2026 KW14 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

Bei Anregungen und Feedback erreichen Sie uns gerne per email. Ihre Ansprechpartner sind:

Was ist diese Woche (KW14/2026) an den Börsen geschehen?

Die mit Hoffnungen auf ein Ende des Irankriegs erwartete Rede von US-Präsident Trump wurde von den Kapitalmärkten als „Nullnummer“ bewertet. Begünstigt wurde die Kurserholung an den Aktienmärkten von der erklärten Absicht des Iran, die Straße von Hormus kontrolliert zu öffnen. Die Zahl der Schiffspassagen stieg auf 27 in zwei Tagen, was allerdings nur ein Bruchteil des Vor-Kriegs-Niveaus ist. Der Dow Jones beendete die vor Ostern verkürzte Handelswoche mit einer Erholung um +3,0 Prozent, womit sich der Verlust im laufenden Jahr auf -3,2 Prozent fast halbierte. Der Nasdaq-100 erholte sich sogar um +3,9 Prozent, liegt im laufenden Jahr aber noch -4,8 Prozent im Minus. Auch der DAX erholte sich ebenfalls um +3,9 Prozent, steht damit aber noch -5,4 Prozent tiefer als bei Jahresbeginn.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Mittwoch mit 42,83 Euro berechnet. Gegenüber dem Wert auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag der Vorwoche ist das ein Anstieg um 1,20 Euro bzw. +2,9 Prozent und gegenüber dem Jahresbeginn (42,01 Euro) ein Plus von +2,0 Prozent, während der Aktienfondsdurchschnitt -0,7 Prozent in der Verlustzone liegt. Über 12 Monate steigt der Zuwachs beim ACC Alpha Anteilswert auf jetzt +16,7 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt nur +9,4 Prozent), über drei Jahre auf +40,8 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt +32,5 Prozent) und über fünf Jahre auf +39,5 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt +31,3 Prozent).

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Donnerstag, weichen also um einen Börsentag vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung ab (die ja diesmal auf Basis der Schlusskurse vom Mittwoch erfolgt).

Die Erholung unseres Anteilswertes wurde vor allem von unseren Edelmetall-Aktien angetrieben. Der Goldpreis stabilisierte sich in der Woche vor Ostern um +4,0 Prozent, Silber +4,7 Prozent und Platin +6,5 Prozent (jeweils in US-Dollar). Vor diesem Hintergrund gewannen ausnahmslos alle unsere 6 Edelmetall-Aktien überproportional, nämlich zwischen +12,8 und +18,1 Prozent:

Wochengewinner ist Coeur Mining: +18,1 Prozent (auf 19,09 USD; Einstand 22,73 USD). Die Aktie ist vor dem Hintergrund der erfolgten Übernahme von New Gold und schwankender Edelmetallpreise sehr volatil. Die Übernahme von New Gold wurde am 20. März abgeschlossen. Damit wechselt auch der Schuldner der von New Gold ausgegebenen Anleihen im Volumen von 400 Millionen US-Dollar. Coeur Mining bietet einen Tausch in eine neue Anleihe an und müsste Anleiheinhaber, die nicht tauschen, aufgrund der üblichen Change-of-Control-Klausel auszahlen. Die Refinanzierung ist durch eine neue revolvierende Kreditlinie über eine Milliarde US-Dollar gesichert, mehr als doppelt so viel wie die bisherige Fazilität von 400 Mio. USD. Operativ hat sich das Unternehmen durch die New Gold-Übernahme erheblich vergrößert: Für 2026 plant Coeur eine Produktion von 680.000 bis 815.000 Unzen Gold, 18,7 bis 21,9 Millionen Unzen Silber sowie 50 bis 65 Millionen Pfund Kupfer. Darin sind die Beiträge aus den zwei neuen Goldminen in Kanada, „New Afton“ und „Rainy River“, anteilig (mit 9 Monaten) enthalten. Um die Aktionäre teilhaben zu lassen, genehmigte der Vorstand ein um den Faktor 10 vergrößertes Aktienrückkaufprogramm über 750 Millionen US-Dollar sowie erstmals Dividendenzahlungen. Geplant ist eine halbjährliche Dividende von 0,02 US-Dollar je Aktie, erstmals fällig im Juni. Die Ergebnisse des ersten Quartals 2026 werden erst im Mai und Juni veröffentlicht. Analysten rechnen mit 815 Mio. USD Umsatzerlösen und 0,51 US-Dollar Gewinn pro Aktie (EPS). Im vierten Quartal 2025 waren es nur 0,35 USD EPS, weniger als im Analystendurchschnitt von 0,43 USD erwartet. Passend zur hohen Volatilität der Aktie gehen auch die Analystenempfehlungen stark auseinander: ATB Cormark Capital Markets hob Coeur Ende März auf „Moderate Buy“ bzw. „Outperform“ an, RBC Capital hob das Ziel auf 26 US-Dollar bei der Einstufung „Outperform“. BMO Capital nennt 27 US-Dollar als Kursziel, ebenfalls mit „Outperform“ und Roth MKM sogar 29 US-Dollar. Roth Capital behielt sein Kaufvotum bei, senkte aber das Kursziel mit Verweis auf gesunkene Gold- und Silberpreise von 29 auf 24 US-Dollar. Und Zacks Research stufte die Aktie gerade sogar von „Hold“ auf „Strong Sell“ herab. Tatsächlich sind die aktuellen Risiken „auf beiden Seiten der Bilanz“ höher als bei anderen Minenbetreibern: Im Aktivgeschäft muss die Integration des nun sieben Minen umfassenden Portfolios und der Ausbau der Rochester Mine in Nevada bewältigt werden, und bei der Mittelherkunft muss sich entscheiden, in welchem Umfang das Anleihe-Umtausch-Angebot angenommen wird. Die Finanzierung über die Banken-Kreditlinie ist für Coeur teurer. Im Branchenvergleich hat Coeur aber eher eine niedrige Verschuldung mit einem Debt-to-Equity-Verhältnis von 0,10 und eine Current Ratio von 2,47. Der Kursrückfall von über 27 USD Ende Februar auf nur 16 USD im März dürfte eine Übertreibung gewesen sein und der Weg für einen Wiederanstieg des Aktienkurses bis in den von den meisten Analysten genannten Zielbereich 26 bis 28 USD sollte frei sein, mittel- bis längerfristig auch darüber hinaus.

Valterra Platinum gewannen angesichts des wieder steigenden Platinpreises +15,7 Prozent (auf 65,00 GBP, Einstand 37,69 GBP). Im Gesamtjahr 2025 hatte das Unternehmen einen Umsatz von 116,398 Millionen ZAR erzielt nach 109,007 Millionen ZAR im Vorjahr. Der Nettogewinn betrug 15,420 Millionen ZAR gegenüber 7,059 Millionen ZAR im Vorjahr. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (EPS) aus fortgeführten Geschäftsbereichen lag bei 58,72 ZAR im Vergleich zu 26,83 ZAR im Jahr 2024. Das verwässerte Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen betrug 58,44 ZAR gegenüber 26,78 ZAR im Vorjahr. Um die Abhängigkeit vom instabilen südafrikanischen Stromnetz zu verringern, hat Valterra im März sein erstes Solarkraftwerk in Betrieb genommen. Das Mooi Plaats Projekt ist ein Joint Venture mit EDFR Renewables und soll künftig etwa 15 Prozent des gesamten Strombedarfs von Valterra Platinum decken. Neben der Einsparung von jährlich 500.000 Tonnen CO2 steht vor allem die Wirtschaftlichkeit im Fokus. Ab 2026 erwartet das Management Stromkosten, die rund 10 Prozent unter den Marktpreisen in Südafrika liegen. Zwei weitere Projekte mit jeweils 140 MW befinden sich bereits in der Umsetzung. Langfristig will Valterra Platinum ein Drittel seines Energiebedarfs selbst decken.

Newmont, die schon in der Vorwoche +6,6 Prozent gewonnen hatten, stiegen in dieser Woche +13,8 Prozent (auf 114,05 USD, Einstand 43,84 USD). Sorgen um einen Kostenanstieg durch die Energiekrise traten etwas in den Hintergrund. Zuvor hatte die Einstufung der Kostensteigerung als „echte Bedrohung für die Margen der Goldproduzenten“ Verkäufe von Minenaktien begründet. Bei Newmont kommen unternehmensspezifische Unsicherheiten dazu. Wartungsarbeiten an den Minen Peñasquito und Boddington werden die Produktion in diesem Jahr vorübergehend einschränken. Auch das dürfte aber mehr als ausreichend in der aktuellen Bewertung enthalten sein. Im Schlussquartal 2025 hatte das Unternehmen stark vom Preisanstieg profitiert. Mit einem durchschnittlich erzielten Goldpreis von 4.216 Dollar pro Unze übertraf der Konzern klar die Markterwartungen. Der Umsatz erreichte 6,82 Milliarden Dollar (durchschnittliche Markterwartung 6,19 Milliarden Dollar). Auch der Gewinn je Aktie (EPS) überstieg mit 2,52 USD den Analystenkonsens von 1,97 USD deutlich. Zusätzlichen operativen Rückenwind lieferte der Start der kommerziellen Produktion im Ahafo-North-Projekt. Das Unternehmen schloss 2025 mit einem freien Cashflow von 7,3 Milliarden Dollar ab und tilgte Schulden in Höhe von 3,4 Milliarden Dollar. Das Management hält an einem Mindestbargeldbestand von 5 Milliarden Dollar fest. Auf Bewertungsebene handelt Newmont derzeit mit einem Forward-KGV von nur 11,5 und damit deutlich unter dem Fünfjahresdurchschnitt von 16,6. Am 23. April sollen nach US-Börsenschluss die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 veröffentlicht werden. Der Bericht wird zeigen, wie stark die Margen unter dem Doppeldruck aus Goldpreiskorrektur und Energiekosten gelitten haben. Das durchschnittliche Analysten-Kursziel für die Newmont-Aktie lag jüngst bei 133,78 USD. JPMorgan hat die Beobachtung von Newmont mit der Einstufung „Overweight“ aufgenommen und prognostiziert ein durchschnittliches jährliches Produktionswachstum von 5 Prozent sowie eine EBITDA-Marge von rund 67 Prozent. Die Bernstein SocGen Group stufte Newmont auf „Outperform“ hoch und begründete dies mit einer optimistischen Einschätzung für Gold und der Sensitivität der Aktie gegenüber dem Goldpreis.

Franco-Nevada stiegen in dieser Woche um +13,8 Prozent (auf 359,02 CAD, Einstand 176,46 CAD). Damit nähert sich der Aktienkurs des weltgrößten Gold-Royalty seinem Rekordhoch bei 388 CAD von Ende Februar. Schon 2024, als wir unsere Investments in Gold-Aktien wieder aufnahmen, herrschten Sorgen um den Kostenanstieg bei den Minenbetreibern. Dies war damals ein Grund für uns, eine größere Position im Gold-Royalty aufzubauen, weil sich dies nicht an den (steigenden) Kosten beteiligen muss. Dieser Vorteil spielt jetzt angesichts des Ölpreisanstiegs wieder eine größere Rolle.

OceanaGold stiegen in dieser Woche um +12,8 Prozent (auf 44,82 CAD, Einstand 36,41 CAD). Das kanadische Unternehmen teilte seinen Aktionären mit, dass die in den technischen Berichten dargestellte prognostizierte Goldproduktion und das Kostenprofil ermöglichen, bei den aktuellen Goldpreisen auch weiterhin einen substanziellen freien Cashflow zu generieren. Diese Angaben basieren ausschließlich auf den Mineralreserven des Unternehmens für das Jahr 2025 und einer Schätzung des Goldpreises von 2.200 US-Dollar pro Unze. Sie berücksichtigen weder zusätzliche Mineralressourcen oder Explorationspotenziale noch den inzwischen doppelt so hohen Goldpreis. OceanaGold veröffentlichte gleichzeitig die Ergebnisse von sechs jüngeren Bohrungen im Rahmen des laufenden Explorations- und Ressourcenkonvertierungsprogramms in Wharekirauponga. Das Gebiet liegt etwa 10 Kilometer nördlich des Waihi-Bergwerks des Unternehmens in Neuseeland. Gerard Bond, Präsident und CEO von OceanaGold, erklärte dazu: „Die heutigen Bohrergebnisse aus Wharekirauponga unterstreichen erneut das Potenzial dieses außergewöhnlichen Erzkörpers. Die Bohrungen deuten auf eine neu entstandene hochgradige Zone hin, die außerhalb der Reserven am südlichen Rand der bekannten Lagerstätte liegt. Besonders wichtig ist, dass sich diese neu definierte hochgradige Zone in der Nähe des geplanten Untertagezugangs befindet. Da Wharekirauponga in mehrere Richtungen offen ist, sind wir weiterhin gut positioniert, um durch kontinuierliches Ressourcenwachstum und die Umwandlung von Lagerstätten den Shareholder Value zu steigern, indem wir die Anzahl der Bohrungen in diesem Jahr erhöhen.“ Seit November 2025 wurden insgesamt sechs Bohrungen abgeschlossen. OceanaGold plant, im zweiten Quartal 2026 zwei weitere Bohranlagen auf neuen Bohrplattformen gemäß der im Dezember 2025 erteilten Genehmigung in Betrieb zu nehmen. Die Bohrungen im Jahr 2026 konzentrierten sich weiterhin auf die Verbesserung der Ressourcensicherheit und das weitere Ressourcenwachstum.

Der Aktienkurs von Pan American Silver, der in der Vorwoche schon um +11,5 Prozent gestiegen war, setzte die Kurserholung in dieser Woche mit +12,8 Prozent fort (auf 77,70 CAD, Einstand 40,97 CAD).

Der Anteil unserer 6 Edelmetall-Aktien zusammen am Fondsvermögen ist durch die gute Kursentwicklung allein in dieser Woche aus eigener Kraft von 16,2 auf 17,8 Prozent gestiegen.

Der Baukonzern PORR hat seinen Geschäftsbericht 2025 vorgelegt. Der Aktienkurs stieg in dieser Woche um +6,5 Prozent (auf 36,80 Euro, Einstand 13,48 Euro). Die schon zu Monatsbeginn berichteten vorläufigen Zahlen zur Auftrags- und Umsatzentwicklung sowie zum operativen Ergebnis wurden nun bestätigt. Die Dividende steigt um rund 17 Prozent, der Gewinn pro Aktie (EPS) sogar um 30 Prozent. Auf Basis der signifikanten Steigerung des EBITs auf 196,7 Mio. Euro konnte PORR das Nettoergebnis überproportional auf 116,0 Mio. Euro bzw. pro Aktie auf 3,00 Euro verbessern, was deutlich über den Marktprognosen (Konsens 2,80 Euro) lag. Die vorgeschlagene Erhöhung der Dividende auf 1,05 Euro (von 0,90 Euro) ist somit gut unterlegt. Der Free Cashflow stieg durch Verbesserungen beim Working Capital und geringere CAPEX deutlich stärker als erwartet auf 187,8 Mio. Euro. Im Konsens waren nur 55 Mio. Euro erwartet worden. Unter Ausklammerung der langfristigen Rückstellungen für u.a. Pensionen wies PORR per Jahresende wieder eine Netto-Cash-Position von 93,1 Mio. Euro aus. Die solide Eigenkapitalquote blieb mit 21,1 Prozent stabil. Vor dem Hintergrund des mit 9,54 Mrd. Euro prall gefüllten Orderbuchs rechnet der Vorstand für 2026 mit einer moderaten Steigerung der Produktionsleistung und des Konzernumsatzes sowie einer weiteren Steigerung der EBIT-Marge, ohne bislang konkrete Zahlen zu nennen. Unverändert bleibt das Mittelfristziel einer EBIT-Marge von 3,5 bis 4,0 Prozent bis 2030. Hinsichtlich drohender negativer Auswirkungen durch den Krieg im Nahen Osten wies PORR darauf hin, dass große Teile des Energiebedarfs der Gruppe (z.B. 90 Prozent bei Gas) preislich abgesichert seien. Zusätzlich erfolgt eine Absicherung der Kosten durch frühzeitige Beschaffung („Early Procurement“). Schon bei Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine 2022 zeigte PORR ein starkes Krisenmanagement. Die Analysten von Montega bewerten die finalen Zahlen von PORR für 2025 angesichts der starken Werte beim Jahresüberschuss und beim Free Cashflow als eine positive Überraschung. Man erachte die Baukonjunktur in PORRs sieben europäischen „Heimmärkten“ vor allem im Tief- und Infrastrukturbau als sehr robust. In Anbetracht der günstigen Bewertung (KGV 2026e 12,1) bestätigt Montega das Rating „Kaufen“ und das Kursziel von 46,00 Euro.

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Mit -12,9 Prozent (auf 27,40 Euro, Einstand 28,86 Euro) ist die Aktie von Mutares prozentual der größte Kursverlierer in dieser Woche in unserem Portfolio. Die Position ist aber mit nur 0,8 Prozent vom Fondsvermögen recht klein. Zwischenzeitlich war die Aktie in Reaktion auf die überraschende Bekanntgabe einer Kapitalerhöhung auf den tiefsten Stand seit November gefallen.

Bei Wüstenrot & Württembergische (W&W) setzte sich der Kursrutsch in Reaktion auf den vorsichtigen Ausblick 2026 bei Vorlage der guten Geschäftsergebnisse 2025 fort: Nach -8,8 Prozent in der Vorwoche nun nochmals -8,2 Prozent (auf 14,04 Euro, Einstand 14,93 Euro). Die Analysten von Montega bewerten die Geschäftsergebnisse 2025 positiv und den Ausblick als „konservativ“. Bereinigt um den Wegfall der steuerlichen Sondereffekte in Höhe von 38 Mio. Euro impliziere dieser Ausblick ein eher stagnierendes operatives Ergebnis. Der Vorstand verweise hierbei auf das volatile Zinsumfeld und die Normalisierung der Schadenerwartung im Versicherungsgeschäft. Zusätzlich dämpfen Investitionen in das neue Kernbankensystem das Ergebnis. Ab 2027 erwartet das Management durch den Wegfall dieser Projektkosten sowie durch Effizienzgewinne Entlastungen im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Mittelfristig (bis 2030) soll das Konzernergebnis wieder auf 220 bis 250 Mio. Euro steigen. Das diversifizierte Geschäftsmodell (Wohnen & Versichern) habe sich nach Einschätzung von Montega wieder mal bewährt. Die positive Performance der Sachversicherung habe die Schwäche im Wohnen-Segment mehr als ausgeglichen. Angesichts der stabilen Dividende, dem hohen Eigenkapital von ca. 5 Mrd. Euro und einem massiven Abschlag zum Buchwert (KBV: 0,3; Peers: 2,9) bleibe die Aktie ein attraktiver Substanzwert. Montega bestätigt die Kaufempfehlung mit einem leicht reduzierten Kursziel von 20,00 Euro (zuvor: 21,00 Euro).

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Wir haben in dieser Woche keine Änderungen an unserem Portfolio veranlasst.

Wie hoch ist die Barreserve?

Das Euro-Kontoguthaben ist durch leichte Nettomittelabflüsse auf 810.411 Euro gesunken. Der Anteil am Fondsvermögen liegt damit jetzt bei 11,8 Prozent. Auf unser Euro-Bankguthaben haben wir für den Monat März 914 Euro Zinsen erhalten. Der Betrag wurde ohne Abzüge unserem Konto gutgeschrieben. Kapitalertragssteuer wird in diesem Fall auf Fondsebene nicht erhoben, damit es nicht zu einer Doppelbesteuerung kommt. Das Euro-Guthaben verzinst sich zurzeit mit 1,632 Prozent p.a.

Franco-Nevada zahlte die Quartalsdividende von 0,599148 CAD pro Aktie, zusammen für unsere 1.500 Aktien 898,72 CAD. Nach Abzug der Quellensteuer wurden unserem CAD-Konto 763,91 CAD gutgeschrieben. Franco-Nevada nimmt, wie in Nordamerika üblich, mehrfach pro Jahr Gewinnausschüttungen an seine Aktionäre vor. Unser CAD-Bankguthaben ist dadurch auf 65.651 CAD gestiegen. Bei 4 Quartalsdividenden in der jetzigen Höhe werden in diesem Jahr 2,40 CAD Dividendenausschüttung pro Aktie erreicht. Dies entspricht im Verhältnis zu unserem Einstandskurs 176,46 CAD einer Dividendenrendite von 1,4 Prozent. Die stark steigenden Einnahmen lassen weitere Dividendenerhöhungen erwarten.

Newmont zahlte die Quartalsdividende von 0,26 USD pro Aktie, zusammen für unsere 2.500 Aktien 650 USD. Nach Abzug der Quellensteuer wurden unserem USD-Konto 455 USD gutgeschrieben. Unser USD-Bankguthaben ist dadurch auf 3.642 USD gestiegen. Bei 4 Quartalsdividenden in der jetzigen Höhe werden in diesem Jahr 1,04 USD Dividendenausschüttung pro Aktie erreicht. Dies entspricht im Verhältnis zu unserem Einstandskurs 43,84 USD einer Dividendenrendite von 2,4 Prozent. Auch bei Newmont sollte Spielraum für weitere Dividendenerhöhungen vorhanden sein.

Unsere Fremdwährungsguthaben sind in dieser Woche durch Zins- und Dividendeneinnahmen leicht gestiegen auf zusammen in Euro umgerechnet jetzt 87.686 Euro (Anteil am Fondsvermögen unverändert 1,3 Prozent). Zusammen mit dem Euro-Konto belaufen sich die Bankguthaben jetzt auf 898.097 Euro. Damit entfallen jetzt 13,1 Prozent des Fondsvermögens auf die Barreserve. Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche weiter durch einen leichten Nettomittelabfluss um 224 Anteile auf jetzt 159.812 Anteile gesunken. Das Fondsvermögen ist durch die Kursgewinne in dieser Woche auf jetzt 6.863.009 Euro gestiegen.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

Zwischen 2010 und 2025 kauften Zentralbanken per Saldo fast 10.000 Tonnen Gold und trugen damit maßgeblich zum Preisanstieg des Edelmetalls bei. Private Goldanleger erwiesen sich im gleichen Zeitraum als weitaus wankelmütiger: Mal stockten sie ihre Gold-Investments auf, mal verkauften sie, erkennbar an den Mittelzu- und -abflüssen beim sogenannten „Papier-Gold“, also Zertifikaten und Fonds, die den Besitz an physischem Gold verbriefen oder zumindest in der Wertentwicklung nachvollziehen. Die stetigen Notenbank-Käufe waren für Gold-Investoren bislang das wichtigste Argument auf der Nachfrageseite. Doch nun wurde bekannt, dass der Preisrückgang beim Gold im ersten Quartal dieses Jahres auch durch Goldverkäufe von Notenbanken ausgelöst wurde: Russland und die Türkei setzten einen Teil ihrer Goldreserven ein. Gemeinsam ist der Türkei und Russland, dass sie (bei weitreichender wirtschaftspolitischer Inkompetenz ihrer Präsidenten), aktuell so große finanzielle Probleme haben, dass sie einen Griff auf die Goldreserven erzwingen: Die türkische Zentralbank hat im Zuge des Irankriegs erhebliche Mengen Gold abgestoßen. Allein innerhalb weniger Wochen summierten sich Verkäufe und Gold-Swaps auf rund 50 bis 60 Tonnen. Hintergrund ist vor allem der Versuch, die eigene Währung zu stabilisieren. Steigende Energiepreise und eine erhöhte Nachfrage nach US-Dollar setzten die türkische Lira massiv unter Druck. Um gegenzusteuern, griff die Notenbank nicht nur auf Devisenreserven zurück, sondern verkaufte auch gezielt Gold. Ein Teil des Goldes wurde im Rahmen von Swaps eingesetzt, bei deren Auflösung die Türkei das Gold zurückkaufen kann. Das Gold dient dann gleichsam als Sicherheit, um die eigene Währung zu stützen. Auf den Goldpreis wirkt das trotzdem belastend. Ähnlich verzweifelt erscheinen die Verkäufe des russischen Zentralbankgoldes: Nachdem die riesigen Reserven der russischen Staatsfonds aus dem Öl- und Gasgeschäft in vier Jahren „Blitzkrieg“ gegen die Ukraine verpulvert wurden, verkauft der Kreml nun die Goldreserven. Zwar ist der Ölpreis auf dem Weltmarkt in Folge des Irankriegs stark gestiegen, doch Russland fällt es immer schwerer, sein Öl und Gas zu verkaufen. Zum einen nehmen die Maßnahmen gegen die russische Schattenflotte zu, die Sanktionen umgeht. Zum anderen zeigen die Angriffe der Ukraine auf die Ölwirtschaft Russlands Wirkung. Sowohl die Türkei als auch Russland dürften hoffen, den Verkauf der in langen Jahrzehnten aufgebauten Goldreserven bald stoppen zu können. Die Chancen stehen bei für die Türkei besser als für Russland. Aber auch andere Länder, insbesondere solche, die besonders stark von Energieimporten abhängig sind oder deren Einnahmen als Energieexporteur wegbrechen, könnten sich gezwungen sehen, einen Teil ihrer Goldreserven aufzulösen.

Neben Verkäufen privater Investoren, die von Gewinnmitnahmen bis hin zu Zwangsliquidationen motiviert sein dürften, sind also auch Notenbankverkäufe ein Grund dafür, dass die vermeintliche Krisenwährung Gold gerade in Krisenzeiten unter Druck geraten kann. Bei Privatanlegern ist Gold, insbesondere „Papier-Gold“ oft das Erste, was zu Geld gemacht werden kann. Bei Notenbanken gehören die Goldreserven dagegen grundsätzlich zu den letzten Mitteln, um Notlagen abzufangen. Kurzfristig stabilisiert der Verkauf von Gold gegen die eigene Papierwährung letztere natürlich, längerfristig schadet es dem Vertrauen in die eigene Währung aber umso mehr.

Die hohen Schwankungen beim Goldpreis sind mithin kein Zeichen für ein Ende der Bedeutung des Edelmetalls, vielmehr sind sie Symptome der extremen Stresssituation im globalen Wirtschafts- und Finanzsystem. Wir halten angesichts der günstigen Bewertung und immer noch hohen Gewinnmargen aber an unseren Aktien von Goldminenbetreibern fest. Gegen einen möglichen Rückgang des Goldpreises besser geschützt sind zudem Aktien von Minenkonzernen, die neben Gold auch Silber und Kupfer produzieren (wie