2026 KW20 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds
Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.
Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.
Bei Anregungen und Feedback erreichen Sie uns gerne per email. Ihre Ansprechpartner sind:
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Was ist diese Woche (KW20/2026) an den Börsen geschehen?
Vom China-Besuch des US-Präsidenten erhofften sich die Märkte Verbesserungen in Fragen der Zollpolitik und des Iran-Kriegs. Entsprechend enttäuscht reagierten die Aktienmärkte schließlich mit Kursverlusten auf den weitestgehend ergebnislosen Gipfel. Die für die Weltwirtschaft wichtige Straße von Hormus wird faktisch weiter blockiert. Die Ölpreise stiegen wieder, was Inflation und Zinsen nach oben treibt. Die US-Indizes verzeichneten kleine Wochenverluste. Beim Euro-STOXX-50 zehrte ein Wochenminus von -1,4 Prozent den Anstieg seit Jahresbeginn fast vollständig wieder auf. Der DAX tauchte mit einem Rückgang in dieser Woche um -1,6 Prozent gegenüber Jahresbeginn wieder -2,2 Prozent in die Verlustzone.
Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?
Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Mittwoch mit 44,20 Euro berechnet. Gegenüber dem Wert auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag der Vorwoche ist das ein Anstieg um 0,24 Euro bzw. +0,55 Prozent. Im laufenden Jahr (Jahreswechsel 42,01 Euro) wächst unser Plus damit wieder auf +5,2 Prozent. Das Netto-Plus beim ACC Alpha select Anteilswert über ein Jahr bleibt bei +18,4 Prozent (Durchschnitt Aktienfonds +16,5 Prozent, Mischfonds +12,8 Prozent) und über drei Jahre bei +44,3 Prozent (Durchschnitt Aktienfonds +43,5 Prozent, Mischfonds +28,3 Prozent). Über fünf Jahre steigt das Plus des Anteilswertes auf +41,1 Prozent (Durchschnitt Aktienfonds +43,7 Prozent, Mischfonds +24,5 Prozent).
Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)
Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung ab.
Der Kupferpreis kletterte im Wochenverlauf auf ein neues Rekordhoch. Der Kupferhüttenbetreiber Aurubis profitiert vom hohen Kupferpreis, auch wenn er selbst kein Kupfer abbaut. Bei einem hohen Kupferpreis werden die eigenen Kupferbestände wertvoller, die Marge steigt und Kupfer-Recycling, wo Aurubis zu den Weltmarktführern gehört, wird attraktiver, was die Umsätze steigen lässt. Die Aktie stieg in dieser Woche um +10,0 Prozent auf ein neues Rekordhoch (Wochenschluss 205,20 Euro, Einstand 82,38 Euro). Durch den Iran-Krieg sieht Aurubis kurzfristig kaum direkte Auswirkungen auf sein Geschäft – mittelfristig könnten sich sogar Chancen ergeben. Der Nahe Osten sei mit Blick auf Metalle und Schwefelsäure kein größerer Absatzmarkt, hieß es von Aurubis bei Veröffentlichung der endgültigen Resultate des zweiten Geschäftsquartals 2025/26. Vielmehr könnte das Weltmarkt-Angebot von Schwefelsäure im zweiten Halbjahr 2025/26 sinken wegen des Ausfalls von Schwefel-Lieferketten in Nahost, der zu einer stabilen Nachfrage der europäischen Chemie- und Düngemittelindustrie hinzukomme. Potenzielle Exportbeschränkungen in Reaktion auf die angespannte Versorgungslage könnten dann zu einer weiteren Verknappung führen. Schwefelsäure ist ein Nebenprodukt der Kupferproduktion und wird unter anderem von der Düngemittelindustrie verarbeitet.
Der Aktienkurs des dänischen Logistik- und Reederei-Konzerns DFDS erholte sich in dieser Woche um +7,7 Prozent (auf 141 DKK, Einstand 148 Euro). Der Aktienkurs hatte vor Veröffentlichung der Quartalsergebnisse unter Druck gestanden. Analysten hatten mit ihrer Durchschnittserwartung eines Quartalsumsatzes von 7,35 Milliarden DKK richtig gelegen. Ein Jahr zuvor war im ersten Kalenderquartal ein Umsatz von 7,54 Milliarden DKK erwirtschaftet worden, mithin jetzt ein Rückgang um 2,5 Prozent. Unterm Strich hatten Analysten mit einem Rückgang des Quartalsverlustes von -6,09 DKK auf -3,48 DKK gerechnet. Der berichtete Quartalsverlust fiel mit -3,29 DKK besser als erwartet aus.
Die Aktie von Nippon Sanso profitierte von ihrer negativen Korrelation zum japanischen Aktienmarkt: Während der Nikkei-225-Index in dieser Woche -2,1 Prozent verlor, profitierte Nippon Sanso von Umschichtungen: +6,5 Prozent (auf 6.116 Yen bzw. 33,08 Euro, Einstand 2.681 Yen bzw. 18,31 Euro). Der Umsatz des Konzerns war im ersten Kalenderquartal, das traditionell in Japan das letzte Quartal eines Geschäftsjahres ist, gegenüber dem Vorjahr um 7,5 Prozent auf 361,89 Milliarden Yen gestiegen (im Vorjahreszeitraum 336,76 Milliarden Yen). Davon verblieben als Nettogewinn je Aktie 71,04 Yen. Im Vorjahresviertel hatte der Gewinn pro Aktie (EPS) nur 49,21 Yen erreicht. Für das Gesamtjahr 2025/2026 summieren sich die Umsatzerlöse auf 1.359,61 Milliarden Yen, gegenüber dem Geschäftsjahr 2024/2025 mit 1.308,02 Milliarden Yen eine Steigerung um 3,9 Prozent. Der Gewinn pro Aktie (EPS) stieg stark überproportional um 25,4 Prozent von 228,2 Yen auf 286,2 Yen.
Die Aktie des Öl-Förderers Deutsche Rohstoff AG profitierte vom Anstieg des Ölpreises: +4,6 Prozent (auf 98,10 Euro, Einstand 54,20 Euro). Maßgeblich aufgrund eines außerordentlichen Gewinns von rund 97 Mio. Euro aus dem Verkauf von ca. 9 Mio. Aktien der Beteiligung an Almonty Industries. Zudem war die Geschäftsentwicklung noch geprägt von den reduzierten Investitionen des Vorjahres, einigen Arbeiten an bestehenden Bohrungen im 1. Quartal und dem bis Ende Februar zunächst noch schwächeren Preisumfeld. Das EBITDA verbesserte sich signifikant auf 126,0 Mio. Euro und das Ergebnis nach Minderheiten auf 103,4 Mio. Euro, was 21,59 Euro pro Aktie entspricht (nach 2,60 Euro im Vorjahr).
Der Aktienkurs von ASR Nederland setzte seine Rekordjagd fort: diese Woche +3,9 Prozent (auf 67,48 Euro, Einstand 42,60 Euro).
Eine robuste Nachfrage und der Flottenausbau haben beim Autovermieter Sixt für ein weiteres Rekordquartal gesorgt. Sixt Vorzüge gewannen in dieser Woche +1,5 Prozent (auf 61,30 Euro, Einstand 55,39 Euro) und Sixt Stammaktien +1,3 Prozent (auf 71,05 Euro, Einstand 69,83 Euro). Bei einem Umsatzwachstum im Jahresvergleich um gut 8 Prozent auf knapp 929 Millionen Euro erzielte das Unternehmen im ersten Quartal einen Vorsteuergewinn von 2,1 Millionen Euro. Vor einem Jahr war im saisonal ohnehin schwächsten Jahresviertel noch ein Verlust von 17,6 Millionen Euro angefallen.
Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)
Beim Spezial-Pharma-Unternehmen Medios lag die Entwicklung im ersten Quartal insgesamt im Rahmen der Erwartungen. Trotzdem verlor die Aktie in Reaktion auf die Quartalszahlen auf Wochensicht -16,4 Prozent (auf 12,32 Euro, Einstand 15,17 Euro). Mit 527,6 Mio. Euro lag der Umsatz in den ersten drei Monaten dieses Jahres 8,9 Prozent über dem Vorjahresniveau und damit eher über den Markterwartung. Alle drei operativen Geschäftsbereiche haben mit Zuwächsen im hohen einstelligen Prozentbereich zum Wachstum beigetragen: Der Bereich Arzneimittelversorgung („PS“) wuchs um 9,0 Prozent auf 424,3 Mio. Euro, das Segment Patientenindividuelle Therapien („PST“) um +8,4 Prozent auf 60,4 Mio. Euro und International Business („IB“) um 8,7 Prozent auf 43,0 Mio. Euro. Die gute Umsatzentwicklung wurde von Beobachtern, namentlich vom zuständigen Analysten bei Montega, als Beleg der strukturelle Stärke des Geschäftsmodells Specialty Pharma und der positiven Einschätzung der Marktpositionierung des Unternehmens gewertet. Das adjustierte EBITDA-Ergebnis ging im ersten Quartal allerdings um 7,9 Prozent auf 21,2 Mio. Euro zurück, was einem Margenrückgang von 80 Basispunkten auf 4,0 Prozent entspricht. Dieser Rückgang sei nach Einschätzung von Montega überwiegend temporärer Natur und auf drei Faktoren zurückzuführen. Erstens auf marktbedingte Preisrückgänge in einzelnen Produktsegmenten sowie Verschiebungen im Produktmix, die im Segment Arzneimittelversorgung das Ergebniswachstum trotz starker Umsatzentwicklung auf lediglich 2,8 Prozent dämpften; zweitens auf operative Einmalkosten, insbesondere im Zusammenhang mit Veränderungen im Vorstand. Und drittens auf einen Basiseffekt aus dem Vorjahreszeitraum, der durch einen Einmalertrag aus dem Verkauf einer Apotheke in den Niederlanden verzerrt war. Bereinigt um diesen Basiseffekt falle der Ergebnisrückgang moderater aus. Medios habe darüber hinaus Maßnahmen eingeleitet, darunter den gezielten Ausbau margenstärkerer Produktsegmente sowie ein Programm zur Operational Excellence mit strukturiertem Kostenmanagement in den Segmenten IB und PST. Positiv hervorgehoben wird die deutliche Verbesserung des operativen Cashflows, der sich mit 12,5 Mio. Euro deutlich verbessert hat (in Q1/2025 nur 3,6 Mio. Euro). Dieser Anstieg sei auf Fortschritte im Working Capital Management zurückzuführen und signalisiere, dass das Unternehmen trotz des margenseitigen Gegenwinds seine Liquiditätsbasis gezielt stärke. Zudem erwarte Medios aus den aktuellen Gesundheitsreformen in Deutschland und Europa keine spürbar negativen Auswirkungen auf das operative Geschäft. Vor diesem Hintergrund bewertet Montega das derzeitige Kursniveau mit einem Verhältnis EV/EBITDA 2026e von nur 4,4 weiterhin als attraktiv und bestätigt die Kaufempfehlung mit einem unveränderten Kursziel von 24,00 Euro.
Der Anlagenbauer Dürr erwartet nach einem schwächer als erwartet ausgefallenen Jahresstart auf Besserung in den folgenden Quartalen. Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis gingen zurück. Der Aktienkurs fiel auf Wochensicht um -11,1 Prozent (auf 20,45 Euro, Einstand 22,88 Euro). Dennoch bestätigte der Konzern seine Jahresziele. Die Aussichten auf Geschäfte mit der kriselnden Automobilindustrie seien solide, mit den Lackieranlagen bestünden vor allem in Nordamerika und Asien gute Auftragschancen.
Welche Transaktionen gab es diese Woche?
Im Rahmen unseres Risikomanagements haben wir unsere Position Douglas verkauft. Über die schwachen Geschäftsergebnisse des ersten Quartals hatten wir schon in der Vorwoche berichtet. Der Verkauf der 10.000 Aktien erfolgte zu 8,7014 Euro. Damit haben wir gegenüber unserem durchschnittlichen Einstand zu 11,61 Euro einen Kursverlust von 25,1 Prozent realisiert.
Wir haben den Positionsaufbau in Emak fortgesetzt und in dieser Woche an der Heimatbörse Mailand 8.932 Aktien zu durchschnittlich 0,898 Euro kaufen können. Damit ist unsere Position auf insgesamt 25.463 Aktien angewachsen (insgesamt ebenfalls zu durchschnittlich 0,898 Euro).
Bei IRCE war auch in dieser Woche keine Aufstockung der kleinen Position (7.216 Aktien zu 2,20 Euro) möglich, weil der Aktienkurs zwischenzeitlich nur bis auf 2,25 Euro zurückfiel, unser Limit aber weiterhin bei 2,20 Euro liegt.
Wie hoch ist die Barreserve?
Das Euro-Kontoguthaben beläuft sich noch vor Verbuchung des Douglas-Verkaufs auf 831.547 Euro; der Anteil am Fondsvermögen ist leicht von 11,7 auf wieder 11,5 Prozent gesunken.
Der österreichische Baukonzern PORR hat 1,05 Euro Dividende pro Aktie gezahlt, für unsere 8.000 Aktien zusammen also 8.400 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 13,48 Euro ist das eine Dividendenrendite von 7,8 Prozent.
Fuchs, die für stetig erhöhte Dividenden bekannt sind, haben 1,22 Euro pro Aktie ausgeschüttet, für unsere 2.000 Aktien zusammen also 2.440 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 31,62 Euro ist das eine Dividendenrendite von 3,9 Prozent.
Drägerwerk haben 2,27 Euro pro Vorzugsaktie ausgeschüttet, für unsere 2.000 Aktien zusammen also 4.540 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 47,27 Euro ist das eine Dividendenrendite von 4,8 Prozent.
Villeroy & Boch haben 0,85 Euro pro Vorzugsaktie ausgeschüttet, für unsere 4.000 Aktien zusammen also 3.400 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 18,79 Euro ist das eine Dividendenrendite von 4,5 Prozent.
AXA haben 2,32 Euro pro Aktie ausgeschüttet, für unsere 2.000 Aktien zusammen also 4.640 Euro. Wie bei den anderen französischen Aktien auch erfolgt hier die Auszahlung ohne Abzug von Quellensteuern. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 19,61 Euro ist das eine Dividendenrendite von 11,8 Prozent!
Die Fremdwährungsguthaben haben sich im Wochenvergleich weiterhin kaum verändert: Zusammen umgerechnet 55.423 Euro, was weiterhin 0,8 Prozent vom Fondsvermögen ausmacht. Zusammen mit dem Euro-Konto belaufen sich die Bankguthaben vor der Gutschrift des Douglas-Verkaufs auf 886.970 Euro bzw. 12,2 Prozent des Fondsvermögens (Barreserve). Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche durch einen kleinen Nettomittelabfluss um 281 Anteile auf jetzt 163.776 Anteile gesunken. Das Fondsvermögen ist aber durch die Kursgewinne gestiegen auf 7.254.021 Euro.
Aktuelle strategische und taktische Überlegungen
Die Börsen gehen davon aus, dass der Krieg zwischen den USA und dem Iran bald beendet und damit die Straße von Hormus wieder frei wird. Am Freitag erhielt diese Erwartung einen Dämpfer, weil sich die Reise von US-Präsident Trump nach China als weitere Nullnummer erwies. Die Belastungen für die Weltwirtschaft steigen, je länger die Straße von Hormus blockiert bleibt. Die Inflation steigt bereits, obwohl viele preiserhöhende Effekte noch nicht angekommen sind. Die Märkte reagieren darauf mit höheren Zinsen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg auf 4,6 Prozent. Das ist die Marke, die im Mai vor einem Jahr erreicht wurde. Seit der Finanzkrise 2007/2008 waren die US-Kapitalmarktzinsen nur selten höher. Jetzt könnte erstmals wieder ein Test des Zehn-Jahres-Hochs aus 2024 bei knapp 5,0 Prozent anstehen. Die Stimmung der US-Konsumenten ist jetzt bereits schlecht. Ein anhaltender Anstieg der Preise und Zinsen wird ihre Kaufkraft weiter aushöhlen. Das mahnt zur Vorsicht.
Edelmetalle sollten eigentlich von Unsicherheiten und höherer Inflation profitieren. Kurzfristig erachten die Märkte aber höhere Zinsen als Belastung für die zinslosen Edelmetalle. Letztendlich ist die Höhe der Realzinsen entscheidend. Angesichts der unter Trump noch schneller ausufernden US-Staatsschulden darf man auf die Geldpolitik des designierten FED-Chefs Kevin Warsh gespannt sein. Erklärtermaßen will er die riesigen Anleihebestände der Notenbank reduzieren. Er ist ein Mann von Trumps Gnaden. Deshalb wird wahrscheinlich wie bei Trump üblich genau das Gegenteil des Versprochenen passieren. Zumindest bleibt es gut möglich, dass die US-Anleihezinsen langsamer steigen als die US-Inflation, die Realzinsen also sinken oder sogar negativ werden. Und in diesem Szenario dürften Edelmetalle dann ihren übergeordneten Aufwärtstrend fortsetzen. Mit immerhin gut 17 Prozent unseres Fondsvermögens investieren wir in Edelmetall-Produzenten. Dass ein Teil dieser Unternehmen auch Kupfer fördert, ist positiv zu werten, denn das für die Wirtschaft unverzichtbare Industriemetall befindet sich in einem Superzyklus. Der Höhenflug der Aurubis-Aktie ist somit gut begründet.
Mögliche antizyklische Investitionsziele gibt es viele: War die Angst vor den Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz auf die Software-Branche übertrieben? Zumindest sind viele Software-Aktien billiger als in den Jahren zuvor. Aber die früher hohen Bewertungsaufschläge sind in Zukunft nicht mehr gerechtfertigt. Auch viele Hersteller von Lebensmitteln und Konsumgütern des täglichen Bedarfs haben eine schlechte Aktienkursentwicklung hinter sich. Auch hier wurden frühere Bewertungsaufschläge massiv reduziert, auch hier wurde in einigen Fällen dabei wahrscheinlich übertrieben.
Fazit: Angesichts der Risiken ist es richtig, unsere Barreserve auf über 900.000 Euro erhöht zu haben. Aber nicht, um nichts zu tun. Vielmehr lassen sich, bei aller gebotenen Vorsicht, damit günstige Kaufgelegenheiten nutzen.
