zusätzliche Wachstumspotenziale im dynamisch wachsenden Markt für Rechenzentren in Brasilien und Lateinamerika. Gemeinsame Wachstumspläne gebe es außerdem für die USA, wo Deutz durch die Übernahme von Blue Star Power Systems bereits am Markt etabliert sei. Die Transaktion soll im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Der zu zahlende Gesamtkaufpreis liege im mittleren zweistelligen Millionenbereich.

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Carrefour verloren optisch -6,2 Prozent (auf 16,035 Euro, Einstand 14,96 Euro), was zum größten Teil auf den Dividendenabschlag zurückzuführen ist. Die Aktie war zudem in den sechs Monaten zuvor um über 30 Prozent gestiegen.

Stärker gebremst wurde unser Anteilswert vom Kursrückgang bei unserer größten Position, Fairfax Financial Holdings, um -3,8 Prozent (auf 2.145,70 CAD, Einstand 345,80 CAD). Hier wirken offenbar die negativ aufgenommenen Quartalszahlen nach. Umsatzseitig waren 13,47 Milliarden CAD für das erste Quartal vermeldet worden – gegenüber 16,12 Milliarden CAD im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn pro Aktie sank auf 45,93 CAD. Im Vorjahresviertel waren 62,67 CAD je Aktie erzielt worden. Während die zentralen Versicherungsgeschäfte weiterhin gut liefen, entstanden Kursverluste im umfangreichen Anleiheportfolio des Konzerns.

Auch bei SCOR erscheint uns der Kursrückgang dieser Woche von -3,5 Prozent (auf 30,78 Euro, Einstand 27,14 Euro) fundamental nicht begründet. Im Gegensatz zu den Rückgängen des Rücksicherungsvolumens, die Münchener Rück und Swiss Re melden mussten, konnte SCOR das Volumen der Vertragserneuerungen zum 1. April sogar ausweiten. Der Aktienkurs des Weltmarktführers Münchener Rück fiel auf den tiefsten Stand seit November 2024. Der SCOR-Aktienkurs liegt dagegen trotz des Kursrückgangs nicht weit unter seinem Fünf-Jahres-Hoch. (siehe hierzu auch unten: „Aktuelle strategische und taktische Überlegungen“)

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Wir haben bei Aurubis und KT Corp hohe Kursgewinne durch jeweils einen Teilverkauf realisiert.

Der Teilverkauf von Aurubis erfolgte antizyklisch: In den starken Kursanstieg hinein haben wir unsere Position um 200 Aktien verkleinert; das ist ein Viertel unseres Bestandes. Bei einem Kurs von 78 Euro hatten wir im Mai 2024 einen Fair Value von 170 Euro berechnet – das war ein Kurspotenzial, um sich mehr als zu verdoppeln. In der jüngsten Projektion steigt der Fair Value auf rund 220 Euro, der konservativ berechnete Fair Value liegt aber tiefer. Die aktuelle Bewertung der Aktie enthält also inzwischen eine optimistische Wachstumsprämie. Dies mag mit Blick auf den Kupfer-Superzyklus verständlich erscheinen, ist aber eher eine Indikation für einen antizyklischen Teilverkauf. Der jetzt realisierte Verkaufskurs 202,60 Euro liegt 146 Prozent (!) über unserem durchschnittlichen Einstand 82,38 Euro. 600 Aktien halten wir bis auf weiteres, haben aber auch taktische Stoploss zur Gewinnsicherung enger nachgezogen.

Beim südkoreanischen Telekomwert KT Corp haben wir aufgrund nachgebender Kurse unsere Position im Rahmen unseres Risikomanagements halbiert. Wie in der Vorwoche berichtet wurden die Mitte Mai veröffentlichten Quartalsergebnisse negativ aufgenommen. Während der überschaubare Umsatzrückgang im Rahmen der Erwartungen lag, hatte der Rückgang des Quartalsgewinns pro Aktie auf 0,48 USD enttäuscht. Wir haben unsere Position halbiert und 5.000 ADRs an der NYSE zu 18,433 USD verkauft. Gegenüber unserem Einstand von durchschnittlich 10,786 USD haben wir damit einen Kursgewinn von 70,9 Prozent realisiert. Wir halten bis auf weiters 5.000 KT Corp ADRs.

Wie hoch ist die Barreserve?

Das Euro-Kontoguthaben ist durch die Teilgewinnmitnahme, weitere Dividendeneinnahmen und einen leichten Nettomitelzufluss auf 921.206 Euro gestiegen; der Anteil am Fondsvermögen ist weiter leicht gewachsen, von 12,3 auf 12,8 Prozent.

Die italienische IRCE hat 0,06 Euro Dividende pro Aktie gezahlt, für unsere 7.216 Aktien zusammen also 432,96 Euro. Dieser Betrag wurde unserem Euro-Konto gutgeschrieben (kein Quellensteuerabzug). Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 2,20 Euro ist das eine Dividendenrendite von 2,7 Prozent.

Der Anlagenbauer Dürr hat 0,80 Euro pro Aktie ausgeschüttet, für unsere 4.000 Aktien zusammen also 3.200 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 22,88 Euro ist das eine Dividendenrendite von 3,5 Prozent.

Der niederländische Versicherungskonzern ASR Nederland hat 2,14 Euro pro Aktie Dividende gezahlt, für unsere 1.000 Aktien zusammen also 2.140 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 42,60 Euro ist das eine Dividendenrendite von 5,0 Prozent.

Die Liste der bei Auslandsaktien abgeschlagenen Dividendenzahlungen, die noch nicht unseren Konten gutgeschrieben wurden, ist noch länger geworden: Neben OceanaGold, Pan American Silver, Itochu, Nippon Sanso und Aperam gilt dies jetzt auch für Carrefour, Coeur Mining und Newmont Mining. Diese Dividenden gehen solange als Forderung in die Berechnung des Anteilswertes ein.

Die Fremdwährungsguthaben sind durch den Teilverkauf KT Corp stark gestiegen. Wir haben ja die in New York in US-Dollar gehandelten ADRs im jetzt halbierten Bestand. Unser US-Dollar-Guthaben ist dadurch von 5.553 auf 97.442 USD gestiegen, was beim aktuellen Wechselkurs von 1,165 USD/EUR einen Gegenwert von 83.666 Euro bzw. 1,2 Prozent vom Fondsvermögen darstellt. Noch ohne die zahlreichen noch nicht verbuchten, aber abgeschlagenen Dividenden beläuft sich der Gegenwert aller Fremdwährungsvermögen umgerechnet zusammen auf 134.227 Euro, was 1,9 Prozent vom Fondsvermögen ausmacht. Zusammen mit dem Euro-Konto belaufen sich die Bankguthaben jetzt auf 1.055.434 Euro bzw. 14,7 Prozent des Fondsvermögens (Barreserve). Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche durch einen leichten Nettomittelzufluss um 206 Anteile auf jetzt 163.265 Anteile gestiegen. Das Fondsvermögen steht bei 7.172.942 Euro.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

Die Versicherungsbranche gehört zu den Sektoren, die Investoren nicht vernachlässigen sollten. Es ist kein Zufall, dass mit Berkshire Hathaway (USA) und Fairfax Financial (Kanada) die beiden erfolgreichen nordamerikanischen Beteiligungsgesellschaften ihren Schwerpunkt jeweils bei Versicherungsunternehmen gelegt haben. Mit AXA und ASR Nederland haben wir weitere Versicherungsaktien im Portfolio. Unsere Buchgewinne betragen dabei 103 und 51 Prozent bei laufenden Dividendenrenditen von über 6 Prozent! Seit November 2024 bauen wir eine Position in SCOR auf, die wir insbesondere als Rückversicherung für attraktiver halten als beispielsweise den deutschen Weltmarktführer Münchener Rück / Munich Re. Dies wurde durch die jüngsten Quartalszahlen bestätigt: Nach der Veröffentlichung der Quartalsbilanz fielen Münchener Rück auf den tiefsten Stand seit November 2024. Zwar haben die Münchner im ersten Quartal deutlich mehr verdient als im Vorjahreszeitraum. Allerdings mussten sie bei der Vertragserneuerung im Schaden- und Unfallgeschäft zum 1. April wie andere Rückversicherer weitere Preisrückgänge hinnehmen. Bereinigt um Inflation und veränderte Risiken gingen die Preise bei der Munich Re um 3,1 Prozent zurück. Dieser Rückgang fiel stärker aus als die meisten Analysten erwartet hatten. Insbesondere der Rückgang des Geschäftsvolumens um 18,5 Prozent fiel sehr viel deutlicher aus als erwartet. Damit habe die Munich Re ihr Geschäftsvolumen bei den bisherigen Vertragserneuerungen seit dem Jahreswechsel um neun Prozent verringert. Bei der Swiss Re liege der Rückgang hingegen nur bei zwei Prozent. Die französische Scor konnte ihr Volumen im gleichen Zeitraum sogar ausweiten.

Ohne Risiken ist das Versicherungsgeschäft natürlich nicht, im Gegenteil: Risiken sind das Geschäft von Versicherungen. Davon leben sie. Auf längere Sicht verdienen sie die Risikoprämie, die andere bereit sind für das Abwälzen ihrer Risiken zu bezahlen. Das ist eine Parallele zum Aktienanleger: Auch er verdient auf Dauer eine auskömmliche Prämie für die Risiken, die er eingeht. Zwischenzeitliche Verluste gehören also in beiden Fällen dazu. Ohne sie gäbe es keine Risikoprämie.

2026 KW21 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

Bei Anregungen und Feedback erreichen Sie uns gerne per email. Ihre Ansprechpartner sind:

Was ist diese Woche (KW21/2026) an den Börsen geschehen?

Die Aktienkurse profitierten von den hartnäckigen Hoffnungen auf eine friedliche Beendigung des Iran-Kriegs sowie der anhaltenden Euphorie mit Blick auf das Mega-Thema Künstliche Intelligenz (KI). Insbesondere starke Halbleiterwerte erwiesen sich weiterhin als Zugpferde. Der wertvollste Konzern der Welt, Chip-Designer Nvidia, zeigte bei Umsatz und Gewinn im ersten Quartal abermals hohe Zuwächse. Der Aktienkurs litt nach einem Rekordhoch in der Vorwoche allerdings unter Gewinnmitnahmen. Eher enttäuschende US-Konjunkturdaten wurden weitgehend ausgeblendet. Der Nasdaq-100 legte auf Wochensicht +1,2 Prozent zu, der Dow Jones verringerte mit +2,1 Prozent seinen Rückstand im laufenden Jahr etwas. Der Euro-STOXX-50 gewann auf Wochensicht +3,3 Prozent, der DAX sogar +3,9 Prozent.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag mit 43,19 Euro berechnet. Gegenüber dem Wert auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag der Vorwoche ist das ein Rückgang um -1,01 Euro bzw. -2,3 Prozent. Im laufenden Jahr (Jahreswechsel 42,01 Euro) schrumpft unser Plus damit auf +2,9 Prozent (aber beim DAX erst +1,6 Prozent gegenüber Jahresbeginn). Das Netto-Plus beim ACC Alpha select Anteilswert über ein Jahr sinkt auf +14,5 Prozent (MSCI World in Euro +20,9 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +17,4 Prozent, Mischfonds +12,4 Prozent) und über drei Jahre auf +39,3 Prozent (MSCI World in Euro +63,2 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +41,8 Prozent, Mischfonds +27,7 Prozent). Über fünf Jahre beträgt das Plus des Anteilswertes jetzt +37,9 Prozent (MSCI World in Euro +84,0 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +43,6 Prozent, Mischfonds +24,0 Prozent).

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung ab.

Die Vorzugsaktien von Drägerwerk zeigten nach vierwöchiger Kursschwäche ohne Unternehmensnachrichten eine starke Kurserholung: +13,8 Prozent (auf 92,30 Euro, Einstand 47,27 Euro).

Auch bei Medios gab es ohne Unternehmensnachrichten nach der Kursschwäche zuvor eine Kurserholung: +8,0 Prozent (auf 13,30 Euro, Einstand 15,17 Euro).

Bei der Deutschen Bank wurde der Dividendenabschlag sofort mehr als aufgeholt: +5,5 Prozent (auf 28,165 Euro, Einstand 8,54 Euro). Die Äußerungen des Vorstandes auf der Hauptversammlung wurden offenbar vom Markt positiv aufgenommen. Die Deutsche Bank hatte 2025 einem Rekordgewinn von 9,7 Milliarden Euro vor Steuern erzielt und sich höhere Ziele gesetzt. Unter anderem sollen die Erträge – die gesamten Einnahmen – von zuletzt gut 32 Milliarden bis 2028 auf 37 Milliarden Euro steigen. Die Rendite auf das materielle Eigenkapital lag bei gut 10 Prozent. Auch wegen der technologischen Entwicklung, Stichwort Künstliche Intelligenz, sei das Management überzeugt, in den kommenden Jahren mehr erreichen zu können als zuletzt angekündigt, sagte Vorstandschef Sewing. „Eine Eigenkapitalrendite von 13 Prozent ist für uns die Untergrenze – wir trauen uns deutlich mehr zu.“

Die Aktie des Anlagenbauers Dürr gewann auf Wochensicht +5,4 Prozent (auf 21,55 Euro, Einstand 22,88 Euro). Dürr gab die Nachfolge auf dem Posten des Finanzvorstandes bekannt: Alexandra Dambeck folgt auf den altersbedingt planmäßig ausscheidenden Dietmar Heinrich. Die Kurserholung dürfte signalisieren, dass der Markt wie das Dürr-Management an die Erreichbarkeit der Jahresziele glaubt, obwohl das erste Quartal schwächer als erwartet ausgefallen war. Die Aussichten auf Geschäfte mit der kriselnden Automobilindustrie seien solide, mit den Lackieranlagen bestünden vor allem in Nordamerika und Asien gute Auftragschancen.

Der Aktienkurs von Aperam kletterte auf den höchsten Stand seit Anfang 2022: +4,6 Prozent (auf 49,68 Euro, Einstand 33,45 Euro). Über die positiv aufgenommenen Ergebnisse des ersten Quartals war an dieser Stelle schon vor drei Wochen berichtet worden.

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Nachdem die guten Quartalsergebnisse bei OceanaGold zunächst für relative Stärke gesorgt hatten, litt die Aktie nun unter Gewinnmitnahmen bei Goldminenbetreibern: -7,5 Prozent (auf 39,85 CAD, Einstand 36,41 CAD). Der Kursrückgang erscheint fundamental nicht begründet. Die Aktie ist trotz eines eher geringen Risikoprofils (keine Verschuldung, sondern 620 Mio. USD Cash-Reserven) mit einem unterdurchschnittlichen KGV von nur 8 bewertet.

Beim südkoreanischen Telekom-Wert KT Corp wurden die Mitte Mai veröffentlichten Quartalsergebnisse negativ aufgenommen. Diese Woche setzte sich der Kursrückgang fort (-6,4 Prozent auf 18,32 USD; Einstand 10,786 USD). Der Umsatzrückgang von 4,72 Milliarden USD im ersten Quartal 2025 auf jetzt 4,63 Milliarden USD lag im Rahmen der Erwartungen (durchschnittliche Analystenprognose 4,61 Mrd. USD). Schwerer wog der Gewinnrückgang: Nach einem Gewinn pro Aktie (EPS) von 0,76 USD im Vorjahresquartal sank der Netto-Gewinn stärker als (mit durchschnittlich 0,52 USD) erwartet auf nur 0,48 USD pro Aktie.

Ohne neuen Unternehmensnachrichten verlor PORR auf Wochensicht -5,1 Prozent (auf 34,35 Euro, Einstand 13,48 Euro). Damit gingen die hohen Kursgewinne von Anfang April wieder verloren; der übergeordnete Aufwärtstrend ist aber intakt.

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Beim italienischen Nebenwert Emak gelang zum Wochenauftakt der Kauf von 31.113 Aktien zu durchschnittlich 0,86822 Euro. Damit ist unsere Position auf 56.576 Stück zu durchschnittlich 0,88 Euro angewachsen. Trotzdem gehört Emak mit einem Anteil von knapp 0,7 Prozent vom Fondsvermögen weiterhin zu den kleinsten Aktienpositionen des Fonds. Weitere Käufe haben wir bei dieser Aktie und beim zweiten italienischen Nebenwert, IRCE (7.216 Aktien zu 2,20 Euro), trotzdem bis auf weiteres eingestellt.

Wie hoch ist die Barreserve?

Das Euro-Kontoguthaben beläuft sich nach der Verbuchung des Douglas-Verkaufs und des Emak-Zukaufs auf 867.249 Euro; der Anteil am Fondsvermögen ist leicht von 11,5 auf 12,3 Prozent gestiegen.

Der deutsche Finanzdienstleister Wüstenrot & Württembergische hat 0,65 Euro Dividende pro Aktie gezahlt, für unsere 8.000 Aktien zusammen also 5.200 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 14,93 Euro ist das eine Dividendenrendite von 4,4 Prozent.

Der Motorenbauer Deutz hat 0,18 Euro pro Aktie ausgeschüttet, für unsere 10.000 Aktien zusammen also 1.800 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 4,35 Euro ist das eine Dividendenrendite von 4,1 Prozent.

Heidelberg Materials haben 3,60 Euro pro Aktie Dividende gezahlt, für unsere 300 Aktien zusammen also 1.080 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 53,60 Euro ist das eine Dividendenrendite von 6,7 Prozent.

Bei einer Reihe von Auslandsaktien wurden die jüngsten Dividendenzahlungen zwar schon abgeschlagen, aber noch nicht verbucht. In diesen Fällen (OceanaGold, Pan American Silver, Itochu, Nippon Sanso und Aperam) fließt die Dividende als Forderung in die Berechnung des Anteilswertes ein (bei den beiden japanischen Aktien zusammen gut 3.000 Euro).

Die Fremdwährungsguthaben sind auch ohne diese noch nicht verbuchten Dividendenzahlungen leicht in Euro leicht gestiegen und zwar auf umgerechnet zusammen 55.655 Euro, was weiterhin 0,8 Prozent vom Fondsvermögen ausmacht. Zusammen mit dem Euro-Konto belaufen sich die Bankguthaben jetzt auf 922.893 Euro bzw. 13,1 Prozent des Fondsvermögens (Barreserve). Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche durch einen Nettomittelabfluss um 717 Anteile auf jetzt 163.059 Anteile gesunken. Das Fondsvermögen steht bei 7.060.034 Euro.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

Die Aktienmärkte preisen eine bevorstehende Beilegung des amerikanisch-iranischen Krieges ein. An den Anleihemärkten kam es dagegen in den vergangenen Wochen zu hohen Kursverlusten wegen des Konflikts. Zehnjährige deutsche Bundesanleihen erreichten mit knapp 3,2 Prozent das höchste Niveau seit 15 Jahren, britische Papiere knackten die 5,1-Prozent-Marke aus Zeiten der Finanzkrise 2008, und in den USA stiegen 30-jährige Anleihen wieder über fünf Prozent – das höchste Niveau seit 2007. Damit reagieren die Rentenmärkte auf die Rückkehr der Inflation. Das dürfte eigentlich auch den Aktienmärkten nicht gefallen. Doch dort setzt man das Thema „Künstliche Intelligenz“ dagegen. KI hat das Potenzial, hohe Steigerungen der Produktivität zu ermöglichen. Profiteure davon gibt es in vielen Branchen. Gerade Finanzwerte wie Banken und Versicherungen werden viele Vorgänge beschleunigen und dabei den Personalaufwand massiv reduzieren können. Das wurde in dieser Woche u.a. bei der Hauptversammlung der Deutschen Bank deutlich. Wer beim Thema KI nur an Nvidia denkt, handelt sich ein schlechtes Chance / Risiko – Verhältnis ein. Auch das zeigte diese Woche.

2026 KW20 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

Bei Anregungen und Feedback erreichen Sie uns gerne per email. Ihre Ansprechpartner sind:

Was ist diese Woche (KW20/2026) an den Börsen geschehen?

Vom China-Besuch des US-Präsidenten erhofften sich die Märkte Verbesserungen in Fragen der Zollpolitik und des Iran-Kriegs. Entsprechend enttäuscht reagierten die Aktienmärkte schließlich mit Kursverlusten auf den weitestgehend ergebnislosen Gipfel. Die für die Weltwirtschaft wichtige Straße von Hormus wird faktisch weiter blockiert. Die Ölpreise stiegen wieder, was Inflation und Zinsen nach oben treibt. Die US-Indizes verzeichneten kleine Wochenverluste. Beim Euro-STOXX-50 zehrte ein Wochenminus von -1,4 Prozent den Anstieg seit Jahresbeginn fast vollständig wieder auf. Der DAX tauchte mit einem Rückgang in dieser Woche um -1,6 Prozent gegenüber Jahresbeginn wieder -2,2 Prozent in die Verlustzone.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Mittwoch mit 44,20 Euro berechnet. Gegenüber dem Wert auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag der Vorwoche ist das ein Anstieg um 0,24 Euro bzw. +0,55 Prozent. Im laufenden Jahr (Jahreswechsel 42,01 Euro) wächst unser Plus damit wieder auf +5,2 Prozent. Das Netto-Plus beim ACC Alpha select Anteilswert über ein Jahr bleibt bei +18,4 Prozent (Durchschnitt Aktienfonds +16,5 Prozent, Mischfonds +12,8 Prozent) und über drei Jahre bei +44,3 Prozent (Durchschnitt Aktienfonds +43,5 Prozent, Mischfonds +28,3 Prozent). Über fünf Jahre steigt das Plus des Anteilswertes auf +41,1 Prozent (Durchschnitt Aktienfonds +43,7 Prozent, Mischfonds +24,5 Prozent).

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung ab.

Der Kupferpreis kletterte im Wochenverlauf auf ein neues Rekordhoch. Der Kupferhüttenbetreiber Aurubis profitiert vom hohen Kupferpreis, auch wenn er selbst kein Kupfer abbaut. Bei einem hohen Kupferpreis werden die eigenen Kupferbestände wertvoller, die Marge steigt und Kupfer-Recycling, wo Aurubis zu den Weltmarktführern gehört, wird attraktiver, was die Umsätze steigen lässt. Die Aktie stieg in dieser Woche um +10,0 Prozent auf ein neues Rekordhoch (Wochenschluss 205,20 Euro, Einstand 82,38 Euro). Durch den Iran-Krieg sieht Aurubis kurzfristig kaum direkte Auswirkungen auf sein Geschäft – mittelfristig könnten sich sogar Chancen ergeben. Der Nahe Osten sei mit Blick auf Metalle und Schwefelsäure kein größerer Absatzmarkt, hieß es von Aurubis bei Veröffentlichung der endgültigen Resultate des zweiten Geschäftsquartals 2025/26. Vielmehr könnte das Weltmarkt-Angebot von Schwefelsäure im zweiten Halbjahr 2025/26 sinken wegen des Ausfalls von Schwefel-Lieferketten in Nahost, der zu einer stabilen Nachfrage der europäischen Chemie- und Düngemittelindustrie hinzukomme. Potenzielle Exportbeschränkungen in Reaktion auf die angespannte Versorgungslage könnten dann zu einer weiteren Verknappung führen. Schwefelsäure ist ein Nebenprodukt der Kupferproduktion und wird unter anderem von der Düngemittelindustrie verarbeitet.

Der Aktienkurs des dänischen Logistik- und Reederei-Konzerns DFDS erholte sich in dieser Woche um +7,7 Prozent (auf 141 DKK, Einstand 148 Euro). Der Aktienkurs hatte vor Veröffentlichung der Quartalsergebnisse unter Druck gestanden. Analysten hatten mit ihrer Durchschnittserwartung eines Quartalsumsatzes von 7,35 Milliarden DKK richtig gelegen. Ein Jahr zuvor war im ersten Kalenderquartal ein Umsatz von 7,54 Milliarden DKK erwirtschaftet worden, mithin jetzt ein Rückgang um 2,5 Prozent. Unterm Strich hatten Analysten mit einem Rückgang des Quartalsverlustes von -6,09 DKK auf -3,48 DKK gerechnet. Der berichtete Quartalsverlust fiel mit -3,29 DKK besser als erwartet aus.

Die Aktie von Nippon Sanso profitierte von ihrer negativen Korrelation zum japanischen Aktienmarkt: Während der Nikkei-225-Index in dieser Woche -2,1 Prozent verlor, profitierte Nippon Sanso von Umschichtungen: +6,5 Prozent (auf 6.116 Yen bzw. 33,08 Euro, Einstand 2.681 Yen bzw. 18,31 Euro). Der Umsatz des Konzerns war im ersten Kalenderquartal, das traditionell in Japan das letzte Quartal eines Geschäftsjahres ist, gegenüber dem Vorjahr um 7,5 Prozent auf 361,89 Milliarden Yen gestiegen (im Vorjahreszeitraum 336,76 Milliarden Yen). Davon verblieben als Nettogewinn je Aktie 71,04 Yen. Im Vorjahresviertel hatte der Gewinn pro Aktie (EPS) nur 49,21 Yen erreicht. Für das Gesamtjahr 2025/2026 summieren sich die Umsatzerlöse auf 1.359,61 Milliarden Yen, gegenüber dem Geschäftsjahr 2024/2025 mit 1.308,02 Milliarden Yen eine Steigerung um 3,9 Prozent. Der Gewinn pro Aktie (EPS) stieg stark überproportional um 25,4 Prozent von 228,2 Yen auf 286,2 Yen.

Die Aktie des Öl-Förderers Deutsche Rohstoff AG profitierte vom Anstieg des Ölpreises: +4,6 Prozent (auf 98,10 Euro, Einstand 54,20 Euro). Maßgeblich aufgrund eines außerordentlichen Gewinns von rund 97 Mio. Euro aus dem Verkauf von ca. 9 Mio. Aktien der Beteiligung an Almonty Industries. Zudem war die Geschäftsentwicklung noch geprägt von den reduzierten Investitionen des Vorjahres, einigen Arbeiten an bestehenden Bohrungen im 1. Quartal und dem bis Ende Februar zunächst noch schwächeren Preisumfeld. Das EBITDA verbesserte sich signifikant auf 126,0 Mio. Euro und das Ergebnis nach Minderheiten auf 103,4 Mio. Euro, was 21,59 Euro pro Aktie entspricht (nach 2,60 Euro im Vorjahr).

Der Aktienkurs von ASR Nederland setzte seine Rekordjagd fort: diese Woche +3,9 Prozent (auf 67,48 Euro, Einstand 42,60 Euro).

Eine robuste Nachfrage und der Flottenausbau haben beim Autovermieter Sixt für ein weiteres Rekordquartal gesorgt. Sixt Vorzüge gewannen in dieser Woche +1,5 Prozent (auf 61,30 Euro, Einstand 55,39 Euro) und Sixt Stammaktien +1,3 Prozent (auf 71,05 Euro, Einstand 69,83 Euro). Bei einem Umsatzwachstum im Jahresvergleich um gut 8 Prozent auf knapp 929 Millionen Euro erzielte das Unternehmen im ersten Quartal einen Vorsteuergewinn von 2,1 Millionen Euro. Vor einem Jahr war im saisonal ohnehin schwächsten Jahresviertel noch ein Verlust von 17,6 Millionen Euro angefallen.

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Beim Spezial-Pharma-Unternehmen Medios lag die Entwicklung im ersten Quartal insgesamt im Rahmen der Erwartungen. Trotzdem verlor die Aktie in Reaktion auf die Quartalszahlen auf Wochensicht -16,4 Prozent (auf 12,32 Euro, Einstand 15,17 Euro). Mit 527,6 Mio. Euro lag der Umsatz in den ersten drei Monaten dieses Jahres 8,9 Prozent über dem Vorjahresniveau und damit eher über den Markterwartung. Alle drei operativen Geschäftsbereiche haben mit Zuwächsen im hohen einstelligen Prozentbereich zum Wachstum beigetragen: Der Bereich Arzneimittelversorgung („PS“) wuchs um 9,0 Prozent auf 424,3 Mio. Euro, das Segment Patientenindividuelle Therapien („PST“) um +8,4 Prozent auf 60,4 Mio. Euro und International Business („IB“) um 8,7 Prozent auf 43,0 Mio. Euro. Die gute Umsatzentwicklung wurde von Beobachtern, namentlich vom zuständigen Analysten bei Montega, als Beleg der strukturelle Stärke des Geschäftsmodells Specialty Pharma und der positiven Einschätzung der Marktpositionierung des Unternehmens gewertet. Das adjustierte EBITDA-Ergebnis ging im ersten Quartal allerdings um 7,9 Prozent auf 21,2 Mio. Euro zurück, was einem Margenrückgang von 80 Basispunkten auf 4,0 Prozent entspricht. Dieser Rückgang sei nach Einschätzung von Montega überwiegend temporärer Natur und auf drei Faktoren zurückzuführen. Erstens auf marktbedingte Preisrückgänge in einzelnen Produktsegmenten sowie Verschiebungen im Produktmix, die im Segment Arzneimittelversorgung das Ergebniswachstum trotz starker Umsatzentwicklung auf lediglich 2,8 Prozent dämpften; zweitens auf operative Einmalkosten, insbesondere im Zusammenhang mit Veränderungen im Vorstand. Und drittens auf einen Basiseffekt aus dem Vorjahreszeitraum, der durch einen Einmalertrag aus dem Verkauf einer Apotheke in den Niederlanden verzerrt war. Bereinigt um diesen Basiseffekt falle der Ergebnisrückgang moderater aus. Medios habe darüber hinaus Maßnahmen eingeleitet, darunter den gezielten Ausbau margenstärkerer Produktsegmente sowie ein Programm zur Operational Excellence mit strukturiertem Kostenmanagement in den Segmenten IB und PST. Positiv hervorgehoben wird die deutliche Verbesserung des operativen Cashflows, der sich mit 12,5 Mio. Euro deutlich verbessert hat (in Q1/2025 nur 3,6 Mio. Euro). Dieser Anstieg sei auf Fortschritte im Working Capital Management zurückzuführen und signalisiere, dass das Unternehmen trotz des margenseitigen Gegenwinds seine Liquiditätsbasis gezielt stärke. Zudem erwarte Medios aus den aktuellen Gesundheitsreformen in Deutschland und Europa keine spürbar negativen Auswirkungen auf das operative Geschäft. Vor diesem Hintergrund bewertet Montega das derzeitige Kursniveau mit einem Verhältnis EV/EBITDA 2026e von nur 4,4 weiterhin als attraktiv und bestätigt die Kaufempfehlung mit einem unveränderten Kursziel von 24,00 Euro.

Der Anlagenbauer Dürr erwartet nach einem schwächer als erwartet ausgefallenen Jahresstart auf Besserung in den folgenden Quartalen. Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis gingen zurück. Der Aktienkurs fiel auf Wochensicht um -11,1 Prozent (auf 20,45 Euro, Einstand 22,88 Euro). Dennoch bestätigte der Konzern seine Jahresziele. Die Aussichten auf Geschäfte mit der kriselnden Automobilindustrie seien solide, mit den Lackieranlagen bestünden vor allem in Nordamerika und Asien gute Auftragschancen.

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Im Rahmen unseres Risikomanagements haben wir unsere Position Douglas verkauft. Über die schwachen Geschäftsergebnisse des ersten Quartals hatten wir schon in der Vorwoche berichtet. Der Verkauf der 10.000 Aktien erfolgte zu 8,7014 Euro. Damit haben wir gegenüber unserem durchschnittlichen Einstand zu 11,61 Euro einen Kursverlust von 25,1 Prozent realisiert.

Wir haben den Positionsaufbau in Emak fortgesetzt und in dieser Woche an der Heimatbörse Mailand 8.932 Aktien zu durchschnittlich 0,898 Euro kaufen können. Damit ist unsere Position auf insgesamt 25.463 Aktien angewachsen (insgesamt ebenfalls zu durchschnittlich 0,898 Euro).

Bei IRCE war auch in dieser Woche keine Aufstockung der kleinen Position (7.216 Aktien zu 2,20 Euro) möglich, weil der Aktienkurs zwischenzeitlich nur bis auf 2,25 Euro zurückfiel, unser Limit aber weiterhin bei 2,20 Euro liegt.

Wie hoch ist die Barreserve?

Das Euro-Kontoguthaben beläuft sich noch vor Verbuchung des Douglas-Verkaufs auf 831.547 Euro; der Anteil am Fondsvermögen ist leicht von 11,7 auf wieder 11,5 Prozent gesunken.

Der österreichische Baukonzern PORR hat 1,05 Euro Dividende pro Aktie gezahlt, für unsere 8.000 Aktien zusammen also 8.400 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 13,48 Euro ist das eine Dividendenrendite von 7,8 Prozent.

Fuchs, die für stetig erhöhte Dividenden bekannt sind, haben 1,22 Euro pro Aktie ausgeschüttet, für unsere 2.000 Aktien zusammen also 2.440 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 31,62 Euro ist das eine Dividendenrendite von 3,9 Prozent.

Drägerwerk haben 2,27 Euro pro Vorzugsaktie ausgeschüttet, für unsere 2.000 Aktien zusammen also 4.540 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 47,27 Euro ist das eine Dividendenrendite von 4,8 Prozent.

Villeroy & Boch haben 0,85 Euro pro Vorzugsaktie ausgeschüttet, für unsere 4.000 Aktien zusammen also 3.400 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 18,79 Euro ist das eine Dividendenrendite von 4,5 Prozent.

AXA haben 2,32 Euro pro Aktie ausgeschüttet, für unsere 2.000 Aktien zusammen also 4.640 Euro. Wie bei den anderen französischen Aktien auch erfolgt hier die Auszahlung ohne Abzug von Quellensteuern. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 19,61 Euro ist das eine Dividendenrendite von 11,8 Prozent!

Die Fremdwährungsguthaben haben sich im Wochenvergleich weiterhin kaum verändert: Zusammen umgerechnet 55.423 Euro, was weiterhin 0,8 Prozent vom Fondsvermögen ausmacht. Zusammen mit dem Euro-Konto belaufen sich die Bankguthaben vor der Gutschrift des Douglas-Verkaufs auf 886.970 Euro bzw. 12,2 Prozent des Fondsvermögens (Barreserve). Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche durch einen kleinen Nettomittelabfluss um 281 Anteile auf jetzt 163.776 Anteile gesunken. Das Fondsvermögen ist aber durch die Kursgewinne gestiegen auf 7.254.021 Euro.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

Die Börsen gehen davon aus, dass der Krieg zwischen den USA und dem Iran bald beendet und damit die Straße von Hormus wieder frei wird. Am Freitag erhielt diese Erwartung einen Dämpfer, weil sich die Reise von US-Präsident Trump nach China als weitere Nullnummer erwies. Die Belastungen für die Weltwirtschaft steigen, je länger die Straße von Hormus blockiert bleibt. Die Inflation steigt bereits, obwohl viele preiserhöhende Effekte noch nicht angekommen sind. Die Märkte reagieren darauf mit höheren Zinsen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg auf 4,6 Prozent. Das ist die Marke, die im Mai vor einem Jahr erreicht wurde. Seit der Finanzkrise 2007/2008 waren die US-Kapitalmarktzinsen nur selten höher. Jetzt könnte erstmals wieder ein Test des Zehn-Jahres-Hochs aus 2024 bei knapp 5,0 Prozent anstehen. Die Stimmung der US-Konsumenten ist jetzt bereits schlecht. Ein anhaltender Anstieg der Preise und Zinsen wird ihre Kaufkraft weiter aushöhlen. Das mahnt zur Vorsicht.

Edelmetalle sollten eigentlich von Unsicherheiten und höherer Inflation profitieren. Kurzfristig erachten die Märkte aber höhere Zinsen als Belastung für die zinslosen Edelmetalle. Letztendlich ist die Höhe der Realzinsen entscheidend. Angesichts der unter Trump noch schneller ausufernden US-Staatsschulden darf man auf die Geldpolitik des designierten FED-Chefs Kevin Warsh gespannt sein. Erklärtermaßen will er die riesigen Anleihebestände der Notenbank reduzieren. Er ist ein Mann von Trumps Gnaden. Deshalb wird wahrscheinlich wie bei Trump üblich genau das Gegenteil des Versprochenen passieren. Zumindest bleibt es gut möglich, dass die US-Anleihezinsen langsamer steigen als die US-Inflation, die Realzinsen also sinken oder sogar negativ werden. Und in diesem Szenario dürften Edelmetalle dann ihren übergeordneten Aufwärtstrend fortsetzen. Mit immerhin gut 17 Prozent unseres Fondsvermögens investieren wir in Edelmetall-Produzenten. Dass ein Teil dieser Unternehmen auch Kupfer fördert, ist positiv zu werten, denn das für die Wirtschaft unverzichtbare Industriemetall befindet sich in einem Superzyklus. Der Höhenflug der Aurubis-Aktie ist somit gut begründet.

Mögliche antizyklische Investitionsziele gibt es viele: War die Angst vor den Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz auf die Software-Branche übertrieben? Zumindest sind viele Software-Aktien billiger als in den Jahren zuvor. Aber die früher hohen Bewertungsaufschläge sind in Zukunft nicht mehr gerechtfertigt. Auch viele Hersteller von Lebensmitteln und Konsumgütern des täglichen Bedarfs haben eine schlechte Aktienkursentwicklung hinter sich. Auch hier wurden frühere Bewertungsaufschläge massiv reduziert, auch hier wurde in einigen Fällen dabei wahrscheinlich übertrieben.

Fazit: Angesichts der Risiken ist es richtig, unsere Barreserve auf über 900.000 Euro erhöht zu haben. Aber nicht, um nichts zu tun. Vielmehr lassen sich, bei aller gebotenen Vorsicht, damit günstige Kaufgelegenheiten nutzen.

2026 KW19 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

Bei Anregungen und Feedback erreichen Sie uns gerne per email. Ihre Ansprechpartner sind:

Was ist diese Woche (KW19/2026) an den Börsen geschehen?

Hoffnungen auf ein Ende des Iran-Kriegs und die Öffnung der Seestraße von Hormus führten zwischenzeitlich zu deutlichen Kursgewinnen an den Aktienmärkten. Nachdem jetzt etwa zwei Drittel der S&P-500-Konzerne ihre Bilanzen für das erste Quartal vorgelegt haben, zeichnet sich für die in diesem Index enthaltenen US-Konzerne ein hohes Gewinnwachstum von rund 25 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal ab. Getragen von den hoch gewichteten Tech-Aktien erreichten S&P-500 und Nasdaq-100 neue Rekordhöhen. Auch der japanische und der südkoreanische Aktienmarkt setzten ihre Rekordjagd fort (Nikkei-225 auf Wochensicht +5,4 Prozent, seit Jahresbeginn +24,6 Prozent). Beim DAX reichte dagegen das Mini-Wochenplus von +0,2 Prozent nicht, um gegenüber Jahresbeginn aus der Verlustzone zu kommen.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Mittwoch mit 43,96 Euro berechnet. Gegenüber dem Wert auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag der Vorwoche ist das ein Anstieg um 1,16 Euro bzw. +2,7 Prozent. Im laufenden Jahr (Jahreswechsel 42,01 Euro) wächst unser Plus damit wieder auf +4,6 Prozent. Das Netto-Plus beim ACC Alpha select Anteilswert über ein Jahr steigt auf +18,5 Prozent (Durchschnitt Aktienfonds +21,9 Prozent, Mischfonds +15,0 Prozent). Über drei Jahre springt das Plus auf +44,2 Prozent (Durchschnitt Aktienfonds +45,5 Prozent, Mischfonds +29,3 Prozent) und über fünf Jahre auf +38,9 Prozent (Durchschnitt Aktienfonds +41,4 Prozent, Mischfonds +23,4 Prozent).

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also um einen Börsentag vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung ab (die ja auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag erfolgt).

Unsere Edelmetall-Aktien profitierten in dieser Woche von den stabilisierten Preisen für Edelmetalle und den guten Quartalsergebnissen. Unsere 6 Edelmetall-Aktien zusammen haben jetzt einen Kurswert von 1,182 Mio. Euro bzw. 16,3 Prozent vom Fondsvermögen.

Zwar blieb der Umsatzsprung bei Pan American Silver unter den durchschnittlichen Erwartungen der Analysten. Umso mehr überzeugte der kanadische Gold- und Silberminenbetreiber aber mit dem Gewinn, worauf die Aktie in dieser Woche um +15,0 Prozent stieg (auf 80,93 CAD, Einstand 40,97 CAD). Die Umsatzerlöse im ersten Quartal 2026 schätzten Analysten im Mittel auf 1,69 Milliarden CAD nach 1,11 Milliarden CAD im ersten Quartal 2025. Tatsächlich stieg der Umsatz der ersten drei Monate dieses Jahres „nur“ um 42 Prozent auf 1,58 Milliarden CAD. Aber der Gewinn pro Aktie (EPS) stieg um 120 Prozent (!) von 0,67 CAD auf 1,48 CAD. Damit werden die 6,60 CAD Gewinn je Aktie für das Gesamtjahr, die als Durchschnittsschätzung im Raum stehen, realistisch. Das KGV liegt damit trotz Kursverdreifachung seit 2024 nur bei 12.

Bei Newmont wirkten die guten Quartalsergebnisse nach (siehe Bericht vor zwei Wochen): diese Woche +7,3 Prozent (auf 116,51 USD, Einstand 43,84 USD).

Valterra Platinum profitierte (leicht gehebelt) vom steigenden Platinpreis: Die Aktie gewann auf Wochensicht +6,2 Prozent (auf 65,25 GBP, Einstand 37,69 GBP).

Der Quartalsbericht von OceanaGold wurde mit einem Wochenplus von +6,0 Prozent (auf 43,65 CAD, Einstand 36,41 CAD) noch vergleichsweise konservativ aufgenommen. Die Förderung erreichte planmäßig 130.100 Unzen Gold und 3.200 Tonnen Kupfer. Die „All-In Sustaining Costs“ (AISC) lagen pro Unze Gold bei 2.094 US-Dollar. Dem stand ein realisierter Goldpreis von durchschnittlich 4.894 US-Dollar gegenüber. Das bedeutet eine Brutto-Marge von 134 Prozent! Das Unternehmen bezifferte seine EBITDA-Marge mit 58 Prozent. Die Umsatzerlöse erreichten mit 715 Millionen US-Dollar einen Rekordwert in der Unternehmensgeschichte von OceanaGold. Auch der operativer Cashflow markierte mit 382 Millionen US-Dollar einen neuen Rekord, wovon ein starker freier Cashflow von 255 Millionen US-Dollar resultierte und schließlich ein Nettogewinn von 228 Millionen US-Dollar verblieb, was pro Aktie einen Gewinn (EPS) von 1,01 US-Dollar bedeutet. Der Kassenbestand stieg um 30 Prozent auf 620 Millionen US-Dollar. Der Goldminenbetreiber hat keine Verschuldung; könnte aber notfalls auf eine revolvierende Kreditlinie zurückgreifen. Im Einklang mit dem für 2026 vorgesehenen Rückkaufprogramm im Umfang von 350 Millionen US-Dollar wurden im ersten Quartal Aktienrückkäufe im Wert von 77 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Es wurden auch aktuelle „technische“ Berichte für die Minenprojekte Haile, Macraes und Didipio veröffentlicht. Diese belegen an allen Standorten ein stabiles Produktionsprofil sowie eine verlängerte Minenlebensdauer. Für Wharekirauponga konnte die Ausdehnung der neu definierten, hochgradigen Zone im südlichen Bereich bestätigt werden. Die Erschließung dieses Vorkommens über eine Förderrampe hat begonnen. Wir halten Oceana Gold als einen schuldenfreien, diversifizierten Gold- und Kupferproduzenten bei attraktivem Chance / Risiko – Profil mit einem KGV von 8 für weiterhin klar unterbewertet.

Bei Dürr wirkt offenbar die angekündigte Dividendenerhöhung nach: diese Woche +9,0 Prozent (auf 23,00 Euro, Einstand 22,88 Euro).

Beim Motorenhersteller Deutz zahlt sich der Konzernumbau weiter aus. Im traditionell eher schwachen ersten Quartal konnte der Konzern ein deutliches Auftragsplus verzeichnen. Der Aktienkurs stieg im Wochenvergleich um +9,0 Prozent (auf 10,82 Euro, Einstand 4,35 Euro). Vorstandschef Sebastian Schulte zeigte sich selbst auf der Pressekonferenz insbesondere von dem Anstieg der Buchungen im Motorenbereich positiv überrascht. „Das gute Momentum, das wir haben, stützt ganz klar unsere Jahresziele“, sagte er. Dabei schloss er auch eine Einengung der Prognosebandbreite nicht aus, sollte die Dynamik im Jahresverlauf weiter anhalten.

Nachdem die Lagerbestände von Wolframcarbid beim Hartmetallwerkzeughersteller BETEK zu einer Umsatz- und Gewinnprognoseanhebung bei INDUS Holding geführt hatten, erhielt die Aktie der Holding in dieser Woche Unterstützung durch eine Kaufempfehlung durch NuWays mit einer Anhebung des Kursziels von 34,50 auf 37,00 Euro. Auch Wochensicht stieg die INDUS-Aktie um +7,4 Prozent (auf 32,10 Euro, Einstand 24,66 Euro).

Der österreichische Technologiekonzern Kontron steht möglicherweise vor der Übernahme durch seinen größten Aktionär Ennoconn. Zugleich baut der Konzern 500 Arbeitsplätze in seiner Sparte Greentec ab, um die Kosten zu senken. Im ersten Quartal verzeichnete Kontron eine gedämpfte Umsatzentwicklung, und die Kosten des Stellenabbaus ließen den Gewinn sinken. Für die Aktie der Gesellschaft ging es angesichts des erwarteten Übernahmeangebots allerdings aufwärts: +6,5 Prozent (auf 22,70 Euro, Einstand 19,41 Euro).

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Nachdem die Quartalsergebnisse von Fuchs zunächst positiv aufgenommen worden waren (siehe Vorwochenbericht), gab die Aktie den Vorwochengewinn von +5,8 Prozent in dieser Woche wieder ab: -5,7 Prozent (auf 30,80 Euro, Einstand 31,62 Euro).

Die Quartalsergebnisse bei Douglas fielen nicht gut aus. Schon am Donnerstagabend vor dem verlängerten Feiertags-Wochenende hatte Douglas seine vorläufigen Quartalszahlen bekannt gegeben: Der Umsatz und das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) im zweiten Geschäftsquartal verfehlten die Erwartungen. Die Geschäfte der Parfümeriekette litten unter der gesteigerten Preissensibilität der Konsumenten. Beim Konzernumsatz im laufenden Geschäftsjahr sei nur noch das untere Ende der anvisierten Bandbreite zu erreichen. Das Ziel für die operative Marge wurde leicht gesenkt. Gleichzeitig erwartet Douglas den Nettoverschuldungsgrad am oberen Ende der bisher genannten Spanne. Der Aktienkurs verlor in dieser Woche -5,5 Prozent (auf 9,62 Euro, Einstand 11,61 Euro). Wir beobachten die Aktie im Rahmen unseres Risikomanagements weiterhin genau.

Die Aktien der Deutschen Rohstoff reagierten mit Kursverlusten auf den im Wochenverlauf gefallenen Ölpreis: -3,4 Prozent (auf 93,80 Euro, Einstand 54,20 Euro). Wir hatten das hohe Kursniveau bekanntlich genutzt, um unsere Position zu halbieren.

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Im Rahmen unseres Risikomanagements haben wir unsere Restposition Fresenius verkauft. Der Verkauf der verbliebenen 1.500 Aktien erfolgte zu 39,36 Euro. Damit haben wir gegenüber unserem durchschnittlichen Einstand zu 27,76 Euro einen Kursgewinn von 41,8 Prozent realisiert.

Wir haben den Positionsaufbau in Emak fortgesetzt auf jetzt insgesamt 16.531 Aktien zu durchschnittlich 0,898 Euro. Bei IRCE war in dieser Woche keine Aufstockung der kleinen Position möglich, weil der Aktienkurs auf ein neues Jahreshoch kletterte und wir mit unseren Käufen nicht selbst den Kurs treiben wollen.

Bei Mutares wurde die Kapitalerhöhung abgeschlossen. Wir hatten die 2.000 uns zugeteilten Bezugsrechte zum Kauf von 400 Aktien zu 24,50 Euro genutzt. Dadurch ist unser Bestand auf 2.400 Aktien angewachsen und unser durchschnittlicher Einstandspreis auf 28,13 Euro gesunken. Die jungen Aktien sind sofort vollumfänglich dividendenberechtigt und stiegen zum Wochenschluss auf 26,10 Euro.

Wie hoch ist die Barreserve?

Das Euro-Kontoguthaben ist durch den Fresenius-Verkauf und Dividendeneinnahmen weiter gestiegen – in dieser Woche um gut 27.000 Euro auf 843.476 Euro, der Anteil am Fondsvermögen leicht von 11,5 auf 11,7 Prozent.

Die Dividenden der französischen Aktien wurden brutto wie netto ohne Quellensteuerabzug ausgezahlt: Bouygues schüttete 2,10 Euro pro Aktie aus, für unsere 2.000 Aktien zusammen also 4.200 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 31,60 Euro ist das eine Dividendenrendite von 6,6 Prozent. SCOR schüttete 1,90 Euro pro Aktie aus, für unsere 5.000 Aktien zusammen also 9.500 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 27,14 Euro ist das eine Dividendenrendite von 7,0 Prozent.

Die Fremdwährungsguthaben haben sich im Wochenvergleich kaum verändert: Zusammen umgerechnet 55.392 Euro, was weiterhin 0,8 Prozent vom Fondsvermögen ausmacht. Zusammen mit dem Euro-Konto belaufen sich die Bankguthaben jetzt auf 898.868 Euro bzw. 12,4 Prozent des Fondsvermögens (Barreserve). Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche durch einen kleinen Nettomittelabfluss um 837 Anteile auf jetzt 164.057 Anteile gesunken. Das Fondsvermögen ist durch die Kursgewinne gestiegen auf 7.233.576 Euro.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

Die Dividendenrendite ist schnell erklärt. Darunter versteht man das Verhältnis von Dividende zu Aktienkurs. Berechnet wird sie also, indem die Dividende (als Zähler des Bruchs) durch den Aktienkurs (als Nenner des Bruchs) dividiert wird. Eine Verhältniszahl also und leicht zu interpretieren: je höher, desto besser und vergleichbar mit Zinssätzen. Aber der Teufel steckt wie immer im Detail: Welche Dividende stellt man in den Zähler? Die zuletzt gezahlte Gewinnausschüttung ist eine eindeutig feststehende Zahl. Wenn mehrfach im Jahr Dividenden gezahlt werden (im Ausland sind oft Quartalsdividenden üblich), sollte man die Ausschüttungen eines ganzen Jahres zusammenzählen, um ein besser vergleichbares Ergebnis zu erhalten. Aber anders als Zinskupons bei festverzinslichen Wertpapieren ändern sich Dividenden. Spätestens wenn ein Unternehmen eine bestimmte Dividendenhöhe vorschlägt, sollte man mit dieser Zahl rechnen. Bei Dividendenprognosen ist die übliche Vorsicht geboten: Sie werden unsicherer, je weiter sie in die Zukunft reichen. Aber auch die Zahl im Nenner, der Aktienkurs oder Kapitaleinsatz, ist eine Überlegung wert: Verwendet man dabei stets den aktuellen Aktienkurs, ist die so berechnete Dividendenrendite eine Bewertungskennzahl und nicht die eigene Rendite. Dazu ein Beispiel: Wer eine Aktie einst zum Kurs von 10 Euro gekauft hat, als sie damals 50 Cent Dividende zahlte, kommt auf eine Dividendenrendite von 5 Prozent. Angenommen, die Geschäfte laufen gut, die Dividende ist mittlerweile auf 1 Euro pro Aktie erhöht worden und der Aktienkurs steht bei 20 Euro. Die Dividendenrendite wird weiterhin mit 5 Prozent berechnet. Für den Anleger, der die Aktie schon bei 10 Euro gekauft hat, beträgt die Rendite allein aus der Dividende aber schon 10 Prozent pro Jahr. In der Praxis unseres Fonds bedeutet das: Die Dividendenrendite auf Basis der jetzt erreichten Aktienkurse beträgt im Durchschnitt 2,8 Prozent. Im Verhältnis zu unserem Kapitaleinsatz „verzinst“ sich unser Geld allein durch die Dividenden aber mit über fünf Prozent pro Jahr.

Für die Auswahl unserer Aktien ist die Dividendenrendite aber nicht entscheidend: Ein wachstumsstarkes Unternehmen kann einbehaltene Gewinn gut gebrauchen, um das Wachstum zu finanzieren. Wer die Dividendenrendite zu einem entscheidenden Auswahlkriterium macht, wird im Ergebnis eher wachstumsschwächere Aktien ansammeln. Wir verzichten deshalb bei der Berechnung des Fair Values komplett auf die Betrachtung der Dividenden.

2026 KW18 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

Bei Anregungen und Feedback erreichen Sie uns gerne per email. Ihre Ansprechpartner sind:

Was ist diese Woche (KW18/2026) an den Börsen geschehen?

Wie von den Märkten erwartet, änderten weder die US-Notenbank Fed noch die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Leitzinsen. Unterdessen bestätigte der Bankenausschuss des US-Senats denkbar knapp mit 13 zu 11 Stimmen Präsident Trumps Kandidaten Kevin Warsh für die Nachfolge des scheidenden Fed-Präsidenten Jerome Powell, der dem Fed-Vorstand aber weiter angehören will. Bei Einzelaktien sorgten Überraschungen bei den Quartalsergebnissen für stärkere Kursbewegungen: positiv u.a. bei Alphabet, Apple, Qualcomm, Caterpillar und Eli Lilly, negativ bei Meta und Amazon. Die Aktienindizes änderten sich unter Strich in der Woche nur wenig. Die überwiegend positiven Kursreaktionen bei den großen US-Tech-Aktien verhalfen dem Nasdaq-100 zu einem Wochenplus von +1,5 Prozent, was die wenigsten anderen Indizes schafften. So verzeichneten beispielsweise Euro-STOXX-50 und Nikkei-225 kleine Rückgänge.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Mittwoch mit 42,80 Euro berechnet. Gegenüber dem Wert auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag der Vorwoche ist das ein Rückgang um 1,10 Euro bzw. -2,5 Prozent. Im laufenden Jahr (Jahreswechsel 42,01 Euro) schrumpft das Plus damit auf +1,9 Prozent. Beim Durchschnitt der globalen Aktienfonds fällt das Minus in dieser Woche mit -1,0 Prozentpunkten aufgrund der Kursgewinne der großen Nasdaq-Aktien kleiner als bei uns aus. Deshalb ist auch über das Netto-Plus beim ACC Alpha select Anteilswert über ein Jahr mit +17,8 Prozent jetzt etwas niedriger als beim Aktienfondsdurchschnitt (+19,6 Prozent). Über drei Jahre liegt das Plus mit +39,9 Prozent weiter leicht über dem Aktienfondsdurchschnitt (+39,7 Prozent), ebenso über fünf Jahre mit +37,0 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt +36,7 Prozent).

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also um einen Börsentag vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung ab (die ja auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag erfolgt).

Die am 30. April veröffentlichten Quartalsergebnisse von Aperam wurden sehr positiv aufgenommen: auf Wochensicht +9,5 Prozent (auf 45,38 Euro, Einstand 33,45 Euro). Beim Umsatz waren im Durchschnitt von drei Analysten 1,56 Milliarden Euro erwartet worden. Dies wurde mit 1,58 Mrd. Euro leicht übertroffen. Im Vorjahresviertel hatte Aperam noch 1,66 Milliarden Euro umgesetzt. Für das Gesamtjahr schätzten 10 Analysten schon vor der Bekanntgabe der Quartalsergebnisse im Schnitt von 6,70 Milliarden Euro, gegenüber 6,08 Milliarden Euro im Vorjahr. Wir haben bei unserer Bewertung bislang 6,63 Mrd. Euro angesetzt. Nachdem im ersten Quartal des Vorjahres noch ein Verlust entstanden war, rechneten Analysen jetzt mit einer Rückkehr in die schwarzen Zahlen: Die durchschnittliche Analystenschätzung war vor der Veröffentlichung von 0,10 auf 0,085 Euro Gewinn pro Aktie gesunken. Beziffert wurde der Reingewinn jetzt mit nur 0,04 Euro. Auch für das Gesamtjahr dürften die offiziellen Erwartungen nach unten revidiert werden. Wir waren ursprünglich von über 2 Euro EPS ausgegangen. Zuletzt lag die Durchschnittsprognose von 11 Analysten bei 1,93 Euro je Aktie. Auf Basis leicht angepasster Zahlen errechnet sich unser Fair Value jetzt mit 46,73 Euro, womit der Kurssprung als gerechtfertigt und für uns nicht überraschend eingestuft werden kann. Zunächst einmal hat die Aktie ihren Fair Value ungefähr erreicht. Weiteres Kurspotenzial würde sich bei einer konjunkturellen Belebung ergeben. In der Projektion sind dann Aktienkurse über 80 Euro denkbar.

Auch die Quartalsergebnisse der erst vor zwei Wochen neu in unser Portfolio aufgenommen Fuchs wurden sehr positive aufgenommen: +5,8 Prozent (auf 32,65 Euro; Einstand 31,62 Euro). Der Schmierstoffhersteller ist mit zum Teil deutlichen Zuwächsen in das Jahr gestartet. „Zu dieser positiven Entwicklung trugen neben dem Geschäftsausbau und einem disziplinierten Kostenmanagement insbesondere eine zusätzliche Nachfrage im März sowie die erfolgreiche Veräußerung eines Grundstücks in Australien bei“, erklärte Konzernchef Stefan Fuchs. Während das Unternehmen wegen der Inflation das Umsatzziel für das laufende Jahr anhob, senkte es die Prognose für den freien Barmittelzufluss vor Zukäufen aufgrund stark gestiegener Rohstoffkosten und Verkaufspreise.

Mit der anhaltenden Blockade der Straße von Hormus und dem hohen Ölpreis verbesserte sich der Aktienkurs der Deutschen Rohstoff die zweite Woche in Folge: Nach +16,4 Prozent in der Vorwoche in dieser Woche +5,7 Prozent (auf 97,10 Euro, Einstand 54,20 Euro). Nicht zuletzt die allerdings inzwischen verkleinerte Beteiligung am größten Wolfram-Minenbetreiber der westlichen Hemisphäre sorgt für Phantasie bei der Deutschen Rohstoff.

Als Profiteur der angespannten Versorgungslage bei Wolfram erweist sich zumindest kurzfristig mit Blick auf die Lagerbestände von Wolframcarbid auch die Beteiligungsfirma INDUS Holding: Nachdem China Exportrestriktionen für den Werkstoff verhängt hat, habe der Mangel seit Jahresanfang zu einer Verdreifachung des Preises geführt – und das nach einer Verdreifachung im Jahresverlauf 2025. Durch den starken Preisanstieg rechnet das Indus-Management für 2026 nun mit einem Anstieg der Umsatzerlöse von 1,80 bis 1,95 auf 1,85 bis 2,05 Mrd. Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (Ebita) dürfte von 150 bis 170 Mio. auf 160 bis 190 Millionen Euro steigen. Die positiven Effekte ergeben sich jetzt aus den vorhandenen Lagerbeständen. Weil mit dem starken Preisanstieg aber auch der Vorfinanzierungsbedarf steige, werde für 2026 nur noch ein mindestens ausgeglichener freier Finanzmittelfluss erwartet. Bisher hatte Indus einen Free Cashflow von mehr als 70 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Die Börse reagierte auf diese Meldung positiv: INDUS auf Wochensicht +3,5 Prozent (auf 29,90 Euro, Einstand 24,66 Euro).

Erfreulich auch der Wochengewinn von +3,3 Prozent (auf 13,70 Euro, durchschnittlicher Einstand 15,17 Euro) bei Medios. Wir hatten die vorausgegangene Kursschwäche erst vor zwei Wochen zu einer Aufstockung unserer Position genutzt und 3.000 Aktien zu 13,135 Euro zugekauft (Kursgewinn seit Zukauf +4,3 Prozent).

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Neben den rückläufigen Aktienkursen bei den Edelmetall-Aktien lastete vor allem der Kursrückgang bei unserer größten Einzelaktienposition auf der Anteilswertentwicklung: Fairfax Financial Holding verloren auf Wochensicht in Reaktion auf die Quartalszahlen -10,5 Prozent (auf 2.170 CAD, Einstand 455 CAD). Obwohl das Unternehmen mit 8,81 Mrd. CAD die Umsatzprognosen übertraf, verfehlte es mit einem Gewinn pro Aktie (EPS) von 31,11 CAD die durchschnittlichen Erwartungen von 34,28 CAD. Dies führte zu dem heftigen Kursrückgang der Aktie. Wir halten die Kursreaktion für übertrieben. Beim operativen Ergebnis und dem versicherungstechnischen Gewinn zeigte die Holding starkes Wachstum. Dass das Quartalsergebnis unter den Erwartungen lag, ist vor allem auf Kursverluste bei Anleihen zurückzuführen. Davon abgesehen verzeichnete Fairfax Financial Holdings einen robusten Start in das Jahr 2026 mit einem deutlichen Wachstum des operativen Ergebnisses in den Segmenten Versicherungen und Rückversicherungen. Das Unternehmen meldete einen Anstieg des operativen Ergebnisses um 74,9 Prozent (!) auf 1,2 Mrd. CAD im Vergleich zum Vorjahr. Nettoverluste aus Kapitalanlagen, vor allem bei Anleihen, machten diese Zuwächse jedoch zunichte. Die Umsatzerlöse lagen mit 8,81 Mrd. CAD über der Marktprognose von 8,62 Mrd. CAD. Der versicherungstechnische Gewinn erreichte 382 Mio. CAD, was ein deutlicher Anstieg gegenüber 97 Mio. CAD im ersten Quartal 2025 ist. Unterm Strich steht ein Nettogewinn von 696 Mio. CAD für das erste Quartal 2026. Für die Zukunft prognostiziert Fairfax Financial für die kommenden Quartale ein Wachstum bei Umsatz und Gewinn pro Aktie und erwartet Verbesserungen bei den Kapitalerträgen sowie eine fortgesetzte Expansion in den internationalen Märkten. Das Unternehmen konzentriert sich weiterhin auf die Verbesserung seiner versicherungstechnischen Leistung und das Management der Finanzverschuldung. Der CEO von Fairfax Financial erklärte: „Obwohl wir Herausforderungen in unserem Anlageportfolio hatten, liefert unser Kerngeschäft im Bereich Versicherungen weiterhin starke Ergebnisse. Wir sind bestrebt, unseren Kapitaleinsatz zu optimieren, um zukünftiges Wachstum zu fördern.“ Während des Earnings Call stellten Analysten Fragen zur Strategie von Fairfax Financial zur Minderung von Anlageverlusten und zu den Plänen für die Kapitalallokation. Das Unternehmen betonte seinen Fokus auf die Stärkung des Kerngeschäfts und die Prüfung strategischer Wachstumsmöglichkeiten.

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Wir haben den Positionsaufbau in den italienischen Nebenwerten IRCE und Emak fortgesetzt:

Nachdem wir in der Vorwoche 1.027 Emak-Aktien zu 0,894 Euro kaufen konnten, haben wir nun 2.013 Aktien zu 0,900 Euro gekauft, zusammen also bislang 3.040 Stück zu durchschnittlich 0,898 Euro.

In den beiden Vorwochen hatten wir 3.752 IRCE-Aktien zu durchschnittlich 2,198 Euro eingesammelt. In dieser Woche konnten wir unseren Bestand fast verdoppeln auf 7.216 Aktien. Dazu haben wir 3.464 Aktien gekauft, 1.972 Stück zu 2,1895 Euro und 1.492 Stück zu 2,200 Euro. Unser durchschnittlicher Einstand errechnet sich daraus mit 2,196 Euro.

Wie hoch ist die Barreserve?

Das Euro-Kontoguthaben ist durch einen höheren Mittelzufluss trotz fortgesetzter kleinerer Aktienkäufe um gut 210.000 Euro gestiegen auf 816.062 Euro, der Anteil am Fondsvermögen von 8,6 auf 11,5 Prozent.

Die Fremdwährungsguthaben sind durch Währungsgewinne leicht auf 55.424 Euro gestiegen, was weiterhin 0,8 Prozent vom Fondsvermögen ausmacht. Zusammen mit dem Euro-Konto belaufen sich die Bankguthaben jetzt auf 871.486 Euro bzw. 12,3 Prozent des Fondsvermögens (Barreserve). Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche durch einen höheren Nettomittelzufluss um 5.276 Anteile auf jetzt 164.894 Anteile gestiegen. Das Fondsvermögen ist dadurch gestiegen auf 7.075.753 Euro.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

Was bedeutet Aktivität beim Managen eines Aktienportfolios? Man kann einige Kriterien für Aktivität benennen: zunächst den Spielraum für diskretionäre Anlageentscheidungen, der wirklich besteht und auch genutzt wird – und dann verschiedene Kennzahlen, die objektiv zeigen, ob das Management „aktiv“ war.

Dabei gilt der „Active Share“ als die aussagekräftigste Kennzahl, die sich auf einen Zeitpunkt und nicht auf einen festzulegenden Zeitraum bezieht. Der Active Share ist ein Maß dafür, wie groß die Überschneidungen zwischen der üblichen Benchmark, bei globalen Aktienfonds meist dem MSCI Welt, und dem Portfolio sind. Berechnet wird der Active Share, indem man für jede im Fonds und/oder in der Benchmark enthaltene Einzeltitelpositionen die Differenz zwischen der Gewichtung im Fonds und in der Benchmark berechnet. Die absoluten Werte dieser Differenzen (d.h. ohne Vorzeichen) werden addiert. Diese Summe wird schließlich durch 2 dividiert. Das Ergebnis liegt zwischen Null und 100 Prozent.

Schon ab einem Active Share von über 50 Prozent gilt ein Fonds als „wirklich aktiv“, weil sich das Management traut, wirklich anders als die Benchmark zu investieren. Active Shares von über 80 Prozent sind selten. Wir liegen deutlich über 90 Prozent! Was heißt das? Es gibt kaum eine Schnittmenge zwischen dem MSCI Welt und unserem ACC Alpha select Portfolio. Das kostet zwischenzeitlich Performance, so in den vergangenen zwei Wochen: Im MSCI Welt ist Nvidia die Top-Position mit 5,3 Prozent, gefolgt von Apple mit 4,7 Prozent und Alphabet mit 3,8 Prozent. Dann folgen Microsoft (3,3 Prozent), Amazon (2,5 Prozent), Broadcom (1,7 Prozent), Meta (1,5 Prozent) und Tesla (1,3 Prozent). 71 Prozent entfallen auf US-Aktien und rund 26 Prozent auf Technologie. Diese Aktien im Portfolio zu haben, ist also kein Zeichen wirklich aktiver Aktienauswahl. Es ist Mainstream. Teuer bezahlter Mainstream übrigens, denn alle klassischen Bewertungs-Kennzahlen sind schlechter als in unserem Portfolio. So kommt der MSCI Welt auf ein Durchschnitts-KGV von 19 (ACC nur 11), ein Kurs/Buchwert-Verhältnis bei 3,5 (ACC nur 1,2) bei einer recht mickrigen Dividendenrendite von 1,7 Prozent (ACC 2,7 Prozent). Das wäre ja vielleicht noch vertretbar, wenn das langfristige Ertragswachstum deutlich höher wäre, ist es aber nicht: Es wird für den MSCI Welt mit 10,4 Prozent angegeben, für unser Portfolio mit 11,7 Prozent.