2026 KW33 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

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Was ist diese Woche (KW33/2026) an den Börsen geschehen?

Die abermalige Ankündigung einer Verhandlungslösung im Iran-Krieg durch die US-Regierung verhalf den Aktienmärkten zu Kursgewinnen und etlichen Indizes zu neuen Rekordwerten, bevor Gewinnmitnahmen den Aufwärtstrend bremsten. Bei einer Reihe von US-Technologieaktien aus der zweiten Reihe wurden Geschäftsergebnisse mit Enttäuschung und Kursverlusten aufgenommen. Die USA und Japan intervenierten gemeinsam am Devisenmarkt, um den Abwärtstrend des japanischen Yen zu beenden. Dass sich der US-Arbeitsmarkt jüngst deutlich schwächer als erwartet entwickelte, dämpfte die Sorgen um mögliche Zinserhöhungen, wovon wiederum Technologie-Aktien profitierten. So erholte sich der Nasdaq-100 von den hohen Verlusten im Juli auf Wochensicht um +5,1 Prozent, blieb damit aber unter den Rekordwerten aus Juni. Dem Dow Jones reichte dagegen ein Wochenplus von +3,0 Prozent für neue Rekorde – erstmals über 54.000. Auch der Euro-STOXX-50 und der DAX kletterten mit ihren Wochenplus‘ von +2,6 bzw. +2,7 Prozent auf neue Höchstwerte erstmals über 6.500 bzw. 26.000. Unterdurchschnittlich fiel der Kursanstieg in Japan aus: Nikkei-255 +1,9 Prozent. Allerdings steht der alte japanische Aktienindex 30 Prozent höher als bei Jahresbeginn.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag mit 44,42 Euro berechnet. Gegenüber dem Wert der Vorwoche ist das ein Anstieg um +0,83 Euro bzw. +1,9 Prozent. Im laufenden Jahr (Jahreswechsel 42,01 Euro) steigt unser Netto-Plus damit auf +5,7 Prozent. Das Netto-Ergebnis beim ACC Alpha select Anteilswert steigt über ein Jahr auf +15,7 Prozent (MSCI World in Euro +24,1 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +19,4 Prozent, Mischfonds auf +13,7 Prozent). Über drei Jahre springt der ACC-Nettozuwachs auf +42,1 Prozent (MSCI World in Euro auf +64,9 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds auf +44,4 Prozent, Mischfonds auf +29,8 Prozent), und steigt über fünf Jahre auf +38,6 Prozent (MSCI World in Euro auf +77,8 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds auf +39,0 Prozent, Mischfonds auf +22,3 Prozent).

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung um einen Tag ab.

Die 6 ersten Positionen der Wochengewinner werden von den 6 Edelmetall-Aktien in unserem Portfolio eingenommen. Die Edelmetallpreise könnten ihre Konsolidierung beendet haben. Auf die fahnenstangenartige Rallye Ende Januar folgte bekanntlich eine fünfmonatige Korrektur und eine Bodenbildung im Juli. Jetzt im August könnten Preissteigerungen das Ende dieser Konsolidierung signalisieren: Gold stieg von der Unterstützung um 4.000 USD auf gut 4.300 USD pro Unze. Silber scheint bei rund 55 USD pro Unze eine Umkehr vollzogen zu haben und stieg zuletzt über 63 USD pro Unze. Platin durchlief eine Bodenbildung in der Zone 1.530 bis 1.700 USD pro Unze, pendelte diese Woche aber schon um 1.750 USD.

Der Wiederanstieg der Edelmetallpreise stößt auf ohnehin unterbewertete Edelmetall-Aktien. Größter Wochengewinner ist Newmont: +20,6 Prozent (auf 112,98 USD; Einstand 43,84 USD). Bei Newmont brachten die Quartalsergebnisse bei mehreren Größen Rekordwert: Free Cashflow und der bereinigte Nettogewinn wurden mit jeweils 2,2 Mrd. USD angegeben. Das sind 2,10 USD pro Aktie (EPS) – in einem Quartal wohlgemerkt. Damit wurden die Erwartungen der Analysten, die im Konsens von 2,05 US-Dollar ausgegangen waren, übertroffen. Der Umsatz belief sich im selben Zeitraum auf 6,12 Milliarden US-Dollar. Der hohe freie Cashflow kommt größtenteils zeitnah den Aktionären zugute – per Dividende und Aktienrückkauf. Die bereits erklärte Quartalsdividende von 0,26 US-Dollar je Aktie soll am 28. September ausgezahlt werden. Als Stichtag für die Dividendenberechtigung wurde der 3. September festgelegt. Laut einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC stehen aus dem aktuellen Rückkaufprogramm über insgesamt 6,0 Milliarden US-Dollar noch Mittel in Höhe von 4,3 Milliarden US-Dollar zur Verfügung. Die Aussichten bleiben gut: Das Management bestätigte die Produktionsprognose für das Gesamtjahr von rund 5,3 Millionen Unzen Gold. Die Analysehäuser bewerten die Lage des Konzerns überwiegend positiv. Die Experten von J.P. Morgan bekräftigten ihre Kaufempfehlung und hoben dabei die außergewöhnlich hohe Cash-Generierung hervor. Das Analysehaus Argus senkte zwar das Kursziel von 125,00 auf 110,00 US-Dollar, begründete dies jedoch mit einer allgemeinen Marktschwäche und behielt die Einstufung „Buy“ bei. Weitere Marktbeobachter wie Barclays und CIBC sehen die Aktie in einer Kurszielspanne zwischen 124,00 und 168,00 US-Dollar. Neben der operativen Stärke im Kerngeschäft sichert sich Newmont Beteiligungen an Explorationsprojekten. Die Konzerntochter Newmont Ventures Limited hat eine Finanzierungsrunde beim Unternehmen Awalé Resources abgeschlossen. Für 1,69 Millionen Kanadische Dollar wurden rund 1,98 Millionen Stammaktien zu einem Preis von 0,85 CAD pro Stück erworben. Damit hält Newmont weiterhin einen Anteil von etwa 8,2 Prozent an Awalé Resources.

Pan American Silver gewannen auf Wochensicht +18,4 Prozent (auf 71,45 CAD, Einstand 40,97 CAD), Valterra Platinum +18,2 Prozent (auf 65,75 GBP, Einstand 37,69 GBP) und Coeur Mining +16,6 Prozent (auf 17,39 USD, Einstand 22,73 USD).

Die OceanaGold Corporation (+15,8 Prozent auf 39,14 CAD, Einstand 36,41 CAD) gab ebenfalls die Ergebnisse des zweiten Quartals bekannt und prognostiziert für die zweite Jahreshälfte einen Produktionsanstieg sowie sinkende Gesamtkosten. Weil es sich bei OceanaGold um einen kleineren Konzern handelt, über den man hierzulande nicht soviel hört, werden die Ergebnisse und Aussichten hier nachfolgend ausführlicher vorgestellt: Die Goldförderung wurde im zweiten Quartal um 7 Prozent gegenüber dem Vorquartal auf 138.800 Unzen Gold gesteigert. Die Kupferförderung ging von über 3.000 Tonnen pro Quartal auf 2.700 Tonnen im zweiten Quartal zurück. Die Gesamtproduktionskosten pro Unze Gold („All-In Sustaining Costs“, kurz „AISC“) wurden mit 2.151 US-Dollar angegeben. Dieser Wert soll in der zweiten Jahreshälfte aufgrund höherer Goldproduktion und geringerer Investitionen zur Bestandserhaltung wieder sinken. Die Umsatzerlöse des zweiten Quartals erreichten 647 Mio. US-Dollar bei einem durchschnittlich erzielten Goldpreis von 4.433 US-Dollar pro Unze. Die Goldverkäufe seien vor allem gegen Ende des Quartals erfolgt, was durch die gestiegene Förderung am Standort Haile bedingt gewesen sei. Den operativen Cashflow im zweiten Quartal bezifferte OceanaGold auf 314 Mio. US-Dollar. Davon verblieben als Free Cashflow 130 Mio. US-Dollar. Im ersten Quartal waren das 255 Mio. US-Dollar, zusammen im ersten Halbjahr also 385 Mio. US-Dollar. Durch den freien Cashflow ist der Kassenbestand von OceanaGold um 6 Prozent auf 655 Mio. US-Dollar gestiegen. Das ist eine Netto-Cash-Position, denn das Unternehmen hat keine Schulden und keine Inanspruchnahme der revolvierenden Kreditlinie! Der Nettogewinn im 2. Quartal wurde mit 222 Mio. US-Dollar angegeben, das sind pro Aktie (EPS) 0,99 US-Dollar. Die bereinigte EBITDA-Marge erreichte den Rekordwert von 61 Prozent. Am Minenstandort Haile im US-Bundesstaat South Carolina zeigten weitere Bohrergebnisse wieder hochgradige Ergebnisse und der Abbau Palomino wurde vorangetrieben. Haile ist mit einer Förderung von ca. 59.500 Unzen Gold im zweiten Quartal mit einem Anteil von 43 Prozent zur größten der vier Goldminen von OceanaGold geworden (mit zuletzt auf 1.953 USD pro Unze gesunkenen AISC-Kosten). Sie ist die größte aktive Goldmine im Osten der USA und nach ihrem Entdecker Benjamin Haile 1827 benannt. Die Haile Gold Mine dürfte ihre Goldproduktion im zweiten Halbjahr kontinuierlich steigern, bedingt durch höhere Erzgehalte im Tagebau Ledbetter (Phase 3) und im Untertagebetrieb Horseshoe. Die Goldmine Macraes, auf der Südinsel von Neuseeland und schon seit 1990 betrieben, war im ersten Quartal auf gut 51.000 Unzen hochgelaufen und produzierte jetzt im zweiten Quartal rund 41.400 Unzen, knapp 30 Prozent der gesamten Goldproduktion von OceanaGold. Die AISC stiegen hier auf 1.932 USD pro Unze. Macraes förderte im Juli ihre 6-millionste Unze Gold seit 1990! Die Produktion in Macraes wird planmäßig im dritten und vierten Quartal niedriger ausfallen. Am Minenstandort Waihi North auf der Nordinsel von Neuseeland wurde der Untertage-Abbau des hochgradigen Erzkörpers Wharekirauponga entsprechend dem Zeitplan weiter vorangetrieben. Zumindest noch sind die All-In Sustaining Costs dort mit 2.840 US-Dollar pro Unze am höchsten. Im zweiten Quartal blieb die gewonnene Menge Gold mit rund 16.500 Unzen in Waihi North etwa gleich. Die Produktion dort wird auch im weiteren Jahresverlauf voraussichtlich relativ konstant bleiben. Die drittgrößte der vier Goldminen und Kostenführer blieb Didipio in der Region Luzon im Norden der Philippinen. Die Mine steigerte ihre Förderung im zweiten Quartal um rund 1.000 Unzen auf 21.400 Unzen Gold zu extrem günstigen AISC-Kosten von nur 1.589 US-Dollar pro Unze. Durch eine Steigerung der Abbauleistung im Untertagebetrieb wird Didipio voraussichtlich seine Produktion im zweiten Halbjahr weiter vergrößern. In Didipio baut OceanaGold aber auch Kupfer ab, im zweiten Quartal die oben genannten 2.700 Tonnen. Die konsolidierten AISC des ganzen Konzerns über alle vier Minen werden 2026 voraussichtlich am oberen Ende der Prognosespanne des Unternehmens liegen; Gründe dafür sind ein Anstieg der Arbeitskosten, fortgesetzte Investitionen in Instand- und Werterhaltung, höhere Energiekosten sowie geringere Verkaufserlöse aus der Silber-Nebenproduktion. Für das dritte und vierte Quartal wird aber ein Rückgang der konsolidierten AISC erwartet, gestützt durch geringere Investitionen zur Werterhaltung („Sustaining Capital“) und eine höhere Produktion am US-Standort Haile. Auch an den Standorten Didipio und Waihi North dürften die AISC in der zweiten Jahreshälfte sinken. Die Prognose für die gesamten Investitionsausgaben bleibt unverändert: Vor allem bedingt durch die fortgesetzten Investitionen in die Projekte Waihi North und Palomino Underground sowie durch Abraumarbeiten in Haile werden die Ausgaben in der zweiten Jahreshälfte wohl steigen. Aber die notwendigen Investitionen zur Werterhaltung im gesamten Portfolio werden in der zweiten Jahreshälfte voraussichtlich zurückgehen. Über das fortgesetzte Aktienrückkaufprogramm hatten wir an dieser Stelle ausführlich schon vor zwei Wochen berichtet. Die Aktie erscheint weiterhin deutlich unterbewertet. Das KGV errechnet sich auf Basis der aktuellen bzw. für 2026 absehbaren Unternehmensgewinne mit nur 5,5.

Die Aktie des Gold-Royalty Franco-Nevada gewann auf Wochensicht +11,6 Prozent (auf 332,81 CAD, Einstand 176,46 CAD). Der gemeinsame Wert aller 6 Edelmetall-Aktien in unserem Portfolio sprang in dieser Woche auf 1,1 Mio. Euro bzw. 15,4 Prozent vom Fondsvermögen.

Die besten deutschen Aktien im Portfolio in dieser Woche sind Deutz (+5,4 Prozent auf 10,31 Euro, Einstand 4,35 Euro) und Henkel (+4,7 Prozent auf 74,45 Euro, Einstand 66,34 Euro). Der Konsumgüterkonzern Henkel hat im ersten Halbjahr in einem weiter schwierigen Umfeld das Ergebnis gesteigert. „Die Verbesserung unseres organischen Umsatzwachstums war erneut durch beide Unternehmensbereiche getragen, die jeweils eine positive Preis- und Volumenentwicklung erzielten“, sagte Konzern-Chef Carsten Knobel. Für das laufende Jahr zeigt sich das Management nun zuversichtlicher und hat die Umsatzprognose angehoben.

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Gewinnmitnahmen nach hohen Kursgewinnen zuvor sind Grund für die Kursrücksetzer bei TRATON (-4,7 Prozent auf 38,80 Euro, Einstand 32,47 Euro), Aurubis (-4,4 Prozent auf 173,7 Euro, Einstand 82,38 Euro) und INDUS Holding (-1,4 Prozent auf 31,20 Euro, Einstand 24,66 Euro).

Die Aktie des österreichischen Technologiekonzern Kontron verlor auf Wochensicht -2,6 Prozent (auf 21,78 Euro, Einstand 19,41 USD). Im ersten Halbjahr ist Kontron nur leicht gewachsen, hat aber operativ deutlich mehr verdient. Der Umsatz legte um gut ein Prozent auf 737 Millionen Euro zu, wenn man die verkauften Geschäftsteile beim Vorjahreswert herausrechnet. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg im ersten Halbjahr ohne Sonderbelastungen für den Abbau von Mitarbeitern um fast elf Prozent auf 100,8 Millionen Euro. Der Überschuss ging wegen der Sonderkosten hingegen von 89 Millionen Euro auf 35 Millionen Euro kräftig zurück. Für das laufende Jahr erwartet die Kontron-Spitze weiterhin einen Umsatz leicht über dem Vorjahresniveau. Der bereinigte operative Gewinn soll ohne die Kosten für den Personalabbau wie geplant 225 Millionen Euro erreichen. Weiterhin mau läuft unterdessen das Geschäft mit Umwelttechnologie. Die umfassende Restrukturierung von GreenTec (ehemals Katek) steht aus Sicht von Analyst Martin Comtesse von Jefferies im Fokus. Insgesamt habe auch das zweite Quartal des Spezialisten für das Internet der Dinge und eingebettete Computersysteme enttäuscht. Kontron treibt die strategische Neuausrichtung derweil voran. Der Umbau im Bereich GreenTec sieht dabei den Abbau von 500 Stellen vor. Davon seien 424 abgeschlossen oder vereinbart, hieß es nun. Das Programm soll im dritten Quartal abgeschlossen werden. Die Kosteneinsparungen von jährlich über 30 Millionen Euro sollen ab dem Geschäftsjahr 2027 vollständig sichtbar werden. Der Großaktionär Ennoconn hatte nach Ablauf eines Pflichtübernahmeangebots bei Kontron keine Mehrheit erreicht. Kontron hatte von der Annahme abgeraten. Der Angebotspreis von 23,50 je Aktie sei aus Sicht von Vorstand und Aufsichtsrat „finanziell nicht angemessen“. Ennoconn hatte Mitte Juni die 30-Prozent-Schwelle überschritten und musste deswegen ein Pflichtangebot unterbreiten. Auch wir haben es nicht angenommen.

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Nachdem wir in den vorausgegangenen drei Wochen zunächst mit BMW und dem Volkswagen-Großaktionär Porsche Automobil Holding zwei deutsche Automobilaktien, dann mit Kraft Heinz Company und Conagra Brands zwei US-„Consumer Staples“ ins Portfolio aufgenommen haben, bei Société Générale eine Teilgewinnmitnahme vorgenommen und Medios vollständig verkauft haben, gab es in dieser Woche keinen Anlass, Änderungen an unserem Portfolio zu veranlassen.

Wie hoch ist die Barreserve?

Unsere Fremdwährungspositionen und deren Gegenwert in Euro haben sich im Wochenvergleich kaum geändert (leichter Anstieg auf 130.822 Euro). Die Gutschrift der Conagra-Dividende in Höhe von netto 612,50 US-Dollar steht weiterhin aus. Sie wird deshalb im Fondsvermögen als Forderung geführt und in den Anteilswert eingerechnet.

Carrefour hat im Mai eine reguläre Dividende von 0,97 Euro pro Aktie gezahlt und unlängst im Juli zusätzliche 0,21 Euro Sonderdividende, zusammen also 1,18 Euro pro Aktie. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 24,73 Euro ist das eine Dividendenrendite von 4,8 Prozent.

Das Euro-Kontoguthaben des Fonds ist leicht durch Mittelzuflüsse auf 872.351 Euro gestiegen. Der Anteil am Fondsvermögen liegt wenig verändert bei 12,1 Prozent. Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist im Wochenvergleich leicht um 47 gestiegen auf jetzt 161.384 Anteile. Das Fondsvermögen ist gegenüber der Vorwoche weiter durch Kursgewinne gestiegen, jetzt auf 7.193.535 Euro.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

Die meisten Aktienfonds profitierten in dieser Woche von der Kurserholung großer US-Tech-Aktien (wie Nvidia +11,6 Prozent, Microsoft +7,6 Prozent, Meta +6,4 Prozent). Im Juli hatten deren schlechteres Abschneiden die Durchschnittsergebnisse bei Aktien- und Mischfonds belastet, denn nach wie vor sind die allermeisten Fonds in „Mainstream-Aktien“, zu denen auch Apple, Amazon und Alphabet gehören, hoch investiert. Unsere gute Performance kommt in dieser Woche bekanntlich aus einer anderen Quelle, nämlich den Edelmetall-Aktien. Dass US-Tech-Aktien und Edelmetall-Aktien jetzt gleichzeitig anspringen, ist kein Zufall: Beide reagieren positiv auf die gestiegenen Hoffnungen, die Fed werde ihre Zinsen nicht so bald erhöhen. Diese Hoffnung erhielt jüngst Auftrieb von den US-Arbeitsmarktdaten, die zeigten, dass Trumps Versprechen, deutlich mehr Arbeitsplätze in den USA zu schaffen, das Schicksal seiner anderen Versprechungen teilt: Der US-Arbeitsmarkt schwächte sich im Juli ab. Unter dem Strich fielen 23.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft weg. Im Juni wurden noch 57.000 Stellen aufgebaut – deutlich weniger als zuvor erwartet. Für Juli war ein Zuwachs von 80.000 Stellen erwartet worden, so dass die Lücke zwischen Erwartung und Realität über 100.000 Arbeitsplätze bei nur einem Monat beträgt.

Höhere Leitzinsen würden Tech-Aktien belasten, weil deren für die ferne Zukunft erwarteten Gewinne beim Abdiskontieren auf die Gegenwart dann mehr an (Bar-)wert verlieren. Zudem machen sogar die Tech-Konzerne inzwischen mehr Schulden (vor allem für KI-Investitionen).

Höhere Zinsen belasten aber traditionell auch Edelmetall-Aktien, weil Zinsen bei zinslosen Edelmetallen Opportunitätskosten darstellen. Auf die Bedeutung der Realzinsen für die Edelmetalle war an dieser Stelle schon mehrfach hingewiesen worden, also den Abstand zwischen Inflation und Nominalzinsen.

Falls die Erwartung von Leitzinsanhebungen in den USA wieder zunehmen sollten, würden Edelmetall-Investments zwar auch belastet, blieben aber für ein Szenario finanzieller Repression (also Zinsen, die die Inflation kaum oder gar nicht mehr ausgleichen können) die bessere Wahl.

Zudem ist der Markt bei Edelmetall-Investments nach fünfmonatiger Korrektur weitaus stärker bereinigt als bei Tech-Aktien, die gerade mal einen schlechten Monat hatten.