2026 KW40 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

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Was ist diese Woche (KW40/2026) an den Börsen geschehen?

Die beherrschenden Themen an den Kapitalmärkten waren in dieser Woche weiterhin die Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI), die wieder gestiegenen Ölpreise und der Anstieg der Renditen von Staatsanleihen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg auf 5,3 Prozent und die 30-jähriger auf 5,6 Prozent und damit in beiden Fällen auf den höchsten Stand seit 2002! Die meisten Aktienmärkte verzeichneten darauf Wochenverluste, so der Dow Jones -1,3 Prozent, Euro-STOXX-50 -1,0 Prozent und der DAX -0,7 Prozent. Das Indexschwergewicht Nvidia kletterte knapp über sein altes Rekordhoch aus dem Mai, womit der rechnerische Wert des Konzerns 5,64 Billionen US-Dollar erreicht. Das verhalf dem Nasdaq-100 zu einem Wochenplus von +0,7 Prozent. Auch der japanische Aktienmarkt legte entgegen der international vorherrschenden Tendenz zu: Nikkei-225 +2,9 Prozent (und damit +35,7 Prozent).

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag mit 43,18 Euro berechnet. Gegenüber dem Wert der Vorwoche ist das ein Rückgang um -0,91 Euro bzw. -2,06 Prozent. Im laufenden Jahr (Jahreswechsel 42,01 Euro) beträgt unser Netto-Plus damit jetzt +2,8 Prozent (ähnlich der DAX +3,0 Prozent). Das Netto-Ergebnis beim ACC Alpha select Anteilswert sinkt über ein Jahr auf jetzt +8,3 Prozent (MSCI World in Euro sinkt auf +19,2 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds sinkt auf +13,7 Prozent, Mischfonds auf +8,7 Prozent). Über drei Jahre sinkt der ACC-Nettozuwachs auf +40,0 Prozent (MSCI World in Euro steigt auf +67,2 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds auf +45,8 Prozent, Mischfonds auf +30,8 Prozent) und über fünf Jahre auf +40,1 Prozent (MSCI World in Euro steigt auf +79,4 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds auf +39,9 Prozent, Mischfonds auf +23,1 Prozent).

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung um einen Tag ab.

Beste Aktie dieser Woche in unserem Portfolio ist INDUS Holding: +5,5 Prozent (auf 41,05 Euro, Einstand 24,66 Euro). Die Aktie erreichte damit neue Mehr-Jahres-Hochs. Neue kursbewegende Unternehmensnachrichten sind nicht bekannt. Der norwegische Sach- und Haftpflichtversicherer Protector Forsikring ASA aus Oslo gab bekannt, seinen Anteil an INDUS Holding von knapp über 3 Prozent auf 2,9826 Prozent reduziert zu haben.

Die Kontron-Aktie erlebte nach einem nochmaligen Test der Unterstützung bei 20 Euro in dieser Woche eine Kurserholung um +4,25 Prozent (auf 21,08 Euro, Einstand 19,41 Euro). Auslöser waren Aussagen zum Barmittelzufluss sowie einer Personalie: Der Technologiekonzern meldete eine Zahlung von 126 Millionen Euro seines Geschäftspartners congatec, welche die finanzielle Basis des Unternehmens stärke und zusätzlichen Spielraum für ein weiteres Wachstum gebe. Man werde wieder gezielt strategische Zukäufe prüfen, hieß es. Zudem gab Kontron die Berufung von Martin Rausch als Technik-Chef (CTO) in den Vorstand bekannt. Rausch verfüge über eine langjährige Branchen- und Managementerfahrung und habe bereits in leitenden Positionen bei Siemens Healthineers, General Electric und TGW gearbeitet.

Entgegen der schwächeren Tendenz legte Neuzugang Stadler Rail um +2,5 Prozent zu (auf 30,68 CHF, durchschnittlicher Einstand 27,806 CHF). Die Analysten der Zürcher Kantonalbank (ZKB) führen Stadler Rail auf ihrer nur 7 schweizerische Aktien umfassenden Liste mit Top-Aktien-Ideen für die nächsten Monate. Das Unternehmen profitiere von einem hohen Auftragsbestand von 33,3 Mrd. CHF, wodurch ein Großteil des Umsatzes für die nächsten Jahre bereits gesichert sei. Eine wachsende installierte Basis mit langfristigen Serviceverträgen sowie weiteres Wachstumspotenzial im Bereich der Signaltechnik dürften zudem zu einem sich kontinuierlich verbessernden Margenprofil führen. Mit den starken Halbjahreszahlen stelle Stadler Rail den Turnaround unter Beweis und stärke auch das Vertrauen in die mittelfristigen Ziele. Nach der endgültigen Bewältigung der Unwetterfolgen, Fortschritten am Standort Berlin und einem steigenden Anteil der margenstarken Geschäftsbereiche Service und Signaltechnik sieht die ZKB auch nach dem deutlichen Wachstum im Jahr 2026 weiteres Potenzial. Das Unternehmen dürfte in den nächsten Jahren ein zweistelliges Wachstum beim Gewinn je Aktie erzielen und unter Annahme eines normalisierten Nettoumlaufvermögens eine durchschnittliche Rendite des freien Cashflows von 9,1 Prozent für die Jahre bis 2030 erwirtschaften. Mit einem geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis für das Jahr 2028 von 11,6 präsentiere sich die Aktie vor allem vor dem Hintergrund einer steigenden Profitabilität nach Einschätzung der Bank attraktiv bewertet, weshalb trotz der starken Performance seit einer bereits unlängst vorgenommenen Umstufung weiteres Potenzial bestehe. Der auf Basis eines abgezinsten Cashflow-Modells ermittelte faire Wert pro Aktie liege bei 40,40 CHF.

Übrigens gehört auch unsere zweite schweizerische Aktie, Roche, die wir bereits seit Mitte 2024 im Portfolio halten, zu den 7 aktuellen Aktien-Empfehlungen der Zürcher Kantonalbank. Das weltweit führenden Gesundheitsunternehmen erhalte am Markt laut ZKB kaum Anerkennung für eine Produktpipeline, die von Grund auf erneuert wurde, da inzwischen zwei Drittel der Projekte ausgetauscht worden seien. Bislang sei nur ein Bruchteil des eigentlichen Potenzials von Medikamenten wie Giredestrant zur Krebstherapie, Fenebrutinib bei neurologischen Erkrankungen, den neuen Präparaten gegen Adipositas sowie weiteren Innovationen im Aktienkurs eingepreist. Flankierend würden strikte Effizienzmaßnahmen eine solide Basis für eine ganze Reihe von Markteinführungen, die demnächst bevorstehen, bilden. Der erwartete Nachrichtenfluss in den kommenden Monaten liefere alle Voraussetzungen, um das Profil des Konzerns zu schärfen. Die Zürcher Kantonalbank verweist darauf, dass der Pharma-Tag am 28. September die unternehmensweite Kostendisziplin unterstrichen und gleichzeitig tiefe Einblicke in die vielversprechende frühe Pipeline gewährt habe, zu der unter anderem Forschungsansätze im Bereich Alzheimer gehören. Darüber hinaus sollen Nachrichten von Wettbewerbern wie AstraZeneca mit Medikamenten wie Camizestrant sowie wichtige regulatorische Meilensteine, darunter der anvisierte Zulassungstermin für Giredestrant am 30. November, zusätzliche Klarheit und Zuversicht bringen. Das Cashflow-Modell der ZKB ermittelt einen fairen Wert von 421 CHF bei kalkulierten Kapitalkosten von 6,25 Prozent und einem langfristigen Wachstum von 1 Prozent, was gegenüber dem aktuellen Kurs ein Aufwärtspotenzial von gut 16 Prozent eröffnet. Die anstehende Nachrichtenlage im zweiten Halbjahr trage dazu bei, den wahren Wert der erneuerten Produktpipeline freizusetzen und die Dynamik der Aktie maßgeblich zu verändern, glauben die zuständigen Analysten. (In dieser Woche verloren Roche aber -4,05 Prozent auf 345,70 CHF, Einstand 285,71 CHF).

Von der relativen Stärke des japanischen Aktienmarktes profitierten wir mit dem ETF auf den MSCI Small Cap Japan: +2,7 Prozent (in Euro auf 55,165 Euro, Einstand 36,68 Euro).

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Ein großer Verlierer der Entwicklung an den Anleihemärkten ist die französische Großbank Société Générale: Die Aktie verlor in dieser Woche -8,3 Prozent (auf 66,30 Euro, Einstand 24,73 Euro). Dies war Anfang dieses Jahres noch eine der größten Aktienpositionen. Wir haben sie aber richtigerweise schon zweimal im Laufe dieses Jahres verringert, u.a. Ende Juli bei Erreichen des Kursziels 79,85 Euro. 3.000 Aktien hatten wir behalten, weil die Fundamentaldaten der Bank gar nicht so schlecht aussehen. So wird bis 2029 eine höhere Rentabilität angepeilt (RoTE von 13 bis 14 Prozent).

Die US-Consumer Staples litten unter Sorgen um die Inflationsentwicklung in den USA: Viele US-Amerikaner müssen bei Lebensmitteln sparen, was den entsprechenden Markenhersteller rückläufige Umsatzerlöse beschert: ConAgra Brands -6,7 Prozent (auf 13,36 USD, Einstand 15,325 USD) und Kraft Heinz -6,1 Prozent (auf 22,19 USD, Einstand 26,53 USD).

Angesichts fallenden Edelmetallpreise blieben auch die Edelmetall-Aktien auf der Verliererseite: Coeur Mining -8,1 Prozent (auf 17,66 USD, Einstand 22,73 USD), Franco-Nevada -6,6 Prozent (auf 340,75 CAD, Einstand 176,46 CAD) und Newmont +4,8 Prozent (auf 115,56 USD, Einstand 43,84 USD).

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Angesichts eines Schwächesignals beim Euro-STOXX-50, der die wichtige Unterstützungszone um 6.200 Punkten testet, haben wir 5 Future-Kontrakte (Laufzeit Dezember) auf diesen Index short zu 6.196 verkauft. (Mehr dazu unten: „Aktuelle strategische und taktische Überlegungen“).

Wie hoch ist die Barreserve?

Die jüngste Quartalsdividende von Franco-Nevada wurde abgerechnet: Das kanadische Gold-Royalty-Unternehmen zahlte 0,608168 CAD pro Aktie, zusammen für unsere 1.500 Aktien also 912,25 CAD. Bei vier Quartalsdividenden in dieser Höhe entspricht dies im Verhältnis zu unserem Einstandskurs 176,46 CAD einer Dividendenrendite von 1,4 Prozent. Allerdings ist davon auszugehen, dass Franco-Nevada seine Gewinnausschüttungen weiter erhöhen kann. Schon in den vergangenen Jahren wurde die Dividende stetig erhöht. Nach Abzug der Quellensteuer wurden unserem CAD-Konto jetzt 775,41 CAD gutgeschrieben.

Die jüngste Quartalsdividende von Newmont beläuft sich wieder auf 0,26 USD pro Aktie, zusammen für unsere 2.500 Aktien also wieder 650 USD. Nach Abzug der Quellensteuer wurden unserem USD-Konto wie in den vorausgegangenen Quartalen auch 455 USD gutgeschrieben. Bei 4 Quartalsdividenden in der jetzigen Höhe werden in diesem Jahr 1,04 USD Dividendenausschüttung pro Aktie erreicht. Dies entspricht im Verhältnis zu unserem Einstandskurs 43,84 USD einer Dividendenrendite von 2,4 Prozent. Dass weniger als 10 Prozent des Nettogewinns als Dividende ausgeschüttet wurden, zeigt den Spielraum für weitere Dividendenerhöhungen.

Auch die jüngste Quartalsdividende von Kraft Heinz wurde abgerechnet: Der Lebensmittelmarken-Konzern zahlte 0,40 US-Dollar pro Aktie, zusammen für unsere 3.000 Aktien also 1.200 USD. Nach Abzug der Quellensteuer wurden unserem US-Dollar-Konto 840 USD gutgeschrieben. Bei vier Quartalsdividenden in der jetzigen Höhe werden in einem Jahr 1,60 US-Dollar Dividende pro Aktie erreicht. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs 26,53 USD ergibt sich mithin eine Dividendenrendite von 6,0 Prozent. Das Guthaben auf unserem US-Dollar-Konto ist dadurch auf 13.928 USD gestiegen – umgerechnet 12.365 Euro und damit unser zurzeit zweithöchstes Fremdwährungsguthaben (nach britischen Pfund).

Alle alten abgeschlagenen Dividenden sind mit hin abgerechnet. Zum Ende des Kalenderquartals schütten aber traditionell japanische Konzerne Gewinne aus: Von Itochu und Nippon Sanso erwarten wir netto (nach Quellensteuer) fast 600.000 Yen, umgerechnet gut 3.300 Euro. Sie werden im Fondsvermögen als Forderung geführt und in den Anteilswert eingerechnet. Das Euro-Bankguthaben des Fonds ist auf 739.703 Euro erhöht worden, 10,7 (nach 10,4) Prozent des Fondsvermögens. Unsere Fremdwährungsguthaben sind durch die ausgezahlten Dividenden gestiegen auf 29.513 Euro. Unsere Barreserve ist also auf 769.216 Euro bzw. 11,1 Prozent des Fondsvermögens erhöht worden (Vorwoche 10,7 Prozent). Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist im Wochenvergleich um 1.250 auf jetzt 159.873 Anteile gesunken. Das Fondsvermögen ist gegenüber der Vorwoche durch Kursverluste auf jetzt 6.929.232 Euro gesunken.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

Der europäische Leitindex Euro-STOXX-50 hat im Laufe der Woche die wichtige Unterstützung bei 6.200 verletzt, konnte die Woche allerdings knapp darüber, bei 6.238,5 beenden. Der traditionell gefährliche September ist nun vorbei – und die Aktienmärkte haben hohe Belastungen noch relativ gut verkraftet: die geopolitischen Unsicherheiten, den Anstieg der Öl- und Gaspreise, die Inflationsentwicklung, die Wende bei den Leitzinsen nach oben und vor allem den starken Zinsanstieg bei Anleihen. Schon Anfang dieses Jahrhunderts waren die Staatsschulden unerfreulich hoch. Aber im ersten Vierteljahrhundert orientierten sich die Kapitalmärkte an der meist niedrigen Inflation. Jetzt sind die Renditen auf die Höhen zurückgekehrt, die zuletzt 2002 herrschten. Damals befanden sich die Aktienmärkte in einer dreijährigen Baisse, die mit einer Bewertungskorrektur bei Technologie-Aktien einherging. Davon ist jetzt nichts zu sehen, zumindest noch nicht.

Es gibt gute Gründe anzunehmen, dass gerade Aktien in den kommenden Monaten und Jahren die attraktivste Asset-Klasse bleiben. Aber es gibt auch Szenarien, in denen es nicht so gut weitergeht. Gleichzeitig auf beides vorbereitet zu sein, ist sicherlich eine Herausforderung.

Unsere Strategie löst dieses Dilemma neben aktiver Aktienselektion (dem „select“ im Strategienamen) auch durch den Einsatz von Terminmarktderivaten. Weil der Euro-STOXX-50 insgesamt Risiken zeigt, aktuell sich aber noch ganz gut hält, haben wir in dieser Woche eine kleine Short-Position aufgebaut. Sie stellt ein kleines Gegengewicht zum Gesamtmarktrisiko dar: 5 Future-Kontrakte (Laufzeit Dezember) auf den Euro-STOXX-50-Index haben wir short zu 6.196 verkauft. Bei einer Kontraktgröße von 5 Euro hat einer dieser Future-Kontrakte (bei Indexstand 6.200) einen Gegenwert von 31.000 Euro. Die 5 Kontrakte zusammen neutralisieren also ein Marktrisiko von 155.000 Euro. Die Transaktionskosten betragen trotz des geringen Volumens nur 0,000175 Prozent, sind also vernachlässigbar. Und wenn sich der Euro-STOXX-50 nicht bewegen würde, würden wir mit der Short-Position ohne Kapitaleinsatz gleichsam die Zinsen auf 155.000 Euro für die Zeit bis zum Verfalltag im Dezember erhalten. Das dürfte aber Theorie sein. Denn praktisch wird sich der Index in den kommenden Wochen wohl für eine Richtung entscheiden: Geht es entscheidend nach oben, werden wir die Short-Position mit einem Verlust schließen, der kleiner sein dürfte als die gleichzeitig erzielten Kursgewinne mit Aktien. Geht es aber doch abwärts, werden wir die Future-Short-Positionen vergrößern, um mehr Marktrisiko zu neutralisieren.