2026 KW24 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

Bei Anregungen und Feedback erreichen Sie uns gerne per email. Ihre Ansprechpartner sind:

Was ist diese Woche (KW24/2026) an den Börsen geschehen?

Nach fast 40 Ankündigung von Trump, ein „Deal“ mit dem Iran stehe unmittelbar bevor, eskalierte der Krieg zunächst wieder. Beide Seiten behaupten, die Straße von Hormus vollständig zu kontrollieren. In den USA schürte nach den Arbeitsmarktdaten nun auch die auf 4,2 Prozent gestiegene Inflationsrate die Sorgen vor steigenden Zinsen. Trump irritierte mit der Aussage, die Zahlen seien großartig, er liebe die Inflation. Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöhte bereits in Reaktion auf die auch in Europa gestiegene Inflation ihre Leitzinssätze um je 25 Basispunkte. Zum Wochenende hin profitierten die Märkte wieder von der Ankündigung einer Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran. Zudem wurde der Börsengang von SpaceX positiv aufgenommen. So verzeichnete der Nasdaq-100 eine Erholung um +2,3 Prozent. Der Dow Jones schaffte mit der Kurserholung vom Freitag ein Wochenplus von +0,7 Prozent. Dem japanischen Nikkei-225 und beim DAX reichte die Stabilisierung vor dem Wochenende nicht für eine positive Wochenbilanz: Nikkei -0,9 Prozent und DAX -0,5 Prozent.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag mit 42,29 Euro berechnet (ohne die Kursgewinne vom Freitag von über 100.000 Euro). Gegenüber dem Wert der Vorwoche ist das ein Rückgang um -1,12 Euro bzw. -2,6 Prozent. Im laufenden Jahr (Jahreswechsel 42,01 Euro) schrumpft unser Plus damit auf +0,7 Prozent. Das Netto-Plus beim ACC Alpha select Anteilswert über ein Jahr liegt jetzt bei +12,0 Prozent (MSCI World in Euro +19,4 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +14,3 Prozent, Mischfonds +10,6 Prozent) und über drei Jahre bei +37,2 Prozent (MSCI World in Euro +58,3 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +37,9 Prozent, Mischfonds +25,9 Prozent). Über fünf Jahre beträgt das Plus des Anteilswertes jetzt +32,7 Prozent (MSCI World in Euro +77,3 Prozent, Durchschnitt Aktienfonds +37,5 Prozent, Mischfonds +20,4 Prozent).

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung um einen Tag ab.

Die Aktie des Baukonzerns PORR kletterte in dieser Woche um +7,5 Prozent (auf 41,35 Euro, Einstand 13,48 Euro) und damit in die Nähe ihrer bisherigen Höchstkurse. Die Marktkapitalisierung erreicht 1,62 Milliarden Euro – nicht zu viel bei jährlichen Umsatzerlösen von 6,3 Milliarden Euro.

Schon Ende Mai hatte der Finanzdienstleister Wüstenrot & Württembergische solide Quartalszahlen veröffentlich, auf die der Markt aber zunächst negativ reagiert hatte. In dieser Woche erholte sich der Aktienkurs um +6,7 Prozent (auf 15,04 Euro, Einstand 14,93 Euro). Das Versicherungsgeschäft zeigt sich umsatzseitig weiterhin in guter Verfassung. Während der Bestand in allen Segmenten wächst, bestätigt das Management die konservative Jahresprognose von 120 bis 150 Mio. Euro für das Konzernergebnis (nach IFRS). Besonders deutlich fiel das Wachstum in der Schaden-/Unfallsparte mit einem Umsatzzuwachs von 6,5 Prozent auf 755 Mio. Euro aus. Einzig das Neugeschäftsvolumen im Segment Wohnen blieb erwartungsgemäß unter dem Vorjahresniveau. Auf der Hauptversammlung im Mai scheiterte zwar der Fondsanbieter GS&P mit dem Antrag auf eine höhere Dividende als den beschlossenen 0,65 Euro pro Aktie. Eine Erhöhung (auf vielleicht 0,75 Euro pro Aktie) dürfte aber wahrscheinlicher geworden sein.

Sixt Stammaktien gewannen ohne Unternehmensnachrichten in dieser Woche +4,9 Prozent (auf 74,55 Euro, Einstand 69,83 Euro) und holte damit etwas von dem Rückstand auf, der gegenüber der Vorzugsaktie (diese Woche nur +1,5 Prozent) seit Dezember entstanden war. Wir halten 1.000 Stamm- und 1.600 Vorzugsaktien.

Obwohl Gold, Silber und Platin auf dem gedrückten Preisniveau allenfalls eine Stabilisierung, aber noch keine Erholung zeigten, erholten sich die Aktien der meisten Minenbetreiber von den Verlusten zuvor, besonders deutlich Coeur Mining +5,1 Prozent (auf 17,20 USD, Einstand 22,73 USD) und Valterra Platinum +4,5 Prozent (auf 55,40 GBP, Einstand 37,69 GBP).

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Rohstoffwerte und Aktien aus der Metallbranche litten im Wochenverlauf zwischenzeitlich unter Umschichtungen von Investoren, nachdem diese Aktien zuvor stark gestiegen waren. Ein zwischenzeitlich etwas gesunkener Kupferpreis lieferte auch einen Anlass für Gewinnmitnahmen bei Aurubis: -7,3 Prozent (auf 196,70 Euro, Einstand 82,38 Euro).

Bei Deutz-Aktien mangelte es an Anschlusskäufen, so dass der Kurs unter seinen 200-Tage-Durchschnitt fiel: -4,7 Prozent (auf 9,10 Euro, Einstand 4,36 Euro). Eine Marktkapitalisierung von jetzt wieder unter 1,4 Milliarden Euro erscheint bei über zwei Milliarden Euro jährlicher Umsatzerlöse immer noch günstig. 2025 vollzog sich die Neubewertung des Konzerns, der bis 2024 als „alter Verbrennungsmotoren-Hersteller“ wahrgenommen wurde, inzwischen aber als globaler Anbieter auch für dezentrale (Not-) Stromversorgung sehr gut positioniert ist. Die Kursverdreifachung zwischen Anfang 2025 und Februar 2026 dürfte jetzt eine Konsolidierung erleben.

Dürr verloren auf Wochensicht ebenfalls ohne Unternehmensnachrichten -4,6 Prozent (auf 19,36 Euro, Einstand 22,88 Euro). Auch hier erscheint die Bewertung der Börse mit jetzt 1,34 Milliarden Euro für über 4 Milliarden jährlicher Umsatzerlöse günstig.

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Auch in dieser Woche haben wir keine Veränderungen an unserem Portfolio veranlasst. Am Börsengang von SpaceX haben wir nicht teilgenommen. Einige, vielleicht weniger bekannte Aspekte dieses Börsengangs unten: „Aktuelle strategische und taktische Überlegungen“.

Wie hoch ist die Barreserve?

Das Euro-Kontoguthaben ist durch Mittelabflüsse auf 896.067 Euro und der Anteil am Fondsvermögen gegenüber der Vorwoche von 13,2 auf 13,0 Prozent gesunken.

Die Beteiligungsgesellschaft INDUS Holding hat 1,30 Euro pro Aktie Dividende ausgeschüttet, zusammen für unsere 3.000 Aktien also 3.900 Euro. Im Verhältnis zu unserem Einstandskurs von 24,66 Euro ist das eine Dividendenrendite von 5,3 Prozent.

Die Dividende von Coeur Mining zahlte eine unterjährige Dividende in Höhe von 0,02 USD pro Aktie, für unsere 6.000 Aktien zusammen 120 USD, nach Abzug der Quellensteuern (in Höhe von 36 USD) noch 84 Dollar. Das ist zwar (noch) nicht viel, damit hat Coeur aber die Gewinnauschüttungen überhaupt erst wieder aufgenommen.

Die Liste der bei Auslandsaktien abgeschlagenen Dividendenzahlungen, die noch nicht unseren Konten gutgeschrieben wurden, hat sich damit um Coeur Mining verkürzt. Es verbleiben noch als Forderungen die jüngsten Dividenden von OceanaGold, Itochu, Nippon Sanso, Aperam und Newmont Mining.

Das Guthaben auf dem US-Dollar-Konto ist durch die Coeur-Dividende leicht auf 98.260 USD gestiegen, was beim aktuellen Wechselkurs von 1,15 USD/EUR einen Gegenwert von 85.317 Euro bzw. 1,24 Prozent vom Fondsvermögen darstellt. Die Fremdwährungsguthaben insgesamt sind umgerechnet zusammen auf 135.809 Euro gestiegen, was jetzt 2,0 Prozent vom Fondsvermögen ausmacht. Zusammen mit dem Euro-Konto belaufen sich die Bankguthaben jetzt auf 1.031.876 Euro, womit im Wochenvergleich der Anteil am Fondsvermögen leicht von 15,1 auf 15,0 Prozent gesunken ist. Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche um 850 Anteile auf 162.415 Anteile gesunken. Das Fondsvermögen beträgt aktuell 6.883.571 Euro.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

Der Börsengang von SpaceX ist vollzogen. 555,555 Millionen Aktien wurden zu 135 US-Dollar ausgegeben und ein Teil davon schon am ersten Handelstag an der Nasdaq unter großen Schwankungen gehandelt. Es gibt allerdings 7,38 Milliarden SpaceX-Aktien, also wurden nur rund 7,5 Prozent der Anteile am Konzern jetzt handelbar gemacht. Zudem sichert sich der Unternehmensgründer Elon Musk durch eine sogenannte „Dual-Class-Aktienstruktur“ die absolute und uneingeschränkte Kontrolle über alle Unternehmensentscheidungen. Die Stimmenverteilung ist so aufgebaut, dass Kapitalanteil und tatsächliche Macht drastisch voneinander abweichen, denn die jetzt in den Handel gebrachten Class-A-Aktien verbriefen nur ein einfaches Stimmrecht, während jede Class-B-Aktie (von denen Elon Musk 94 Prozent hält und die nicht gehandelt werden) zehnfaches Stimmrecht hat. Im Ergebnis kontrolliert Musk, obwohl er jetzt nur noch 42 Prozent der Kapitalanteile hält, über 82 Prozent aller Stimmrechte. Musk kann also von anderen Aktionären auf Hauptversammlungen niemals überstimmt oder als Chef abgesetzt werden. Für eine solche „Controlled Company“ greifen an der Nasdaq zudem gelockerte Vorschriften bei der unabhängigen Überwachung des Managements. Musk hat seine absolute Kontrolle über SpaceX auch auffällig langfristig und extrem abgesichert: Verkaufen andere Insider ihre Class-B-Aktien an Außenstehende, wandeln sich diese automatisch in stimmrechtsarme Class-A-Aktien um. Und neue Class-B-Aktien dürfen, solange Musk das will, nur an ihn selbst ausgegeben werden, beispielsweise im Zuge von Boni. Erreicht SpaceX Unternehmensziele, kann Musk über solche Aktien-Boni seinen Anteil am Unternehmen erhöhen, ohne selbst einen Cent frischen Geldes zahlen zu müssen. Die Minderheitsaktionäre müssen dann die Verwässerung ihre Anteils gleichsam auch noch selbst finanzieren. Eine Besonderheit im Börsenprospekt von SpaceX ist ferner das Verbot von Aktionärs-Sammelklagen. Das alles spricht dafür, dass hier die aktuelle Euphorie genutzt wird, um von rechtlosen Aktionären viel Geld für Musks Visionen einzusammeln. Über die wirtschaftlichen Aussichten ließe sich auch diskutieren. Aber schon bis hier gibt es schon genug Gründe für uns, nicht beim SpaceX-Börsengang dabei zu sein.