Wochenkommentar KW 08/2026

Hier veröffentlichen wir wöchentlich den aktuellen Wochenkommentar sowie eine Aufstellung des aktuellen Aktien-Portfolios (Inventarliste). Diese Informationen sind nur für Mitglieder des ACC. Bitte geben Sie die Informationen und das Passwort nicht weiter. Vielen Dank. Bitte beachten Sie: Bei dieser Aufstellung handelt es sich um das Musterportfolio des ACC. Alle Angaben dienen nur der internen Mitgliederinformation und sind ohne Gewähr. Rechtsverbindlich sind nur der Fondsprospekt und die offiziellen Halbjahres- und Jahresberichte. Bei Anregungen und Feedback erreichen Sie uns gerne per email. Ihre Ansprechpartner sind: – Dirk Arning (arning@acc-invest.de) – Geschäftsführung, Ansprechpartner für börsenspezifische Informationen – Klaus J. Ueker (ueker@acc-invest.de) – Geschäftsführer, Ansprechpartner für Mitgliederverwaltung – Holger Fiegl (info@acc-invest.de) – Administration, Ansprechpartner für Webpage


Report über das Portfolio des Investmentclub Aktienfonds

Was ist diese Woche (KW08/2026) an den Börsen geschehen?

Hinweise der US-Notenbank auf mögliche Inflationsrisiken und die Gefahr einer Eskalation zwischen USA und Iran belasteten die Aktienmärkte. Von volkswirtschaftlichen Daten und Unternehmensnachrichten gingen insgesamt keine klare Richtungsimpulse aus. Der Oberste Gerichtshof der USA urteilte, dass die vielen von Präsident Trump per Notstandsgesetz verhängten Zölle rechtwidrig sind. Die Hoffnungen für den Welthandel blieben aber klein, weil Trump umgehend ankündigte, das Gerichtsurteil zu umgehen. Der Dow Jones trat auf Wochensicht fast auf der Stelle (+0,3 Prozent), während der zuvor stärker gefallene Nasdaq-100 wenigstens +1,1 Prozent steigen konnte. Der DAX weitete sein Wochenplus wegen des Anti-Zoll-Urteils auf +1,4 Prozent aus, der Euro-STOXX-50 sogar auf +2,4 Prozent.

Wie hat sich der Anteilswert des Investmentclubs / Investmentfonds entwickelt?

Der ACC Alpha select Anteilswert wurde auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag mit einem neuen Rekordhoch von 45,82 Euro berechnet. Gegenüber der Vorwoche ist das ein Anstieg um 1,23 Euro bzw. +2,8 Prozent, wieder deutlich mehr als bei den meisten Aktienindizes und Aktienfonds. Seit Jahresbeginn (42,01 Euro) ist der Anteilswert somit schon um +9,1 Prozent gestiegen. Im Durchschnitt legten globale Aktienfonds in dieser Woche nur +0,3 Prozentpunkte zu auf nur +3,2 Prozent seit Jahresbeginn (Mischfonds seit Jahresbeginn im Durchschnitt +3,2 Prozent).

Welche positiven Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochengewinner)

Die in diesem und dem folgenden Abschnitt genannten Kursveränderungen beziehen sich jeweils auf die Woche bis einschließlich Freitag, weichen also um einen Börsentag vom Zeitpunkt der Anteilswertberechnung ab (die ja auf Basis der Schlusskurse vom Donnerstag erfolgt).

Die Silber-Gold-Minen-Betreiber profitierten in dieser Woche vom deutlichen Anstieg des Silberpreises um gut 10 Prozent, während der Goldpreis nur um gut 2 Prozent stieg. Vor diesem Hintergrund ist Pan American Silver mit +12,1 Prozent (auf 88,59 CAD, Einstand 40,97 CAD) in dieser Woche unser größter Kursgewinner, während der Goldminen-Betreiber Newmont sogar die kurze Verliererliste anführt (siehe unten). Die Aktie des US-Silber-Gold-Minen-Betreibers Coeur Mining stieg um +9,9 Prozent (auf 24,63 USD, Einstand 22,73 USD).

Die Aktien von Société Générale und Heidelberg Materials , die in der Vorwoche zu unseren größten Verlierern gehört hatten, erholten sich in dieser Woche: Société Générale +10,6 Prozent (auf 73,76 Euro, Einstand 24,73 Euro) und Heidelberg Materials +9,2 Prozent (auf 205,80 Euro, Einstand 53,60 Euro). Bei dem Zementhersteller wurden die Kursverluste der beiden Vorwochen aufgrund der geplanten Lockerung des europäischen Emissionshandels als übertrieben eingestuft.

Zu den größten Kursgewinnern gehören auch Deutsche Rohstoff (DRAG) +10,5 Prozent (auf 66,10 Euro, Einstand 54,20 Euro). Der Bericht zum 4. Quartal und damit zum Gesamtjahr 2025 wurde sehr positiv aufgenommen: Insgesamt habe die Deutsche Rohstoff im Jahr 2025 rund 13.600 Barrel (bzw. Äquivalente, „BOE“) pro Tag produziert. Der Rückgang der Förderung um rund 8 Prozent lag nahezu ausschließlich an der niedrigeren Gasförderung, während die Ölförderung das Vorjahresniveau erreichte. Grund dafür war zum einen der von 60 auf rund 65 Prozent gestiegene Ölanteil an der Produktion, zum anderen die unverändert starke Produktion der zur Jahresmitte 2025 gestarteten Bohrungen auf dem Chinook-Pad. Der Ölpreis (WTI) lag durchschnittlich bei 65,4 USD pro Barrel. Der Vorstand kündigte an, auch 2026 „diszipliniert Investitionen tätigen, um unser Öl- & Gas-Geschäft weiter auszubauen. Neben dem bereits fortgeschrittenen Bohrprogramm bei Salt Creek wird nun die Tochtergesellschaft „1876 Resources“ ihr Bohrprogramm mit zunächst vier Bohrungen beginnen und kann optional direkt im Anschluss weitere Bohrungen abteufen, während wir gleichzeitig die Entwicklung an den Ölmärkten beobachten. Die hohe Flexibilität des US-Marktes und der Tochterfirmen in den USA erlaubt es uns, kurzfristig weitere Investitionsentscheidungen zu treffen.“ Die Tochtergesellschaft 1876 Resources plant Ende Februar ein Bohrgerät im östlichen Teil der Flächen im Powder River Basin in Betrieb zu nehmen und zunächst vier Niobrara-Bohrungen abzuteufen. Die Investitionen sollen an die stark reduzierten Kosten von 9 Mio. USD je Bohrung im Jahr 2025 anknüpfen und können entsprechend auch bei geringeren Ölpreisen attraktive Renditen erwirtschaften. In dem Joint Venture von Salt Creek im Powder River Basin wurden die geplanten 9 Bohrungen bereits bis Ende Januar 2026 erfolgreich abgeteuft. Die Fertigstellung wird im Frühjahr und der Produktionsstart im Sommer erwartet. Insgesamt wird Salt Creek für dieses Programm rund 40 Mio. USD investieren und evaluiert parallel weitere non-operated Transaktionen. Bright Rock Energy konnte in den vergangenen Wochen, zusammen mit dem Closing einer größeren Transaktion von rund 8 Mio. USD, sowie zahlreichen weiteren Transaktionen insgesamt Flächen von rund 4.000 Acre (160 Hektar) an Förderrechten und Mineral Rights erwerben. Damit ist ein wesentlicher Grundstein für die zukünftige Entwicklung in der Utica/Point Pleasant Formation in Ohio gelegt. Im Laufe des Jahres 2026 soll die Position weiter ausgebaut werden. Strategisch setzt die Deutsche Rohstoff AG damit zum Jahresbeginn 2026 auf die Festigung der Produktionsbasis und den Ausbau der Flächen im Powder River Basin, sowie auf eine gezielte Diversifikation durch den Erwerb von Förderrechten in Ohio. Gleichzeitig bewahre sich die Gesellschaft ein hohes Maß an Flexibilität und kurzfristiger Reaktionsfähigkeit, um auf Veränderungen im Markt- und Preisumfeld angemessen reagieren zu können. Die Bohrungen aus 2025 entwickeln sich insgesamt sehr positiv und bestätigen die hohe Qualität der Flächen und der operativen Umsetzung. Die ersten vier Bohrungen vom Chinook Bohrplatz, die am Ende des 2. Quartals die Produktion aufgenommen hatten, konnten nach rund acht Monaten durchschnittlich jeweils rund 150.000 Barrel Öl produzieren und liegen damit weit über den ursprünglichen Erwartungen. Auf den westlichen Flächen wurden Ende 2025 erstmalig mehrere Bohrungen in verschiedene Formationen von einem Bohrplatz abgeteuft und vor kurzem in die Produktion überführt. Von den insgesamt sechs Bohrungen wurden drei in die Niobrara-Formation und drei in die tieferliegende Mowry-Formation niedergebracht. Die drei Bohrungen in die Mowry-Formation hatten nach dem Produktionsstart Mitte November einen anfänglich langsameren als den erwarteten Ramp-Up und damit eine niedrigere Anfangsproduktion gezeigt, aber konnten die Produktion anschließend steigern und auf einem soliden Niveau stabilisieren. Inzwischen entwickeln sich die Bohrungen sehr zufriedenstellend, was die grundsätzliche Attraktivität dieser Formation bestätigt. Die Bohrungen in die Niobrara-Formation entwickeln sich sehr stark und liegen trotz der erhöhten Bohrdichte von drei Bohrungen pro Bohrplatz in der Nähe der Ergebnisse der extrem ergiebigen Buster-Bohrung aus dem Jahr 2021, die bis heute eine der volumenstärksten Bohrungen der Deutsche Rohstoff AG ist. Dieser erste Zwischenstand bestätige, dass auch bei höherer Verdichtung attraktive Förderprofile realisiert werden könnten. Aufgrund der niedrigen Ölpreise und der soliden finanziellen und wirtschaftlichen Position des Konzerns wurden zuletzt etwas weniger Preissicherungsgeschäfte („Hedges“) für die Ölproduktion eingegangen. Dennoch sind zur Absicherung der Öl- und Gasumsätze für das Jahr 2026 bereits rund 30 Prozent der bestehenden Produktion abgesichert, für 2027 etwa 20 Prozent. Insgesamt beläuft sich das abgesicherte Volumen auf rund 800.000 Barrel, wovon etwa die Hälfte über Swaps zu 66 USD pro Barrel und rund 35 Prozent über Put-Optionen bei 50 USD pro Barrel abgesichert sind. Diese bieten eine gute Absicherung bei deutlich fallenden Preisen und ermöglichen gleichzeitig die volle Partizipation an weiter steigenden Preisen. Weitere Absicherungen würden laufend geprüft. Diese eigene, über Tochterunternehmen in den USA betriebene Geschäft mit gut 230 Mio. Euro Jahresumsatz wird mit weniger als 100 Mio. Euro bewertet, wenn man von der DRAG-Marktkapitalisierung den Wert der Beteiligung am Wolfram-Minenbetreiber Almonty abzieht: Der Aktienkurs der Beteiligung Almonty kletterte auf ein neues Rekordhoch, womit die an der Nasdaq notierte Almonty Industries zuletzt mit gut 3,4 Mrd. US-Dollar bewertet wird. Der Anteil, den die Deutsche Rohstoff AG hält, von knapp 8 Prozent hat somit einen aktuellen Kurswert von rund 270 Mio. US-Dollar bzw. 230 Mio. Euro. Dies deckt jetzt 70 Prozent (!) des aktuellen Börsenwertes der Deutschen Rohstoff.

Welche negativen Veränderungen gab es im Portfolio des Investmentclubs? (Wochenverlierer)

Es gab nur wenige und relativ kleine Kursrückgänge bei unseren Aktien. Größter Wochenverlierer ist ausgerechnet ein Gold-Wert: Für die Aktien des Bergbauunternehmens Newmont ging es auf Wochensicht um -2,9 Prozent nach unten (auf 122,13 USD, Einstand 43,84 USD). Der US-Konzern hat für das laufende Jahr eine niedrigere Goldproduktion in Aussicht gestellt. Für die Entwicklung des Goldpreises 2026 ist es aber ein positives Signal, wenn der weltgrößte Goldminenbetreiber auf den Preisanstieg nicht mit einer Ausweitung der Produktion reagiert.

Welche Transaktionen gab es diese Woche?

Innerhalb unseres Teilportfolios mit französischen Aktien haben wir eine Umschichtung veranlasst, kurzfristig durch prozyklische Signale ausgelöst, langfristig aber im Rahmen unserer antizyklischen Strategie, nämlich ein Teilverkauf bei einer sehr gut gelaufenen und dadurch groß gewordenen Aktienposition aufgrund eines Take-Profit-Signals und eine Verdoppelung einer jüngeren und noch kleinen Aktienposition aufgrund eines bestätigten Aufwärtstrends: Bei Société Générale haben wir eine Teilgewinnmitnahme vorgenommen und 1.000 unserer bislang 5.000 Aktien verkauft. Der Verkauf erfolgte an der Heimatbörse Paris zu 68,93 Euro. Damit haben wir gegenüber unserem Einstand zu 24,73 Euro einen Kursgewinn von 178,7 Prozent realisiert!

Im Gegenzug haben wir unsere relativ junge und kleine Position in Carrefour aufgestockt: der Zukauf von 4.000 Aktien erfolgte ebenfalls in Paris zu 15,628 Euro, womit unsere Position auf 8.000 Stück zu durchschnittlich 14,96 Euro wächst.

Die Jahreszahlen des Anlagenbauers Dürr fielen besser als erwartet aus. Der Nettogewinn liege mit voraussichtlich rund 200 Millionen Euro über der eigenen Prognosebandbreite von 120 bis 170 Millionen, teilte das Unternehmen auf Basis vorläufiger Zahlen mit. Zum einen habe sich das Tagesgeschäft gut entwickelt, zum anderen sei der Buchgewinn aus dem Ende Oktober vollzogenen Verkauf des Umwelttechnikgeschäfts höher ausgefallen als erwartet. An der Börse kamen die Nachrichten gut an. Wir haben darauf auch diese Position verdoppelt: Der Zukauf von 2.000 Dürr-Aktien erfolgte zu 24,3955 Euro, womit unsere Position auf 4.000 Stück zu durchschnittlich 22,88 Euro wächst.

Wie hoch ist die Barreserve?

Das Euro-Kontoguthaben, das in den Vorwochen für Aktienkäufe verwendet worden war, ist zuletzt vor allem durch die Tilgung der Bundesanleihe deutlich gestiegen: auf 516.845 Euro bzw. 7,1 Prozent vom Fondsvermögen.

Die Bundesanleihe Anleihe wurde natürlich zum Nennwert, also zu 100,00 Prozent, zurückgezahlt, in unserem Fall mithin 500.000 Euro. Gegenüber unserem Kauf zu 98,882 Prozent (494.410 Euro) haben wir einen Kursgewinn von 1,13 Prozent realisiert, immerhin 5.590 Euro. Hinzu kam die Auszahlung des letzten Zinskupons für ein Jahr: 0,5 Prozent für 500.000 Euro sind 2.500 Euro.

Aurubis hat 1,60 Euro pro Aktie Dividende ausgeschüttet, für unsere 800 Aktien also 1.280 Euro vor Steuern und 1.088 Euro nach Quellensteuern. Gemessen an unserem Einstand von durchschnittlich 82,38 Euro entspricht die Gewinnausschüttung von 1,60 Euro einer Dividendenrendite von 1,9 Prozent.

Unser Fremdwährungsguthaben sind durch leichte Währungsgewinne im Wochenvergleich um 0,2 Prozent auf 83.379 Euro gestiegen, was 1,1 Prozent des Fondsvermögens ausmacht.

Die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile ist in dieser Woche durch leichte Nettomittelabflüsse um 98 auf jetzt 159.571 Anteile gesunken. Das Fondsvermögen ist aber durch unsere Kursgewinne um fast 200.000 auf 7.324.706 Euro gestiegen.

Aktuelle strategische und taktische Überlegungen

Noch haben wir bei unseren erfolgreichen Edelmetall-Aktieninvestments keine Gewinnmitnahmen vorgenommen. Der Anteil der 6 Aktien am Fondsvermögen ist durch Kursgewinne auf jetzt 17,9 Prozent gewachsen. Wir müssen also fortlaufend die Chancen gegen die Risiken abwägen.

Grundsätzlich gilt: Unsere Edelmetall-Aktien bieten ein besseres Chance/Risiko als ein Direktinvestment in Gold, Silber und Platin. Dies gilt insbesondere für das Szenario einer Seitwärtsbewegung auf dem erreichten Niveau: Während ein Direktinvestment dann nichts bringt, verdienen unsere Unternehmen auf diesem Niveau hohe Gewinne. Die stark steigenden freien Cashflows dürften auch für höhere Dividenden und Aktienrückkäufe verwendet werden.

Trotzdem bleibt natürlich die Frage wichtig, ob die Edelmetallpreise mittelfristig eher steigen oder fallen dürften. Und ersteres ist bis auf weiteres wahrscheinlicher als letzteres. Fundamental sind die Gründe für den Preisanstieg weitgehend gegeben. Auf der Nachfrageseite dürften Notenbanken und Investoren sowohl in der geopolitischen Entwicklung als auch mit Blick auf Staatsschulden und Fiat-Währungen genug Gründe für Edelmetall-Käufe finden. Und auf der Angebotsseite findet keine rasche Produktionsausweitung statt. Markt- und charttechnisch wird immer deutlicher, dass der Kursrückschlag Ende Januar nur eine überfällige Kurskorrektur nach der fahnenstangen-artigen Beschleunigung der Rallye war. Der Goldpreis ist dabei nur intraday unter seinen 40-Tage-Durchschnitt gefallen. Seitdem steigt Gold oberhalb dieses ebenfalls weiter steigenden Durchschnitts wieder, zuletzt wieder über 5.100 USD pro Unze. Beim Silberpreis ging die Korrektur in den ersten Februartagen zwar bis zum 100-Tage-Durchschnitt, aber der 200-Tage-Durchschnitt war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Alle relevanten Indikatoren zeigen auch hier einen intakten sekundären Aufwärtstrend. Gleiches gilt für den Platinpreis.

Fazit: Die Edelmetall-Hausse hat zwar ihr Tempo verlangsamt, aber gute Chancen, sich fortzusetzen. Die Rallye im Januar bedurfte einer Konsolidierung, was die Volatilität der vergangenen Wochen erklärt. Die Bewertung unserer Edelmetall-Aktien spiegelt das erreichte Kursniveau noch nicht vollumfänglich wider. Bei einem fortgesetzten Kursanstieg kommen wir in die komfortable Lage, „scheibchenweise“ mit Gewinnmitnahmen beginnen zu können.

Special: Performance relativ zum Durchschnitt der Fonds

Unsere ACC Alpha select Strategie setzt bekanntlich auf die Aktienanlage. Anleihen kommen nur dann ins Portfolio, wenn die nicht in Aktien angelegte Barreserve zinsbringend „geparkt“ wird. Ein erklärtes Ziel ist allerdings die deutliche Verringerung des Risikos gegenüber den Aktienindizes und mithin gegenüber den klassischen Aktienindex-abbildenden ETFs. Aufgrund unseres für einen Aktienfonds ungewöhnlich geringen Risikos wird der Fonds von Fondsdatenbanken phasenweise mit Mischfonds verglichen. Wir vergleichen deshalb an dieser Stelle unsere Performance sowohl mit dem Durchschnitt der Mischfonds als auch Aktienfonds, jeweils grundsätzlich flexibel und weltweit anlegend.

Mischfonds, flexibel und weltweit anlegend, erreichten im Durchschnitt seit Jahresbeginn +3,2 Prozent und über ein rollierenden Jahr +7,0 Prozent und über rollierende 3 Jahre +25,6 Prozent. Im aktuellen Fünf-Jahreszeitraum ist das für Mischfonds katastrophale Jahr 2022 enthalten, weshalb das kumulative Durchschnittsergebnis mit +23,1 Prozent niedriger ist als allein in den vergangenen drei Jahren.

Globale Aktienfonds erreichten im Durchschnitt seit Jahresbeginn wie Mischfonds +3,2 Prozent, aber über ein rollierendes Jahr nur +4,2 Prozent, also deutlich weniger als Mischfonds. Über rollierende 3 Jahre kommen sie im Durchschnitt aber auf +34,7 Prozent, was einer jährlichen Rendite von 10,4 Prozent. Allerdings waren die vergangenen drei Jahre auch überdurchschnittlich. Im aktuellen Fünf-Jahreszeitraum kommen Aktienfonds trotz der drei guten Jahre mit ihrem kumulativen Durchschnittsergebnis nur auf +39,9 Prozent, was nur 6,9 Prozent Rendite pro Jahr entspricht.

Die ACC Alpha select Strategie liegt im laufenden Jahr nach Kosten bei +9,1 Prozent und über ein rollierendes Jahr bei +28,4 Prozent, was gegenüber dem Mischfondsdurchschnitt einen Vorsprung von 5,9 bzw. 21,4 Prozentpunkten entspricht. Gegenüber dem Durchschnitt der Aktienfonds ist das eine Outperformance seit Jahresbeginn von 5,9 Prozent und über ein Jahr von 24,2 Prozentpunkten!

Über drei Jahre beträgt das Netto-Plus bei uns jetzt +46,4 Prozent, was 20,8 Prozentpunkte mehr als bei Mischfonds und 11,7 Prozentpunkte mehr als bei Aktienfonds ist.

Über den schwierigen Fünf-Jahres-Zeitraum zeigt sich die Bedeutung von Verlustbegrenzung. Wir kommen netto auf +59,3 Prozent, was 9,76 Prozent Rendite pro Jahr entspricht. Mischfonds schafften deutlich weniger als die Hälfte davon, liegen im Durchschnitt 36,2 Prozentpunkte zurück! Und gegenüber Aktienfonds haben wir einen Vorsprung von 19,4 Prozentpunkten.

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