2026 KW13 Report über das Portfolio des Investmentclub-Aktienfonds

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte.

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Was ist diese Woche (KW13/2026) an den Börsen geschehen?

„Trump always chickens out“ für „Trump macht immer einen Rückzieher“ ist als Kürzel „TACO“ an den Börsen schon ein bekanntes Phänomen. Unmittelbar nachdem Trump dem Iran mit einem Angriff auf Energieanlagen gedroht hatte, erklärte er, auf solche Angriffe vorerst zu verzichten. Darauf kam es an den Märkten zu starken Gegenbewegungen: Der Ölpreis fiel um rund 15 Prozent (von 115 auf 97 USD pro Barrel der Sorte Brent) und die Aktienmärkte verzeichneten Kursgewinne. Allerdings wurden die gegenseitigen Angriffe im Wochenverlauf fortgesetzt, ohne dass die von Trump angekündigte Verhandlungslösung absehbar wäre. Darauf stieg der Ölpreis wieder und die Aktienmärkte gaben ihre Kursgewinne wieder ab, so dass es für die meisten Aktienindizes die fünfte Verlustwoche in Folge gab. Beim Nasdaq-100 entstand mit dem Wochenverlust von -3,2 Prozent ein Minus seit Jahresbeginn von -8,4 Prozent. Etwas besser hielt sich der Dow Jones: auf Wochensicht ein Verlust von -0,9 Prozent und seit Jahresbeginn -6,0 Prozent. Der DAX verlor in dieser Woche -0,4 Prozent und im laufenden Jahr -8,9 Prozent. Der Euro-STOXX-50 entwickelte sich weiterhin besser, auf Wochensicht +0,1 Prozent und damit seit dem Jahreswechsel ein Verlust von -4,9 Prozent. Die im Euro-STOXX-50 enthaltenen Ölkonzerne Total und ENI profitieren vom Ölpreisanstieg.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag mit 41,63 Euro berechnet. Gegenüber dem Vorwochenwert ist das ein Rückgang um 0,34 Euro bzw. -0,8 Prozent. Damit ist seit Jahresbeginn (42,01 Euro) ein kleines Minus von -0,9 Prozent entstanden. Über 12 Monate beträgt der Gewinn beim ACC Alpha Anteilswert +11,5 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt nur +7,1 Prozent), über drei Jahre +39,4 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt +35,6 Prozent) und über fünf Jahre +38,1 Prozent (Aktienfondsdurchschnitt +34,7 Prozent).

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also um einen Börsentag vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung ab (die ja auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag erfolgt).

Der Aktienkurs von Pan American Silver, der vom Rekordhoch Ende Februar stark korrigiert hatte, erholte sich in dieser Woche um +11,5 Prozent (auf 71,77 CAD, Einstand 40,97 CAD). Hintergrund ist Erholung des Silberpreises in diese Woche um knapp 3 Prozent auf knapp 70 US-Dollar pro Unze. Blieben der Gold- und Silberpreis in etwa auf dem jetzigen Niveau, würde das KGV der Aktie unter 10 rutschen. Von rund dreieinhalb Milliarden Kanada-Dollar Cashflow verbliebe der weitaus größte Teil, nämlich rund drei Milliarden als freier Cashflow, rund 7 CAD pro Aktie. Auch der Gewinn pro Aktie liegt dann bereinigt in dieser Größenordnung.

Obwohl sich der Goldpreis in dieser Woche noch nicht von den Preisrückgängen in den Vorwochen erholte, sondern recht eng um 4.500 US-Dollar pro Unze pendelte, reichte die Stabilisierung schon für Kursgewinne bei Gold-Aktien: Newmont +6,6 Prozent (auf 102,10 USD, Einstand 43,84 USD) und Franco-Nevada +6,2 Prozent (auf 324,25 CAD, Einstand 176,46 CAD).

Der Anteil unserer 6 Edelmetall-Aktien zusammen am Fondsvermögen liegt jetzt bei 16,2 Prozent.

Die Deutsche Rohstoff profitiert vom hohen Ölpreis: Der Aktienkurs stieg in dieser Woche um +8,7 Prozent auf neue Rekordhöhen (93,90 Euro, Einstand 54,20 Euro). Obwohl sich der Aktienkurs seit Januar verdoppelt hat, preist die jetzige Bewertung einen Rückgang des Ölpreises nach dem Iran-Krieg ein. Sowohl Umsatzerlöse als auch Gewinn, die in diesem Jahr noch oben schießen, dürften dann wieder sinken. Aber auch auf Basis der „normalisierten“ Gewinnschätzungen für 2027 und 2028 liegt das KGV der Aktie unter 10.

Nach einem fundamental kaum nachvollziehbaren Kursrückgang bei Sixt kam es in dieser Woche zu einer Gegenbewegung: Sixt Stammaktien +6,8 Prozent (auf 64,20 Euro, Einstand 65,45 Euro) und Sixt Vorzugsaktien +6,3 Prozent (auf 53,90 Euro, Einstand 52,05 Euro). Ein (außerbörslicher) Insider-Kauf im Volumen von 50 Mio. Euro (!) darf als Signal verstanden werden, dass die Führungsmannschaft aus der Familie Sixt die Bewertung ihres Unternehmens aktuell auch für zu billig hält.

Roche gewannen in dieser Woche +3,9 Prozent (auf 312,50 CHF, Einstand 285,71 CHF). Laut einem Bericht plant Roche auf dem Markt für Abnehm-Medikamente in den Wettbewerb mit Eli Lilly und Novo Nordisk einzusteigen. Der Schweizer Pharmakonzern erwartet einen grundlegenden Wandel im Markt für Medikamente gegen Fettleibigkeit. Mit zunehmender Verbreitung der Therapien werde sich der Markt in mehrere Segmente aufteilen. Das eröffne neuen Anbietern Chancen, die Dominanz von Eli Lilly und Novo Nordisk herauszufordern. „Wir kratzen buchstäblich nur an der Oberfläche“, sagte Manu Chakravarthy, Entwicklungschef für Herz-, Nieren- und Stoffwechselmedikamente bei Roche, dem Wall Street Journal. Unterhalb liege „eine ganze Welt ungedeckter Bedürfnisse, auf deren Erfüllung die Patienten verzweifelt warten“. Nach Daten der US-Gesundheitsbehörde CDC leiden mehr als 100 Millionen Erwachsene in den USA an Adipositas. Analysten von Goldman Sachs erwarten, dass bis 2030 rund 15 Millionen Patienten Medikamente gegen Fettleibigkeit nutzen werden. Mit neuen Tabletten, sinkenden Preisen und besserem Zugang über staatliche Programme werde sich der Markt stärker am Verbraucher orientieren. Chakravarthy betont demnach, dass es keine Standardlösung geben werde. Unterschiedliche Patienten hätten unterschiedliche Bedürfnisse. „Der Markt wird sich segmentieren. Das wissen wir, es geschieht bereits“, sagte er. Roche gehörte in den 1990er-Jahren mit dem Medikament Xenical zu den Pionieren. Später zog sich der Konzern jedoch zurück, bevor moderne Wirkstoffe wie GLP-1-Präparate den Durchbruch brachten. Nun setzt Roche auf eine Rückkehr durch gezielte Zukäufe und Partnerschaften. Der Konzern investierte Milliarden in neue Wirkstoffkandidaten und Technologien. Dazu zählen unter anderem Übernahmen wie Carmot Therapeutics für bis zu 3,1 Milliarden US-Dollar sowie Lizenzdeals mit Zealand Pharma im Volumen von bis zu 5,3 Milliarden US-Dollar. Auch die Übernahme von 89bio für rund 3,5 Milliarden US-Dollar stärkt das Portfolio. Ein Roche-Sprecher erklärte, Investitionsentscheidungen zielten darauf ab, das Potenzial zu maximieren und den Nutzen für Patienten zu steigern. Aktuell dominieren Eli Lilly und Novo Nordisk den Markt mit Blockbustern. Roche sieht dennoch eine Chance, sich unter die Top 3 vorzuarbeiten. Der am weitesten entwickelte Kandidat ist die Injektion CT-388. Sie soll bald in die entscheidende Studienphase gehen. Roche will die Entwicklung beschleunigen. Auf Zweifel reagiert Chakravarthy dem Bericht zufolge offensiv. „Die Leute fragen mich ständig: Seid ihr nicht zu spät dran?“ Seine Antwort: „Wir haben systematisch versucht, ein Portfolio und einen Ansatz aufzubauen, der sehr durchdacht, differenziert, patientenorientiert und ganzheitlich ist, wenn man sich wirklich vor Augen führt, wo die wichtigsten ungedeckten Bedürfnisse liegen.“ Ein zentrales Problem bleibt laut Roche die langfristige Gewichtsstabilisierung. Der Konzern untersucht daher neue Ansätze, die auf das Gehirn wirken. „Letztendlich ist Adipositas eine neurologische oder eine Erkrankung des Gehirns“, sagte Chakravarthy. Roche beobachte gezielt wissenschaftliche Fortschritte in diesem Bereich.

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Als die Zuversicht in den japanischen Aktienmarkt in dieser Woche wieder zunahm, kam es wieder zu Umschichtungen zulasten von Nippon Sanso: Nach dem Anstieg in der Vorwoche um +5,1 Prozent verlor die Aktie in dieser Woche -6,9 Prozent (auf 30,76 Euro bzw. 5.875 Yen, Einstand 18,31 Euro bzw. 2.681 Yen).

Zudem lösten in dieser Woche bekanntgegebene gute 2025er Geschäftsergebnisse deutscher Unternehmen Kursverluste aus, wenn sich die Unternehmen für die Entwicklung in diesem Jahr vorsichtig äußerten:

Ein vorsichtiger Ausblick des Spezialpharma-Unternehmen Medios löste starke Kursverluste aus: -12,0 Prozent auf 12,06 Euro (Einstand 16,05 Euro). Die 2025er Ergebnisse fielen positiv aus: Medios profitierte von florierenden Arzneimittelverkäufen und einem starken Auslandsgeschäft. 2026 will das Management um den neuen Vorstandschef Thomas Meier die Profitabilität weiter steigern. Die Zielspanne für den Umsatz schließt aber auch einen leichten Rückgang nicht aus. Im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX sprach der Manager von einem schwierigen Umfeld, besonders in Deutschland. Die von seinem Vorgänger Matthias Gärtner eingeläutete Internationalisierung will er weiter vorantreiben.

Auch bei Wüstenrot & Württembergische (W&W) wurde der Ausblick mit Enttäuschung aufgenommen: Die Aktie verlor auf Wochensicht -8,8 Prozent auf 14,50 Euro (Einstand 14,93 Euro). Wegen deutlich weniger Schäden im Versicherungsgeschäft hat der Finanzkonzern seinen Gewinn (wie erwartet) deutlich gesteigert. Der Überschuss sei 2025 von 35 Millionen Euro im Vorjahr auf 121 Millionen Euro gestiegen, teilte Vorstandschef Jürgen Junker mit. Es sei ein eindeutig starkes Ergebnis erzielt worden. „Wir sind damit nach dem durch Unwetterereignisse belasteten Jahr 2024 zurück auf unserem nachhaltigen Kurs.“ Das W&W-Management stellte nach dem Gewinnsprung zwar „trotz schwieriger Rahmenbedingungen“ weiter steigende Gewinne für 2026 in Aussicht, der Markt hatte aber offenbar eine höhere Jahresprognose erwartet.

Auch beim Kölner Motorenhersteller Deutz fielen die Ergebnisse im abgeschlossenen Jahr sehr gut aus, aber die Börse reagierte enttäuscht auf den Ausblick: -6,8 Prozent (auf 8,35 Euro, Einstand 4,35 Euro). 2025 hat Deutz massiv vom Expansionskurs ins Rüstungsgeschäft und Kostensenkungen profitiert. Umsatz, Auftragseingang und Ergebnisse legten deutlich zu. „In einem anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Umfeld mit großen konjunkturellen Herausforderungen im Motorengeschäft haben wir eines der besten Ergebnisse der jüngeren Unternehmensgeschichte erzielt“, sagte Vorstandschef Sebastian Schulte bei Vorlage der Jahreszahlen 2025. Der konsequente strategische Konzernumbau zahle sich aus. Allerdings wurde auch hier der Ausblick von der Börse negativ aufgenommen. Insbesondere das Profitabilitätsziel des Motorenbauers für 2026 enttäuschte.

Ähnlich erging es Kontron: -1,9 Prozent auf 19,04 Euro (Einstand 19,41 Euro). Der Spezialist für Produkte rund um das sogenannte Internet-der-Dinge (IoT) enttäuschte die Anleger mit seinem Gewinnziel für 2026.

Und die Aktie der Beteiligungsfirma Indus Holding verlor in dieser Woche -2,6 Prozent (auf 26,70 Euro, Einstand 24,66 Euro). INDUS rechnet im laufenden Jahr wegen einer besseren Auftragslage mit einem „moderaten“ Wachstum. „Auch wenn die Rahmenbedingungen uns nicht euphorisch werden lassen, sind wir zuversichtlich“, sagte Unternehmenschef Johannes Schmidt bei Vorlage des Geschäftsberichts für 2025. Im laufenden Jahr sollen die Erlöse auf 1,80 bis 1,95 Milliarden Euro zulegen, wie das auf Mittelständler spezialisierte Beteiligungsunternehmen in Bergisch-Gladbach verkündete. Branchenexperten hatten einen Umsatz am unteren Ende der Spanne auf dem Zettel. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) sieht das Management im laufenden Jahr bei 150 bis 170 Millionen Euro. Die entsprechende operative Marge soll zwischen 7,5 und 9,5 Prozent liegen. Die Prognose basiere auf der Annahme, „dass es trotz der geopolitischen Risikolage im Nahen und Mittleren Osten zu keinen längerfristigen strukturellen Einschränkungen der Versorgungssicherheit mit langfristigen Preissteigerungen bei Vormaterial- und Energiepreisen kommt“, hieß es von Indus dazu weiter. Wie bereits im Februar auf Basis vorläufiger Zahlen mitgeteilt, stieg der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht auf 1,74 Milliarden Euro, während das operative Ergebnis auf 147,8 Millionen Euro zurückging. Die operative Marge lag bei 8,5 Prozent. Nach Steuern verbuchte Indus einen Gewinnanstieg auf 69,8 Millionen Euro. Dabei profitierte das Unternehmen von einer niedrigeren Besteuerung. Im Vorjahr hatte Indus 54,7 Millionen Euro verdient. Zugleich saßen die Unternehmen im Portfolio zu Jahresende 2025 auf einem um 11 Prozent auf 705,9 Millionen Euro gestiegenen Auftragsbestand. Für das abgelaufene Geschäftsjahr sollen die Aktionäre eine um 10 Cent angehobene Dividende in Höhe von 1,30 Euro je Aktie bekommen. Die Dividendenanhebung überraschte die meisten Analysten sogar positiv.

Die Analysten der Quirin Bank bestätigten ihre Kaufempfehlung für Villeroy & Boch. Die Aktie verlor trotzdem auf Wochensicht -2,4 Prozent (auf 16,60 Euro, Einstand 18,79 Euro). Das Unternehmen habe ein wirklich schwieriges Jahr 2025 mit großer Widerstandsfähigkeit gemeistert und erreiche seine Ziele. Die Integrationsagenda werde vorangetrieben, die Verschuldung reduziert und die Bilanz gestärkt. Nach den Veräußerungen im nordeuropäischen Geschäft, den schwachen makroökonomischen Daten (zurückhaltende Konsumausgaben, schleppender Wohnungsbau) und dem Konflikt in der Golfregion sei der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr – Umsatz- und EBIT-Rückgang – keine große Überraschung. Die Multiplikatoren vergleichbarer Unternehmen seien unter Druck geraten; daher senke die Quirin Bank ihr Kursziel von 34,50 EUR auf 30,50 EUR. Villeroy & Boch sei eine führende Marke in der Branche. Man betrachte den Umsatzrückgang im Jahr 2026 als vorübergehend.

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Noch bevor Deutz mit seinem Ausblick den Markt enttäuschte, haben wir im Rahmen unseres Risikomanagements unsere Aktienposition halbiert: Der Verkauf von 10.000 Aktien erfolgte zu 9,078 Euro (Wochenendstand -8,0 Prozent tiefer bei 8,35 Euro). Gegenüber unserem durchschnittlichen Einstand von nur 4,35 Euro haben wir damit jetzt einen Kursgewinn von 109 (!) Prozent realisiert. Deutz ist nach Heidelberg Materials, Deutsche Bank und Fresenius die vierte Aktienposition, die wir im März halbiert haben, um die Folgen des negativen Momentums abzufedern und unsere Barreserve weiter aufzustocken.

Wie hoch ist die Barreserve?

Das Euro-Kontoguthaben ist mit dem Deutz-Teilverkauf auf 818.815 Euro gestiegen. Damit wurde es in den vier vergangenen Wochen von 6,9 auf 12,3 Prozent vom Fondsvermögen erhöht. Unsere Fremdwährungsguthaben veränderten sich in dieser Woche wenig: Sie betragen jetzt zusammen in Euro umgerechnet 87.191 Euro (Anteil am Fondsvermögen unverändert 1,3 Prozent). Zusammen mit dem Euro-Konto belaufen sich die Bankguthaben jetzt auf 906.006 Euro. Damit haben wir die Barreserve auf 13,6 Prozent erhöht. Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche weiter durch einen leichten Nettomittelabfluss um 396 Anteile auf jetzt 160.036 Anteile gesunken. Das Fondsvermögen ist durch die Kursverluste in dieser Woche auf jetzt 6.678.902 Euro gesunken.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

In dieser Woche haben unsere Edelmetall-Aktien erstmals seit Wochen wieder zur Stabilisierung des Anteilswertes beigetragen. Mittel- bis längerfristig überwiegen hier die Chancen gegenüber den Risiken. OceanaGold beispielsweise teilte seinen Aktionären dieser Tage mit, dass man unverändert mit einem Goldpreis von 2.200 US-Dollar pro Unze kalkuliere. Allerdings ist der Goldpreis nicht bei 2.200 Dollar, sondern bekanntlich bei 4.500 USD. Jede geförderte Unze Gold bringt also 2.300 Dollar mehr Gewinn als kalkuliert.

Als Belastungsfaktor erweisen sich dagegen aktuell die Ängste der Marktteilnehmer um die konjunkturelle Entwicklung. Gerade als sich mehr Anzeichen für eine Belebung der Wirtschaft zeigten, löste der israelisch-amerikanische Angriff auf den Iran einen weltweiten Energiepreisschock aus. Vor diesem Hintergrund äußern sich reihenweise auch deutsche Unternehmen bei der Vorlage ihrer Geschäftsergebnisse vorsichtig bis zurückhaltend bezüglich der Aussichten für 2026. Weil das die ohnehin schon vorhandenen Ängste verstärkt, kommt es zu starken Kursverlusten.

Vor diesem Hintergrund erscheint die Erhöhung unserer Barreserve auf jetzt über 900.000 Euro angemessen. Jeden Kursrückgang sofort als Kaufgelegenheit zu interpretieren, dürfte sich kurzfristig als zu optimistisch erweisen. Aber mittel- bis längerfristig sind die gefallenen Aktienkurse Kaufgelegenheiten.