2026 KW30 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds
Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.
Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.
Bei Anregungen und Feedback erreichen Sie uns gerne per email. Ihre Ansprechpartner sind:
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Was ist diese Woche (KW30/2026) an den Börsen geschehen?
Obwohl sich der Nahost-Krieg jetzt auch auf den Seeweg durch das Rote Meer ausweitete, galt die Aufmerksamkeit der Leitbörsen in New York vor allem den Quartalszahlen der großen Technologiekonzerne. Tesla enttäuschte, Alphabet übertraf die Erwartungen, aber beide Aktienkurse fielen darauf deutlich. Bei Alphabet überwogen die Sorge um noch weiter steigende KI-Investitionen. Der Nasdaq-100 verzeichnete somit einen Wochenverlust von -1,6 Prozent, der Dow Jones nur ein Minus von -0,4 Prozent. Stabiler war die Kursentwicklung in Europa: Euro-STOXX-50 +0,8 Prozent und DAX sogar +1,1 Prozent (seit Jahresbeginn damit +2,5 Prozent).
Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?
Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag mit 42,93 Euro berechnet. Gegenüber dem Wert der Vorwoche ist das ein Anstieg um +0,34 Euro bzw. +0,8 Prozent. Im laufenden Jahr (Jahreswechsel 42,01 Euro) steigt unser Plus damit auf +2,2 Prozent. Das Netto-Plus beim ACC Alpha select Anteilswert bleibt über ein Jahr bei +11,3 Prozent (MSCI World in Euro sinkt auf +23,3 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds sinkt auf +16,7 Prozent, Mischfonds auf +12,0 Prozent). Über drei Jahre sinkt der ACC-Nettozuwachs leicht auf +38,4 Prozent (MSCI World in Euro sinkt stärker auf +62,5 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds auf +40,9 Prozent, Mischfonds auf +27,9 Prozent), steigt aber über fünf Jahre um fast zwei ganze Prozentpunkte auf jetzt +38,1 Prozent (MSCI World in Euro sinkt auf +76,9 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds auf +37,6 Prozent, Mischfonds auf +21,5 Prozent).
Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)
Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung um einen Tag ab. (Am Freitag haben wir rund 28.000 Euro Kursgewinne verzeichnet, die noch nicht im Anteilswert enthalten sind.)
Angeführt wird die Liste der größten Wochengewinner in unserem Portfolio in dieser Woche von vier deutschen Aktien (TRATON, Dräger, Deutsche Rohstoff und Deutz), gefolgt von Edelmetall-Aktien (Franco-Nevada und OceanaGold).
TRATON stiegen um +11,5 Prozent (auf 39,60 Euro, Einstand 32,47 Euro). Die im MDAX enthaltene Aktie stieg damit auf ein Rekordhoch. Die VW-Nutzfahrzeugtochter rechnet nach einem schwachen ersten Halbjahr weiter mit besseren Geschäften in der zweiten Jahreshälfte. Mit Blick auf die Ziele im laufenden Jahr erhöhte der Konzern das untere Ende der Prognosespannen. So geht das Unternehmen beim Absatz und Umsatz nur noch im schlechtesten Fall von einer Stagnation aus. Die Prognosespanne für den Absatz und Umsatz liegt jetzt bei 0 bis 7 Prozent, nach zuvor von minus 5 bis plus 7 Prozent. Bei der bereinigten operativen Rendite werde 2026 jetzt ein Ergebnis zwischen 6,3 und 7,3 Prozent angepeilt und soll damit mindestens auf dem Niveau des Vorjahreswertes liegen. Bisher lag das untere Ende der Spanne ein Prozentpunkt tiefer. Der Konzern mit Marken wie MAN, Scania und Volkswagen Truck & Bus hatte bereits Mitte Juli Eckdaten vorgelegt. Daher ist bereits bekannt, dass die bereinigte operative Rendite in den ersten sechs Monaten im Jahresvergleich um 0,7 Prozentpunkte auf 7,0 Prozent anzog. Der Umsatz stagnierte bis Ende Juni bei knapp 22 Milliarden Euro und der um Sondereffekte bereinigte Gewinn legte um zwölf Prozent auf etwas mehr als 1,5 Milliarden Euro zu. Der Absatz fiel um ein Prozent auf 151.500 Fahrzeuge; doch der Auftragseingang deutet hier auf eine baldige Besserung hin. So legten die Bestellungen dank einer sehr hohen Nachfrage in Nordamerika im ersten Halbjahr um 30 Prozent auf 181.900 Fahrzeuge zu. In Deutschland ging dagegen die Zahl der Lkw-Bestellungen zurück. Der Auftragseingang habe in allen Regionen erneut über dem Absatz gelegen. Dementsprechend sei die Kennziffer „Book-to-bill Ratio“ um 0,3 Punkte auf 1,2 Punkte gestiegen. Dies bestätigte die anhaltende Erholung des Branchenzyklus. Weil der Markt von TRATON nicht viel erwartet hatte, lösten die Zahlen und die neuen Prognosen einen Kurssprung aus. Das Unternehmen kommt damit erstmals auf einen Börsenwert von über 20 Milliarden Euro, was bei 44 Milliarden jährlicher Umsatzerlöse aber nicht übertrieben erscheint. Der Volkswagen-Konzern hält 87,52 Prozent der Anteile. Nur knapp 7 Prozent der TRATON-Aktien gelten als Streubesitz.
Drägerwerk Vorzüge stehen mit +10,0 Prozent (auf 96,80 Euro, Einstand 47,27 Euro) die zweite Woche in Folge auf der Gewinnerliste. Das Medizintechnik-Unternehmen hat nach weiteren Zollrückerstattungen die Ergebnis-Prognose für das laufende Geschäftsjahr erhöht. Die Ebit-Marge (Gewinn vor Zinsen und Steuern bezogen auf den Umsatz) dürfte aufgrund von Zollrückzahlungen bei 6,0 bis 8,0 Prozent liegen, teilte das im SDAX notierte Unternehmen mit. Zuvor standen 5,5 bis 7,5 Prozent im Plan. Beim Umsatz erwartet der Konzern weiterhin ein währungsbereinigtes Plus von 2 bis 6 Prozent. Drägerwerk habe im Juli weitere Zollrückerstattungen einschließlich Zinsen von rund 14,2 Millionen Euro erhalten, hieß es weiter. Der Posten werde im dritten Quartal verbucht und verbessere die Ergebniserwartung. Weitere Erstattungen von rund 7 bis 9 Millionen Euro seien möglich. Es sei aber nicht absehbar, ob, wann und in welcher tatsächlichen Höhe diese erfolgten. Der Halbjahresfinanzbericht soll am 30. Juli veröffentlicht werden.
Deutsche Rohstoff profitierten von einer weiteren Abhebung der Prognose für das laufende Geschäftsjahr und dem Wiederanstieg des Ölpreises: +10,0 Prozent (auf 83,60 Euro, Einstand 54,20 Euro). Das Unternehmen erhöhte erneut seine Prognose wegen einer weiteren Teilveräußerung der Beteiligung an Almonty Industries, aus der ein Ergebnisbeitrag von rund 65 Mio. Euro erzielt wurde. Der Ergebnisbeitrag entspricht dem Verkaufserlös abzüglich des Buchwertes und erhöht damit die für den Ausblick maßgebliche Ergebnisgröße EBITDA in entsprechender Höhe. Der durchschnittliche Verkaufspreis je Almonty Aktie lag bei knapp 16 USD für die 5 Mio. Aktien (zuletzt 13,34 USD). Vor diesem Hintergrund erwartet die Deutsche Rohstoff AG für das Geschäftsjahr 2026 im Basisszenario nunmehr ein EBITDA von 355 bis 375 Mio. EUR (bislang 290 bis 310 Mio. EUR). Die Umsatzprognose bleibt unverändert bei 260 bis 280 Mio. EUR. Dem Basisszenario liegen weiterhin ein Ölpreis von 75 USD pro Barrel (z.T. 90 USD), ein Gaspreis von 3,50 USD/mcf und ein Euro/Dollar-Wechselkurs von 1,15 zugrunde. Die Deutsche Rohstoff AG verfügt nach dem Teilverkauf noch über rund 5,5 Mio. Aktien an Almonty Industries sowie Forderungen aus Wandelschuldverschreibungen und Forderungen aus Ausleihungen und Darlehen.
Deutz +8,9 Prozent (auf 10,18 Euro, Einstand 4,25 Euro) profitieren nun offenbar in den Augen der Investoren von der vor zwei Wochen bekanntgegebenen Übernahme des Militärfahrzeugbauers FFB. Die Aktie stieg auf den höchsten Wert seit Anfang Juni und verbesserte damit ihren markttechnischen Eindruck.
Franco-Nevada erholten sich vom zuvor markierten Jahrestief um +7,6 Prozent (auf 303,13 CAD, Einstand 176,46 CAD). Neue Unternehmensnachrichten gab es nicht, aber eine Reihe positiver Einschätzungen und Empfehlungen, wonach der Goldpreis und die Aktien des Gold-Royaltys nach den Kursverlusten antizyklisch kaufenswert seien.
Die OceanaGold Corporation (+6,6 Prozent auf 33,57 CAD, Einstand 36,41 CAD) hat bekannt gegeben, dass sie von der Toronto Stock Exchange die Genehmigung zur Verlängerung ihres Rückkaufprogramms (Normal Course Issuer Bid, „NCIB“) erhalten hat. Dies ermöglicht es dem Unternehmen, in den kommenden 12 Monaten bis zu 22 Millionen Stammaktien („Common Shares“) zurückzukaufen, was etwa 10 Prozent des Streubesitzes entspricht. Aktuell lag die Zahl der ausgegebenen Aktien bei 222.447.523. In den vorangegangenen 12 Monaten hat OceanaGold im Rahmen des vorherigen NCIB Aktien im Wert von 270 Mio. US-Dollar zurückgekauft. Im Februar 2026 hatte das Unternehmen bekannt gegeben, dass der Verwaltungsrat Aktienrückkäufe im Wert von bis zu 350 Mio. US-Dollar für das Gesamtjahr 2026 genehmigt habe; bis dato wurden bereits Rückkäufe im Wert von 134 Mio. US-Dollar durchgeführt. Seit Beginn des Aktienrückkaufprogramms im Juli 2024 summieren sich die Aktienrückkäufe bereits auf gut 325 Mio. US-Dollar. Gerard Bond, President und Chief Executive Officer (CEO) von OceanaGold, erklärte: „Die anhaltend starke Generierung von freiem Cashflow bei OceanaGold ermöglicht es uns, in Wachstum und Exploration zu investieren, unsere Netto-Liquiditätsposition weiter zu stärken und den Aktionären im Jahr 2026 durch eine höhere Dividende sowie ein erweitertes Aktienrückkaufprogramm mehr Kapital zukommen zu lassen. Im Einklang mit unserem Rahmenwerk für die Kapitalallokation freuen wir uns, die Verlängerung unseres NCIB-Programms bekannt zu geben; dies unterstreicht unser fortwährendes Engagement, den Aktionären attraktive Kapitalrückflüsse zu bieten.“ Im Rahmen des neuen Rückkaufprogramms kann OceanaGold im Zeitraum bis zum 23. Juli 2027 bis zu rund 22 Millionen Stammaktien über die Handelsplattformen der TSX, der New York Stock Exchange sowie über alternative Handelssysteme in Kanada und den Vereinigten Staaten zurückkaufen. Im Rahmen des NCIB darf das Unternehmen täglich bis zu maximal 209.812 Stammaktien erwerben. Dies entspricht 25 Prozent des durchschnittlichen täglichen Handelsvolumens von 839.249 Stammaktien im ersten Kalenderhalbjahr 2026. Im Zusammenhang mit dem NCIB hat das Unternehmen mit einem beauftragten Broker einen automatischen Aktienrückkaufplan („ASPP“) vereinbart, der den Rückkauf von Stammaktien auch zu Zeiten ermöglicht, in denen das Unternehmen aufgrund interner Handelsbeschränkungen (Blackout-Perioden) normalerweise nicht am Markt aktiv wäre. Die tatsächliche Anzahl der zu erwerbenden Aktien sowie der Zeitpunkt der Käufe werden vom Unternehmen unter Einhaltung der geltenden Gesetze und der Bestimmungen des ASPP festgelegt. Entscheidungen über Käufe basieren auf den Marktbedingungen, dem Aktienkurs, der optimalen Verwendung der verfügbaren Barmittel sowie weiteren Faktoren. Alle im Rahmen des NCIB erworbenen Aktien werden eingezogen. Wir sehen uns in unserer Prognose bestätigt, dass die hohen Metallpreise den Minengesellschaften neben laufenden Investitionen auch Aktienrückkäufe und Dividendenerhöhungen ermöglichen werden.
Der Anteil aller 6 Edelmetall-Aktien zusammen am Fondsvermögen stieg in dieser Woche durch die Kursgewinne von 13,8 wieder auf 14,4 Prozent.
Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)
Carrefour enttäuschte die Erwartungen mit seinen Quartalszahlen, worauf die Aktie auf Wochensicht -6,4 Prozent verlor (auf 15,705 Euro, Einstand 14,96 Euro). Im ersten Halbjahr 2026 legten die Umsatzerlöse vergleichbar (LFL) um +2,1 Prozent zu auf 43.789 Mio. EUR (pre-IAS 29). Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) stieg im Halbjahr um +2,5 Prozent auf 1.865 Mio. Euro, getragen von den drei Kernländern Frankreich, Spanien und Brasilien. Das wiederkehrende operative Ergebnis (ROC) des Konzerns erhöht sich um +4,0 Prozent auf 757 Mio. Euro. Die operative Marge liegt bei 1,9 Prozent, ein Anstieg um +4 Basispunkte. Das nicht wiederkehrende Ergebnis ist auf -165 Mio. Euro gesunken, nach -39 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2025, vor allem aufgrund signifikanter Veräußerungsgewinne im 1. Halbjahr 2025, insbesondere aus Beteiligungen an Carmila sowie aus Immobilienvermögen. Das Konzernergebnis (Anteil der Gruppe) beträgt 30 Mio. Euro nach einem Verlust von -401 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2025. Das bereinigte Konzernergebnis (Anteil der Gruppe) steigt auf 345 Mio. Euro nach 272 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2025, ein Zuwachs von +26,8 Prozent. In Frankreich bleibt die Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal robust. Carrefour verzeichnet im Quartal ein vergleichbares Wachstum (LFL) von +1,0 Prozent, getragen von der Entwicklung über alle Formate hinweg und unterstützt durch die schrittweise Hochlaufphase der Umsätze der ehemaligen Cora-&-Match-Filialen. Das wiederkehrende operative Ergebnis in Frankreich beläuft sich im 1. Halbjahr 2026 auf 300 Mio. Euro (nach 264 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2025), was einem Anstieg von +13,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Carrefour setzt seine strikte Kostendisziplin fort und erzielte im ersten Halbjahr Kosteneinsparungen von 490 Mio. Euro. Diese Entwicklung liegt im Rahmen des bestätigten Ziels von 1 Mrd. Euro für 2026. Die Nettofinanzverschuldung sinkt gegenüber Mitte 2025 um 1,1 Mrd. Euro auf 5,8 Mrd. Euro zum 30. Juni 2026. Carrefour bestätigte seine Ziele für 2026: ein Wachstum des wiederkehrenden operativen Ergebnisses (ROC), eine operative Marge mit einem Anstieg von mehr als 25 Basispunkten gegenüber 2025, ein gegenüber 2025 (1.565 Mio. Euro) steigender Netto-Free-Cashflow sowie ein erwartetes Wachstum des bereinigten Ergebnisses je Aktie im oberen Bereich der einstelligen Spanne. Die Analysten der RBC verwiesen auf das enttäuschende operative Ergebnis für das erste Halbjahr. Die Experten von JPMorgan fanden sich in ihrer vorsichtigen Einschätzung durch die Halbjahreszahlen bestätigt.
Heidelberg Materials verloren vor der für die kommende Woche geplanten Bekanntgabe der Geschäftsergebnisse des zweiten Quartals und ersten Halbjahres -3,3 Prozent (auf 168,30 Euro, Einstand 53,60 Euro). Weil der Zementhersteller mit hohen Investitionen die CO2-Emissionen senkt, gilt er als Verlierer der jüngsten Aufweichung des europäischen CO2-Zertifikatehandels.
Nippon Sanso sanken um -2,8 Prozent auf 31,80 Euro bzw. 5.895 Yen (Einstand 2.681 Yen bzw. 18,31 Euro). Der japanische Mischkonzern mit Schwerpunkt Industriegase gibt voraussichtlich am 29. Juli seine Zahlen für das am 30.06.2026 abgelaufene Quartal bekannt. Die uns vorliegende EPS-Schätzung beläuft sich auf 82,01 Yen je Aktie. Im Vorjahresquartal hatte Nippon Sanso ein EPS von 65,60 Yen je Aktie vermeldet. Die Schätzungen von 5 Analysten gehen bezüglich des Umsatzes für das abgelaufene Quartal im Schnitt von 342,54 Milliarden Yen aus – das entspräche einem Plus von 8,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresviertel, in dem 314,76 Milliarden Yen erlöst wurden. Für das Geschäftsjahr bis Ende März 2027 prognostizieren 7 Analysten im Durchschnitt einen Gewinn je Aktie von 322,20 Yen, gegenüber 286,22 im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz wird durchschnittlich auf 1.433,22 Milliarden Yen geschätzt, nachdem im Vorjahr 1.359,61 Milliarden Yen erwirtschaftet wurden.
Welche Transaktionen gab es diese Woche?
Der Eindruck einer Trendwende bei „Consumer Staples“ verfestigte sich im Laufe der Woche. Wir haben deshalb mit Conagra Brands einen weiteren Hersteller täglicher Verbrauchsgüter aufgenommen: 5.000 Aktien haben wir an der Heimatbörse NYSE zu 14,43 USD gekauft, also zusammen für 72.150 USD. Näheres zu Conagra Brands unten: „Aktuelle strategische und taktische Überlegungen“.
Wie hoch ist die Barreserve?
Im Zuge des Conagra-Aktienkaufs haben wir 55.000 US-Dollar zum Wechselkurs 1,14018 USD/EUR gekauft. Dadurch und durch einen Nettomittelabfluss ist das Euro-Kontoguthaben des Fonds auf 679.244 Euro reduziert worden, der Anteil am Fondsvermögen von 11,0 auf 9,8 Prozent.
Die Fremdwährungsguthaben sind durch den Kauf von Kraft Heinz (am Ende der Vorwoche) und Conagra weiter reduziert worden, zusammen auf jetzt umgerechnet 129.455 Euro (1,9 Prozent vom Fondsvermögen).
Die Bankguthaben in Euro und Fremdwährungen bilden unsere Barreserve, die in dieser Woche auf 808.699 Euro reduziert wurde. Der Anteil am Fondsvermögen ist damit von 14,0 auf 11,6 Prozent verringert worden. Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist im Wochenvergleich um 703 auf 161.356 Anteile gesunken. Auch das Fondsvermögen ist gegenüber der Vorwoche aber durch die Kursgewinne gestiegen auf 6.947.935 Euro.
Aktuelle strategische und taktische Überlegungen
Nach Henkel und Kraft Heinz haben wir mit Conagra Brands einen dritten „Consumer Staples“-Wert in unser Portfolio aufgenommen. Nachdem diese Aktien ihre früheren Bewertungsprämien verloren haben, besteht inzwischen mehr Potenzial für wieder steigende Kurse. Dies sollte umso mehr gelten, wenn die Anleger mit ihrer hohen Übergewichtung in Technologie-Aktien verunsichert werden und die Sicherheit von Unternehmen suchen, die Dinge des täglichen Bedarfs produzieren.
Conagra Brands, die früher als ConAgra Foods firmierten, ist eines von Nordamerikas größten Unternehmen für verpackte Lebensmittel- und Handelsmarken, darunter die Marken Bankett, Chef Boyardee, Egg Beaters, Healthy Choice, Hebrew National, Hunt, Marie Callender, Orville Redenbacher, PAM, Peter Pan, Reddi-wip, Slim Jim und Snack Pack – hierzulande nicht bekannt, aber mindestens ein Produkt dieser Marken ist in 99 Prozent aller US-Privathaushalte zu finden. An Restaurants, gewerbliche und gastronomische-Kunden verkauft Conagra Brands darüber hinaus auch gefrorenen Kartoffeln und Süßkartoffel-Produkte sowie andere Gemüse, Gewürze, Bäckerei- und Getreideprodukte.
Conagra Brands wird jetzt mit gut 7 Mrd. US-Dollar bewertet für gut 11 Mrd. US-Dollar Jahresumsatz. Das Unternehmen schrieb in den vergangenen Jahren durchweg schwarze Zahlen, zeigt aber kein stetiges Gewinnwachstum. Konservativ setzen wir deshalb nur eine Bewertung mit dem 7,5-fachen Nettogewinn an, in der Projektion ein KGV von 11,5. Das ergibt bei einem Gewinn pro Aktie von knapp 1,80 USD einen Profit Value von 13,33 USD bzw. 20,70 USD in der Projektion. Eine Unterbewertung ergibt sich eher aus der Substanz- und Größenbetrachtung: Der Buchwert pro Aktie liegt mit rund 18 USD rund 25 Prozent über dem aktuellen Kursniveau und der Umsatz pro Aktie mit gut 23 USD sogar rund 60 Prozent. Der Bottom Value errechnet sich konservativ schon mit gut 25 USD, in der Projektion sogar mit über 32 USD. Den Fair Value sehen wir jetzt bei gut 18 USD, in der Projektion Richtung 26 USD. 18 US-Dollar kostete die Aktie zuletzt im März dieses Jahres und 32 USD im Herbst 2024. Die fundamental gerechtfertigte Rückkehr zu diesen Kursniveaus bedeutet gegenüber unserem Einstand ein Kurspotenzial von mindestens 25 Prozent, längerfristig von über 100 Prozent.
