2026 KW43 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

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Was ist diese Woche (KW43/2026) an den Börsen geschehen?

Vage Hoffnungen auf eine Friedenslösung im US-Iran-Konflikt boten den Börsen zunächst eine gewisse Stütze. Allerdings stiegen nach Angriffen auf Ölanlagen in Saudi-Arabien die Ölpreise über 100 Dollar pro Barrel in die Nähe ihrer Jahreshochs. An den Aktienmärkten blieb die KI-Wirtschaft im Mittelpunkt des Interesses: Die Aktien des südkoreanischen KI-Infrastrukturunternehmen Elice verloren unmittelbar nach dem Börsengang fast ein Drittel ihres Ausgabepreises. Der US-Raumfahrt- und KI-Konzern SpaceX stabilisierte dann in der Wochenmitte mit seinen Quartalszahlen die Stimmung an der US-Technologiebörse Nasdaq, bevor Meta mit nochmals höheren Investitionen in KI-Infrastruktur auf die Stimmung drückte. Auch wenn der Dow Jones auf Wochensicht wieder ein Mini-Plus schaffte (+0,4 Prozent), überwogen an den Aktienmärkten doch die Kursverluste: Nasdaq-100 -0,8 Prozent, DAX -1,7 Prozent, Euro-STOXX-50 -2,2 Prozent und Nikkei-225 sogar -4,0 Prozent.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag mit 43,18 Euro berechnet. Gegenüber dem Wert der Vorwoche ist das ein Rückgang um -0,22 Euro bzw. -0,5 Prozent. Im laufenden Jahr (Jahreswechsel 42,01 Euro) beträgt unser Netto-Plus damit jetzt +2,8 Prozent (wie der DAX +2,8 Prozent seit Jahresbeginn). Das Netto-Ergebnis beim ACC Alpha select Anteilswert steigt über ein Jahr aufgrund eines Basiseffektes weiter auf jetzt +10,6 Prozent (MSCI World in Euro sinkt auf +19,4 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds wenig verändert bei +13,5 Prozent, Mischfonds sinkt leicht auf +8,0 Prozent). Über drei Jahre steigt der ACC-Nettozuwachs auf +42,5 Prozent (MSCI World in Euro steigt auf +74,5 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds auf +52,3 Prozent, Mischfonds sinkt auf +31,1 Prozent), während er über fünf Jahre leicht auf +40,3 Prozent sinkt (MSCI World in Euro sinkt auf +75,5 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds sinkt auf +37,1 Prozent, Mischfonds sinkt auf +22,1 Prozent). Der Vergleich mit dem Durchschnitt global anlegender Mischfonds erfolgt wegen des ähnlichen Risikoprofils. Ein Investment im MSCI Welt (ETF) ist dagegen mit deutlich höheren Risiken verbunden.

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung um einen Tag ab.

In dem eher schwachen Umfeld verzeichnete eine Reihe von Aktien gegen den Trend Kursgewinne, die in den Wochen zuvor übertrieben stark gefallen waren.

Mutares sprangen um +17,0 Prozent (auf 28,50 Euro, Einstand 28,13 Euro). Das Beteiligungsunternehmen schloss eine Vereinbarung zur Veräußerung der polnischen Drogeriemarktkette Natura ab. Dies befeuert die Hoffnung auf Zuflüsse aus Beteiligungsverkäufen. Zudem gibt es Spekulationen um einen möglichen Verkauf oder Börsengang von Nord Gas Solutions (NGS) diskutiert. Das Analysehaus MPCM hat das Kursziel für Mutares von 41 auf 45 Euro angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt, da der Markt den wahren Wert einzelner Beteiligungen wie NGS unterschätze.

Cadeler AS gewannen in dieser Woche +13,7 Prozent (auf 59,35 NOK, Einstand 59,625 NOK). Das Umtauschangebot zur Verlegung des Firmensitzes von Dänemark nach Großbritannien hatte den Kurs zwischenzeitlich belastet, mutmaßlich auch, weil Fonds, die nur in Aktien mit Sitz in skandinavischen Ländern halten, verkaufen mussten, während Fonds für britische Aktien noch nicht kauften. Aber fundamental ändert sich an der attraktiven Bewertung nichts: Das Management hatte seine Umsatz- und EBITDA-Prognose für das Gesamtjahr 2026 nach oben korrigiert. Getrieben wird die Nachfrage von einer robusten Entwicklung im Offshore-Windsektor und einem hohen Auftragsbestand (rund 2,5 bis 2,8 Milliarden Euro) sowie einer verdoppelten Flottenkapazität. Im Laufe des Jahres 2026 gab es ausnahmslos Zukäufe von Insidern, was auch für die Aktie spricht.

Deutsche Rohstoff profitierten von dem wieder gestiegenen Ölpreis: +6,4 Prozent (auf 88,50 Euro, Einstand 54,20 Euro).

Drägerwerk erholten sich um +5,1 Prozent (auf 100,60 Euro, Einstand 47,27 Euro). Die durch die vorläufigen Quartalszahlen in der Vorwoche ausgelösten Kursverluste erweisen sich als übertrieben.

Kraft Heinz profitierten in New York die zweite Woche in Folge von Umschichtungen aus Technologie-Aktien in defensive Konsumwerte: +4,7 Prozent (auf 24,80 USD, Einstand 26,53 USD).

Wichtig: Unsere größte Position (8,1 Prozent vom Fondsvermögen), Fairfax Financial, setzte ihren Kursanstieg nach Meldung der Übernahme einer indischen Bank fort: +2,7 Prozent (auf 2.403 CAD, Einstand 346 CAD). Damit erreichte die Aktie den höchsten Wert seit Januar, als in der Spitze der bisherige Rekordwert 2.700 CAD erreicht worden war. Der kanadische Konzern kauft die Mehrheit (60,7 Prozent) der indischen IDBI Bank (siehe Vorwochenbericht).

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Wegen der Unruhen in Frankreich hat die französische Supermarktkette Carrefour ihre Prognosen für das Gesamtjahr gesenkt. Die Aktie brach auf Wochensicht um -16,7 Prozent ein (auf 13,835 Euro, Einstand 14,96 Euro) und sank damit auf den tiefsten Stand seit Februar. Am Wochenende waren landesweite Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten in Frankreich von schweren Ausschreitungen und Plünderungen begleitet worden. Auch in der Nacht zu Montag blieb die Lage, etwa in Paris, angespannt. Nach den schweren Ausschreitungen wurden örtlich begrenzte Ausgangssperren verhängt. Die Protestbewegung der Gelbwesten rief zu neuen Demonstrationen für diesen Samstag auf. Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu kündigte eine umfangreiche Mobilisierung der Polizei an. Die Unruhen halten aus Sicht des Konzerns Kunden fern, untergraben das Verbrauchervertrauen und erhöhen die Kosten. Das Management um Konzernchef Alexandre Bompard gehe nun davon aus, dass der bereinigte Gewinn pro Aktie (EPS) in diesem Jahr nur stabil bleiben oder allenfalls leicht wachsen werde. Bisher hatte die Handelskette mit einem „hohen einstelligen Wachstum“ gerechnet. Zudem kappte Carrefour seine Jahresziele mit Blick auf die Marge gemessen am wiederkehrenden Betriebsergebnis sowie für den freien Netto-Barmittelzufluss und die Investitionsausgaben. „Unsere Unternehmensgruppe sieht sich in Frankreich mit einer beispiellosen Situation konfrontiert“, sagte Konzernchef Bompard. Es herrsche „große Unsicherheit“ hinsichtlich der Entwicklung der Konsumausgaben und der Bedingungen, unter denen die eigenen Filialen wieder öffnen könnten, mahnte er. „Da wir nun in die entscheidende Jahresendphase für den Einzelhandel eintreten, hat diese Situation erhebliche Auswirkungen auf die Konsumausgaben – die ohnehin schon durch steigende Energiekosten unter Druck stehen“, sagte er. Im dritten Quartal hatte die Gruppe ihren Umsatz auf vergleichbarer Fläche noch um 2,3 Prozent steigern können. Der Aktienmarkt wurde von der Absenkung der Prognosen negativ überrascht. Die Analysten von Jefferies verwiesen darauf, dass nicht nur das schwächere Geschäft im Heimatmarkt Frankreich Sorgen wecken würden, sondern auch die gedämpfte Konsumlaune in Brasilien, einem wichtigen Übersee-Markt des Konzerns.

Aurubis verloren -15,0 Prozent (auf 130,70 Euro, Einstand 82,38 Euro). Der Kupferpreis fiel auf ein Fünf-Wochen-Tief, belastet durch steigende Lagerbestände an der London Metal Exchange (LME) und nachlassende COMEX-Prämien. Die Deutsche Bank senkte ihre Gewinnerwartungen und das Kursziel (von 177 auf 169 Euro), da der Hochlauf des neuen Recyclingwerks in Richmond (USA) schwieriger verläuft als geplant. Auch Kepler Cheuvreux reduzierte das Kursziel deutlich (auf 164 Euro). Konjunktursorgen und schwache Produktionsmeldungen von Branchenriesen wie Anglo American und BHP, unter anderem wegen Unwettern in Chile und geringeren Erzgehalten, lösten einen allgemeinen Rückzug von Investoren aus der Rohstoff-Branche aus, was auch Aurubis mitzog. Wir haben unsere ohnehin schon mehrfach verkleinerte Position im Wochenverlauf nochmals halbiert (siehe unten: Transaktionen).

Die Betreiber von Edelmetallminen litten unter dem anhaltenden Rückgang der Preise für Gold, Silber und Platin. Coeur Mining verlor -13,1 Prozent (auf 13,45 USD, Einstand 22,73 USD) und B2 Gold verlor -10,7 Prozent (auf 6,69 CAD, Einstand 7,71 CAD), Valterra Platinum -10,6 Prozent (auf 50,85 GB, Einstand 37,69 GBP) und Pan American Silver -10,2 Prozent (auf 56,21 CAD, Einstand 40,97 CAD).

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Nach vergleichsweise vielen Veränderungen in der Vorwoche (3 Verkäufe und ein Neukauf) haben wir in dieser Woche lediglich eine ohnehin nicht große Position weiter verkleinert, namentlich Aurubis. Im Sommer 2023 waren wir nach enttäuschend aufgenommenen Quartalszahlen aus einer Anfangsposition von 500 Stück mit kleinem Verlust ausgestoppt worden. Bei einem Kurs von 78 Euro hatten wir dann im Mai 2024 einen Fair Value von 170 Euro berechnet – das war ein Kurspotenzial, um sich mehr als zu verdoppeln. In Projektionen berechneten wir Kursziele von rund 220 Euro. Unser (Wieder-) Einstieg war dann erst im November und Dezember 2024 erfolgt: Wir haben zunächst 600 Stück zu 80,40 Euro, dann 500 Stück zu 84,75 Euro gekauft. Als erstes Kursziel konnten wir rund 110 Euro anpeilen. Als dieses erreicht wurde, verkauften wir 300 der 1.100 Aurubis-Aktien zu 109,80 Euro. Angesichts des Aufwärtstrends wurden die verbliebenen 800 Aurubis-Aktien länger gehalten. Zwischenzeitlich profitierte die Bewertung der Aktie von einer optimistischen Wachstumsprämie mit Blick auf den Kupfer-Superzyklus: Bei dem starken Kursanstieg im Frühjahr dieses Jahres haben wir das genutzt, um 200 Aktien zu verkaufen – zu 202,60 Euro. Mitte des Jahres haben wir auf ein Take-Profit-Signal hin weitere 200 Aktien verkauft, immerhin noch zu 174,80 Euro. Jetzt haben wir angesichts des bestätigten Abwärtstrends eine dritte Tranche á 200 Stück verkauft. Der Verkauf erfolgte jetzt zu 131,455 Euro. Unter Einbeziehung des rückblickend zu früh erfolgten ersten Teilverkaufs (zu 109,80 Euro) ergibt sich für die insgesamt verkauften 900 Aurubis-Aktien ein durchschnittlicher Verkaufskurs von 149,68 Euro. Gegenüber unserem Einstand zu 82,38 Euro haben wir damit einen Kursgewinn von 81,7 Prozent realisiert. Hinzu kommt noch eine laufende Dividendenrendite von rund zwei Prozent. Die verbliebenen 200 Aurubis sind jetzt eine der kleinsten Restpositionen in unserem Portfolio (mit weniger als 0,4 Prozent vom Fondsvermögen). Nachdem die Aktie, wie wir richtigerweise berechnet hatten, zeitweilig eine optimistische Wachstumsprämie enthielt, preist der Markt mit dem beschleunigten Kursrückgang jetzt ein eher pessimistisches Szenario ein.

Wie hoch ist die Barreserve?

Die zum Ende des Kalenderquartals abgeschlagenen Dividenden der japanische Konzerne Itochu und Nippon Sanso von zusammen knapp 600.000 Yen, umgerechnet gut 3.300 Euro, sind noch nicht ausgezahlt und werden im Fondsvermögen deshalb weiterhin als Forderung geführt und in den Anteilswert eingerechnet. Das Euro-Bankguthaben des Fonds ist durch die Netto-Verkäufe der Vorwoche auf 986.422 Euro gestiegen. Darin ist der Verkaufserlös des Aurubis-Teilverkaufs noch nicht enthalten. Der Anteil am Fondsvermögen ist auf 14,2 Prozent des Fondsvermögens erhöht worden. Unsere Fremdwährungsguthaben sind durch Währungsgewinne weiter leicht gewachsen auf 29.896 Euro. Unsere Barreserve insgesamt ist auf 1.016.317 Euro bzw. auf 14,6 Prozent des Fondsvermögens erhöht worden. Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist im Wochenvergleich ganz leicht um 9 auf jetzt 160.318 Anteile gestiegen. Das Fondsvermögen ist gegenüber der Vorwoche durch Kursverluste leicht gesunken auf jetzt 6.944.899 Euro.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

Vordergründig sind die Gründe für die fallenden Edelmetallpreis bekannt: Der Ölpreis steigt, was die Inflation hochhält. Dies wiederum zwingt die Notenbanken, insbesondere die US-Zentralbank FED, zu einer restriktiven Geldpolitik, also hohen Zinsen. Damit werden zinstragende Anlagen in US-Dollar attraktiver, wogegen Investments in den zinslosen Edelmetallen relativ gesehen mehr entgangene Zinseinnahmen bedeutet. Weil Edelmetalle auf dem Weltmarkt in US-Dollar gehandelt werden, macht ein erstarkter Dollar Gold und Silber für Käufer außerhalb des Dollarraums teurer, was die Nachfrage bremst. Soweit bekannt – und nicht falsch.

Nach Gesprächen mit spezialisierten Fondsmanagern (u.a. von Incrementum und KAMAVEST) kommen aber psychologische Effekte dazu: Gerade die Nachfrage nach Gold sei immer eher ein emotionales als rationales Thema gewesen. Und aus emotional-psychologischen Gründen gibt es aktuell eher Verkaufsdruck als Nachfrage: Hauptgrund dafür ist die starke Rallye der Edelmetalle im Vorjahr, die in einer „Fahnenstange“ Ende Januar dieses Jahres gipfelte. Eine solche Endphase einer Rallye ist typischerweise davon gekennzeichnet, dass Investoren, die rechtzeitig auf deutlich tieferen Niveaus eingestiegen sind, ihre hohen Gewinne realisieren. Käufer sind dagegen diejenigen, die erst (zu) spät, durch den spektakulären Preisanstieg aufmerksam und ermutigt wurden, noch einzusteigen. Sie gehen davon aus, dass sich die Rallye fortsetzen müsse und rechnen mit schnellen (und hohen) Gewinnen. Die Fahnenstange wird zur Fahnenstange, wenn die Kaufpanik dieses zweiten Lagers abgearbeitet ist. Für diejenigen, denen es gelungen ist, die Rallye für Verkäufe und hohe realisierte Gewinne zu nutzen, ist „die Story dann erstmal auserzählt“, so ein auf Edelmetall-Investments spezialisierter Fondsmanager. Dieses Lager glaubt nicht daran, diesen Erfolg so schnell wiederholen zu können, denn ihr Wiedereinstieg würde jetzt in den meisten Fällen auf höherem Niveau erfolgen als damals (vor ein, zwei oder noch mehr Jahren). Immerhin herrscht in diesem Lager eine latente Kaufbereitschaft, denn die Erfahrungen mit Edelmetallen waren positiv. Allerdings warten diese Investoren mehrheitlich auf ähnlich niedrige Einstiegskurse wie damals. Zum Problem für die Märkte sind aber die anderen geworden: Jene, die erst (zu) spät gekauft haben, in der Erwartung schneller Gewinne. Stattdessen sitzen sie jetzt auf wachsenden Buchverlusten. Dieses Lager gesteht sich seinen Fehler beim Timing erst nach und nach ein. Während die Gruppe derer, die versuchen diese Verluste „auszusitzen“ langsam kleiner wird, reagieren andere aus diesem Lager damit „das Handtuch zu schmeißen“. Ihr Angebot stößt im Moment auf zu wenig Nachfrage – aus den oben genannten Gründen.

Einmal mehr sind in einer solchen Situation pro- oder antizyklische Vorgehensweisen möglich: Mit Blick auf bestehende Abwärtstrends sind Stoploss-bedingte Verkäufe vertretbar. Andererseits ist die Bewertung der meisten Edelmetall-Aktien antizyklisch attraktiv: Gemessen an vielen Kennzahlen sind diese Aktien historisch günstig. Beispielsweise erzielte der weltgrößte Goldminenkonzern, Newmont, im dritten Quartal 2026 einen Rekord-Free-Cashflow von 1,9 Milliarden US-Dollar, wie jüngst veröffentlicht wurde. Auch der bereinigte Gewinn schlug im dritten Quartal mit 2,20 USD pro Aktie (EPS) die Erwartungen deutlich. Der Konsens lag bei 1,95 USD. Zudem wurden die Produktionsziele für das Gesamtjahr bestätigt. Aber der Aktienkurs fiel, weil der Goldpreis fiel.